Wollt Ihr den totalen Krieg?
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Diese von der Merkel Clique bejammerte No der Irlaender auf jedenfall, den die muessen ja ihren Arsch nicht hinhalten
* Lavaproductions, Oilcrash, 2006, „A 90minute documentary on the planet’s dwindling oil resources“
* Colin J. Campbell, Peak Oil – imposed by nature, 2005
* Jim Kunstler, The End of Suburbia: Oil Depletion and the Collapse of the American Dream, Direktverweis
* NZZ Format, Das Ende des Ölzeitalters, 2005
* BackTalk, Kurzfilme über PeakOil auf Englisch
* Four Corners Broadband Edition –- Peak Oil? Australische Dokumentation in sechs Kapiteln und zusätzlichen Informationen (englisch)
* Dokumentation der Chicago Tribune
* RTÉ one, Future Shock: End of the Oil Age, 2007 (englisch)
Beispiele für eine verstärkte Nutzung der Kernenergie finden sich in der Volksrepublik China, die plant, bis 2020 insgesamt 30 neue Reaktoren zu bauen. In der Europäischen Union plant Großbritannien weitere Reaktoren zu bauen und soll in Finnland ein Kernkraftwerk eines neuartigen Druckwasserreaktortyps errichtet werden. In Deutschland, bis 1989 noch ein wichtiges Uranförderland, wurde der Atomausstieg beschlossen, eine Verlängerung der vereinbarten Laufzeiten wird politisch diskutiert. Neben der langfristigen Rohstoffsicherung und der Betriebssicherheit der Kernkraftwerke bleibt die Endlagerung des radioaktiven Abfalls ein wichtige Herausforderung.
Die Amerikaner James H. Kunstler und Richard Heinberg halten den Weg in vorindustrielle Zeiten womöglich schon binnen ein oder zwei Generationen für unausweichlich. Der Investmentbanker und ehemalige Energieberater des Weißen Hauses Matthew Simmons sagte (2005) aufgrund des Ölfördermaximums für 2010 einen Ölpreis von mindestes 200 $ pro Fass voraus und hat darauf mit John Tierney, einem Wirtschaftsjournalist der New York Times eine öffentliche Wette über 10.000 $ abgeschlossen. Tierney hält Haussen im Rohstoffbereich - unter Bezugnahme auf Julian Lincoln Simon - für grundsätzlich begrenzt.
„Wenn die Ölproduktion im Irak bis 2015 nicht exponentiell steigt, haben wir ein sehr großes Problem. Und dies selbst wenn Saudi-Arabien alle seine Zusagen einhält. Die Zahlen sind sehr einfach, dazu muss man kein Experte sein. [..] Innerhalb von 5-10 Jahren wird die Nicht-OPEC Produktion den Gipfel erreichen und beginnen zurück zu gehen wegen nicht ausreichender Reserven. Für diese Tatsache gibt es täglich neue Beweise. Zeitgleich werden wir den Gipfel des chinesischen Wirtschaftswachstums sehen. Beide Ereignisse werden also zusammentreffen: Die Explosion des Wachstums der chinesischen Nachfrage und der Rückgang der Ölproduktion der Nicht-Opec Staaten. Wird unser Ölsystem in der Lage sein, dieser Herausforderung zu begegnen, das ist die Frage.“
– Fatih Birol: Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA),
„Was jetzt ganz schnell zusammenstürzen kann, ist das industrielle Entwicklungsmodell, das über 200 Jahre lang prägend war, sich immer mehr ausgeweitet hat und das getrieben worden ist von der überwiegend fossilen Energieversorgung. Dieses steht zur Disposition, das ist ganz eindeutig.“
– Hermann Scheer, SPD-MdB
„Die Unfähigkeit, die Ölproduktion entsprechend dem steigenden Bedarf auszuweiten, wird in der Zukunft zu einem schweren wirtschaftlichen Schock führen.“
– James R. Schlesinger: unter Präs. Carter ehem. US-Energie- und unter Präs. Nixon und Ford US-Verteidigungsminister
„Es gibt weltweit kein ausreichendes Ölangebot (mehr) für ein vollumfängliches Wachstum unserer Wirtschaft oder der Weltwirtschaft.“
– Don Evans: bis 2005 Wirtschaftminister der Regierung Bush
„Wir müssen uns keine Sorgen machen. Es sind noch genug Reserven da. [...] Saudi-Arabien fördert heute rund 10 Mio Fass am Tag und in einigen Jahren schafft es sicher 12,5 Mio Fass. [...] Es ist sehr wahrscheinlich, dass mittelfristig die [Öl]preise ungefähr bei 40$ im Schnitt liegen. Auf ganz lange Sicht sind sogar 25-30$ vorstellbar.“
– Lord John Browne: 1995-2007 Vorstandsvorsitzender von BP (im Gespräch mit dem Spiegel im Juni 2006)
Weltweite Ölreserven
# Im Januar 2006 berichtete die Petroleum Intelligence Weekly, dass Kuwaits Reserven lediglich 48 Mrd. Fass betrügen und davon nur 24 „voll bewiesen“ seien. Dies entspricht einer Halbierung der offiziellen Zahlen und geht noch weiter als die Vermutungen der ASPO.
# Am 9. Januar 2004 gab der Ölmulti Shell bekannt, dass 20 % seiner Reserven von bewiesen zu möglich (also unsicher) umdeklariert werden müssten und später noch dreimal seine Reserven von insgesamt 14.500 auf 10.133 Mio. Fass herunterkorrigiert. Die Bekanntgabe ließ den Aktienkurs abstürzen und brachte dem Unternehmen eine Anklage ein. Shell-Präsident Phil Watts musste zurücktreten. Hier sollen neben zu Zeiten der Niedrigpreisphase um 1990 unterlassene Investitionen auch erhöhte Ansprüche der Finanzmärkte an die bislang eher langfristig planenden Ölfirmen eine Rolle spielen.
# 1970 erhöhte Algerien seine nachgewiesenen Reserven von 7 bis 8 auf 30 Mrd. Fass. Dann änderte sich der politische Wille – die Zahlen kehrten nach 1974 wieder zu Werten unter zehn Mrd. Fass zurück (Angaben nach Jean Laherrère).
# PEMEX, die mexikanische staatliche Ölgesellschaft mit einem Fördermonopol, machte im September 2002 Abstriche bezüglich ihrer Reserven um 53 % (von 26,8 auf 12,6 Mrd. Fass). Kurz darauf wurden sie wieder leicht auf 15,7 Mrd. Fass angehoben.
# Es gibt auch Beispiele, bei denen die Reserven unterschätzt wurden. 1993 schätzte das Oil and Gas Journal die Reserven Äquatorialguineas auf einige unwichtige Lagerstätten mit einem Gesamtwert von 12 Mrd. Fass. Daraufhin wurden zwei Riesenlagerstätten („Giants“) von mittlerer Größe entdeckt, aber der Wert bis 2003 nicht geändert. Des Weiteren wurden die Reserven Angolas zwischen 1994 und 2003 mit 5,421 Mrd. Fass angegeben, obwohl in diesem Zeitraum 38 neue Lagerstätten mit jeweils mehr als 100 Mio. Fass entdeckt wurden
Als Argument für eine weitere Steigerung der Ölförderung gilt der steigende Ölpreis, die Möglichkeit bietet, bisher nicht intensiv untersuchte Gebiete (z. B. Sibirien) zu erkunden und unkonventionelle, bislang nicht wirtschaftlich lohnende Lagerstätten auszubeuten. Dazu gehören Ölsande, hier vor allem die großen Vorkommen in Alberta in Kanada, Ölschiefer, Tiefseebohrungen, Sibirien- oder Alaska-Exploration, Bitumen etc. Zudem wird auf teilweise veraltete Technologie und ältere, bereits ausgebeutete Felder in Saudi-Arabien verwiesen. Laut Maugerie bestünde ein erheblicher Investitionsstau, da in vielen Ölländern und der Ölindustrie die Erfahrungen mit dem Preisverfall durch Überkapazitäten aus den 1980er Jahren noch nachwirkten.
Der US-Ölgeologe Marion King Hubbert behauptete schon in den 1950er Jahren, dass die Gesamtförderung mehrerer Ölquellen eine Kurve beschreibt, die einer Glockenkurve ähnelt: die so genannte Hubbert-Kurve.[14] Hubbert konnte durch die Auswertung der umfangreichen und offen gelegten US-Daten bereits 1956 das US-amerikanische Fördermaximum auf das Jahr 1971 voraussagen. In der Folge wurde das Modell der Glockenkurve auch etwa für die Erdölproduktion Norwegens bestätigt, die im Jahre 2001 ihren Höhepunkt erreichte. Dennoch gibt es auch Fördergebiete, für die sich die Modellierung anhand der Hubberts Kurve nicht eignet. Dies trifft beispielsweise zu, wenn die Ölförderung politisch beeinflusst wird, wie es in den OPEC-Staaten der Fall ist. Einige Fachleute bewerten diese Methode daher eher als spekulativ, da sie mit zu vielen vereinfachenden Annahmen verbunden wäre.[15] Auch die weltweite Erdölförderung folgt nicht genau der Hubbert-Kurve. Gründe hierfür sind die Ölkrisen der 1970er Jahre, wie Abb. 2 zeigt. Ein weiteres Problem bei der Modellierung sind unzuverlässige Daten bezüglich Förderung und Reserven, vor allem in den OPEC-Staaten, s.u. Dadurch kann eine Hubbert-Kurve, selbst wenn sie zuträfe, nur annähernd modelliert werden.
Erdöl ist heute (2007) sichtbar (als Rohstoff) oder unsichtbar (als Energieträger) in einer Vielzahl von industriell hergestellten Gütern enthalten. Das sich ankündigende Fördermaximum wird deshalb zunehmend thematisiert. Seit 2005 behandeln sowohl aktuelle Studien der Internationalen Energieagentur (IEA) – zuletzt am 9. Juli 2007 – das Problem des Fördermaximums. In der ASPO (Association of the Study of Peak Oil and Gas) haben sich seit 2001 weltweit Wissenschaftler zusammengeschlossen, die sich mit dem Erdölfördermaximum befassen.
Besondere Auswirkungen werden in den USA erwartet, mit dem höchsten Anteil am weltweiten Ölverbrauch (25 % bei einem Weltbevölkerungsanteil von 4,3 %). Der durchschnittliche Benzinverbrauch pro Auto liegt dort bei 16,2 l je 100 km. In Europa lag der Ölverbrauch bei knapp 11 % einem weltweiten Bevölkerungsanteil von 6,8 % bei und der deutsche durchschnittliche Benzinverbrauch bei etwa 8,1 Liter auf 100 km (2003) [5]. Preisschwankungen wirken sich in den USA wegen der Umrechung in den starken Euro wie auch der in den USA sehr geringen Steuern auf Mineralölprodukte wegen stärker aus als in Europa[6]. Die Auswirkungen eines möglichen Ölfördermaximums auf die Gesellschaft werden in den USA schon länger diskutiert - teilweise unter Annahme dramatischer Szenarien, in denen ein Einbrechen der weltweiten Versorgung mit Treibstoffen und petrochemischen Produkten angenommen wird, in deren Folge die Stabilität der Wirtschaft, politischer Systeme oder der industriellen Zivilisation bedroht würden und denen nur mit radikalen Verhaltensänderungen auszuweichen sei. Diesen worst-case-Szenarien stehen derzeit allerdings kaum echte Verhaltensänderungen und Politikwechsel gegenüber.
Öl ist eine der wichtigsten Energiequellen vieler menschlicher Aktivitäten. Die Nachfrage nach Öl ist sehr eng an die wirtschaftliche Entwicklung und die Zunahme der Bevölkerung gekoppelt, und sehr gut vorhersagbar. Die Nachfrage ist sehr wenig preiselastisch, und wird bislang nicht in erster Linie durch den Preis bestimmt, sondern durch den Bedarf. Wird die Nachfrage nach Öl nach Eintritt des globalen Ölfördermaximums nicht durch Einsparungen und den zunehmenden Einsatz von Alternativen analog zur Angebotsverringerung reduziert, wird die Preiselastizität durch Angebotsmangel zwangsweise hergestellt, und hat dementsprechend sehr stark steigende und kaum prognostizierbar hohe Preise zur Folge. Dies wiederum bedeutet erhebliche Auswirkungen für die globale Wirtschaft.
Ölfördermaximum
Das Ölfördermaximum (oft auch Peak-Oil) bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem die Förderrate eines Ölfelds ihr absolutes Maximum erreicht. Dieser Zeitpunkt ist erreicht, wenn etwa die Hälfte des förderbaren Öls gefördert wurde. Ölfördermaxima werden auch für einzelne Regionen oder den einzelnen Firmen zugänglichen Feldern berechnet. Es kann für ein Ölfeld nicht vollständig exakt vorausgesagt werden. Erst wenn die Förderrate eines Feldes eine Zeitlang und unwiederbringlich gefallen ist, sieht man in der Förderstatistik das maximal erreichte Fördervolumen, das Ölfördermaximum.
Das Ölfördermaximum für alle weltweiten Ölvorkommen wendet dieses Konzept auf die weltweite Verfügbarkeit von Rohöl an. Es gibt Anzeichen für ein absehbares weltweites Erreichen dieses Punktes. In der Vergangenheit glich die Gesamtfördermenge Ölpreissteigerungen bald wieder aus. Dieser Effekt ist seit 2005 ausgeblieben, während die globale Nachfrage nach Öl bis vor kurzem kontinuierlich gestiegen ist. Dies interpretieren in der ASPO zusammengeschlossenen Wissenschaftler als Hinweis auf ein aktuell oder in Kürze eintretendes Ölfördermaximum.
Andere, insbesondere in der westlichen Ölindustrie aktive Experten und Finanzfachleute betonen aktuelle Umbrüche in der globalen Ölindustrie. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Zusammenbruch der Ölpreise in den 90er Jahren und der zunehmenden Rolle externer Finanzinvestoren gebe es seit Jahren einen Investitionsstau, der zu geringeren Förderquoten und höheren Preisen führe.
Unabhängig von der Auslegung zwingen die derzeit hohen Preise für Rohöl und ölbasierte Treibstoffe darauf angewiesene Wirtschaftsbereiche und davon abhängige Volkswirtschaften die höheren Preise weiter in Kauf zu nehmen, ihren Ölverbrauch zu verringern oder effizientere Technologien und andere Rohstoffquellen einzusetzen.