4.143

Artikel Archäologie Versiegelte Botschaften aus Indien

x 14
 
 
Archäologie Versiegelte Botschaften aus Indien
 
  •  

    x 0
  •  

    x 0
  •  

    x 4
  •  

    x 4
  •  

    x 6
    Archäologie Versiegelte Botschaften aus Indien

    Harappa/Mohenjo Daro, 17. 11. 2011

    www.internet-magazin-les-art.eu Rubrik: Wissenschaft + Forschung
    Redaktionsbeitrag „les Art“:

    Alles was heute nicht gerade der „Ägyptomanie“ unterlegen ist, schon mal wenn es nicht aus Ägypten, dem Nahen Osten oder den Anden oder dem mexikanischen Mayakulturkreis angehört, wird im sogenannten westlichen Kulturkreis nur spärlich wahrgenommen.

    Aus jüngsten Forschungen im ägyptischen Regionen bis weit nach Afrika und dem arabischen Golf entlang wie dem ganzen Sinai bis Jemen hinunter und im Rücken bis tief in die heutige Türkei hinein sind Fundstätte und –Orte bekannt und werden ständig neu ausgegraben, die zunehmen auch in dieser Gegend die Geschichtsschreibung verändern lassen. Man kommt zunehmend auf Altersangaben bis zu 10.000 Jahren mit Herkünften, die kaum noch zugeordnet werden können mit Fundarten, die in Teile vorsätzlich zugeschüttet worden zu sein erscheinen, um eben der Nachwelt erhalten zu blieben.

    Jetzt kommen dagegen sensationelle Meldungen aus Indien aus archäologischen Funden zu uns herüber, die das Staunen umso größer werden lassen, als daß man den Eindruck gewinnt, hier handelt es sich um Kulturhinterlassenschaften von Zivilisationen, die es in Technik, Planung wie Systemik, mit allem Bekannten, seien es die Ägyptischen Kulturen, also der Pharaonenreiche bis hin zu den Römern mit ihren technischen Hinterlassenschaften von Stadtstrukturen, bei weitem aufnehmen können.

    Das Alter dieser Hinterlassenschaften datiert nach heutigem Kenntnisstand auf ca. 4500 Jahre zurück, also guten 2500 Jahren v. unserer Zeitrechnung. Geht man von diesem Datum des Unterganges aus, so die Prüfungen bis heute, so darf man wohl davon ausgehen, das dieser hohe Standard der Städtezivilisation wie der geografischen Ausdehnung dieser Zivilisation bequeme weitere 2000 tausend Jahre als Vorläufer haben dürfte. Wenn nicht mehr, was dann die Dinge zunehmend auf den Kopf stellt.
    Aufgrund des hohen Planungsstandes dieser Städte, die im heutigen Grenzbereich Pakistan-Indien zu finden sind und runter bis an das arabische Meer reichen ist zu vermuten, daß die Vorläufer dieser hohen Zivilisationsstellungen, die absolut heutigen Planungsstand von Städten entspricht mit allen Infrastrukturmaßnahmen in Sachen Wasserversorgung wie Brachwasserentsorgung, Hygiene wie Gebäudeausrichtung und –Erstellung, so kann man sich nur vor Ehrfurcht verneigen. Verneigen vor unseren ach so primitiven Vorfahren, die, glaubt man vielen Wissenschaftlern immer noch, nichts anderes zu tun hatten, als sich okkulten Lebens- und Glaubensweisen hinzugeben, die sie zu so großen Zivilisationstaten ermunterten.

    Es wird herbei immer wieder übersehen, daß die Menschen vor unserer Zeitrechnung mit Sicherheit andere Vorstellungen von Gemeinschaft, Staatswesen wie Sozialverhalten hatten, als wir uns heute so einrichten. Dennoch waren Sie, glaubt man der neurologischen Forschungen heute, von der biologischen Entwicklung der Hirnfähigkeit der unseren Zeit und unserer Menschen, absolut ebenbürtig, da sich das Gehirn seit ca. 100.000 Jahren der Menschen, nicht verändert hat. Was sich verändert hat, ist nur die Technik, mit der wir heute unser Leben gestalten.

    Insoweit ist die nachfolgende Diskussion im Wettstreit von vermeintlichen Wissenschaftlern denn auch eher störend und albern zu sehen, die nicht wahrhaben wollen, was so offensichtlich ist bei der Frage, hatten diese Zivilisationsstufe nun eine Schrift oder nicht. Diese Frage ist natürlich zu bejahen, auch wenn die Schrift sich vielleicht nicht in einer Art Buchstabenfolge, wie wir es heute nutzen, zeigt. Dennoch weisen die vielen Ziegel mit Bildern und Piktogrammen aus diesen Kulturzivilisationen und Städten eindeutig auf eine Schriftbedeutung hin. Vielleicht in der Gestalt, wie wir sie heute von Hinweisschildern auf Flughäfen und Bahnhöfen her kennen. Dennoch sind es Schriftzeichen vergleichbare Zeichen.

    Wenn nun diese Städte ein derartiges Alter aufweisen, das in seiner Entstehung und Planung, die auf ein plötzliches Entstehen, denn auf eine langsame Entwicklung Hinweis gibt, so ist zu hinterfragen, inwieweit diese Städte und Kulturentstehung mit den Sagen Indiens um die Weltraumüberlieferungen zu tun haben, wo eben eine technische, raumfahrende Hochzivilisation, die die Erde besuchte und hier Kolonie nahmen wie die Menschen lehrte, in Verbindung steht. Sieht man die technische Raffinesse und Gestaltung der Städte wie der Wassernutzungen, mit Abflüssen wie Bäderkulturen wie auch der am Reißbrett entwickelten städtischen Entstehung und Straßenführung, so erübrigen sich jegliche Fragen nach Schriften und Ähnlichem. Denn wer so plant und baut, kann nur mit technischem Know-how, daß eben Schreiben zur Grundlage nimmt wie eben auch Rechnen und der Kenntnis der Geometrie, ausgestattet sein. Insoweit sind die vielen Piktogramme der Ziegel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so etwas wie Siegel sprachlicher wie befehlsmäßiger Bedeutung, vielleicht vergleichbar den Rollsiegeln der alten Assyrer, die eben den Hilfsvölkern im Auftrage Ihrer Herren (Götter?) der Technik, zu diensten standen und Siegel der jeweiligen Stellung und Befehlsfolgen, dokumentierten.

    Siehe auch:

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/versiegelte-botschaften/1504756.html

    Besaß die Indus-Kultur eine Schrift? An der Interpretation ihrer Zeichen scheiden sich die Geister.

    Entlang des Indus im Nordwesten des indischen Subkontinents entwickelte sich um 2500 v. Chr. eine Hochkultur: Die Menschen errichteten große, am Reißbrett geplante Städte mit gewaltigen Bauten aus gebrannten Ziegeln. In den Hauptstädten Harappa und Mohenjo Daro brachte ein ausgeklügeltes Wassermanagement Hygiene in die Häuser und Fruchtbarkeit auf die Felder. Einheitliche Maße und Gewichte förderten den Handel. Auch über Siegel verfügte die Indus-Kultur, auf denen kunstvoll gestaltete Tierkörper eingeprägt waren – und Zeichen. An der Frage, ob es sich dabei um Schrift handelt, entzündet sich in diesen Tagen ein heftiger Wissenschaftsstreit. (……………………..)

    Aus den archäologischen Funden im Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan kann man einiges über das Großstadtleben vor 4000 Jahren ableiten. Doch die rund 400 verschiedenen Zeichen auf Siegeln, Täfelchen und Keramikscherben ließen sich ihr Geheimnis auch 130 Jahre nach der Entdeckung bislang nicht entreißen. Einige tausend meist sehr kurze Notationen hat man gefunden. Sie sind sehr dekorativ und mit keinem anderen Zeichensystem zu vergleichen. Schon seit ersten Funden diskutieren Archäologen, ob die spärlichen Signets der „Indus-Schrift“ tatsächlich sprachgestützte Schrift sind oder nur religiöse Piktogramme darstellen.

    Jetzt glaubt ein Informatiker, den Schlüssel zur Entzifferung gefunden zu haben. In „Science“ (Vol 324, Issue 5926, 24. April) berichtet Rajesh Rao (Universität Washington) über seine statistischen Untersuchungen der Schrift-Stückchen. Das Fazit des aus Indien stammenden Forschers: Die Struktur der Indus-Zeichen deutet klar auf einen sprachlichen Hintergrund. Raos nächstes Ziel ist hoch gesteckt: Er will aus den gefundenen Gesetzmäßigkeiten der Zeichen die dahinter stehende Grammatik entwickeln. Die wiederum könnte man vergleichen mit den Strukturen anderer Ursprungssprachen wie Sanskrit oder Indoeuropäisch. Am Ende soll die Entzifferung stehen.

    Zusammen mit ebenfalls indischen Kollegen aus der Mathematik und dem IT-Bereich hatte Rao die altindischen Schriftfunde für seine Untersuchungen durch ein Computerprogramm geschleust, mit dem Gesetzmäßigkeiten in einer definierten Menge von Symbolen erkannt werden. Als Vergleichsgrundlage ließ er den Computer auch modernes Englisch, antike Schriften wie Sumerisch, Ägyptisch und Indoeuropäisch analysieren. Als Gegenpart fütterte Rao seine Rechenmaschine mit willkürlichen Symbolketten, die keinen sprachlichen Hintergrund haben. Diese Zeichensequenzen dachten sich Rao und seine Mitstreiter selbst aus, sie verwendeten dazu keine der durchaus bekannten nichtschriftlichen Symbolreihen aus der Antike. Aus den unterschiedlichen Strukturen der beiden Gruppen schließt Rao auf den sprachlichen Hintergrund der Indus-Zeichen, da diese mehr Affinität zu den sprachgebundenen Systemen hätten.

    Postwendend kam Protest. Der Historiker Steve Farmer von der Cultural Modelling Research Group in Palo Alto wirft Rao in einer Stellungnahme auf seiner Homepage Täuschung und Unwissenschaftlichkeit vor. „Science“ hätte den Beitrag nicht drucken dürfen. (…………….)

    kommentieren

    Kommentare zu Archäologie Versiegelte Botschaften aus Indien