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Nokia eiskalt: 2300 Mitarbeiter auf der Strasse

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Nokia eiskalt: 2300 Mitarbeiter auf der Strasse

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Bochum - Wut, Trauer und Tränen in Bochum: Der finnische Handy-Hersteller Nokia macht sein Werk im Ruhrpott dicht, schickt 2300 Mitarbeiter auf die Strasse. Die Betroffenen fielen aus allen Wolken, als ihnen gestern früh eröffnet wurde, dass sie ihre Arbeitsplätze verlieren.

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31 Kommentare

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Kommentare zu Nokia eiskalt: 2300 Mitarbeiter auf der Strasse

 

ThatcherThatcheram 31.01.08


@ DRWK Träume weiter,wenn für dich 1 und 400 Euro Jobs + Teilzeitstellen neue Arbeitsplätze sind !!!
Der Aufschwung in den Abschwung geht weiter !!!

ThatcherThatcheram 31.01.08


Was beschwert ihr euch, es ist doch Deutsche Politik die Produktionskosten durch hohe Energiepreise und unsinnige Umweltauflagen in die Höhe zu treiben !!!!
Ich kann Nokia verstehen !!!
In Deutschland muß anscheinend erst gehungert werden, bevor man rafft, das man von einer grünen Wiese nicht leben kann.

ParchimParchimam 20.01.08


Hagenuk gesellt sich dazu, die hier pleite gingen.
Aber - wäre Nokia ohne die Subventionen nach Deutschland gekommen? Ist da nciht genau das erfolgt, was viele Politiker nach Beck wollen, nämlich umverteilen?
Da ist doch so viel Geld, und 88 Milliönchen sind eben 5 Jahre auf 2.300 Arbeitsplätze verteilt worden, die ansonsten keine Arbeit gehabt hätten. Von dem Bau und der Wartung der Anlagen haben auch noch Einige gelebt.
Mit Boykott ist da nichts getan, denn dann darf auch keiner mehr bei Aldi oder Lidl morgens anstehen für Nonfood. Das kommt fast oder ganz ausschließlich per Container aus China.
Weil dort der Arbeiter noch weniger verdient, als was die Ware beim Verlassen des sozialistischen Wunderstaates wirklich kosten könnte, verdient der Chinesische Staat Unsummen an diesen Waren durch Abschöpfung, sodaß die weltgrößte Bank zum Teil in chinesischer Hand und ein immenses Kapital auf dem Weltmarkt in den Händen des Chinesischen Staates ist.
Das ist Macht, nicht Nokia, Siemens, oder wie sie heißen mögen. Warum geht den EADS mit Teilen der Produkition in die USA? Die lassen eine große Zahl qualifizierter Mitarbeiter im Regen stehen. Diese haben aber auch nicht gemosert, als man dort mi t 35 Wochenstunden und 6 Wochen Urlaub bei gutem Lohn gearbeitet hat. Die USA haben mehr Wochenstunden, die Chinesen sicherlich 48 Stunden oder auch mehr bei 14 Tagen Urlaub, wenn überhaupt.
Vieles ist Hausgemacht und man ist ständig dabei, dieses Wunder zu pflegen, bis das Wasser zum Hals steht. Wir keine Erze, kein Öl, kein Gas, überhaupt keine Rohstoffe, nur noch, wenn es gut geht, gesunde Hände und einen gesunden Kopf - und auf dem Rücken des Mittelstandes ein gutes duales Berufsausbildungssystem. Auch da möchte man dran kratzen. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

ParchimParchimam 20.01.08


Das darf ich unterstützten, wenn gesagt wird, das der Ministerpräsident dann kommt, wenn es um 1.000 Arbeitsplätze geht. 10 Firmen mit je 10 Beschäftigten interessieren niemanden, da wird nur mit dem Stinkefinger auf diese ehemaligen Selbständigen gezeigt und es ihnen über die Jahre nachgetragen. Die Hausbank macht einfach den Kredithahn zu, verkauft ihre Forderung mitsamt der Sicherheit an eine Heuschrecke und dann wird er "richtig fertig gemacht!
Das schert keinen Politker, der zieht ja keine Wählerstimmen nach.
Man darf bei der Schelte auf Subventionen aber nicht kurzsichtig sein, wie soeben dargestellt. Jeder Mitarbeiter war froh, einen Arbeitsplatz und geregeltes Einkommen zu haben oder zu bekommen. Wie das entstand, ist ihm bis zur Kündigung egal.
Also kamen indirekt den MItarbeitern die Subventionen zu Gute, nicht nur dem Unternehmer - wenngleich es solche Beispiele zu Genüge gegeben hat. Davon wissen Arbeiter in den neuen Ländern ein Lied zu singen, wenn eine Firma sich dort aufbaute und nach wenig Zeit wieder abzog. Hat es nicht auch etwas mit der Einstellung zur Arbeit zu tun? Oder mit den Absatzwegen?
Soll aber eine BAB gebaut werden, wird geschrien. Ist sie denn da, wir sie von Allen genutzt. Gegen eine Ortsumgehung wird jahrelang geklagt wegen eines Vogels, einer Kröte. Ist die Straße da, verlangen die selben Streiter eine Fußgängerzone in dem bisherigen Verkehrsbereich und machen die restlichen Geschäfte kaputt. Draußen, vor der Stadt gibt es ja alles, nur nicht für Fußgänger.

ParchimParchimam 20.01.08


Es ist ein Jammer für die Arbeiterinnen und Arbeiter bzw. Angestellten, auf so ein Gleis geschoben zu sein, Glücksplanungen, ohnehin nicht auf der obersten Schiene gehabt zu haben und nun dieses!
Aber: Wenn jemand einen Telefontarif wählt, nimmt der den billigsten. Wenn er ein Gerät kauft, wird bei Vergleich der Leistung das preiswerteste genommen.
Kleiderfabriken haben längst klammheimlich ihre Nähereien im billigen Ausland, nur noch die Verwaltungsspitze und vielleicht ein Stück der Entwurfsschiene in Deutschland.
Große, internationale Firmen sind längst globalisiert, so hat ein in Deutschland namhaftes Unternehmen im Food-Bereich seine gesamte Buchführung, einschl. Lohnbuchführung in Bratislava. Für die Organisation werden Pflichtenhefte erstellt und programmiert wird in Indien. Indien hat derzeit 300.000 Informatikstudenten und Deutschland 30.000.
Wenn das Pfund Zucker bei einem Discounter 5 Cent billiger ist, als beim Tante-Emma-Laden im Dorf, fährt man mit dem Auto und dem Kofferraum 15 km (7.50 € Kosten) in die Stadt und kauft nur noch das Vergessene Produkt bei "Tante Emma".
Der Bürger hat mit seinen Füßen die Entscheidung herbeigerufen. Wir wissen sehr genau, daß im Ausland, auch im EU-Ausland, auf bestimmten Gebieten viel billiger produziert werden kann. Woher denn das Geschreie? Es bleibt bitter für die Beschäftigten, das hat aber nicht Kapitalsucht als Ausgangspunkt, wie so gerne hervorgehoben wird von den Umverteilern wie Herr Beck sich profilieren möchte, das ist der Bürger selber. WEnn das Kapital einmal umverteillt ist, ist die übrige Wirtschaft auch noch kaputt. Wer hat denn davon etwas?
Mindestlohn wäre gut für die Binnenkonjunktur und zum Abbau von Sozialleistungen, aber die Folge ist - Kündigungen ohne Ende. Dann werden die Fenster eben nicht vierteljährlich, sonder viermonatlich geputzt. Ist das schlimm? - Der Wille zur Gleichmacherei und das Anfeuern zum Neid ist das vollkommen Falsche! Es gibt keine sinnvolle Alternative zu unserem System

CamposCamposam 18.01.08


Das ist schlimm für die Betroffenen. Eines wird aber sehr deutlich: Deutschland ist kein Land mehr,
in dem es sich lohnt, Handys zu fertigen: Motorola, Siemens, BenQ, Nokia... Auch der Arbeitsmarkt ist
global. Da kann man keine Mauern bauen. Beim Handy steckt der wichtigste Teil in der Entwicklung.
Das machen Bestqualifizierte. Die Einzelteile zusammenzusetzen, das kann in vielen Ländern der
Welt viel günstiger gemacht werden. Als Konsequenz ergibt sich wohl, auf all das zu verzichten, was
derzeit aus Wahlkampfgründen an Geschenken versprochen wird. Es wird sowieso nicht zu halten
sein. Stattdessen die dafür erforderlichen und noch zusätzliche Mittel in qualifizierte und qualifizierende
Ausbildung zu stecken. Sonst wird es so weitergehen wie in Bochum mit Nokia: Das sogar verstärkt.
Nokia hat recht drastisch bekundet, was international aufgestellte Konzerne von aufgeregten
deutschen Politikern halten, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Weswegen Arbeitsplätze
wegbrechen.

DRWKDRWKam 16.01.08


Was soll das Geschrei. In Deutschland wurden gegenüber dem Stand 2007 ca. 200.000 Arbeitsplätze neu geschaffen. Die Nokia-Arbeitsplätze sind vernachlässigbar. Was soll der Presserummel, wenn die Mitarbeiter gut sind, und davon ist auszugehen, droht ihnen nicht der Ruin. Die Konzernherren sitzen in Finnland. Wenn in Deutschland im Handymarkt Geld zu verdienen ist, sollte sich ein Nachfolger finden, ansonsten leben die Lamentierer hinter dem Mond.

Der_ThorDer_Thoram 16.01.08


Es gibt sicherlich noch viele Konzerne, die Millionen an Subventionen einstreichen und dann "Tschüss" sagen.
@ivan: da gebe ich Dir recht. Es gibt genügend Beispiele, wo Firmen billiger im Ausland produziert haben und fast Bankrott wieder in das "teure" Deutschland zurück kamen. War halt doch besser...
Ich glaube sowieso nicht, dass die Lohnkosten in Deutschland wirklich ein Problem sind. Deutschland ist seit Jahren Export-Weltmeister. Wenn die Löhne hier zu hoch wären, könnten wir wohl kaum so viel EXportieren. Nur der Binnenmarkt hängt hinterher, weil wir kein Geld mehr haben, um unsere eigenen Waren zu kaufen. Wenn mir jemand das Gegenteil erklären kann, wäre ich dankbar...
Bei mir steht z.Zt. wieder ein neues Handy an. Ob es wieder ein Nokia wird.... Ich bin auf jeden Fall am überdenken. Bis gestern war es kein Thema...

neujneujam 16.01.08


Mit Subventionen wird viel Fehlsteuerung betrieben. Du hast schon recht, die großen kassieren Subventionen und die kleinen werden unerbittlich geschröpft.

Vodafone ist vielleicht nicht so ein gutes Beispiele, haben die doch Milliarden für UMTS-Lizenzen zahlen müssen.

ivanivanam 16.01.08


Sie kommen wieder, wenn sie merken dass in Rumänien nicht die deutsche Qualitätsarbeit geleistet wird. Sobald ein paar Produktionsserien fehlerhaft auf den Markt geschmissen werden und die einen Malus einfahren weil sie dafür aufkommen müssen, werden sie wieder die gemachten Schritte zurückgehn.

xYrus02xYrus02am 16.01.08


Boykott wäre eine Möglichkeit, aber auch nicht die Lösung. An der Konzernpolitik Nokias wird das nichts ändern. Allerdings wäre das ein herber Schlag und ein Zeichen an Nokia, dass der deutsche Verbraucher derartige Rücksichtslosigkeiten nicht toleriert.
Wie dem auch sei, einen bitterbösen Brief der Empörung hat sich von meiner Seite aus schon mal auf den Weg nach Bochum gemacht. Ich erwarte zwar keine Antwort aber man wird sich ja wohl mal Luft machen dürfen ;)

Der_ThorDer_Thoram 16.01.08


Tja, die Großen, die es nicht nötig haben, werden Subventioniert, die Kleinen werden ausgebeutet. Klar, ist schlau vom Staat. Ich verstehe es zwar nicht wirklich, aber es wird wohl schon seinen Grund haben.
Das Geld hätte man besser den Kleinunternehmern und Mittelständlern gegeben. Die streichen das Geld nicht ein und ziehen ins Ausland. Nokia, BenQ-Siemens, Siemens generell, War Vodafone nicht auch dabei?
So bekommt man ein Land auch bankrott. Aber ich bin fest der Überzeugung, sie kommen alle wieder....
(Und streichen wieder Subventionen ein....)

xYrus02xYrus02am 16.01.08


Weil Siemens genauso verfährt und deren Handys darüber hinaus auch noch der letzte Müll sind.

xYrus02xYrus02am 16.01.08


Vollkommene Utopie. Der Lobbyismus ist groß in Deutschland. Niemals werden Gelder von Firmen wie Nokia an ein Bundesland oder gar an die Republik selbst zurückfließen. Traurig, aber wahr.

blauelaguneblauelaguneam 16.01.08


Kompletter Handy-Boykott sage ich!!!

pipifax123pipifax123am 16.01.08


Handy-Boykott finde ich prima. Es bleiben aber nict mehr viele übrig, nach Nokia, Siemens, Motorola produziert meines Wissens auch nicht mehr in Deutschland. Es bleibt als im Wesentlichen nur noch Sony-Ericsson und Samsung, wobei ich nicht weiß, ob die ihre Handies in D produzieren.

blauelaguneblauelaguneam 16.01.08


Warum keine Siemens??

ForenhasserForenhasseram 16.01.08


Das wird nichts mit Rückzahlung, es wird so sein das wir noch den Standort in Rumänien bezahlen.
Und die Politik hat sich wieder vorführen lassen wie so oft und wundert sich dann über den Scherbenhaufen.

Also : Kauft keine Nokias mehr, werft die alten Nokias auf den Müll und kauf andere ( aber keine Siemens)

antivirantiviram 16.01.08


Wohl kaum, die Subventionen sind sicher schon verprasst.

takethistakethisam 16.01.08


Von dieser (sicherlich sinnvollen und fairen) Maßnahme halte ich sehr viel. Mal sehen wie die Regierung sich hierbei entscheiden wird.


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