Oscar Nominierung: Doch keine Chancengleichheit?
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Unvergessen auch Roberto Begnini... "Das Leben ist schön" war ja irgendwie heiter und traurig zugleich. Sich einem so tragischen Thema wie KZ mit Humor zu nähern, und dann noch einen guten Film rauszubekommen - das ergab einen der verdientesten Oscars überhaupt.
H-Men, Heinz Ehrhardt war ein feinsinniger und humorvoller Krummdenker, geistig verwand mit Karl Valentin, das ist heute nicht mehr gefragt, aber denk doch mal an Loriot. Er ist ein Meister tiefsinnigen Humors, müßte längst mit Schauspiel- und Literaturpreisen zugepflastert sein, aber, wie Kurt Tucholsky schon feststellte: Humor diskredidiert! Wenn ich daran denke wie die Engländer und Franzosen ihre Humoristen auf Händen tragen, dann kann ich wirklich nur neidisch werden. Wie herrlich ernst servierte Monty Phyton seinen höheren Unsinn, in dem so viel Sinn lag. Unsere Comedians ahmen nur die amerikanischen Vorbilder in Sitcom und Slapstick nach und das leider auch noch zweitklassig.
Sehr traurig! das muss man wohl dazu sagen.
Wir haben so eine tollen und lustigen Schauspieler, die uns in fast jedem Film zum Lachen bringen wie Otto Waalkes, Martin Schneider Ralf Schmitz oder Dieter Hallervorden. Und keiner von denen hat einen Preis in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" gewonnen.
Apropo Komödiant - Das Publikum stellt immer wieder fest, das die heutigen Comedians immer plattere Witze machen und sich oft auf Kosten anderer profilieren wollen. Als schlechtes Beispiel steht für mich an erster Stelle Oliver Pocher und Stefan Raab. Früher waren die Witze doch viel niveauvoller, oder? Solche Leute wie Heinz Ehrhardt oder Peter Frankenfeld findet man heute gar nicht mehr.
Humor gilt nicht nur in den USA, sondern auch bei uns immer noch als zweitklassig, obwohl es viel schwerer ist das Publikum zum Lachen als zum Weinen zu bringen. Die meisten prämierten Filme waren in erster Linie sentimental, ein Genre, das die Amerikaner sehr lieben und das halten sie auch für Kunst. Aber das deutet auch auf eine Grundhaltung hin: Sentimentalität und Brutalität gehen immer Hand in Hand. Das gilt nicht nur für das Kino.
Tja, es ist leider nicht so leicht einen Oscar zu gewinnen!
Ein Film muss entweder sehr traurig sein (Beispielweise: Titanic, Pearl Harbour, Monster und die Schlinder's Liste) oder sehr böse (wie der Teufel trägt Prada, Unter Feinden und Gladiator), dann kann ein Film auf einen Oscar hoffen.
Wie, tatsächlich? Die 2 Forscher Esparza und ihr Kollege Gabriel Rossman haben anhand der Analyse von 20 000 Filmen herausgefunden, die zwischen 1927 und 2005 für einen Oscar geeignet gewesen wären? Sie haben doch nicht alle 20.000 Filmchen geguckt oder?
Meryl Streep ist einfach unschlagbar!
Vor allem in dem Film "Der Teufel trägt Prada". Sie als eine böse Chefin zu sehen, war einfach köstlich!
Keine andere Schauspielerin würde diese Rolle so gut und sogar perfekt spielen wie Meryl ;)
Zu Recht!
Ein gutes Beispiel dafür ist der Film "Borat".
Baron Cohen, der Hauptdarsteller hat uns zum Lachen gebracht und für seine ungewöhnlich lustige Rolle hat er einen Golden Globe Award gekriegt.
Ich finde es ist unfair!
Wenn ein Schauspieler sein Publikum zum Lachen bringt, soll er auch belohnt werden!
Das zeigt doch dass er wirklich ein Talent hat und ein echter Entertainer ist!
Es ist nicht leicht vor der Kamera witzig zu sein!