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Bundestag beschließt umstrittenes Gentechnik-Geset

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Bundestag beschließt umstrittenes Gentechnik-Geset

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Eingestellt vonam 25.01.08in Wissen via reuters.com

Für das umstrittene Gesetzespaket zur grünen Gentechnik stimmten am Freitag die Abgeordneten von Union und SPD nach langen Verhandlungen. Die Opposition kritisierte das Vorhaben. Der Bund für Umwelt und Naturschutz monierte, die Koalition habe sich auf die Seite der Gentechnik-Industrie geschlagen. Der Bundesrat muss der Neuregelung im Februar noch

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17 Kommentare

Kommentare zu Bundestag beschließt umstrittenes Gentechnik-Geset

 

DRWKDRWKam 26.01.08


Lieber xYrus02,
ich stelle immer wieder fest, dass ich in jeden Kommentar immer einen Schreibfehler unbewusst einbaue. Vielen Dank, dass du das als unbeabsichtig erkannt hast. Dass du meiner Meinung bist freut mich.

xYrus02xYrus02am 26.01.08


Ich wusste nicht, dass ein Kopf überflüssig ist - ich glaube du meintest einen Kropf. Entschuldigung, aber das musste ich loswerden ;-)

Wie dem auch sei, ich gebe dir Recht. Ich bin grundsätzlich Pro-Gentech (wobei ich mich nicht in der Mehrheit sehe) und bin der Meinung, wenn es Menschen gibt, die "herkömmliche" Produkte bevorzugen, dann sollten sie auch mit einem "absolut genfrei"-Siegel informiert werden. Die aktuelle Situation könnte sinnloser nicht sein.

DRWKDRWKam 25.01.08


Die große Leistung unserer Regierung ist, dass ab jetzt jeder auf sein Produkt schreiben darf "Genfrei" außer ein paar geringfügig genveränderter Bestandteile. Das Siegel "absolut genfrei" gibt es nicht. Das Siegel ist überflüssiger als ein Kopf, da es letzlich nur eine totale Verarschung der Leute, die dies lesen, ist.
Wenn die Mehrheit der Menschen eigentlich glücklich über die Gentechnolgie ist, wie es uns die Politik und die Industrie einreden wollen, sind solche Aktionen schizophren, denn die Iniatiatoren glauben ihren eigenen Überzeugungen nicht.

zero1000zero1000am 25.01.08


Also die Scholastiker würden sagen: Wenn er Gott ist und allmächtig, kann er einen Stein schaffen, der so schwer ist, dass er ihn nicht heben kann. Wenn dem so ist, kann er kein Gott sein, sonst müsste er den Stein heben können. Ähnlich verhält es sich wohl mit dem göttlichen Nucleinbasenverschiebefinger. Wenn Gott eine vernünftige Menschheit gewollt hätte, hätte das Ferkel Frau Eva vom Oberferkel Herrn Teufel nicht den Apfel genommen und ihn an Herrn Adam gegeben. Dann aber ist die Frage: Wozu Gott, außer als begnadeten Obergärtner und Parkwächter des Paradieses. Wenn das die Glaubenskongregation in Rom liest, werde ich wohl mit einer Bannbulle belegt.

kalmarkalmaram 25.01.08


Nur mal rein hypothetisch gefragt: Und wenn nun dieser sogenannte Gott unseren Planeten unter atomaren Dauerbeschuß - und den haben wir ja nun mal - nimmt in der Hoffnung, dass ein Zufallstreffer in einem DNS-Strang eine Mutation auslöst, die durch Vererbung eine vernünftigere Menschheit hervorbringt, dann wäre er doch ein genialer Manipulant. Dran glauben kann ich nicht, es wird wohl mehr Zufall sein, aber wenn doch?

xYrus02xYrus02am 25.01.08


Wo ist der Unterschied? Die Pflanze wird trotzdem durch Menschenhand modifiziert, oder nicht? Wie nennt man denn eine Änderung des Phänotyps, der durch äußere Umstände in Gang gebracht wurde? Mutation, wenn ich mich recht entsinne. Korrigiere mich bitte, wenn ich mich irre - aber die Gentechnik in der Form, wie sie heute geschieht, hat nichts anderes vor. Nur dass es nicht hunderte Jahre dauert, bis der Weizen ein Korn mehr trägt.

Ist genau so ein Schwachsinn wie die ganze Debatte um Stammzellenforschung - es sind genug Erkenntnisse da, um Stammzellen in der Medizin zur Gewebebildung einzusetzen, in ein paar Jahren könnte man sogar neue Organe herstellen. Und irgendein weltfremdes, hirnrissiges Geschwafel vom Werk eines so genannten Gottes stemmt sich mit aller Macht gegen diese Errungenschaften. Kann ich nicht nachvollziehen...

zero1000zero1000am 25.01.08


Die hierzu notwendigen Untersuchungen sind noch gar nicht angestellt worden, geschweige denn, dass konkrete Pläne dafür vorliegen. Was getan wurde, ist wissenschaftlich überhaupt nicht relevant. Validierte Ergebnisse sind nicht vorhanden. Ich verweise hier auf die Medizin. Selbst hier gibt es wenig Material, dass über Folgen von DNA-Änderungen Aufschluss gibt. Wohl kann man Cancer-Cells so verändern, dass sie in ein benignes Stadium übergehen, weiß aber nicht, wie lange das vorhält. Bei viralen Genomen lässt sich die gentechnisch vorgenomme Manipulation gut vergleichen mit Influenzaviren, die einer recht lustigen Mutation unterliegen. In Japan aufgetreten, gewandert durch die Taiga sieht das Teil ganz anders aus, wenn es dann an der Gasprom vorbei in Deutschland einfällt. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, heute schonbei Witzigmann aus genmanipulierten Tomaten Salate zu essen, die sind zwar schön groß und von fantastischer Nachtschatten-Röte sind, nur die Konsequenzen des Dauerverzehrs auf den menschlichen Stoffwechsel, insbesondere die Leber, darüber weiß NIEMAND Bescheid. Es ist nur in molekularbiologischen Computerstudien untersucht worden und das auch sehr dürftig. Ich stimme Peggy wohl zu, dass im Moment großflächig davon abgesehen werden sollte. Erst wenn die Unschädlichkeit hinlänglich bewiesen wurde, kann man über ein Einfließen dieses Materials in die Nahrungskette nachdenken, denn diese muss auch untersucht werden. Wie verändert sich die schon manipulierte und damit nicht mehr natürlich-stabile DNA-Sequenz beim Schwein, der Kuh etc. und kommt in welcher Form im Schnitzel oder der Bärenmarke wieder zum Vorschein, i.e. zum Einsatz beim Menschen. Es gab mal Zeiten, da reichten zur Kontrazeption zwei Kalbschnitzel am Tag - grins. Das hat man auch erst später festgestellt.

xYrus02xYrus02am 25.01.08


Mag ja sein, dass die Vorgehensweise eine andere ist - allerdings besteht im Ergebnis kein Unterschied. Meinst du ernsthaft, nur weil die Tomate anders aussieht und meinetwegen ein modifiziertes Erbgut hat, schadet sie dem Verzehrer? Meines Wissens wird das Produkt inklusive DNA immer noch verdaut und pflanzt sich nicht in meinem Organismus fort. Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass die Tomaten-DNA Auswirkungen auf meinen Organismus hat. Es müssen schon sehr starke Energien oder Toxine wirken, damit sich mein eigenes Erbgut ändert.

Ich kann ja verstehen, dass ein Risiko besteht, da man tatsächlich nicht vollständig vorhersehen kann, was sich nebenbei noch an der Pflanze ändert - allerdings argumentieren die meisten Gentechnik-Gegner mit Sprüchen wie "Gott würde nicht wollen, dass wir an seinem Werk herumpfuschen". Und DAS, Verzeihung, ist ja nun die größte Schwachsinnigkeit die man sich vorstellen kann.

zero1000zero1000am 25.01.08


So ganz bin ich nicht der Meinung, dass Caesar vor Überschreiten des Rubikon genmanipuliertes Brot gegessen hat, selbst bei Hannibal habe ich meine Zweifel. Für Gentechnik ist Kenntnis der Molekularbiologie und Genetik Voraussetzung, um darauf aufbauend ziegerichtete Änderungen der DNA-Sequenzen, also dem Erbgut vornehmen zu können. (Biochemische Vorgänge bei Lebwesen und viralen Strukturen, sprich Genome hier mal ausgeklammert)
Dies hat es wohl zu o.a. angeführten Zeiten noch nicht gegeben. Wenn gemeint sein sollte, das es aus welchen Gründen auch immer zu Veränderungen des Phänotyps gekommen ist durch Änderung der Reihenfolge der Nucleinbasen in der DNA, dann ist dies allerdings keine Genmanipulation, sondern ein Prozess, der durch äußere Einflüsse in Gang gesetzt wurde. Ob dies evolutionsgeschichtlich gesichert werden kann, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden - auszuschließen ist es allerdings nicht. Es gibt also sicherlich DNA-Veränderungen im Saatgut durch Umwelteinflüsse - nur ist das keine Gentechnik.
Somit sind die Einlassungen, die von jahrtausendalter Gentechnik sprechen - sagen wir mal - recht exotisch.

NearwahnaNearwahnaam 25.01.08


Sehr richtig Peggy. Leider scheint der Überwiegende Anteil der "denkenden" Bevölkerung überhaupt keine Ahnung zu haben, worum es sich bei Gentechnik überhaupt handelt. Die meisten findens sogar gut. Hilfe!

NearwahnaNearwahnaam 25.01.08


Gentechnik sollte man nicht mit Züchtung durch Selektion etc. verwechseln. Gentechnik bezeichnet - meines Wissens - die Analyse oder gezielte Veränderung von DNA-Sequenzen durch direkten Eingriff ins Erbgut. Wer sollte das vor tausenden Jahren schon gekonnt haben? Und leider ist noch längst nicht abschliessend erforscht, wie sich gentechnisch veränderte Lebensmittel auf die damit "gefütterten" Organismen auswirken. Sprich, ob diese Organismen nicht selbst mutieren.

NearwahnaNearwahnaam 25.01.08


Gentechnik bezeichnet - meines Wissens - die Analyse oder gezielte Veränderung von DNA-Sequenzen. Und das gibts schon seit hunderttausend Jahren? hm... aber jedenfalls nicht auf diesem Planeten ;-)

xYrus02xYrus02am 25.01.08


Haben die Ökopopulisten eigentlich noch nie Brot gegessen? Das Getreide in dem Brot ist genmanipuliert. Seit tausenden von Jahren, wie bremeneins bereits bemerkte. Außerdem wehrt sich eine Gentomate auch nicht, wenn ich sie essen will und ist auch nicht giftig. Nur größer. Lieber das Obst mit Gentechnik resistent gegen Insekten etc. machen anstatt alle möglichen Toxine draufschmeißen, oder?

bremeneinsbremeneinsam 25.01.08


Ich frage mich, ob die, die es für uns gesetzlich zementieren oder kritisieren, noch ganz dicht sind. Seit dem
überhaupt entwickelt wurde in der Biokultur , gibt es Gentechnik - also schon seit einigen tausend
oder hunderttausend Jahren - sind die Menschen (spez. die Deutschen) nicht mehr ganz frisch in der Birne ?

thomaswthomaswam 25.01.08


Das Thema Gentechnik hat doch nicht nur negative Facetten. Hat doch auch positive Seiten, wenn man bedenkt, das man durch die verbesserte Produktion eventuell den Menschen in der dritten Welt helfen kann.

peggypeggyam 25.01.08


Ich finde man sollte den ganzen Gentechnik-Schrott komplett aus der Produktion von Lebensmitteln raushalten. Diese Technik ist noch so jung und die Folgen, gerade die Spätfolgen sind noch überhaupt nicht abzusehen. Wer kann denn heute schon sagen ob es nicht doch einen Grad der Schädlichkeit hat.

fünferfünferam 25.01.08


Hört sich doch eigentlich ganz vernünftig an, das neue Gesetz zum Schutz der Menschen und der Umwelt. Mit dem neuen Gesetzt werden gentechnisch veränderte Nahrungsmittel gekennzeichnet und auch beim Schutz der Felder wird ein Mindestabstand eingehalten. Verstehe garnicht warum so ein Bohai um das neue Gesetz gemacht wird.


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