«Wir dulden RWE schon lange nicht mehr»

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    Eingestellt von
    Bj
    am 06.10.12in Unterhaltung via aachener-zeitung.de

    Hambach/Buir. Die schwarzen Kreuze auf den Stämmen der Bäume sind Zeichen des Protests. Zugleich wirken sie wie Prophezeiungen. Die Rodungssaison hat begonnen und es ist zu erwarten, dass der Hambacher Forst in absehbarer Zeit kein Wald mehr sein wird.

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    13 Kommentare

    Kommentare zu «Wir dulden RWE schon lange nicht mehr»

     

    Peter ImmekusPeter Immekusam 22.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Auch wir bergbauunbahängigen Fachleute fürchten uns nicht vor dem Herbst! Nach jedem Herbst folgt ein Frühling!

    Schauf NorbertSchauf Norbertam 11.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Ich bin 49 Jahre und wohne auch schon so lange in Elsdorf. Mit 15 Jahre habe ich bei Rheinbraun meine Ausbildung begonnen. Ich persönlich kenne den Wald noch als unberührte Natur. Natürlich ist es schade dass dieser Wald nicht mehr existiert. Aber keiner und das betone ich ganz deutlich macht sich so viele Gedanken und tut so viel für die neu Anlegung von Flächen wie RWE (Sophienhöhe Hambach; Blausteinsee Tagb. Inden, Rekultivierung Tagebau Bergheim/Fortuna und vieles mehr. Aber leider wird in der Presse immer nur das negative geschrieben. Und noch eins wer von euch Aktivisten hat den schon mal richtig gearbeitet und was zur Allgemeinheit beigetragen??? Wahrscheinlich keiner von euch. Ich könnte jetzt noch viel mehr über Euch schreiben aber ich lasse es besser. Aber eins will ich noch los werden. Warum geht Ihr nicht nach Russland, China, Indien, Nordkorea, usw.??? Denn da wird überhaupt nichts für die Umwelt getan!!!!!

    @anrheiner@anrheineram 08.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Ich stimme ihnen eigentlich zu und ihr Kommentar ist wenigstens sachlich und greift (außer dem RWE :-)) niemanden an. Aber, kommen die Umweltschützer nicht fast 40 Jahre zu spät? Diesen Wahnsinn jetzt noch zu stoppen ist doch unmöglich. Das RWE hat doch jegliches Recht auf seiner Seite. Man könnte höchstens argumentieren, dass die erneuerbaren Energien mehr gefördert werden müssen, so, dass man den Tagebau wirklich einstampfen könnte.

    BATUBARABATUBARAam 08.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Urwald? Das Gebiet wurde bereits zu Römerzeiten landwirtschaftlich genutzt. Das Thema Hambach und Braunkohle ist Jahrzehnte alt. An den Genehmigungsprozessen sind Kommunen, Behörden und Verbände beteiligt (s. Internet > Braunkohlenausschuss; RWE wirkt nur beratend mit!). Die Rekultivierung kann in Augenschein genommen werden und setzt - im Vergleich zu anderen Bergbau-Gebieten im In- und Ausland vorbildliche Standards (z.B. A4-Verlegung mit Tunnelröhren, damit die Fledermäuse die Autobahn ungestört überfliegen können.). In einer Gesellschaft, die sich Umweltschutz und Energiewende gönnt, ist dieser Luxus allerdings nur dann möglich, wenn die in hohem Maße exportabhängige Wirtschaft nachhaltig auf preiswerte Energiekosten abgesichert werden kann. Offenkundig gibt es zu wenige Studien zum deutschen und europäischen Energiemarkt, die langfristige und vollständige Szenarien betrachten. Alle Aspekte müssen berücksichtigt werden (z.B. incl. Wirkungsgrade und Stand-by Leistungen für Windenergie, komplette Ökobilanzen incl. CO2-Mogelpackungen). Nur vollständige Annahmen können die Basis für die langfristige Energiepolitik und Investitionssicherheit bilden. Statt sachlich fundierter Informationen dominieren jedoch Emotionen und Eloquenz, ungenügende Informationen und Halbwahrheiten. Beim Leser wird der Eindruck erweckt (zumal wenn man bedenkt woher die Aktivisten anreisen) dass die Aktivisten mit missionarischen Eifer Wert auf ihre eigene öffentliche Wahrnehmung legen.

    JeanneJeanneam 07.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    RWE handelt nach Recht und Gesetz, denn leider gibt es noch das antiquierte Bergrecht, welches die BürgerInnen entrechtet und alle Macht den Energieversorgern sichert. Das Wohlwollen der Genehmigungsbehörde ist ihnen dabei sicher. Das ist der eigentliche Skandal.Dort sollte man ansetzen und sich Politiker ins Boot holen, die guten Willens und noch nicht korrupt sind. Die Braunkohleverstromung mit all seinen Folgen ist nicht im Sinne der allermeisten BürgerInnen. Gemacht wird es trotzdem. Ich empfinde das als undemokratisch.

    AnrheinerAnrheineram 06.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Den Waldbeschützern die nicht nur aus jungen und sehr mutigen Menschen und Noch-Bewohnern des Umlandes bestehen, geht es um die Verteidigung des letzten Stückes des uralten ursprünglich "Naturgeschützten Waldes" "Hambacher Forst" UND um dem Braunkohletagebau ein klares NEIN zu zeigen. Die meisten dieser Menschen gehen als Steuerzahler einer gerelten Arbeit nach u. nehmen ihren Urlaub um Heimat und Umwelt zu verteidigen. Wer sich z. B. die geologischen Auswirkungen der Ausbaggerung eines Erdareals,das so groß ist wie Aachen und bis ca 300-400m Tiefe beträgt, kann sich nur noch an den Kopf fassen, wenn wir zusehhen sollen, dass das Bergbaurecht mehr Wert hat als der Naturschutz und Denkmalschutz. Hier geht es um die zukünftigen Folgeerscheinungen, wie Bodenschäden die bis nach Bonn zu spüren sind, Feinstaubbelastungen beim Abbau, die nicht in den Griff zu kriegen wären, um Grundwasserabsenkungen, wenn der Rest von dem was RWE uns Anwohnern vor die Füße wirft, mit Rheinwasser befüllt werden soll. Braunkohleabbau muß entlich gestoppt werden und wenn das unnötige Abholzen unserer wichtigen Wälder weitergeht... was wollen wir unseren Kindern hinterlassen? Was würden die Aachener oder Dürener (unter Düren liegt weitaus mehr Braunkohle als unterm Hambacher Forst und Umgebung) wohl sagen, wenn sie gezwungen würden aus diesen Gründen Hab und Gut zu packen und dem Bagger ihr Land zu überlassen. Mit welchen Recht hebelt RWE mit staatlicher Hilfe d Natur- Umwelt- u. Denkmalschutz

    BjörnemannBjörnemannam 06.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Ich möchte nochmal betonen, dass ich ja gar nicht gegen Umweltschutz usw. bin. Auch ich hole meine Boskoop-Äpfel beim Gemüsehändler um die Ecke. Mir geht es auch nicht darum mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ich bin in unserem Unternehmen auch mit für den Umweltschutz verantwortlich. Alle unsere Emmissionen werden ununterbrochen überwacht und laufend an die Behörde übermittelt. Uns reicht es auch nicht aus gesetzliche Grenzwerte einzuhalten, unsere internen Grenzwerte liegen weit unter diesen. So erreichen wir z.B. einen Staubwert, der bei nur 25% der gesetzlichen Vorgaben liegt. Das alles hat aber einen enormen Aufwand zur Folge, der unser Produkt verteuert, und wir mit z.B. chinesischen Konkurrenten nicht mithalten können. Natürlich wäre es schön, wenn andere Regionen unserem Vorbild folgen. Da musste ich bisher leider andere Erfahrungen machen. Ich war beruflich sehr viel in diversen europäischen Ländern unterwegs, habe u.A. 1,5 Jahre dauerhaft in Norwegen und Schweden verbracht. Bei meiner Einführung wurde mir voller Stolz der Glascontainer gezeigt, in dem bitteschön leere Glasflaschen zu entsorgen seien. Auf meine Frage, wo den der gelbe-Sack-Müll und der Papiermüll hinkämen bekam ich nur Kopfschütteln zur Antwort. Sowas könnten sich auch nur die deutschen einfallen lassen. Thermoverglasung: Fehlanzeige. Heizung: Elektroöfen. Tagsüber Licht ausschalten: Fehlanzeige. Im Supermarkt wird man mit Plastiktüten totgeschmissen. Und das sind europäische Nachbarn

    AnnAnnam 06.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Meine Damen und Herren, Die Kommentare von "JW" , "Bas" und "Ich" möchte ich ignorieren, denn so viel Ignoranz und Dummheit halte ich nicht aus. Um auf das Schreiben von "Björnemann" einzugehen, möchte ich an erster Stelle einwerfen, dass wir nicht weiter kommen, wenn wir immer auf die "Anderen" schauen, und vergleichen, sondern sollten selber verantwortungsbewusst nach Vorne schauen. Natürlich sollte es weltweite Regelungen geben, die Umweltverschmutzung, Ausbeutung etc regeln, jedoch sind wir noch nicht so weit. Wenn einzelne Regionen anfangen, ziehen weitere mit. Warum sollten wir nicht anfangen? Ich glaube, dass sich viel zu viele Menschen auf politischen Entscheidungen ausruhen und beachten nicht, dass auch Politiker_innen und Umweltminister und Wissenschaftler_innen von Industrie, Lobby und Co geleitet werden. Jede_r sollte bei sich anfangen. Soe wie die jungen Leute in den Wald gehen um zu protestieren, so kann jede_r von uns bei sich selbst anfangen: z.B statt Äpfel aus Neuseeland Äpfel aus der Region essen. Hat der Text nicht erwähnt, dass die Aktivist_innen das Bewusstsein unserer Bevölkerung erreichen möchten, welche sich schon viel zu lange auf dem Atomausstieg ausruht? Ich möchte hier meinen Kommentar beenden und jede_r Leser_in empfehlen ein bisschen über Braunkohle zu lesen. Nicht nur die Bedinungen, die Anwohner_innen aushalten müssen, sondern auch die entstehenden Auswirkungen auf Umwelt und Mensch sind gravierend.

    EiflerEifleram 06.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Es ist unerträglich, dass eine seriöse Zeitung einen Kommentar wie den von JW veröffentlicht, der sich weit ab von einer demokratischen Rechtsauffassung befindet.

    JWJWam 06.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Abführen den Prozess machen und ab ins Abseitslager, bis die Spinner klar im Kopf sind! Alle Kosten die durch die Spinner entstehen von ihnen Eintreiben lassen und wenn das bis zu ihrem Lebensende durchgeführt werden muss.

    BasBasam 06.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Was brennt denn eigentlich in deren Lagerfeuer? Bäume aus dem Hambacher Forst, oder diejenigen, die das Abenteuer nicht überstanden haben?!

    IchIcham 06.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Also um es mal zusammen zu fassen: Braunkohle: Böse! Atomkraft: Böse! Windkraft: Böse! Wasserkraft: Böse! Gasgewinnung: Böse! ...

    BjörnemannBjörnemannam 06.10.12via Aachener Zeitungsverlag


    Grundsätzlich befürworte ich Aktionen, die dem Umweltschutz und einer gerechteren Verteilung von Eigentum dienen. Ein paar Fragen bleiben für mich hier aber offen: Wollen die Waldbesetzer tatsächlich bis zu ihrem Lebensende auf Geld verzichten? Oder wird sich deren Einstellung zu Geld in vielleicht 20, 30 Jahren geändert haben? Und so ein wenig Unterstützung von Vater Staat ist doch sehr angenehm... Dann finanziere ich deren Protest, der in meinen Augen nichts bringt dadurch mit, das ich jeden Tag brav malochen gehe und mich tagtäglich mit Kollegen und Chefs rumärgere. Da würde ich auch manchmal lieber in den Wald ziehen... Wenn irgendwann jemand kommt und mich unterstützt, falls ich mal z.B. ins Krankenhaus muss. Wer trägt solche Kosten? Auch ist es ja schön, dass dieses Fleckchen Wald vor der Umweltzerstörung gerettet werden muss. Ja, sehe ich durchaus auch so. Aber in China z.B. wird so ein Stückchen Erde mit einem Wimpernschlag vernichtet, andauernd und andauernd. Wie gesagt, ich stehe voll hinter Umweltschutz. Nur sind wir hier in Deutschland oder auch Europa auf einem sehr hohen Niveau angekommen. Wir investieren schon sehr viel in Umweltschutz. Unternehmen in anderen Teilen der Welt können dadurch viel kostensparender produzieren und wir müssen aufpassen, dass wir konkurrenzfähig bleiben. Nochmal: Umweltschutz ist für mich wichtig, aber wir leben alle auf einem Planeten. Also sollten auch die Regelungen für alle gleich sein. Dann wären wir schon viel viel


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