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Artikel Generation Praktikum - Akademiker zum Schleuderpreis!

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Generation Praktikum - Akademiker zum Schleuderpreis!

Akademiker zum Schleuderpreis!


Wenn man heute im Internet nach Jobangeboten  für Berufseinsteiger sucht, findet man dort vor allem Praktikantenstellen. So wurden in den vergangenen vier Wochen auf der Plattform Jobpilot über 3200 neue Praktikumsstellen angeboten.  Das ist über das Doppelte im Vergleich zu den Anzeigen für Festanstellungen. Das sind schöne Zeiten für die Unternehmen. So bekommen sie super qualifizierte  Mitarbeiter zum Schleuderpreis.


Natürlich sind Praktika eine gute Sache, aber Arbeitskräfte durch Praktikanten zu ersetzen geht dann doch zu weit. So geht es fast allen von meinen Freunden und Kommilitonen. Im Schnitt hat jeder Studienabsolvent über 4 Praktika absolviert. Ist das nicht genug?  Nur selten ergab sich durch das Praktikum eine Festanstellung. Das schlimme ist, je mehr arbeitslos Akademiker es gibt, desto mehr können Unternehmen Praktikanten einstellen. Die Wissenschaft hat diesem Phänomen bereits einen Namen gegeben: die floundering period. Es beschreibt die Phase, meist nach dem Studium, in der man Zappelt wie eine Flunder.


Die Ausbeuter gehen sogar noch einen Schritt weiter. So kann man in vielen Inseraten nachlesen: „Es gibt sogar ein Entgelt!“ oder „ Wir zahlen bis zu 350 Euro!“ und erwarten damit den jubelnden Schrei des Bewerbers.


Und auch der wirtschaftliche Aufschwung von Deutschland wird wohl kaum etwas an der Arbeitsmarktsituation von den Absolventinnen und Absolventen ändern. Treu dem Motto: „Es funktioniert!“ wird weiterhin ein Praktikum nach dem nächsten geschoben.  Das sind tolle Aussichten.


 


5 Kommentare

Kommentare zu Generation Praktikum - Akademiker zum Schleuderpreis!

 

CamposCamposam 02.03.08


Falls diese Akademiker wirklich gut ausgebildet sind und neben ihrem Studium weitere Qualifikationen
besitzen, dann könnte sich obige Prognose bewahrheiten. Wenn sie nur Akademiker eines Jahrgangs
neben Hunderttausenden anderen sind, dann liegt ein quantitatives Missverständnis und damit alles andere
als eine Garantie für einen interessanten Job vor. Diese Zeiten sind auch für Akademiker und für die,
die sich so heissen, vorbei. Worauf auch die Unzahl von Dauer-Praktikanten hinweisen könnte.

ku-dobsonku-dobsonam 01.03.08


dann wird es schlagartig keine praktikumsplätze geben ....

LitariusLitariusam 29.02.08


Also ran mit einem Pflichgesetz das ein Praktikant ausgezahlt wird !!! Und zwar in höhe seiner erbrachten Leistung ... PUNKT!

uumoluumolam 25.02.08


Es werden am Ende nur noch die topausgebideten Akademiker nachgefragt werden. Das einfache Studium, mit dem noch vor 10 Jahren alle Türen offen standen, hat ausgedient. Promotion, besser noch oder zusätzlich, LL.M, MBA und perfekte, verhandlungssichere Englischkenntnisse plus einer weiteren Weltsprache sind die Voraussetzungen für eine sofortige Akzeptanz in der Wirtschaft. Wer heute seine Studienzeit nach wie vor als notwendiges Übel betrachtet und nicht von Anfang an Vollgas gibt, wird sich in Zukunft mit einer mehr oder weniger langen Praktikantenzeit abfinden müssen.

XaviaXaviaam 25.02.08


Das ist sehr traurig, dass sich an dieser Situation noch immer nichts geändert hat. Unternehmen nutzen die Akademiker aus und haben nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei. Aber lasst den Kopf nicht hängen, Leute. Denn immerhin wird die richtige Zeit kommen. Die Belegschaft der Unternehmen ist durchschnittlich recht alt und akademischer Nachwuchs wird auch weniger, was die Wettbewerbssituation verbessern wird. Bleibt die Frage, wie lang die Phase noch andauern wird.


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