Ideologiestreit um das "Turbo-Abitur"
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Kommentare zu Ideologiestreit um das "Turbo-Abitur"
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Natürlich geht das G8. Bei motivierten Schülern wie Lehrern. Wie es in anderen Ländern auch geht. Ohne
Dauerjammern geht. Wo in Rankings die Schüler besser abschneiden. Die werden nicht intelligenter sein.
Den Standard obigen Gymnasiums ( kein Einzelfall ) zu erreichen, das wäre es wohl. Eine Aufgabe aber,
die für a l l e Seiten gilt. Geld kuriert nicht alles.
zero, Kunst ist das, was den meisten Menschen überhaupt nichts sagt. Sagt eine Kunstart den meisten Menschen etwas, dann ist es Populärkunst und somit zweitklassig. So wie populärwissenschaftliche Literatur, die sich von wissenschaftlicher Literur durch Verständlichkeit bei gleichem Inhalt unterscheidet.
Ein leeres Theater zeigt entweder ganz hohe Kunst oder unerträglichen Bockmist, das hängt nur vom Geschmack der Kritiker ab. Und was Plastiken vor Neubauten angeht (Kunst am Bau), dazu fällt mir meistens überhaupt nichts ein, also muss es per Definition Kunst sein. Wir müssen unsere Studenten nachts um 10 rausschmeißen, Diktat des Hausmeisters, sonst würde die sich Schlafsäcke mitbringen. Wer Freude am Können hat, der hat immer zu wenig Zeit.
Natürlich geht ein G8. Meine Söhne haben zwar noch 9 Jahre gehabt, haben aber am musischen Gymnasium eine technisch-naturwissenschaftliche Minimalausbildung bekommen. Der eine studiert jetzt Geowissenschaften, der andere Maschinenbau. Wieso kann der Lehrplan nicht so gestrafft werden. dass das eine Jahr locker eingespart werden kann. Allerdings muss ich anmerken, das die Lehrer am Gymnasium meiner Söhne (Chistian-Ernst-Gynasium Erlangen) motiviert waren, dass die Klassenstärken angemessen waren. Gute Ausbildung ist möglich, kostet aber vermutlich mehr; aber wenn die Rahmenbedingungen stimmen bringt uns das G8 voran.
Nur, dass wir nach wie vor Stoff vermitteln und davon einfach mehr in kürzerer Zeit. Leider hat vor der Einführung des neuen Abis niemand daran gedacht, vielleicht statt Stoff liebe Methodik und Projektarbeit zu vermitteln. Die Kinder sind mal wieder die Dummen.
ihr wollt nicht wissen, was die schüler in china durchmachen!
Das finde ich auch. Wenn es deutschen Gymnasiasten angeblich so schwer fällt, das zu leisten,
was Gymnasiasten in anderen Ländern seit Jahren ohne grosses Theater fertig bringen und mit
24 einen akademischen Beruf ausüben ( nicht erst mit 29, falls überhaupt), dann muss sich schon
die Frage aufdrängen: Sitzen vielleicht hierzulande so manche auf den Gymnasien herum, die
den Anforderungen, die eine solche Schule nun einmal stellen muss, intellektuell nicht gewachsen
sind? Schulen haben sehr viel mit Intelligenz, Konzentration und Leistung zu tun. Auch wenn dazu
oft geschwiegen wird. Intelligenz wie Leistung können danach bemessen werden, in welcher
Zeit ein bestimmtes Pensum erfolgreich absolviert wird.
Das sogeannte Turbo-Abui ist längst aus dem sachlichen Bereich der Diskussion entlassen worden und zum Parteiengezänk degradiert, wobei Ideologisches auch mit hinein spielen mag. Es gäbe hinreichend Möglichkeiten, gewisse Fächer inhaltlich und damit stundenmäßig zu reduzieren. (265 Wochenstunden ist sicher ein Tippfehler) Was hat man gegen Samstagsunterricht - hatte ich bis zum Abitur 1965. Meine Eltern konnten mir auch nicht helfen, weil beide gearbeitet haben und fachlich nicht in der Lage waren. Eine längere Betreuung in der Schule kostet Geld - sicher - das kann man schnell bekommen, indem man z.B. auf hinrissige Skulpturen in Millionenhöhe verzichtet, die allenfalls den Wert haben, Sprayerobjekte zu sein. Wenn ich durch München gehe, erinnere ich mich an die 1. Documenta. Da hatten Arbeiter eines Stahlwerkes nachts einen mit Schneidbrennern bearbeiteten Riesenmetallklotz in den Park gestellt mit "Unbekannter Künstler". Bekam den 1. Preis für Freilandkunst. Was hier so rumsteht ist sauteuer, hässlich und unnötig. Da werden Straßen aufgepflastert zur Verkehrsberuhigung, nach einem Jahr, weil sinnlos - abgepflastert etc.
Bei sinnvoller Organisation der Lernarbeit ist auch genügend Freizeit vorhanden.
Ich denke auch, dass für Deutschland Ganztagsschulen gar nicht schlecht wären. Es funktioniert doch in so vielen anderen Ländern auch. Warum nicht auch bei uns?
Zu teuer?
Der Gesellschaft und der Politik sollte es wichtig sein, genau hier sinnvoll zu investieren. Die Ausmaße sehen wird doch täglich. Jugendliche schlagen unschuldige Leute mutwillig und randalieren. Wenn sie eine Ganztagsschule besuchen würden, dann kämen sie gar nicht auf blöde Ideen und würden auch noch etwas Sinnvolles machen - lernen nämlich, was bei vielen Leuten bitter nötig ist.
Die Eltern und schüler sollen sich mal nicht so antsellen. In vielen Ländern sind Ganztagsschulen angesagt. Wenn man das ganze richtig angeht ist das doch gar kein Problem!
Mit dem Turbo-Abi muss aber auch der Unterrichtsplan deutlich überarbeitet werden. Man kann ja nicht einfach die Dinge in 8 Jahren machen, die vorher 9 gebraucht haben.
Ich finde es wichtig und gut, dass wir endlich so weit sind, dass man nach 12 Jahren Abitur machen kann. Da hinken wir seit Jahren den anderen euopäischen Ländern hinterher.