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Benedikt und die Juden

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Benedikt und die Juden

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Der Papst lässt wieder für die Erleuchtung der Juden beten. Die sind empört - und nicht allein: In seiner Amtszeit hat Benedikt XVI. auch Protestanten und Muslime verärgert.

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56 Kommentare

Kommentare zu Benedikt und die Juden

 

effataheffataham 10.05.08


Ich bezweifle, dass du die katholische Kirche kennst. Als deren Mitglied schäme ich mich nicht - wofür auch? Im Übrigen wünsche ich dir von Herzen ein besseres Deutsch.

hotchemaohotchemaoam 21.03.08


Papisten - papistisch - --- was hast du denn für eine Definition, sehr spannend.
Der Satz, den du nicht verstehst, erschliesst sich mit bescheidener Auseinandersetzung sehr wohl.

Wesentlicher aber ist deine, schon peinliche, wiederum relativierende Leugnung von Verantwortung der katholischen Kirche für den hier existierenden Antisemitismus.
Ja, es gab schon in der "Antike" einen Anti-Judaismus - wie einen Anti-Hellenismus... etc.
Antisemitismus wie wir ihn in seiner (weil "Jesus-Mord"-) Ausprägung erleben und immer noch aktzeptiern hat seine traurige Tradition aus dem europäischen Mittelalter. Forciert und grausamst vorangetrieben von jeweiligen Interessen diverser Päpste, Bischöfe, sonstiger Herrscher.

finitum est.
ich habe fertig.

zero1000zero1000am 21.03.08


hotchemao - ich werde nicht frech, sondern bin nur auf Deine Äußerungen eingegangen, auch wenn einige es nicht verdient hätten. Wenn ich papistisch sein sollte, Deiner Meinung nach, wieso wirfst Du mir dann vor, den Papst zu unterstützen und nennst ihn "mein Papst" oder kennst die Bedeutung des Wortes papistisch nicht.

Deine achso abgehobene, nicht von dieser Welt seien wollende theologische Wegbetrachtung ist sehr viel realer als du es, wem auch immer, zugestehst. (Zitat - hotchemao)

Bin ich nun real oder nicht - wie gesagt - bring erstmal Ordnung in Deine Gedanken!

Du scheinst dennoch Probleme zu haben - auf jeden Fall mit der Geschichte: Den Antisemitismus hat es gegeben, BEVOR es die katholische Kirche gab. Um Dich zu zitieren: Wir sind hier im Internet - etc. etc.
Dennoch schöne Ostern.

hotchemaohotchemaoam 21.03.08


Bislang waren deine Äusserungen sehr wohl "papistisch", reale Zusammenhänge nicht wahrnehmend und vor allem sehr scheuklappenmässig, focuissiert auf theologische Ausflüchte, reale Zusammenhänge ignorierend.
Jetzt wirst du nur noch frech.

Achso. Wer hat denn den Antisemitismus erfunden, wenn nicht die Katholen?

zero1000zero1000am 21.03.08


Alter_Sack - ok - ist nicht Thema hier - würde aber gerne mit Dir mal drüber diskutieren. Vielleicht ergibt sich ja mal die Chance! Trotzdem - frohes Eiersuchen - weiße Eier im gefärbten Schnee!

zero1000zero1000am 21.03.08


hotchemao - welches Problem hast Du - der Antisemitismus ist keine Erfindung der katholischen Kirche. Wieso kritisierst Du mich, wenn ich schon - obwohl "abgehoben - realistisch bin (Ende Zitat hotchemao)?. Wer will hier den Holocaust leugnen oder seine Hände in Unschuld waschen? Was heißt - "mein Papst" und die Fortsetzung Deines Satzes - bring Ordnung in Deine Gedanken und DEINEN Hass!

Alter_SackAlter_Sackam 21.03.08


zero1000
Wenn ich Atheist schreibe, meine ich nicht Antitheist. Soweit würde ich auch nicht gehen. Denn dazu müßte ich mich mit dem Glauben anderer auseinandersetzen und das liegt mir fern. Soll doch jeder glaube und anbeten, was er will. Ich für mich persönlich negiere die Existenz göttlicher Wesen und das reicht mir. Wer meint, er müsse Theist sein, bitte schön, soll er doch. Jeder nach seiner Fason!

hotchemaohotchemaoam 21.03.08


Wir, nicht nur ich, reden hier über latenten Antisemitismus der nun mal ursächlich ist in der theologischen Auseinandersetzung der katholischen Kirche mit dem Judentum! Deine achso abgehobene, nicht von dieser Welt seien wollende theologische Wegbetrachtung ist sehr viel realer als du es, wem auch immer, zugestehst. Ich lasse es euch nicht durchgehen, dass die Nazis den Holocaust durchführten und ihr wiederum eure Hände in Unschuld zu waschen gedenkt. Die geistige Grundlage, der Hass, die Ignoranz, der elende "Handlungsbedarf" ist euer Entwurf.
Und wenn dein Papst es wieder mal nicht lassen kann und der kleine Papist es nicht begreifen will, dann wird es hohe Zeit euch zumindest euren fundamentalistischen Hochmut vor Augen zu halten - er ist falsch, er ist und war verbrecherisch - kein vernünftiger Mensch braucht ihn.

zero1000zero1000am 21.03.08


Alter_Sack - neues Thema - bist Du Atheist oder Antitheist - Frage ist ernst gemeint! (Ganz lustig, was Ratzi so bewirkt, am Karfreitag im Schnee!)

zero1000zero1000am 21.03.08


hotchemao:

zero, leider ist dein Ignorieren und Verdrängen zugunsten des Verkündung: "es kann nicht sein was nicht sein darf" einer solchen, notwendigen Versöhnung eher abträglich.

Ich verdränge nichts! Auch wenn Deine Ausführungen zur Geschichte der kath. Kirche im 3. Reich sicher interessant sind - hat die Änderung des Freitagsgebetes durch R. NICHTS mit Nazis etc zu tun - und erst recht, uns hellhörig zu machen. Es ist ein theologischer Streit, der sich aus der Geschichte beider Glaubensrichtungen ergibt und nicht durch Hitler. Natürlich hat es vorher schon Judenverfolgungen gegeben, und zwar schon zu Zeiten der osmanischen Herrschaft. Das Problem der Halacha hat R. hier genauso angesprochen, wie alles andere auch, er geht weiter zurück als zu 1948 - lies seine wiss. Abhandlungen zur Tora und dem Talmud.

hotchemaohotchemaoam 21.03.08


Es ist mir bekannt, dass tausende Katholiken und auch Priester Widerstand leisteten. Sie bezahlten hart dafür, viele mit ihrem Leben. Sie standen und fielen ohne die Unterstützung ihrer Kirche. Antiliberalismus, Antikommunismus, autoritäres Führerprinzip sind nun mal die tatsächlichen Paralellen der Nazis und der organisierten Katholen. Ihr beider ausgeprägter Antisemitismus hat "zur richtigen" Zeit grausame Ernte eingefahren.
Der Anlass all der Aufregung hier ist ja nun der obige Artikel. Wenn "wir sind Papst"-Ratzinger nun mit der modifizierten Wiederaufnahme des " Freitaggebetes" diesem latenten Antisemitismus neue Nahrung gibt, sollten/müssten gerade wir Deutsche hellhörig werden - und widersprechen! Der Karfreitag ist dafür nicht der schlechteste Tag. Der den sie am Freitag vor Ostern ans Kreuz geschlagen haben stand eben nicht für fundamentalistische Rechthaberei und Ausgrenzung. Er steht wohl doch für Versöhnung - eben nicht nur der Jenseitigen sondern unbedingt auch der Irdischen.
zero, leider ist dein Ignorieren und Verdrängen zugunsten des Verkündung: "es kann nicht sein was nicht sein darf" einer solchen, notwendigen Versöhnung eher abträglich.
Dennoch: Schöne Ostern

hotchemaohotchemaoam 21.03.08


zero
Nun denn. Heute ist Karfreitag. Für die offizielle katholische Kirche der Tag an dem Juden Jesus Christus ermordeten. Der daraus resultierende traditionelle, latente Antisemitismus der Katholen hat im Laufe von 2000 Jahren unterschiedliche Ausprägungen erfahren. Judenpogrome haben nicht die Nazis erfunden, sie sind ein Extrakt des Katholizismus.
Das mit den Nazis verhandelte Reichskonkordat fand nach der Machtübernahme Hitlers im Januar 33 seinen sehr schnellen Abschluss schon im Juli 33. Die den Katholiken darin "garantierten" Rechte und Privilegien waren es den Bischöfen wert, künftig mit den Nationalsozialisten in stillhaltender und aktiver Unterstützung weitgendst zusammenzuarbeiten. Unter anderem in der Asführung und Umsetzung diverser Artikel der Rassegetze: Auflösung von Mischehen, aktive Unterstützung katholischer Ärzte, Krankenschwestern Enrichtungen bei der Umsetzung des Euthanasieprogramms, bei der Feststellung/Ausstellung von (über Geburtenlisten die bis 1874 nur von den Kirchen geführt wurden) Ariernachweisen, Unterstützung von Sterilisierungsprogrammen. Die Hilfe-Bemühungen der deutschen Katholiken galten ausschliesslich "nichtarischen" Katholiken. Zur staatlichen Philosopie des Antisemitismus schwieg die kathlische Kirche. Zu den Reichskristallnacht-Pogromen schwieg die katholische Kirche. Mit dem Sieg über Polen und Frankreich läuteten alle katholischen Kirchenglocken. Den Angriff auf die Sowjetunion unterstützten die deutschen Bischöfe nachträglich und ausdrücklich. Gegen den Bolschewismus war nun mal jedes Mittel angebracht. Worte wie "Kreuzzug", "heiliger Krieg" "antichristlicher Bolschwismus" standen in Hirten Briefen der Bischöfe und wurden von den Kanzeln verlesen. Kein deutscher Bischof sprach sich gegen Judendeportationen aus, sie waren ihnen bekannt. Außer Bischof Preysing riefen alle deutschen Bischöfe ihre Gläubigen bis zur letzten Minute des Krieges zur Erfüllung ihrer Vaterlandspflicht auf.
(bin noch nicht fertig)

Alter_SackAlter_Sackam 21.03.08


Das alles hat aber sicher nichts mit Ratzinger zu tun, dem ich auch wirklich nicht unterstellen möchte, irgendetwas in Richtung Judenhetze vorzuhaben. Wie gesagt, als überzeugterAtheist ist es mir eigentlich ziemlich egal, was er so tut und redet, auch wenn ich sehr, sehr vieles für reichlich anmaßend halte. Nur muß man sich dann wohl auch immer wider ins Gedächtnis rufen, dass er real eigentlich garnichts zu melden hat. Man könnte überspitzt dazu sagen:"Lasst ihn reden, den alten Sack, es interessiert ja doch keinen!". Damit möchte ich aber keinem gläugiben Katholiken auf die Füsse treten oder gar für diese sprechen. Die sehen das verständlicherweise sicher anders als ich und das sollte man auch respektieren. Umgekehrt erwarte ich als Atheist aber auch die gleiche Behandlung und da gibt's dann für viele Gläubige schon wieder ein Problem, weil sie meinen, mich bekehren zu müssen.

Alter_SackAlter_Sackam 21.03.08


Gerade bei derJudenverfolgung sollte man aber auch nicht vergessen, dass das keine deutsche Erfindung war. Progrome z.B. gab's schon viel früher auch in anderen Ländern. Die Nazis haben's eben nur auf die Spitze getrieben und perfektioniert, so zynisch das auch klingen mag. Für Perfektionismus sind wir ja auch weltweit bekannt, manchmal leider. Und auch Konzentrationslager sind keine deutsche Erfindung. Die sind auf dem Mist der Briten während des Burenkrieges gewachsen.

Alter_SackAlter_Sackam 21.03.08


Das ist doch ganz einfach zu erklären. Wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten, was Gott sei Dank oder besser den Alliierten sei Dank nicht passiert ist, wäre es ziemlich egal, ob die 6 Millionen Juden oder alle Juden umgebracht hätten. Das würde dann niemanden mehr interessieren, auch nicht, wie sie den Krieg gewonnen hätten. Kriegsverbrechen z.B. wurden auch von den Alliiierten begangen, sowas passiert in jedem Krieg auf beiden Seiten. Die Haben den Krieg aber gewonnen und schon macht ihnen keine mehr ernsthafte Vorwürfe, weil sie dabei auch tausende von Zivilisten, und das nicht nur in Deutschland, als gewissermaßen Colateralschaden gleich mit erledigt haben. Sowas passiert eben, nur wird dem Sieger das nicht angelastet. Und damit müssen wir wohl leben.

CelticCelticam 21.03.08


Hallo TEX1, ich gebe dir in vielen Punkten recht, nur denke ich dass die deutschen Politiker der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges vor lauter Demut gekrochen sind, sonst wäre es heute nicht so, wie es eben ist. Zu allem ja und Amen sagen und zahlen, zahlen, zahlen! Schau die Greueltaten anderer Völker an....nur mal Mao zu erwähnen. Ist er der Buhmann für andere Völker? Nein, man hat ihm Denkmäler gebaut! Tja, Mao ist vor niemandem in die Knie gegangen und deshalb wird er heute noch als Held gefeiert.

TEX1TEX1am 21.03.08


Hallo Celtic, ich gebe Dir recht wenn Du schreibst daß die Deutschen von den Juden/Israel immer noch als Nazis bezeichnet werden. Aber daß Ganze ist doch hauptsächlich nur Finanzpolitik. Die bösen Nazis werden doch immer rausgeholt wenn der Aussenminister Deutschlands sein Scheckheft rausholen soll.
Auch unsere "Freunde" in Europo sind nicht anders. Wenn Du den Jahrestag der Erstürmung der Normandie ansiehst wo zur Genüge auch Deutsche Soldaten zwangsweise ihr Leben lassen mussten, aber unsere "Freunde" die Amerikaner, Franzosen und Engländer die Deutschen nicht zur Gedenkfeier einladen. Der Makel "Nazi" wird erst wirkungslos wenn ein neuer weit grausamerer Krieg mit einem neuen verrückten Führer stattgefunden hat. Dann hat die Welt ein neues Opfer auf das sie sich stürzen kann. Wir können nur hoffen und dafür kämpfen daß dieser Krieg nicht von Deutschland geführt wird. mfg Tex1

CelticCelticam 21.03.08


Aus einer Aussage wird immer das schlechtmöglichste interpretiert.
Machen sich eigentlich die Juden darüber Gedanken, daß unsere Generation nichts aber auch garnichts mit den Taten des 2 Weltkrieges zu tun hat? Geht der Zentralrat der Juden darauf ein, wenn ich mich gegen das Wort Nazi wehre?? Wenn wir uns darüber aufregen, dass wir immer noch von ganz ganz vielen als Nazis betitelt werden.... interessiert das jemanden?? Aber wenn man als Deutscher eine Aussage über die Juden macht, dann ist das Geplärr groß. Wir müssen mit dem Nazistempel leben und auch die Juden werden damit leben müssen, Christus verfolgt zu haben.
Aber man könnte von den Juden lernen und sich künftig besser auflehnen. Vielleicht würde dann so manches besser werden....

zero1000zero1000am 20.03.08


Ratzinger "Vergangenheit" als Hitlerjunge hat mit seiner Aussage jetzt hat ebenfalls nichts mit einer rein theologischen Auseinandersetzung zu tun und kann auch nicht vor diesem Hintergrund betrachtet werden. Dies ist natürlich möglich, nur führt es nicht weiter, weil Ratzinger die Juden nicht hasst, sondern einen ewigen Streit wieder aufleben lässt, der übrigens auf Gegenseitigkeit beruht. Dass die katholische Kirche mit Kritik nicht umgehen kann, weiß Gott ja, dass ein Infragestellen des Dogmatismus, zB. Mariendogma, auch heute noch die Gefahr der Exkommunizierung in sich birgt, glaub mir, ich weiß wovon ich rede. Im Rahmen des Islamistikstudiums habe ich Ratzinger kennengelernt und bin sehr oft mit ihm aneinander geraten. Er ist Wissenschaftler, aber auch "Erz"katholik, jedoch auch sehr offen. Was den Juden-Christen-Streit, auch den Islam anbetrifft, hat er Meinungen, die ich nicht immer teile. Jedoch spricht er als Oberhaupt der katholischen Kirche und die Judenfrage, die Erlöserfrage, der jüdische Messiasglaube ist in vielen Punkten konträr zur katholischen Lehre - und umgekehrt übrigens auch. Dass er das jetzt bringt, wundert mich - sein Ziel begreife ich im Moment auch nicht - möglich, dass er polarisieren will im Hinblick auf die politische Situation im Gaza-Streifen etc. Das halte ich sogar für wahrscheinlich.

Alter_SackAlter_Sackam 20.03.08


Die katholische Kirche ist aber auch nicht der Nabel der Welt, obwohl sie sich wohl mehr als alle anderen dafür hält. Auf's dritte Reich sind wir eigentlich nur gekommen, weil ich die Vergangenheit des Herrn Ratzinger ins Spiel gebracht habe. Wie man sieht, scheinen einige diese Tatsache aber nicht ganz zu vertragen, ebenso wie die fragwürdige, offizielle Rolle gerade der katholischen Kirche während des dritten Reiches und besonders kurz danach. Das hat sicher nicht unbedingt mit den jetzigen Aussagen des Papstes zu tun, könnte aber durchaus als eine Hintergrund gesehen werden und stellt auch in keiner Weise Geschichtsklitterung dar, wie hier behauptet wurde. Unbequeme Wahrheiten hört man eben nicht gerne. Besonders die kirche tut sich da oft sehr schwer, auch, wenn es um andere delikate Vorfälle geht. Ich glaube, das braucht hier nicht näher ausgeführt zu werden.


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