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Immer mehr Studenten verlassen die Uni ohne Abschluss

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Immer mehr Studenten verlassen die Uni ohne Abschluss

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Eingestellt vonam 21.04.08in Politik via wupperblog.de

Heute beginnt die zweitätige Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Jena. Die HRK-Präsidentin fordert Änderungen in den Bachelor-Studiengängen, da immer mehr Studenten die Universitäten ohne Abschluss verlassen. Woran liegt das?

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24 Kommentare

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Kommentare zu Immer mehr Studenten verlassen die Uni ohne Abschluss

 

pipifax123pipifax123am 22.04.08



Dass Studenten bei Ihrer Studienwahl daneben liegen können, kann passieren - solange sie nicht 4, 5 oder mehr Studiengänge ausprobieren. Und oft sind Studenten trotz eines guten Abiturs nicht geeignet für den erwählten Beruf - das hat man oft bei Ärzten. Oder umgekehrt: Ich hatte kein gutes Abitur, habe dann aber mein Studium mit Prädikatsexamen abgeschlossen. Sicher spielen Studienbedingungen eine Rolle, wenn ein Student "hinschmeißt". Allerdings spielt auch der finanzielle Aspekt eine wesentliche Rolle. Viele Studenten müssen neben dem Studium arbeiten, was zu Lasten des Lernens geht. Ich weiß von meinem studierenden Sohn, daß viele seiner Kommilitonen das Geld für die Studiengebühren nicht mehr aufbringen können und die Uni verlassen müssen. Wenn ich meinen Sohn nicht finanziell unterstützen würde, könnte er auch nicht studieren. Studieren hat sehr viel mit dem Thema arm und reich zu tun!

BeanyBeanyam 21.04.08


Nein, nach dem dritten Versuch ist man raus. Ich kenne es so zumindest in Jena. Und von einer mündlichen Prüfung nach dem 3. Versuch habe ich bisher noch gar nichts gehört. Ich weis nicht, ob es vielleicht in dem einen oder anderen Fach diese Besonderheit gibt, aber allgemein ist mir das nicht bekannt, das man da noch einen mündlichen Rettungsversuch hat. Und das Problem mit der Anmeldung ist ja, das man sich schon in der vierten oder fünften Woche nach Beginn der Vorlesung entscheiden muß, ob man die Prüfung mit schreibt, also da wo man gerade dabei ist den Stoff aufzunehmen. Und wenn dann noch andere Klausuren zu schreiben sind, wird es eh schwieriger. Gerade was die ersten zwei Semester betrifft, wo man als Studienanfänger eh sich erstmal überhaupt einen Überblick über das Studium an sich verschafft und man dabei ist, sich die Lernmodalitäten für das Studium erstmal anzueignen. Das ist ein Gewöhnungsprozess, so etwas braucht seine Zeit.

CamposCamposam 21.04.08


Die Studienbedingungen mögen mancherorts nicht sonderlich gut sein. Trotzdem: Wer mit den eher
schlichten Bachelor-Studiengängen nicht klar kommt, bei dem hat vielleicht auch das
"Zeugnis der Hochschulreife" ihm selbst wie der Hochschule eine unzutreffende Information gegeben.
Das weist - unfreiwillig - in manchen Fällen bereits die eigene Rechtschreibung nach. Die sich oft
auch in Bewerbungsschreiben noch dokumentiert. Dann mag man irgendein Studium abgebrochen oder
abgeschlossen haben. Das eine ist fatal, das andere reicht nicht aus. Und Steuergelder sind
vergeudet worden. Die einer beruflichen Ausbildung hätten dienen können. Oder der Förderung
derjenigen, die ein übervoller Hörsaal nicht vom Lernen abhält. Denn dies vollzieht sich nicht nur
im Hörsaal. Da darf und muss es schon etwas mehr sein.

mausetatzemausetatzeam 21.04.08


ich denke, studienzeit sollte man auch schon genießen können. es gibt ja da noch unterschiede zwischen FH und Hochschule.
In der FH wird meist strikt durchgezogen, auf der allgemeinen Hochschule hat man ja noch gewisse "Freiheiten" sag ich mal.

michael_smichael_sam 21.04.08


ja das stimmt. es sollte schon platz sein für jeden, der pro semester 500 euro abdrücken muss. das ist das mindeste.

wuschelknutwuschelknutam 21.04.08


wie nach einem versuch bist du raus???
also ich kenne es so, dass man insgesamt 3 versuche hat eine klausur schriftlich zu bestehen. hat es dann immer noch nicht geklappt, dann wird der prüfling mündlich vernommen. das gilt aber auch nur, wenn man sich zu einer prüfung angemeldet hat. also ich finde das schon ok so. man kann selbst einschätzen, wann man den stoff drauf hat und meldet sich eben dann zur prüfung an. so und wer es nach vier versuchen immer noch nicht geschafft hat, der sollte vielleicht mal überlegen, ob es wirklich der richtige studiengang ist.

MolotovMolotovam 21.04.08


Was wäre denn schlimm daran, wenn man sich mit einem Studium nen Lenz machen will?

albertoalbertoam 21.04.08


Naja ich denke, wenn man sein Studium in der Regelzeit durchziehen will, genug finanzielle Ressourcen hat, hat man mit dem Problem nicht so viel zu tun.

NewstickerNewstickeram 21.04.08


Klingt wirklich heftig. Sieht so aus, als wäre da noch ein großes graues Feld.

heisserscheissheisserscheissam 21.04.08


Also die müssen den Leuten schon die Möglichkeit geben, ihre alten Abschlüsse zu machen. Kann ja nicht sein, dass die dann einfach so fliegen, weil sie in "unwichtigen" Prüfungen nicht bestanden haben.

BeanyBeanyam 21.04.08


Ein Problem liegt auch in den Prüfungsordnungen, denn wen man man einmal einen Härtefallantrag durch hat, kann man nicht ein zweites mal darauf bauen, da ist nach dem zweiten Versuch schluss. So kann es passieren, dass man auch in einem hohen Semester plötzlich rausfliegt und garnichts hat.
Ein weiteres Problem liegt dann auch in den sogenannten Kontextbereichen der Bachelor-Studiengänge. Da werden Module aus anderen evtl. Themen-verwanten Fächern mit einbezogen, die vorher nicht Gegenstand des ursprünglichen Studienganges waren. Da können ebenfalls Probleme auftreten, wenn man zum Beispiel vom alten Magister-Studiengang in den Bachlor wechselt und evtl. vorher ein Fach belegt hatte, in welchem man durchgefallen ist. Plötzlich kann es passieren, das eben jenes Fach, bzw. Teile davon im Kontext-Bereich des neune Bachelor-Studienganges auftaucht. Selbst wenn es es nur ein Wahl-Fach ist, so werden bei einem Wechsel positive UND negative Einträge mitübernommen. Und dann kann es passieren, das man plötzlich nicht mehr weiter studieren kann, zum Beispiel wenn ein Nebenfach gewechselt werden muss, warum auch immer. Da gibt es dann nur noch Bachelor. Man sollte da mal die Prüfungsordnungen überarbeiten, damit Studenten, welche eben mehrere Anläufe brauchen auch die Chance haben, hier doch noch zu bestehen. Eine Möglichkeit währe Prüfungsleistungen, gerade bei Nichtbestanden für Fach-fremde Module auf null zurückzufahren, bzw. die Anrechnung auf eine freiwillige Basis zu setzen. Eine weitere Möglichkeit währe, für die Prüfungen mit Sperr-system zu verwenden. Nach zwei oder drei Versuchen, wird man halt für einen best. Zeitraum für dieses Fach/diese Klausur gesperrt, man kann aber trozdem später nochmal ran.
Es währe eine flexieblere Lösung. als wenn man sagt, zwei Versuche, maximal drei und du bist raus, und kanst dieses Fach auch nicht mehr an einer Universität in GASAMT DEUTSCHLAND studieren.
Die Universitäten wollen, das Studenten flexibler werden, dann sollen sie es auch

fishgordonfishgordonam 21.04.08


Eine schöne Zusammenfassung der Situation. Bin froh, dass ich das noch zu einigermaßen tragbaren Konditionen hinter mich gebracht habe.

bailandobailandoam 21.04.08


sehe ich ja genauso. mein abitur war mehr als schlecht, nur hatte ich das glück, dass der studiengang, den ich belegen wollte und letztendlich auch belegt habe, einen eignungstest anbot und nicht nur auf die noten geschaut hat. diese sind nämlich in der tat ein sehr schlechtes indiz, was das wissen angeht. solche eignungstest halte ich auch für äußerst sinnvoll. es gibt so viele fähigkeiten, die in der schule weiß gott nicht auf dem papier landen werden. leider ist es nunmal so, dass das zeugnis eins der wichtigsten indize ist. zum nachteil von vielen, wie ich finde! aber die differenzierung ist schwer, der eine hat wirklich nichts auf dem kasten und der andre doch...

zero1000zero1000am 21.04.08


euroset - ich freue mich endlich mal einen Saisonarbeiter wiederzutreffen!

euroseteurosetam 21.04.08


Hallo zero1000, ich glaube so erging es vielen. Ich habe die Schule auch ziemlich schleifen lassen. Man hat halt andere Dinge im Kopf in dem Alter. Heute sag ich mir auch, hätte ich früher mal mehr reingehauen. Ich hab immer nur soviel getan wie nötig. 4 ist halt auch bestanden. Allerdings sollten tatsächlich die Wünsche der Schüler mehr in den Vordergrund rücken und die Stundenpläne individuell gestaltet werden. Aber das geht momentan nicht. Es gibt zu wenig Lehrer für so eine Umsetzung.

zero1000zero1000am 21.04.08


bailando - es ist wohl richtig - nur halte ich von den Abiturnoten relativ wenig - nicht nur zu meiner Zeit. Sie lassen meiner Ansicht nach wenig Rückschlussmöglichkeiten auf die Leistung im Studium zu. Wenn ich meinen Notenschnitt sehe, ich hätte ihn durch Religion und Sport sicher verbessern können, hätte ich nicht Jura, BWL, VWL, Philosophie, Islamistik fertig studieren können, mit mehr als positivem Ergebnis und noch zwei andere nicht fertig. Ich hatte Glück und Jura nach 8 Semstern, BWL und VWL parallel, beendet. Mag ja sein, dass ich erst in der Uni den sog. Ernst des Lebens erkannt habe, im Gegensatz zur Schule, wo mich halt die Fresnel´schen Spiegelversuche zu Tode gelangweilt haben und mir die Kurvendiskussion mit dem isolierten Punkt zum Hals raushingen. Ich kann es heute noch und konnte meinem Sohn helfen - nur damals - jung, dynamisch - vieles verkehrt.
Ein sinnvoller Eingangstest für die Uni - Studienwunsch bezogen - wäre ein weiterer Denkansatz

bailandobailandoam 21.04.08


Nc macht im gewissen maße schon sinn. obwohl die noten des vorherigen abiturs nicht zwingend auf die leistung im späteren studium schließen lassen. aber es wäre trotzdem schon "unsinnig" einen schüler mit einem abi-durchschnitt von 3,5 jura studieren zu lassen. denn die erfahrung wird wohl gezeigt haben, dass sie das studium nicht durchführen werden/können. so kann man einige hörsäle verkleinern...allerdings scheint es ja nicht genug zu sein, denn in klassischen studiengängen, wie bwl, ist immer noch alles überfüllt.
bachelor hat im gegensatz zum diplom die internationale anerkennung und wenn man ins ausland möchte hat man weniger probleme seinen abschluss anerkannt zu bekommen. das ist wirklich ein problem!

zero1000zero1000am 21.04.08


Wenn ich diesen Fehler wüsste, müsste ich heute nicht mehr arbeiten. Man hatte ja geglaubt, durch den NC etwas zu ändern, dies glückte nur in den ersten zwei Jahren. Verschärft man heute die Zugangsvoraussetzungen, bist du sofort in die Ecke des Zwei- oder Mehrklassen--Systems gedrängt, obwohl dies ein Ansatz wäre. Eine Reduzierung ausländischer Studenten ist genauso falsch - obwohl schon oft gefordert. Ich kann nicht sagen, ob mehr Unis, mehr Profs, mehr Hörsäle oder Ä. etwas bringen. Bachelor verkürzt zwar die Zeiten an der Uni im Gegensatz zum Dipl., mehr leider aber auch nicht. Und für einige Studiengänge, siehe Infogirl, ist es eher negativ.

berndstberndstam 21.04.08


und wo ist jetzt der fehler im system von dem su gesprochen hast?

zero1000zero1000am 21.04.08


Der Fehler in diesem System existiert seit zig Jahren. 1965 Jura-Studium an der J.G.Uni in Mainz 300 Studenten bis zum 5. Semester. Um Medizin studieren zu können, hast du erst mal 2 Sem. Biologie gemacht und konntest dann direkt einsteigen. Dann wurde das Studium generale eingeführt und es wurde besser, weil viele keine Lust mehr hatten.


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