Artikel Die besondere Beziehung zwischen Deutschland und Russland hat Grenzen
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Wir sollten, meint Dr. Andreas Umland in einem interessanten Kommentar über wachsende Deutschlandfeindlichkeit in der Ukraine, die häufigen Bezugnahmen deutscher Amtsträger auf die öffentlichen Interessen Russlands nicht überschätzen oder zu ernst nehmen. Berlins berühmte „besondere Beziehung“ zu Moskau sei „längst passé“, und tatsächlich spiele Deutschland in der Politik des Westens gegenüber Russland lediglich die Rolle des „guten Cops“. Des Weiteren gibt Umland zu bedenken, dass es in der Ukraine eine erhebliche Informationslücke darüber gebe, warum das Land zur NATO gehören sollte und worum es sich bei der Organisation eigentlich handelt - und dass es an der NATO liege, diese zu schließen (wobei Umland nicht erwähnt, dass die NATO selber nicht mehr weiß, worin ihr Zweck besteht). Aber halt: In der Ukraine sei außerdem eine herrliche Medienverschwörung am Werke, an der mit deutscher Unterstützung auch Kreml-Apologeten beteiligt sind, die Öl ins Feuer gießen:
In dieser speziellen Hinsicht spielt Deutschland, namentlich das einflussreiche Hamburger Magazin DER SPIEGEL, eine eher zwielichtige Rolle. DER SPIEGEL leiht einem der wichtigsten Moskauer Publikationsprojekte in der Ukraine seinen Namen und verleiht ihm damit Reputation: der berüchtigten Wochenzeitschrift „Der Spiegel – Profil“. Dieses auflagenstarke Hochglanzjournal wird von Michail Leontew herausgegeben, einem bekannten anti-westlichen russischen Propagandisten, ehemals „persona non grata“ in der Ukraine und Gründungsmitglied der neofaschistischen Eurasischen Bewegung von Alexander Dugin et cetera.
Man könnte vorbringen, dass – angesichts der zwiespältigen Wirkung, die die Übertragung dubioser Fernsehberichte russischer TV-„Journalisten“ aus Kiew in der Ukraine auslöste – die Primitivität der ukrainefeindlichen Haltung im „SPIEGEL – Profil“ unabsichtlich dazu führt, dass die NATO-freundlichen Kräfte in der Ukraine gestärkt werden (siehe beispielsweise Heft Nr. 10 über die „äußerst lebhafte Landesverratstradition“ in der ukrainischen Politik, die „politischen Zwerge“ Wynnytschenko und Hruschewsky et cetera). Und DER SPIEGEL, so scheint es, hilft dabei. Doch es wäre tatsächlich merkwürdig, wenn deutsche Journalisten auf diese Art und Weise zur Verbesserung der Beziehungen zwischen der Ukraine und dem Westen beitrügen.
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4 Kommentare
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Kommentare zu Die besondere Beziehung zwischen Deutschland und Russland hat Grenzen
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Keine ewige Freundschaft und keine ewige Feinde!
Es geht nur um die eigenen Interessen!
Die Merkel macht das schon ganz gut. Sie fährt deutlich ihe Linie und sagt, sagt was sie zu sagen hat.
Naja "besondere" Beziehungen können auch schnell ziemlich negativ werden oder?
ich weiß ja auch nciht was ich von der Bezihung zwischen Russland und Deutschland halten soll! also ich hab nix gegen russland aber irgendwie is die ganze sache komisch!