Freie Journalisten in der Schweiz protestieren gegen Axel Springer Verlag
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und meistens hast du Pech
Die Testfrage an einen Juristen lautet doch einfach:"Unter welchen Umständen kann ich ein Urheberrecht erwerben?" Kommt dann §29 nicht wie aus der Pistole geschossen, dann ist jedes weitere Gespräch über dies Thema unnütz und mit etwas Pech auch teuer.
Ich bin nun seit 35 Jahren selbständig - es wird immer welche geben, die meinen, durch niedrige Honorare schnell ins Geschäft zu kommen - egal in welcher Branche - sie dumpen sich selbst! Ein Selbständiger, z.B. im Bereich Unternehmensberatung, Führungstraining, Unternehmenscoaching etc. kann mit €1.000,00 pro Tag nicht überleben - denn Qualitätsseminare zB. sind nicht 250 mal im Jahr zu machen. Ähnlich ist es bei Journalisten - für €400,00 oder 500,00 pro Tag ist eine gute Reportage nicht darstellbar, zumal die Zeiten vorbei sind, als noch Spesen etc. zusätzlich gezahlt worden sind. Wenn ich natürlich von einem Weinfest im Wonnegau berichte, mag das genügen - so ich mich mit dem Saufen zurückhalte. Sowie Auslandseinsätze gefordert sind, brauche ich eine entsprechende Kapitaldecke. Wer dies unterbietet ist kein Journalist, sondern ein Schreiberling - mehr nicht - so sehen dann auch die bescheiden recherchierten Berichte aus.
Ein freier Journalist lebt von den Einnahmen aus bezahlter Mehrfachnutzung seiner Arbeit.
Ich hoffe, Springer verliert alle Prozesse, die derzeit anhängig sind. Und unsere Eidgenossen sind da etwas kämpferischer - da wird eben mit dem Alphorn solange geblasen, bis in Hamburg eine Flut - speziell für das Springerhochhaus ansteht oder in Berlin die Spree als Spring(er)flut in die Führungsetage schwappt.
Ich habe mal eine Lernprogramm Neurologie, Psychiatrie für eine Pharmafirma geschrieben, mit Copyright und allem, was dazu gehört. Nach ca. 5 Monaten fand ich dies in einer Klinik in München wieder, als Schulungsunterlage für die Krankenschwestern. War ein lustiger Prozess - zumal die Firma NICHTS damit zu tun hatte, sondern ein kopiergeiler Pharmareferent.
Im übrigen - kalmar - es gibt noch ein Gebiet, das Anwälte meiden wie der Teufel eine noch so heiß dargestellte Heilige - das ist Sozialrecht.
Das deutsche Urheberrecht gilt als das beste der Welt, nur ist es meistens nicht das Papier wert auf dem es steht. Die Verleger rechnen damit, dass nur wenige Juristen das Urheberrecht wirklich kennen, denn nur wenige studieren es. Es bringt einfach zu wenig ein, Scheidungen machen Juristen reich, aber nicht die Urheber, die ständig mehr über den Tisch gezogen werden sollen. Selbst viele Richter halten Urheber immer noch für Transportarbeiter in einer Zeitmesserfabrik. Auch finanzielle Not sollte niemanden dazu bewegen, sich solchen Ausbeuterverträgen zu beugen, die immer mehr angeboten werden.
Ich finde sowieso das Journalisten es sicherlich nicht einfach haben so in diesem Geschäft. Die müssen doch gute Storys bringen um überhaupt bei der Zeitung eine Chance haben zu bestehen. Ich kann mir vorstellen das das ein stressiger Job ist. Eigentlich ist es egal um welche Berufsgruppe es sich hier handelt. Man sollte gerecht bezahlt werden und respektiert werden und wenn es um Fotos oder Artikel geht hat man zu beachten das diese von bestimmten Personen stammen und wenn man das verbreiten will auch dafür zu bezahlen.
naja irgendwie gehts in den letzten monaten jedem an den kragen. wie es scheint nicht nur in deutschland. es ist gut zu lesen, daß einige noch den verstand besitzen, sich nicht alles gefallen zu lassen.
Ja aber da kann man nur an den Verstand der Neuen appellieren, dass sie so ein Teufelsvertragwerk nicht unterschreiben, lieber Sonnenfan.
Ich glaube weniger, dass die damit durchkommen. Es sind Freie, keine Festangestellten. Da sucht man sich einfach neue Freie. Gibt doch genügend. Denke ich mir mal.
Ist doch super, dann gibts sozusagen kein halt mehr vor geistigen eigentum oder dergleichen. ist wirklich eine schande, wie die mit leuten umgehen, die dazu beitragen die verkaufszahlen zu erhöhen. vielleicht überlegen sich die journalisten mal dann, für welche scheiss verlage sie eigentlich arbeiten. es geht hier nicht nur ums geld, sondern um viel mehr. wird zeit, dass es den journalisten auch mal ans leder geht. ich rede hier nicht von allen. ich schätze investigative jouranlisten sehr, wenn sie in den richtigen bereichen recherchieren. günter wallraff z.b. sei da genannt. ich hoffe jedenfalls, dass die erfolg haben werden mit ihren protesten.