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Zu links für die Linke

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Zu links für die Linke

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Sahra Wagenknecht, Sprecherin der Kommunistischen Plattform, will nun doch nicht für das Amt der stellvertretenden Parteivorsitzenden kandidieren.

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29 Kommentare

Kommentare zu Zu links für die Linke

 

Alter_SackAlter_Sackam 18.05.08


Das ist genau der Punkt, an dem die Idee des Sozialismus, die ich für die beste Gesellschaftsform überhaupt halte, scheitert. Der Mensch selbst! Das hat der derzeitige Papst sogar Karl Marx bescheinigt. Nämlich, dass der in vielen Punkten Recht hat, nur den Faktor Mensch nicht richtig berücksichtigt. Der Sozialismus geht von einer Idealvorstellung von Mensch aus, die es aber nicht gibt und wohl auch nie geben wird. Deswegen wird es Sozialismus auch immer nur ansatzweise geben können.

mindmindam 18.05.08


Ich bin auch ein kleiner Selbsändier. Die Bürokratie und die Nebenabgaben drücken gewaltig. Das ganze System ist so nicht mehr lange trag- und finanzierbar. Die kalte Progression führt zu erheblichen Steuermehrbelastungen.

Was die Linken fordern, würde noch viel mehr Belastungen bringen. Es ist nicht finanzierbar!

TarantelTarantelam 17.05.08



Ich habe in meinem Freundesund Bekanntenkreis viele kleine Selbstständige(Handwerker u. Kaufleute) Inzwischen merken auch die, das sie meistens bei einer 60 Stunden woche selbst ausbeuten müssen,um einigermaßen überleben zu können. Viele von denen wünschen sich dieses System, zum Teufel.
Diese Leute werden doch inzwischen von den allerkleinsten Beamten ausgelacht!!

Antwort von hmmm Die hätten ja auch Beamte werden können!!

oneandalloneandallam 17.05.08


das wäre realistisch, ja.

diewaldfeediewaldfeeam 17.05.08


Vielleicht haben sie auch nur einen Deal gemacht. Stelle ich mir so vor:

Gysi: Du kannst nicht Stellvertreterin werden. Kommunisten können wir jetzt noch nicht vorne dabei haben. Verstehen die Wähler jetzt noch nicht. Ist in Hamburg gerade schiefgegangen. Warte bis später.
Wagenknecht: Ich will aber.
Gysi: Dann wirst Du nicht mehr Europaabgeordnete und verlierst ca. 15.000€ p.m.
Wagenknecht: Ich beuge mich dem Willen der Partei.

So könnte´s doch gewesen sein, oder?

oneandalloneandallam 17.05.08


Interessant, dass hier mal jemand nicht seine Karriere in den Vordergrund stellt, sondern im Interesse der Partei handelt. Zwar findet man in den sogenannten Linksparteien oft politisch interessierte Leute, aber leider gehen auf dem Weg zur Macht , die Ideale verlohren und die Idealisten unter. Der Preis der Macht ist wirklich die Aufgabe der Solidarität. Freiheit und deren Segnungen sind immer nur durch das verantwortliche Handeln des Einzelnen in der Gemeinschaft zu erreichen. Sie lassen sich weder gesellschaftlich noch politisch verordnen.

oneandalloneandallam 17.05.08


Natürlich ist sowas Unsinn, wenn hier jemand Meinungsfreiheit verbieten will. Aber ich befürchte auch, dass sich Politik als gesellschaftliches Instrument immer nur um die Wahrung der eigenen Interessen kümmert. Das ändert sich erst, wenn die Menschen aufhören sich einzig um Ihre eigenen Interessen zu kümmern und Verantwortung übernehmen, aber das ist zumeist eine Utopie, oder nicht?

oneandalloneandallam 17.05.08


Stimmt schon alter Sack, das Problem ist ja, dass Sozialismus wahrscheinlich immer eine Utopie sein wird. Das hat nichts mit der Staatsform zu tun, sondern egal wie der Parteivorsitzende und seine Mitglieder heißen, solange nicht alle sich voll und ganz in ein System einbringen, wird die Leistung nur dementsprechend sein.

Alter_SackAlter_Sackam 17.05.08


Ja, jeder so wie es für richtig hält. Und wenn dann noch jeder damit klar kommt, dass jemand eine andere Meinung hat und das akzeptiert, dann sind wir ein ganzes Stück weiter. Trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass wir in der DDR gar keinen richtigen Sozialismus hatten, auch wenn Honecker & Co. das immer propagiert haben und den Leuten das heute auch eingeredet wird, bloß von der Gegenseite. Die Behauptung, dass in der DDR Sozialismus geherrscht hat, passt nämlich prima, um den Leuten sagen zu wollen, dass Sozialismus Mist ist. Das war wohl mehr so eine Art Bonzendiktatur unter dem Deckmantel eines angeblichen Sozialismus.

mindmindam 17.05.08


Richtig, zwei völlig verschiedene Systeme. Und ich habe keinerlei Sympathie mit den Linken, die wieder in Richtung Sozialismus, nicht ganz so schlimm wie in der DDR aber in der Tendenz genauso zum Bankrott führend, wollen.

Alter_SackAlter_Sackam 17.05.08


Na, die Jungs vom Verfassungsschutz sehen das aber anders!

Alter_SackAlter_Sackam 17.05.08


bonbon
Hast du das nicht gewusst? Wegen dieser enormen Selbstlosigkeit nennen sie sich selbst doch so gerne "Volkspartei".

Alter_SackAlter_Sackam 17.05.08


Wobei der Vergleich zur DDR-Post hier eigentlich fehl am Platz ist. Das sind zwei völlig verschiedene Systeme mit völlig verschiedenen Voraussetzungen gewesen. Ist ähnlich wie mit dem Mindestlohn, da hört man einen Vergleich, zumindest die Gegner des Mindestlohnes, mit anderen eiropäischen Nationen auch nicht gerne. Man lässt Vergleiche auch immer nur dann gelten, wenn sie ins eigene Konzept passen.

Alter_SackAlter_Sackam 17.05.08


Du sprichst von der Deutschen Post, du Tarnkappenbomber! Habe dort von März 1980 bis zur Wende gearbeitet, anschließend noch bis 1999 bei der Bundespost und anschließend bei der Telekom. Über das Telefonnetz der DDR brauchst du mir also nichts erzählen, ich weiss selbst am besten, wie das aussah. Meist waren es 2 Tln. in einer Leitung mit seperaten RNr., mechan. oder elektronische Gum's, sprach einer, war der andere vom Netz. Ich selbst hatte auch keinen Anschluß und es gab auch deutliche Zuteilung, Partei, Armee, Polizei usw.. Anschlußdichte mit 10 % kann stimmen. Aber nun folgendes. Das nach der Wende im Osten neu aufgebaute Netz, welches z.Teil weit moderner als das im Westen ist, wurde zum größten Teil noch als staatliches Unternehmen aufgebaut und im Anschluß, als es fast fertig war, ging's ans Privatisieren. Da hat also der Steuerzahler eine Vorleistung für ein teilprivates Unternehmen erbracht.

diewaldfeediewaldfeeam 17.05.08


Vielleicht sind sie nicht des Erwähnens wert?

TarantelTarantelam 17.05.08


Auf dieser Seite haben sich so einige Betonköpfe geäussert, von denen man annehmen muss,das sie einer Gehirnwäsche vom Verfassungsschutz unterzogen worden sind . Pressefreiheit ist wohl so was, wenn Redakteure das schreiben was Ihre Brötchengeber von Ihnen erwarten . In der letzten Sonntagsausgabe in den Lübecker Nachrichten wurde von den kommenden Kommunalwahlen in zwei grossen Artikeln berichtet.
Jede noch so kleine Wählergruppierung wurde erwähnt. Nicht ein einziges Wort über die Linken.
Das versteht wohl janeb unter Pressefreiheit.

bonbonbonbonam 17.05.08


ach nur den linken geht es um sich selbst, interessant! alle anderen parteien sind natürlich von selbstlosigkeit geprägt!

diewaldfeediewaldfeeam 17.05.08


Weil´s hier gerade angesprochen wurde. Habe vor ca. 2 Stunden auf Phönix einen Bericht über das Telefonsystem der DDR gesehen. 5 Teilnehmer in einer Leitung, 10% der Antragsteller hatten überhaupt eins, manche noch mit dem Nachbarn zusammen. Sprachqualität, naja.
Ich glaube, das war staatlich, kann mich natürlich irren.

Alter_SackAlter_Sackam 17.05.08


Ach so, und deswegen soll eine legitim zugelassene Partei zerschlagen und ihre Mitglieder und Sympathisanten lebenslänglich inhaftiert werden. Klingt sehr freiheitlich, demokratisch und vor allem rechtsstaatlich, auch wenn man in einem Rechtsstaat deiner Meinung nach nicht zu Denken braucht. Bloß gut, dass nur die Kommunisten gegen Meinungsfreiheit und für Diktaturen sind, man könnte sonst fast glauben, dass auch hier Meinungen, die nicht ins Bild passen, unterdrückt werden sollen.

Alter_SackAlter_Sackam 17.05.08


Es geht nicht um die DSL-Versorgung im Speziellen, sondern um die fernmeldemäßige Versorgung im Allgemeinen. Da sollte man dann schon versuchen, die Sache ein wenig so in der Art von abstrakt zu sehen. DSL ist eben nur ein Beispiel dafür, was passiert, wenn ein Unternehmen nicht mehr nach Versorgungsauftrag sondern nur noch wirtschaftlich handelt. Da fallen dann eben etliche potentielle Kunden einfach durch's Raster. Auch wenn Herr Sommer z.B. seinerzeit behauptet hat, aus der Telekom das kundenfreundlichste Unternehmen machen zu wollen, das hierzulande in dieser Branche tätig ist. Warum dann wohl so ein Problem mit dem Kundenschwund bei der Telekom? Weil sie z.B. in der Fläche dank der Privatisierung so übermäßig "präsent" sind? Vor der Privatisierung hatte jede Kleinstadt mit 10000 Einwohner einen T-Punkt, heute darf ich z.B. fast 100 Km bis nach Schwerin fahren, um so ein Ding zu sehen. Sicher hat die privatisierung auch Vorteile, aber ob die überwiegen wage ich zu bezweifeln.


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