Denkzettel für Lafontaine

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Denkzettel für Lafontaine

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Eingestellt vonam 25.05.08in Politik via handelsblatt.com

Bei den Vorstandswahlen der Linken hat die Führungsmannschaft an Zustimmung verloren. Auch die Parteichefs Oskar Lafontaine und Lothar Bisky wurden abgestraft. Zugleich stimmte sich die Partei mit einer Kampfansage an die anderen Parteien auf den Bundestagswahlkampf ein.

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147 Kommentare

Kommentare zu Denkzettel für Lafontaine

 

Alter_SackAlter_Sackam 03.06.08


Nur mal eine Anmerkung am Rande, ganz gleich was die Linke anstrebt. Es gibt definitiv keine "freie soziale Marktwirtschaft". Man sollte niemandem einen Vorwurf machen, Planwirtschaft und Marktwirtschaft zusammenbasteln zu wollen, wenn man selbst gleichzeitig verbal eine solche Marktwirtschaft erschafft. Die soziale Marktwirtschaft basiert bestenfalls auf der freien, jedoch ist die freie so wie sie heißt frei von staatlichen Regularien. Beide sind ebenso nicht miteinander vereinbar wie die Planwirtschaft mit der Marktwirtschaft.

kolontaykolontayam 03.06.08


Antwort an Ehoweb.
Die Linke will keineswegs eine Planwirtschaft, dieses Verfahren ist bereits in der ehemaligen DDR geschei-
tert und einen derartigen Fehler wollen wir keinesfalls wiederholen. Doch finden Sie es ein bewährtes Wirt-
schaftssystem wenn Menschen in Deutschland zu Sklavenlöhnen beschäftigt werden von denen sie nicht
einmal existieren können, die Firmen jedoch im Gegenzug riesen Gewinne machen und dafür mit Steuer-
senkungen belohnt werden. Im Zuge der EU-Erweiterung werden dann noch Arbeiter aus Billiglohnländern
nach Deutschland geholt oder die Produktion gleich in diese Länder verlagert. Dies ist weder eine freie noch
eine soziale Marktwirtschaft sondern schlichtweg Ausbeuterei. Es bringt den Menschen nichts wenn Deut-
land Exportweltmeister ist, aber die Kaufkraft im eigen Lande sinkt. Hier sollte uns auch die ehemalige DDR
als mahnendes Beispiel vor Augen stehen, auch wenn die Anzeichen anders verteilt waren (Geld vorhan-
den aber kaum Waren und die auch erst nur für "Privilegierte"). Die Forderung "Von Arbeit muß man leben
können" ist ja wohl keine Zerstörung eines Wirtschaftssystems. Auch die FDP hat fleißig mitgeholfen die
sozialen Errungenschaften, die sich die arbeitende Bevölkerung in 100 Jahren erkämpft hat, Schritt für Schritt
abzubauen. Manager großer Unternehmen kassieren horrendende Gehälter damit sie Investoren dazu verhelfen ihr eingesetztes Kapital nicht nur zu verdoppeln sondern es zu vervielfachen ohne Rücksicht auf
die Beschäftigten, die müssen dan die Zeche mit Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnaus-
gleich oder Entlassungen zahlen. Für Mißwirtschaft tragen diese Manager keine Verantwortung, im Gegenteil,
sie werden noch mit horrenden Abfindungen verabschiedet. Dies ist es was die Linke verändern will, hin zur
sozialen Marktwirtschaft. Nur so ist zu vermeiden daß die Kluft zwischen arm und reich immer größer wird
und es in Deutschland zu sozialen Unruhen kommt.Es sind also nicht "Unwissende" die LINKE wählen.

EhowebEhowebam 02.06.08


Ich bin auch der Meinung, dass man Oskar und Gregor nicht weiter persönlich angreifen sollte. Viel wichtiger ist es jetzt in Deutschland, den Unwissenden (nicht den Dummen) zu erkären, wie das funktionieren soll mit der Politik der beiden und ihrer Partei, wenn sie versprechen, allen den möglichst größten Wohlstand zu verschaffen. Ich hätte gerne eine klare Antwort auf die Frage, mit welchem Wirtschaftssystem, der freien Marktwirtschaft oder der sozialistischen Planwirtschaft, sie arbeiten wollen. Die Antwort muss sich klar für das eine oder andere entscheiden, etwas dazwischen gibt es nicht, das sage ich besonders den "Unwissenden". Ich komme von dem Verdacht nicht los, dass die Linke das bewährte Wirtschaftssystem beschädigen und zerstören will, um zu den Zielen der alten Unverbesserlichen zu gelangen. Erst dann, wenn ich davon überzeugt worden bin, dass sie für das eine oder das andere Wirtschaftssystem sich klar entschieden haben, können wir weiterdiskutieren. Bis dahin rate ich allen "Unwissenden": Seid vorsichtig! Bei dem jedenfalls, was die Linken bis jetzt wirtschaftspolitisch von sich geben, würden nicht nur die gesunden Wirtschaftskräfte, sondern gerade auch die sozial Schwachen in Deutschland zu leiden haben. Nur in der möglichst ungestörten freien sozialen Marktwirtschaft kann das Geld beschafft werden, um auch sozial Geschwächten wieder auf die Beine zu helfen und ihren Wohlstand zu fördern.

kolontaykolontayam 02.06.08


Es war DIE LINKE die diese Forderung stellte und die SPD griff sie dann nur auf. Die ganze Agenda 2010 war
für die arbeitende Bevölkerung nur ein Schlag ins Gesicht. Alle die hier über die "armen ausgebeuteten Kapi-
talisten" jammern scheinen noch nie etwas davon gehört zu haben daß Eigentum auch verfplichtet und zwar
gegenüber den Menschen die mit ihrer Hände Arbeit ihnen hierzu verholfen haben. Wer es gerecht findet das
die Steuern für die kleinen Leute immer mehr erhöht werden um den Reichen die Steuern zu senken, der lebt
in einer verkehrten Welt. Hier setzt die gerechte Forderung von Oskar an. Die Wähler der LINKEn haben dies
längst begriffen und sind deswegen keinesfalls dumm. Deshalb gab es auf dem Parteitag in Cottbus auch
keinen Denkzettel für Oskar. Wechselnde 'Stimmungsbilder sind in einer demokratischen Partei ganz normal.
Leider ist die Presse nicht so neutral wie sie immer behauptet und hat auch vom Parteitag nicht wertfrei
berichtet, da ich selbst anwesend war kann ich dies behaupten. Alle die glauben auf dieser Partei herum-
hacken zu müssen sollten sich einmal mit den "Progarmmatischen Eckpunkten" der Partei beschäftigen,
sie würden dann bestimmt eines besseren belehrt. Wer jedoch weiterhin meint, Gysi und anderen Partei-
mitgliedern Stasivergangenheit anzuhängen, der solle mal auf westdeutsche Geschichte schauen und
auf Nazivergangenheit von Filbinger und Kiesinger achten. Vielleicht erhalten dann diese Leute eine andere
Sichtweise der Dinge. Übrigends bin ich Wessi, habe den letzten Krieg miterlebt und stamme aus einer
Familie die bereits vor über 100 Jahren in internationale Politik eingebunden war, daher habe ich gelernt
politisch immer in Zusammenhängen zu sehen und zu verstehen. Einfach nur gegen etwas meckern ist
fehl am Platz, man muß sich auch mit den Dingen beschäftigen und auseiandersetzen. Halbwissen nutzt
keinem etwas.

kolontaykolontayam 02.06.08


Wenn ich hier sehe, was einige Mitdiskutanten über die LINKE, Oskar und Gregor schreiben, dann dreht sich
mir der Magen um über soviel Unkenntnis der tatsachlichen Sachlage. Narürlich will die LINKE mitregieren,
aber nicht unter den derzeitigen unsozialen Bedingungen der etablierten Parteien.Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, die SPD (Sozial-Demokratische Partei Deutschland????) hat schon seit langem ihre Prinzipien
verraten um als regierende Partei sich halten zu können, sogar mit der absolut gegensätzlichen CDU, einer
Partei der es nur darum geht dem Kapitalismus noch mehr geldwerte Geschenke zu machen. Wenn eine Re-
gierung und die Parteien im Lande es zulassen daß der größte Teil der arbeitenden Bevölkerung Sklavenarbeit
verrichten in 400,--€ und 1,--€ Jobs aber trotzdem davon nicht leben können, im Gegenzug jedoch Betriebe
und Konzerne immer größere Gewinne einstreichen. dann ist etwas faul in diesem Lande. Exportweltmeister
hört sich zwar schön an, aber wo bleibt das Bruttoinlandsprodukt? Wovon sollen die Menschen denn etwas
kaufen? Aus dieser Situation heraus entstand die Partei DIE LINKE, die sich aus der ehemaligen WASG
(Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit) und der ehemaligen PDS zusammensetzt. Eine Einheits-
partei nach DDR-Muster will niemand haben, eine derartige Behauptung ist blanker Unsinn und dient nur
dazu die Partei zu diffamieren.Oskar Lafontaine hat als ehemaliger Finanzminister der SPD deren Schwindel
durchschaut und ist deshalb zurückgetreten und später ausgetreten und hat damit wesentlich mehr Rück-
grat gezeigt als andere die nur nach gut bezahlten Posten streben. Siehe hier auch Diätenerhöhung, die die
Abgeordneten der LINKEn abgelehnt haben und deshalb auch ausnahmslos an gemeinnützige und soziale
Einrichtungen weitergeben. Die Linke stellt an die Regierenden gerechte Forderungen zum Wohle der
Menschen in diesem Lande und die SPD mußte aus Angst vor weiterem Stimmenverlust hierauf eingehen.
Wer forderte den Mindestlohn?

EhowebEhowebam 02.06.08


Ich war vor 15 Jahren dreieinhalb Jahre als "Aufbauhelfer" in der DDR. Mir ist damals schnell klar geworden, dass die meisten Deutschen in der DDR noch nicht klar erfasst hatten, dass die beiden Wirtschaftssysteme FREIE MARKTWIRTSCHAFT (FM) oder ZENTRALVERWALTUNGSWIRTSCHAFT (ZV) ihre Eigengesetzlichkeiten haben, die keinen Einfluss des jeweils anderen Systems vertragen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Um das zu verstehen genügt schon der Hinweis, dass in der ZV ein einziger, die Zentrale, bestimmt, was, für wen, wie viel, zu welchem Preis produziert wird, während bei der FM dies Millionen und Abermillionen über den Markt in aller Freiheit bestimmen. Bei der ZV kann die Wirtschaft nicht konkurrenzfähig produzieren, weil z.B. plötzlich in der Produktion das berühmte Schräubchen fehlt, das man vergessen hat einzuplanen. Die ZV kann daher niemals mit dem Erfolg funktionieren, dass sie die hohen Soziallasten, die wir haben und wie sie aufs Höchste übertrieben die L i n k e fordert, finanzieren kann. Die logische Folge dieser ZV ist die Diktatur, wie wir sie erfahren haben. Lafontaine und Gysi wissen, dass sie mit ihrem Parteiprogramm oder ihrer jetzigen sozialistischen Politik das Erfolgssystem der FM schwächen oder sogar zerstören könnten, weil es mit überhöhten Soziallasten und planwirtschaftlichen Elementen nicht den Erfolg haben kann, den Deutsche in Ost und West wünschen müssen. Es besteht der begründete Verdacht, dass Lafontaine, Gysi und Genossen das U n w i s s e n der Bevölkerung schamlos ausnützen wollen, um das System der FREIEN MARKTWIRTSCHAFT zu schwächen und schließlich zu zerstören. Wenn sie ihr Ziel erreichen würden, was käme dann? Ich empfehle also den "Unerbesserlichen", erst einmal gründlich diese beiden Wirtschaftssysteme zu studieren, dann ruhig nachzudenken und dann erst ihre Meinung zu äußern und Farbe zu bekennen, ehrlich, nicht wie die berühmten Demagogen.

Alter_SackAlter_Sackam 02.06.08


6,5 Millionen Beschäftigte im Niedriglohnbereich, real wenigstens 5 Millionen Arbeitslose, steigende Kinderarmut, 25 Prozent der Bundesbürger in Armut oder von Armut bedroht, 1,3 Millionen Arbeitnehmer mit Hartz IV-Azfstockung, eine permanent wachsende Zahl von Einrichtungen der Tafeln zur Versorgung Bedürftiger - auf der anderen Seite Exportweltmeister, vollkommen an jedem Maß vorbeigehende Steigerung von Managergehältern - und das soll also die "beste und freieste" Form des Zusammenlebens von Menschen sein? Und das soll nicht zum Positiveren verändert werden dürfen? Sicher, man kann das im Sinne einer ganz bestimmten Schicht alles so lassen, wie es ist, es wahrscheinlich noch schlimmer werden lassen! Nur hat langsam schon der dümmste Politiker erkannte, dass dieses System solche eine Belastung auf Dauer nicht aushält und daran zerbrechen wird. Vielleicht sollten wir wirklich solange warten, bis das passiert. Euren Kommentar dann dazu, auf den bin ich jetzt schon gespannt!

Alter_SackAlter_Sackam 02.06.08


Welches System will die Linke denn ? Wieso eigentlich "von uns"? Ich sehe die Linke als eine Partei, die wesentlich dazu beitragen könnte, vielleicht auch wird, dieses bestehende System, dessen Befürwortung sicher seine Gründe hat, ein klein wenig sozialer zu gestalten. Auch wenn man es als "beste und freieste" Gesellschaftsform sehen mag, ich tue es im derzeitigen Zustand dieses Sytems nicht uhnd wer es tut wird sicher auch seine entsprechenden Gründe haben, kann man die Zeichen des sozialen Niederganges nicht von der Hand weisen.

ParchimParchimam 02.06.08


Das macht mir richtig Spaß - und ich glaube jetzt zu erkennen, daß Sie sehr gut informiert sind über Unbilden in dem System, was "Die Linke" von uns will.
Was soll eigentlich besser werden, wenn wir umverteilen, diejenigen so besteuern, daß sie endgültig im Ausland sind?
Ich bin ggf. ein Besserwisser für Sie, habe aber 48 Jahre Berufserfahrung als Arbeitnehmer und als Selbständiger in dem System der alten Bundesrepublik, habe Bilanzen von Selbständigen ausgewertet und über Kredite entscheiden müssen oder dürfen, habe notfalls auch über Wohl und Wege mit entschieden, wenn es mal nicht so gut lief.
Nirgends auf der Welt ist die Idealform zu finden. Aber eine bessere und freiere, als diese, habe ich noch nicht gesehen. Wir haben uns doch schon verdorben mit der Vollkaskogesellschaft und wollen das nun noch perfekter machen. Das gelingt nicht, oder nur mit anschließendem Einsturz des Gefüges. Und - Besserweisser zu sein, eise ich insofern von mir, als ich viel zu viele Erfahrungen seit 1984 im Bereich der neuen Länder habe, habe viele Gespräche mit allen Schickten geführt, mit Ausnahme unserer heutigen Kanzlerin, die ich übrigens schätze. Meine eigenen Erlebnisse waren tels geprägt von Aversion im Stillen. Nach vorne war ich ein guter Mensch und anschließend trat man mir in den Hintern.
Das geschah auf Behördenbasis bzw. in Räten.
Wir haben beide unser Kreuz zu tragen, haben über Erfahrungen zu berichten, aber fest steht, daß Viele urteilen, ohne den Anderen verstehen zu können. Das basiert auf mangelde Einsicht in die Belange des Anderen. Waren doch - und das habe ich sehr wohl gelesen - bei Ihnen auch die Repressalien nicht von Pappe. Ob es das im Westen je gegeben hat, ich bezweifle das. Und das war nicht das perfekte System der Parteilinie von Oskar und Gregor, sondern nur stark angelehnt. Angelehnt, weil das alte und neue westliche System eine sehr hohe soziale Komponente zeigte, nämlich quer durch alle Parteien, auch und gerade ohne Linke.

Alter_SackAlter_Sackam 02.06.08


Übrigens zu meiner Position in der ehemaligen DDR - ich war Mitarbeiter in einem Post- und Fernmeldeamt, genauer gesagt Fernmeldebaumonteur mit einem Monatsgehalt von im Durchschnitt 700,- - 800,- DDR-Mark. Ich war also über die Maßen "priviligiert"! Ich kann euch eigentlich nur eins raten, haltet euch mit euren überheblichen Weisheiten aus der DDR-Geschichte und den Lebensverhätnissen dort heraus. Ihr untermauert letztendlich nur einen bestimmten Ruf und eine bestimmte Bezeichnung für eine Gruppen von Bürgern aus den ABL und beweist im Endeffekt nur Dummheit und Überheblichkeit.

Alter_SackAlter_Sackam 02.06.08


"Ob frei, oder sozial. "
So egal ist das nicht, vor allem, wenn man solche Begriffe wie "freie" oder "soziale" Markwirtschaft gebraucht und im Endeffekt garnicht zu wissen scheint, was sie beinhalten. Oder wenn man dem Begriff "Sozial" versucht, eine selbsterdachte Bedeutung zu verpassen. Dann beweist man bei aller Phrasendrescherei eigentlich nur, dass man selbst der Dumme ist und nicht die, denen man das aus der eigenen Überheblichkeit heraus vorwirft.
"Sozial kann nur frei sein, alles Andere wäre "eingesperrt sein"."
Diese Formulierung allein ist der pure Blödsinn und ein typisches Beispiel dafür, wenn man mit Null Ahnung versucht, sich als Philosoph zu betätigen.

Alter_SackAlter_Sackam 02.06.08


Dass du Probleme mit den Linken hast, für die ich mich wie viele andere von euch als "Dumme" bezeichnete hier einsetze, ist offensichtlich. Aber das ist dein gutes Recht. Ihre werdet aber durch eure Beschimpfungen, Beleidigungen und Defamierungen deren potentieller Wähler nicht verhindern können, dass diese immer mehr werden. Da könnt ihr Zetern und Jammer, das wird euch nichts helfen! Weil ihr einfach nicht in der Lage seid zu erkenne, warum das so ist! Das habt ihr nämlich ganz einfach euren geliebten Volksparteien zu verdanken, die in den letzten Jahren für diese "wunderbaren Einkommen", ich wage zu bezweifeln, das du überhautp weisst, wovon du sprichst, gesorgt haben. Ihr hättet ganz prima in die alte DDR gepasst. Da braucht man immer Leute, die mit rosaroten Brillen durch's Leben gelaufen sind. Daran hauptsächlich ist dieses System zugrunde gegangen. Weil man nicht der Wahrheit ins Auge blicken wollte, und genau so scheints jetzt wieder zu sein.

Alter_SackAlter_Sackam 02.06.08


Du scheinst nicht nur Probleme mit dem Schreiben zu haben, auch das lesen und vor allem Verstehn scheint nicht dein Ding zu sein. Auf alle Fälle brauchst du mich nucht über die Verhältnisse in der DDR aufzuklären. Die kenne ich besser als du und ich bin auch nicht bereit und haben das auch niemals getan, diese unberechtigt zu verteidigen. Wenn man zu DDR-Zeiten mit einem dreijährigen Studienverbot dafür belohnt wurde, weil man nicht so wollte, wie es von einem erwartet wurde, dürfte eventuell mehr Objektivität vorhanden sein, als wenn jemand von Außen betrachtend eine vorurteislbehaftete Meinung zu Dingen äußert, die er nicht versteht und auch nicht verstehen will. Auch über die Rolle von "Geheimnisträgern" in der NVA und deren Einschränkungen brauchst du hier keine Weisheiten verbreiten, die kenne ich als ehemaliger Offiziersanwärter sicher auch besser als du.

ParchimParchimam 01.06.08


Schreiben ist so eine Sache, lieber "Alter Sack"!
Wie man ins Horn bläst, so schallt es heraus!
Sie haben für mich kein brauchbares Argument, das nur annähernd tauglich wäre, die Existenz dieser Parolen von Lafontaine und Gysi zu rechtfertigen.
Ob frei, oder sozial. Sozial kann nur frei sein, alles Andere wäre "eingesperrt sein". Das hatte die Staatsform wohl in der ganzen Welt, die so verlief, wie die, die heute von diesen Traumtänzern und Rattenfängern propagiert wird.
Wir haben derzeit nicht nur wunderbare Familien und beste Einkommen. Aber: Ich habe in der damaligen DDR erlebt, wie man in bescheidensten Wohnverhältnissen eine Tasse Kaffee bekam, nett angenommen wurde u.s.w.. Traf man aber als Wessi unversehens an die Tür eines NVA-Gerals, mit dem zufällig verwandt war, konnte auch sein, daß der unmittelbar seinen Dienst quittieren konnte. Woher diese Angst, wenn alles so toll war.
Nicht weniger wurde der kleine Robotron-Mitarbeiter sofort von seinen Aufgaben bei der Marine abgezogen. Sollten Sie wirklich das vorgezogene Alter haben, ist Ihnen das alles bekannt und wollen nun das Heil des Gregor predigen, dann haben Sie damals auch in einer guten Position alles gehabt, was man sich als Normalbürger der DDR nicht leisten konnte.
Nur dann mag ich verstehen, wenn das System verteidigt.
Oder glauben Sie auch, wie schon früher Sozialpädagogen im Westen, daß man das vermeintlich wunderbare System einführen könnte, bei gleichzeitigem Erhalt der Wirtschaftsmacht? Vergessen wird dabei, daß Deutschland kein Gramm Rohstoffe und sehr wenig Energie hat. Die Braunkohle in Brandenburg und Sachsen wollen wir lieber vergessen machen. Alles was wir machen, muß mit den Händen und mit dem Kopf errungen werden. Mütterchen Rußland hat uns schon vor 50 Jahren wegen der "goldenen Hände" gelobt und beneidet. Die sind jetzt dabei, mit ihren riesigen Rohstoffreserven an unser Potential heranzugehen. Da heißt es "wachsam sein" und nicht zu träumen in sozialistischen Ideen.

ParchimParchimam 01.06.08


Alter Sack läßt darauf schließen, daß er selber älter als 35 Jahre ist. Dann hat er ja mehr, als nur die wunderbare Schule oder den Kindergarten in diesen Asbesthütten erlebt.
Ob ich nun Gysi oder Gisy schrieb, bleibt dahingestellt. Richtig ist, das das ein Fehler, aber unverkennbar eine bestimmte Person ist..
Marshallplan und Reparationen, das ist sicherlich ein Faktum. Aber - haben nicht auch Sozialisten, die ja vermeintlich so human und freundlikch sein sollen, diese Reparationen verlangt?
Hat "Alter Sack" im Westen gesehen, daß 70 Personen einen Sauenstall mit 1000 Sauen betreuten? Mußte der Westen die Mauer haben, um die Imperialisten fern zu halten?
Oder war es vielleicht doch die Angst, daß ihnen die arbeitende Bevölkerung weg lief. Rentner ließ man doch freiwillig gehen und es kamen wohl keine zurück.
Haben wohl in einer bestimmten Schiffswert nach 1990 30 oder 35 Leute in einer Abteilung die gleiche Arbeit gemacht, wie vorher 60 ?
Ich habe erlebt, wie von diesen 6o sicherlich 30 mit einer dicken Alkoholfahne das Werkstor verließen.
Hat der Leiter einer kleinen Ziegelei, der es nicht für nötig hielt, seine Steine für die Zukunft aus wirklichem Ton zu backen, anstatt ständig minderwertiges Zeug mit Mergelanteil zu produzieren? Mann sonnte sich in diesen Besitzständen und kannte auch Schwarzarbeit, DM, Vorteilsnahme und gegenseitige Hilfe. SKET war die Vokabel für:
Sehen, Kaufen, Einlagern, Tauschen und dann wartete man auf seinen Trabi, auf den Fernseher u.s.w.: Wem gehörten denn die Segelbotte im Stralsunder Hafen in 1984?
Sagen Sie mir nicht, daß das etwas mit Reparationen zu tun hatte. Alle sind Gleich, wurde mir damals in der Hansestadt erklärt, nur nicht die Erklärung gegeben, wer denn überhaupt die Planken eines solchen Schiffes betreten durfte. Sehen Sie in das gelobte und damals befreundete Land Kuba. Wo ist denn da Gleichheit und Brüderlichkeit?

Alter_SackAlter_Sackam 01.06.08


Und weil die Ossis die DDR nicht annähernd kennengelernt hatten, liegen die Linken laut den aktuellesten Umfragen im Osten auf Platz 1 in der Wählergunst. Ich dachte immer, die Ossis stammen alle aus der ehemaligen DDR und kennen sich mit der aus. War wohl ein Irrtum, schön, dass mich anscheinend ein Wessi darüber aufgeklärt hat.

Alter_SackAlter_Sackam 01.06.08


Tja, mancher ist zu dumm zum Wählen, mancher hat Probleme beim Schreiben! Der Mann heißt Gysi, soviel Zeit muss sein. Mancher nennt es auch Wirtschaftswunder, wohinter sich sich dann irgendwo der Marshall-Plan verbirgt. Gewissermaßen das Geschenk an den Verlierer, zumindest an einen Teil der Verlierer. Denn der andere Teil durfte als Geschenk Reperationsleistungen erbringen. Und dann gibt es noch welche, die sprechen von Neid, weil sie zu dumm sind zu verstehen, dass es sich dabei um das berechtigte Verlangen nach sozialer Gerechtigkeit geht. Es gab auf alle Fälle schon mal jemand, der sich für besonders klug hielt den Neidischen geraten hat, Kuchen zu essen, wenn sie kein Brot hätten. Auch wenn das nur ein Gerücht sein soll, am Ende stand diese Kluge ohne Kopf da! Fragt sich dann nur, wer der wirklich dumme war oder ist?

ParchimParchimam 01.06.08


In Russland erzielte Putins Garde in einem Wahlbezirk 105 %. So etwas wäre himmlisch für unsere Politiker.
Erkennt man doch, daß die 99,9 % für Honnecker und Genossen gar nicht so irreal waren.
Die fühlten sich halt gut
Honni ließ sich ja auch mit einem Volvo chauffieren, dann spürte er die Schlaglöcher nicht so sehr. Die Anderen warteten 13 Jahre auf einen Trabi.

ParchimParchimam 01.06.08


Die Meinung, daß diejenigen, die Lafontaine und Gisy wählen, seien dumm, kann ich voll unterstützen.
Wer die dummen Parolen von Oskar und Gregor für ernst nimmt und denen dafür ihre Stimme gibt, ist einfach ganz dumm.
Ein paar Wähler mögen sich als Protestwähler sehen, aber der Protest ist nicht anders zu sehen.
Auch wer meint, er müssen nicht wählen, wählt im Stillen denjenigen, den er nicht will.
Es geht doch ums Umverteilen. Und gerade das, würde man es versuchen, würde 1 Secunde alle Menschen in Deutschland gleich stellen. In der Secunde danach gibt es schon gravierende Unterschiede. Das hat das Kopfgeld 1948 bewiesen.
Wer damals nicht Zigaretten davon kaufke, sonder 2 Aktien, könnte heute, wenn es die Richtigen waren, deutlich davon profitieren. Der Andere ist längst an Lungenkrebs gestorben.
In der Kriegsgefangenschaft, wo eigentlich alle gleich wenig hatten, tauschten Männer ihre karge Essenration gegen Tabakwaren. Was glauben Sie, wer danach überlebte.
Wir im Westen räumten damals die Freiheit ein, wuchsen mit Unterschieden auf, aber so gut, daß wir inzwischen 1000 Milliarden DM in den Teil schieben durften, der auch neu begann, aber mit einer anderen Führung. Nämlich mit solcher Führung, wie Oskar und Gregor propagieren.
Warum sind denn namhafte Firmen in der Schweiz ?
Die haben auch ein Wirtschaftswunder gehabt, haben aber das Geld nicht für soziale Zwecke ausgegeben, sondern gespart, weniger Kredite aufgenommen, und - die Arbeitsplätze mögen wir uns doch einmal näher unter die Lupe nehmen. Wer als Ausländer rein wollte oder will, muß arbeiten. Wenn er fertig ist, oder seine Zeit abgelaufen ist, ist er draußen.
Der Steuersatz ist dort zwischen 15 und 30 %, notfalls kann man handeln - und hier? - Es gibt aber nicht so viele Neider in der breiten Masse.

Alter_SackAlter_Sackam 01.06.08


Oh, fast vergessen! Nur eine Frage noch - erzählt man uns nicht immer, wir würden eine "Soziale Marktwirtschaft" haben und keine "Freie"? Entweder ich habe etwas falsch verstanden oder du schreibst was, was du nicht verstehst. Aber da du dich selbst wohl nicht für ein Mitglied des "ungebildeten Volk" hältst, was sicher ungemein bescheiden ist, wirst du sicher eine Erklärung für diesen Widerspruch haben.


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