Artikel Ärzte gefährlicher als Terroristen?
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Was genau ist Innere Sicherheit? Das zuständige Bundeministerium des Innern definiert die Innere Sicherheit wie folgt: Die Innere Sicherheit umfasst ein breites Themenspektrum: Sie reicht von der Kriminalitäts-,
Terrorismus- und Extremismusbekämpfung über Verfassungsschutz, Geheim-
und Sabotageschutz sowie Bevölkerungsschutz im Krisenfall bis zu
Bundespolizei, Waffenrecht oder Sicherheit in der Informationstechnik.
Bei Wikipedia ist folgende Definition zu lesen: “Innere Sicherheit bezeichnet den Schutz der Gesellschaft und des Staates vor Kriminalität, Terrorismus und vergleichbaren Bedrohungen, die sich aus dem Inneren der Gesellschaft selbst heraus entwickeln. […]”
Interessant ist hierbei der letzte Teil der Definition, nämlich die Bedrohungen, die sich aus dem Inneren der Gesellschaft SELBST heraus entwickeln.
Als Sicherheitslaie würde ich es wie folgt sehen. Wann ist die Sicherheit eines jeden Einzelnen gegeben? Imho wenn er ohne Angst seinem Leben nachgehen kann. Wann ist die Sicherheit gefährdet? Im Worst Case, wenn es zu einem Todesfall kommt. Für mich ist somit die Erhöhung der Inneren Sicherheit gleichzusetzen mit der Reduzierung von Todesfällen. (Und nicht mit der Errichtung eines Überwachungsstaates.)
Schauen wir uns also die Statistik der Todesursachen pro Jahr an. (siehe Bild4 und 5 ) (Jahresdaten 2002-2005).
Seit Ende der RAF 1993 gab es keinen einzigen Todesfall welcher auf
einen Terroranschlag zurückzuführen ist. Dies sollte jeder für sich im
Hinterkopf behalten, wenn es wieder einmal heisst: um die Terrorgefahr
einzudämmen müsse man die Überwachung der Bürger verstärken.
Ärzte gefährlicher als Terroristen?
Also anstatt Steuergelder auszugeben, um jeden Winkel Deutschlands
mit einer Videokamera auszustatten, wäre es sinnvoller, die Bürger über
eine gesunde Lebensweise und Ernährung zu unterrichten. Man mag es kaum glauben, aber laut Statistik sind Ärzte gefährlicher als Terroristen.
Normalerweise müsste man also bei einem Arztbesuch mehr Angst haben,
als mit einem Flugzeug zu fliegen. Pro Jahr sterben in Deutschland
30000 Menschen aufgrund von Ärztepfusch. Dazu kommen 16000 Todesopfer
durch Arzneimittel-Nebenwirkungen und 10000 durch Pflegemängel in
Heimen. Ist es da nicht sinnvoller diese Todesfälle in Zukunft durch
ein besseres Gesundheitssystem zu minimieren als harmlose Bürger unter Generalverdacht zu stellen?
3 Kommentare
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Kommentare zu Ärzte gefährlicher als Terroristen?
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Na ja es gibt immer so krasse Beispiele aber die Relationen sind halt oft ganz andere. Ein terroristischer Anschlag fordert vielleicht weniger Opfer als Ärztepfusch aber er hinterlässt bei der gesamten Bevölkerung ein psychologisches Trauma (siehe Amerika nach 9/11) und was sich daraus entwicklen kann sieht man ja im Irak wo bestimmt mehr Menschen durch Kugeln sterben als durch Ärztepfusch.
ja alle reden vor sich her,doch wer setzt das um,was er sagt oder denkt???
Die Forderung nach einen besseren Gesundheitssystem kann ich zwar nur unterstützen, aber den Schutz vor möglichen Terroranschlägen zurückschrauben? Ist vielleicht die Erkenntnis, dass seit 1993 kein Todesfall mehr auf einen Terroranschlag zurückzuführen ist, nicht eher ein Zeichen dafür, dass der Schutz der Gesellschaft erfolgreich ist?