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Wohnkosten der Hartz-IV-Empfänger auf dem Prüfstand

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Wohnkosten der Hartz-IV-Empfänger auf dem Prüfstand

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Bekommen Berliner Hartz IV-Empfänger zu viel Geld für Miete und Heizkosten? So sieht es jedenfalls Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD). Das Land Berlin prüfe die Ausgaben nicht ausreichend. 30 Millionen Euro pro Jahr ließen sich dabei einsparen.

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21 Kommentare

Kommentare zu Wohnkosten der Hartz-IV-Empfänger auf dem Prüfstand

 

Alter_SackAlter_Sackam 06.06.08


Das ist kein Stigmatisieren, ich beschreibe nur das, was ich jeden Tag zusehen bekomme und hab' oft genug betont, dass das nicht auf alle zutrifft und man es nicht verallgemeinern soll.Deswegen habe ich trotzdem den Eindruck, dass die Negativseiten auf einen immer größer werdenden Teil zutreffen.

indigochildindigochildam 05.06.08


hallo ja nur zu stigmatisiert wieder mal eine gruppe und lasst all eure wut raus , auf leute die euch nichts getan haben , und denen es vermeintlich besser geht, und denen auch fast alle mittel genommen wurden sich zu wehren . und hinterher könnt ihr ja dann wieder sagen ich habe nichts gewusst . wer nicht aus der vergangenheit lernt ist verdammt sie zu wiederholen so ist das hier . und die wirklichen verantwortlichen lachen sich ins fäustchen . ihr werdet nicht verdummt ihr seid dumm. indigochild

Alter_SackAlter_Sackam 05.06.08


Die Mär vom eien Euro in der Stunde ist ein Lüge, wenn man alles zusammenzählt, was da so gezahlt wird. In strukturschwachen Regionen wie meiner Heimat, der Prignitz, gibt es genug Vollzeitarbeitnehmer, deren Gehalt nicht höher ist, als das, was Leistungsempfänger beziehen. Nur haben die zu ihrem Job noch viel mehr Belastungen, als der Arbeitslose. Und sei es nur das Auto, um zur Arbeit zu kommen, mit den entsprechenden Kosten. Ich habe 2007 mal kurzzeitig bei der Büttgen GmbH als Regaleinräumer gearbeitet. Wollte eigentlich nur recherchieren für einen Artikel in der Zeitung, so nach der Art Wallraff. Das war ein 400-Euro-job, bei dem du bei Vollzeit auf einen Bruttolohn von 640 Euro im Monat gekommen wärst. Wenn den keiner machen will, o.k.. Aber als Leistungsempfänger von ALG II einen 1-Euro-Job - was besseres kann dir eigentlich bei der Lage auf dem Arbeitsmarkt garnicht passieren. Denn da haben die meisten Langzeitarbeitslosen sowieso keine reale Chance mehr.

Alter_SackAlter_Sackam 05.06.08


Scooterfan,
für einen Euro in der Stunde sollte kein Mensch arbeiten gehen und das tut auch keiner. Ein 1-Euro-Jobber bekommt ja nicht nur den einen Euro in der Stunde. Ein Alleinstehender bekommt zur Zeit 347 Euro Grundsicherung, für den ihm zustehenden Wohnraum bekommt er sicher auch so um die 300-350 Euro und dann bekommt er bei einem 1-Euro-Job noch mindestens einen Euro pro Stunde, bei größeren Anfahrtsstrecken können das auch 1,25 Euro werden. Das dürften dann Netto 767 bis 847 Euro sein bei 120 Stunden im Monat. Das sind Netto 6,40 bis 7,- Euro die Stunde. So einen Job würde ich auch machen wollen. Ich hab' im vorigen Jahr ein Arbeistgelegenheit über's Regionalbudget für leider nur zwei Monate gemacht, da hatte ich bei 32 Stunden in der Woche 550 Euro Netto. Diese Maßnahme war speziell für Nichtleistungsempfänger. Hätte gerne weitergemacht,aber diese Art wurde gestrichen zugunsten von Maßnahmen von Leistungsempfängern.

scooterfanscooterfanam 04.06.08


Mal ehrlich, würdest Du für 1 Euro die Stunde arbeiten---sicherlich nicht und gerade weil es soviele Deutsche gibt die fast jeden unterbezahlten Job annehmen haben wir dieses Lohndumping.Da braucht man sich nicht zu wundern dass es in diesem Land nix mehr zu verdienen gibt-----Hauptsache geschafft---egal was dabei rauskommt.Ich wollte mal einen dieser Beamten sehen ob der für 1 Euro den Finger krumm machen würde---wohl eher nicht.

Alter_SackAlter_Sackam 04.06.08


An Hartz IV sind bestimmte Bedingungen geknüpft, die diese Leute, wenn sie dann einen 1-Euor-Job aufnehmen sollen, entsprechend ihren Ausflüchten garnicht erfüllen. Da erfolgt dann von der BA aber auch keine Reaktion. Mit dem Wohnraum ist's genauso. Ich hab' das gesehen, dass in einem Dorf ein Wohnblock mit 12 Wohnungen fast leer stand, nur weil da noch Ofenheizung drinne war. Die Miete war aber auch entsprechend billig. Gegenüber war ein Block, der war vollkommen sarniert mit allem drum und dran und auch den entsprechenden Mieten, und der war voll belegt mit Arbeitslosen. Und das kann nicht sein. Solange zumutbarer, preiswerter Wohnraum vorhanden ist, sollte der auch genutzt werden und nicht automatisch auf das teuerste und beste zurückgegriffen werden. Niemand verlangt Erdhöhlen oder Zelte, aber ein bißchen Maßhaltung wäre wohl durchaus drin.

Alter_SackAlter_Sackam 04.06.08


Only-the-cat
Ich muss mal sagen, dass mir das Gemecker über die Linken und auch über die Arbeitslosen oft prinzipiell gegen den Strich geht. Aber gerade was Arbeitslose betrifft schwillt mir doch jedesmal die Halsschlagader an, wenn ich bei uns in der Märkischen Allgemeinen wiedermal eine Ankündigung einer neuen "Wohltat" lese. Sei es das Kommunal-Kombilohnmodell, Sozialtickets oder sonstwas. Wenn man das überspitzt darstellt, könnte man fasst glauben, den Leuten wird von allen Seiten Zucker in den Arsch geblasen. Und wenn ich dann meine Frau höre, wenn sich bei denen wieder Leute für 1-Euro-Jobs vorstellen, was da für Dinger an Ausreden kommen, oder sie mir erzählt, dass wieder nur der pure "Ausschuß" dabei ist, dann kann man nur sagen, hier läuft was falsch. Ein Großteil von denen dürfte gar kein HartIV beziehen, sondern Sozialhilfe.

Alter_SackAlter_Sackam 04.06.08


Danke für den Pluspunkt, den du sicher schon wieder bereust. Aber ich versuche eigentlich nur das zuschreiben, was ich täglich so sehe und höre. Und wenn man in einer Region mit hoher Arbeistlosigkeit wohnt, da sind solche Erfahrungen unausbleiblich. Außerdem hab' ich ein paar familiäre "heisse Drähte" zur BA und zu einer Arbeitsfördereinrichtung. Da bekommt man dann Sachen mit, also wenn man das manchmal verallgemeinern würde, was ich ja nun garnicht mag, dann bin ich froh, dass ich als Nichtleistungsempfänger doch nicht so ganz mit den Hartz IV-Empfängern in einen Topf geworfen werden kann. Ich liege dem Steuerzahler ja nicht auf der Tasche, höchstens meiner Frau. Aber das Gefühl ist noch viel bescheidener, so ein Rollentausch zum Hausmann. Auf alle Fälle passt mir Hartz IV nicht und schon garnicht, was manche, gleich ob Empfänger oder BA, daraus machen.

Only-the-catOnly-the-catam 04.06.08


Du hast vergessen dazu zu schreiben: Die Erde ist eine Scheibe

Only-the-catOnly-the-catam 04.06.08


Amen, auch wenns mich nicht selber betrifft aber wir beschäftigen zwei ehemalige Hartz 4 er und kennen die Problematik sehr gut.

Alter_SackAlter_Sackam 04.06.08


Du schreibst wie so oft dummes Zeug. Ein Großteil der Hartz IV-Empfänger die ich z.B. kenne, gehen aus purer Bequemlichkeit und Faulheit eher garnicht zur Wahl. Und dann gibt's da auch noch einen nicht zu unterschätzenden Anteil, die in einer ganz anderen Richtung wählen.

Only-the-catOnly-the-catam 04.06.08


Sag bloß keinem weiter dass ich dir nen Pluspunkt gegeben hab, aber du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Alter_SackAlter_Sackam 04.06.08


Wobei die wegfallenden Leistungen das kleinere Übel sind. Man wird nämlich auch so gut wie nicht vermittelt, hat keinen Anspruch auf Fortbildung oder MAE, ist sich eigentlich vollkommen selbst überlassen. Und die Unternehmen stellen dich auch nicht ein, weil sie lieber geförderte Arbeitslose nehmen, wozu du dann auch nicht zählst. Wenn ich dann so sehe, wie manche, ich betone manche, Hartz IV-Empfänger so vor sich hinleben, dann könnte mir der Kragen platzen. Kippe im Hals ist Standartoutfit, oft auch beim Nachwuchs und der Kasten Bier muss auch jede Woche sein. Nicht alle sind so, aber der Anteil mit diesem Lebensstil ist nicht gering. Scholz könnte schon sparen, indem nämlich vorhandene Richtlinien auch umgesetzt werden. Indem man auch mal schaut, welcher Wohnraum zumutbar ist und ob es immer eine 1a- Wohnung sein muss, die sich so mancher Arbeitnehmer nicht leisten könnte und würde. Ich hab' solche Fälle gesehen und nicht zu knapp.

Only-the-catOnly-the-catam 04.06.08


Sind der SPD also die Hartz IV Empfänger jetzt auch schon zu teuer? Interessant zu lesen, dabei sind diese Leute doch alles treue Wählerstimmen von denen sich viele gerne ersatzweise den Linken zuwenden werden. Sollte die SPD deswegen in der Wählergunst noch weiter absinken können sie sich ja in Verbriederung ihren stark werdenden roten Briederchen anschliessen gehen. Mit Oskar und Gregor hätten sie dann sogar ne Parteispitze die sich im schlimmsten Fall als Kanzler und Bundespräsident eignen würden.

Alter_SackAlter_Sackam 04.06.08


Bevor ihr jetzt wieder anfangt, Bedauern für die Hartz IV- Empfänger zu bekunden, würde ich an eurer Stelle die Bedauernswerten mal fragen, wo sie denn waren, als gegen Hartz IV demonstriert wurde. Ich musste mir damals im September 2004 von solchen Bedauernswerten anhören, sie würden nicht zur Demo gehen, weil es ihnen mit Hartz IV ja viel besser als vorher gehen würde. Zum Höhepunkt dieser Montagsdemos waren ungefähr 100.000 Leute auf der Strasse. Wieviel Menschen waren damals von Hartz IV bedroht? Ein paar Millionen wohl. Wenn die alle, oder auch nur die Hälfte davon ihren faulen Arsch hochbekommen hätten, gäb's das Problem Hartz IV heute wahrscheinlich garnicht. Ich bin Nichtleistungsempfänger, das ist noch 'n Zahn besser als Hartz IV-Empfänger. Wegen zu "hohem" Einkommen des Partners wird man dann von allem abgekoppelt.

duglenetduglenetam 04.06.08


Wiebiel bekommt der vom VOLK gewaehlten Bundesarbeitsminister Olaf Scholz? Raus schmeissen. genug von solchen Politischen Chaoten!

lunalunaam 04.06.08


Manchmal denke ich darüber nach, wie es wäre Hartz IV empfangen zu müssen. Es wäre der absolute Horror für mich. Ich würde, bevor ich da reinfalle, liebe jeden Job annehmen, damit ich selbst mit dem Geld über die Runden komme, als beim Staat zu betteln.

SpackoSpackoam 04.06.08


LINK

"Wir haben 320 000 Bedarfsgemeinschaften, da leben rund 600 000 Menschen. Davon sind 680 umgezogen, das sind gerade mal 0,2 Prozent der Bedarfsgemeinschaften. Denn die meisten Betroffenen versuchen, ihre Mieten selber zu senken, wenn sie über den Richtwerten liegen und keine Ausnahmeregelung greift. Das reicht von Untervermietungen bis zu Zuzahlungen aus eigenem Verdienst. Im Ostteil der Stadt sind übrigens die Wohnungsbaugesellschaften häufig bereit, Mieten zu senken, um die MieterInnen nicht zu verlieren."

Das spricht doch für sich. Leute lasst Euch das nicht gefallen.
Ich habe manchmal das Gefühl, die wollen noch mehr Leute auf der Straße sehen. Zu welchem Zweck und vor allem: Was sind das für Monster dort auf der Arge?

BenjaminusBenjaminusam 04.06.08


das frage ich mich auch manchmal.

uschiuschiam 04.06.08


Aber ist es nicth so, dass es Richtlinien für Alg II Empfänger gibt? Als Single darf man doch zum Beispiel keine Wohnung haben, die größer als 44 oder 45 qm ist... Kenne sogar einen Fall, der umziehen musste. Er konnte aufgrund seiner Behinderung keine Arbeit mehr finden, hatte aber eine schniege 3-Zimmer-Wohnung, die er kündigen musste. Das kann doch in Berlin nicht anders sein. Wen wollen die hier verkohlen?


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