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Artikel Bürgerstimme Teil 3: Freie Gedanken eines Bürgers

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Bürgerstimme Teil 3: Freie Gedanken eines Bürgers



Das System – Die Familie – Die Erwartung – Der Weg




Viele Wochen sind vergangen seit der letzten Ausgabe der Bürgerstimme.
Direkt aus dem Süden kommt nun endlich der 3. Teil meiner Publikationsreihe,
einer Reihe die kein Ende finden wird. Vielleicht werden diese Zeilen
emotionaler und härter sein als die Letzten, vielleicht werden neue Grenzen
erreicht. Gewiss wird aber die Wahrheit ans Tageslicht gebracht und meine
eigenen Gedanken erleichtert.



Wenn man seine Heimat verlässt und in ein anderes Land zieht macht man
sich Gedanken, welche man sich nie vorher gemacht hat. Da ich selbst ein sehr
intensiver Familienmensch bin, gingen meine Gedanken in Richtung
Familienpolitik und in was für eine Zeit unser Nachwuchs leben muss. Bedingt
durch den immer größer werdenden Konsumwahn, leiden auch viele Familien. Warum
sind Kinder immer gewaltbereiter und suchen ein neues Zu Hause? Genau diese
Fragen und viele weitere haben mich nicht schlafen lassen. Wieder war ich auf
der Suche nach Antworten und habe Sie gefunden.



Die Gesellschaft fordert oftmals viel zu viel vom Nachwuchs, genau wie
es die eigenen Eltern auch tun. Du musst einen Ausbildungsplatz bekommen,
danach arbeite darauf hinaus übernommen zu werden und arbeite am besten bis zu
deiner Rente in diesem Unternehmen. Zahle immer in die Rentenkasse ein und
bekomme am Ende eine Rente die kaum zum überleben reicht. Passe dich der
Anforderungen an, damit du Bausparverträge und Versicherungen bedienen kannst.
Denke daran mit 30 dein Eigenheim zu errichten und laufe ja nie außerhalb des
Gesellschaftskreislaufs. Genau das sind Sätze, die unser Nachwuchs zu hören
bekommt und die in vielen Köpfen schweben. Aber sind es nicht genau die Sätze,
die eine Seele leiden lassen und die jegliche individuelle Entwicklung
verhindern? Nimmt man einem Menschen nicht genau damit die Eigeninitiative? Sind
es zum Teil nicht übernommene Denkfehler der Vorgenerationen? Familien streiten
sich wegen eines kaputten Autos oder wegen einer zerbrochenen Vase. Es wird
sich in der Schule gestritten und geschlagen wegen Kleidungsmarken. Es herrschen
nur noch der materielle Fanatismus und der sichere Weg, aber nicht mehr der
klare menschliche Verstand und das innere Gleichgewicht. Es ist kein Mut mehr
da, neue Wege zu gehen, neue Erfindungen zu erarbeiten, ein eigenes Unternehmen
zu gründen, denn die Familie steht nicht mehr hinter einem und wir als
Gesellschaft üben dauerhaften Druck auf unsere Nachkommen aus. Innerhalb einer
Familie unterhält man sich meist nur noch über neue Produkte und über
Leistungsfortschritte, nicht aber um das Wohlbefinden eines jeden Einzelnen.
Oft unbewusst, konzentriert man sich in einer Familie meist nur noch auf das
stärkste Glied. Ein Gleichgewicht ist nicht mehr gegeben. Man lacht kaum noch
miteinander und man unternimmt kaum noch was miteinander. Man stärkt sich nicht
mehr, sondern macht sich eher gegenseitig fertig. Falsches Lachen, Künstliche
Emotionen und Druck nehmen Überhand. Ist es das, was man nur noch in Häusern
und Wohnungen und auf den Straßen sehen und hören kann? Macht jeder die Seele
des anderen kaputt? Wird das innerliche und emotionale Gefühl des Menschen
schon in der Kindheit zerstört? Ja, genau das wird es und das nur wegen einer
Gier, welche der Mensch entwickelt hat und welche heute noch gefördert wird.
Die Gier immer mehr Geld zu besitzen, immer mehr haben zu müssen als andere
Menschen. Immer glanzvoll dazustehen in der Öffentlichkeit. Wie wenig
Selbstbewusstsein müssen Menschen nur haben um so zu sein? Es ist armselig,
dass man Menschen, welche gefallen sind, fertig macht. Genau diese sind es
nämlich die Veränderungen schaffen wollten und ihren eigenen Weg gehen wollten.
Nehmen wir einmal das Beispiel eines selbstständigen Unternehmers. Dieser wollte
nicht in der Arbeitslosenschlange stehen und wollte selbst aktiv werden, doch
leider ging bei der Unternehmensgründung einiges schief. Trotzdem sah dieser
Mensch kein Grund zu resignieren und machte weiter, er setzte seinen Kampf fort
um zu überleben. Ohne Krankenversicherung und am Existenzminimum mit Schulden
aus der ersten Existenzgründung. Für diesen Willen lies seine Familie ihn im
Stich und beschimpfte ihn. Freunde wandten sich ab und keiner wollte mehr was
von ihm wissen. Wie krank muss eine Gesellschaft geworden sein, um es so weit
kommen zu lassen? Wie groß muss die Gier nach Geld sein, um ein Mensch dafür
fallen zu lassen? Aber wenn dieser Mensch doch wieder nach Oben kommt, kennt
ihn auf einmal jeder Freund wieder und auch die Familie steht hinter ihm. Welch
Ironie herrscht in der Welt, wenn ein Mensch nur dann Zuspruch bekommt, wenn er
ihn am wenigsten brauch? Gibt es überhaupt noch wirkliche Familien oder gibt es
nur ein gut funktionierendes „Menschen-Roboter-System“?



Vielleicht laufe ich vor verschlossenen Türen mit meinen Zeilen?
Vielleicht erreiche ich aber auch noch lebende Seelen die darüber nachdenken?
Keine direkten Antworten, aber Fragen die eine Qual sein können! Ich sehe mich
nicht dazu Berufen der Menschheit mit meinen Zeilen Lösungen zu verfassen, nein
ich möchte Menschen nur zum scharfen nachdenken anregen! Falsche, lügnerische
Zeilen können andere Herren verfassen, welche keine menschlichen Gefühle mehr
in sich tragen!



Die Bürgerstimme



Lebt euer Leben frei und geht eure eigenen Wege!




7 Kommentare

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Kommentare zu Bürgerstimme Teil 3: Freie Gedanken eines Bürgers

 

buergerstimmebuergerstimmeam 03.09.08


Zwei Menschen bitte dringend um Hilfe. Bitte BItte helft uns.

LINK

buergerstimmebuergerstimmeam 15.06.08


Teil 4 der Bürgerstimme ist nun auch online. Von Familienpolitik hin zur Jugend!

epurfepurfam 14.06.08


Also ich finde der Text bringt es auf den punkt!wie wahr die worte doch sind...

@luna also ich sehe das etwas anderes wenn man wirklich etwas will sollte man nicht erst darüber nachdenken was andere davon vllt halten könnten sondern es (natürlich sorgfältig überlegt um nicht anderen zu sacheden) einfach tun. ich finde mit schwierigen sachen sieht es so aus : die schwierigkeit besteht darin das wir sachen für schwierig halten (sri aurobidno). man sollte nicht sein leben traümen sondern seinen traum leben und das beihnaltet meiner meinung nach es einfach zutun...ausserdem mag ich die kernaussage der asket strategie: geld das ich nicht ausgeben brauche, brauch ich auch nicht verdienen ;-)

einen schönen tag noch euch allen und ich freue mich auf teil 4

buergerstimmebuergerstimmeam 13.06.08


Nach langer Wartezeit auf Teil 3 der Bürgerstimme konnte ich nun genug Eindrücke zu einem anderen Thema sammeln. Teil 4 wird in Kürze folgen!

buergerstimmebuergerstimmeam 11.06.08


@Laola Genau das ist es doch. Man bekommt gar nicht mehr das Gefühl vermittelt, dass die Mitmenschen überhaupt noch eine ehrliche Antwort haben wollen. Wenn man mehr auf die Frage "Wie geht es Dir?" antwortet als gut bricht der andere Partner meist das Gespräch ab. Das Verhalten zeigt, dass es Ihm gar nicht wirklich interessiert wie es mir geht. Es wird nur noch oberflächlich und materiell gelebt. Blos kein Gefühl zeigen und keine Emotionen, denn das gehört sich ja nicht.

@luna Es ist nicht einfach, aber das Leben hat es nicht nötig einem entgegen zu kommen. Wenn man etwas möchte muss man es sich holen. Kaum ein fremder Mensch kümmert sich noch um dich, wenn du gefallen bist. Man kann Freunde und Familie ja behalten und trotzdem seine Ziele verfolgen. Wenn Sie deine Träume nicht akzeptieren, wo waren es dann je Freunde oder je eine Familie? Jeder Mensch hat Träume und die soll man sich durch eine "Gleichschaltung" nicht kaputt machen lassen!

LaolaLaolaam 11.06.08


"Menschen-Roboter-Systeme" findet man in der heutigen Zeit wirklich überall. Ich finde es traurig, wie wenig man noch an den Gefühlen seiner Mitmenschen interessiert ist. Fragt euch doch mal selber, wann ihr das letzte Mal eine ehrliche Antwort auf die Frage: "Wie geht es dir?" gegeben habt. Also bei mir ist das schon eine Weile her, denn in letzter Zeit konnte mir Niemand das Gefühl vermitteln an einer ehrlichen Antwort interessiert zu sein.

lunalunaam 11.06.08


"Lebt euer Leben frei und geht eure eigenen Wege!" - Wenn es doch nur so einfach wäre. Wer kann sich schon von seiner Familie oder den ganzen Erwartungen die an einen gerichtet sind so einfach lossagen? Denn der Schritt zum eigenen Traum, weg von der Familie und Freunden ist schwer und vermutlich deshalb für viele auch unmöglich.


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