Artikel Bürgerstimme Teil 4: Freie Gedanken eines Bürgers
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Das System – Die Jugend von heute
Nach der Veröffentlichung von Teil 3 folgt nun wie ein Blitz der vierte
Teil der Bürgerstimme. Bereits in den ersten Ausgaben wurden verschiedene
Themen behandelt, die jedem am Herzen liegen.
Sicherlich schreibt auch ein Publizist nur über Themen, welche ihm
persönlich wichtig erscheinen. Es gibt keine reinen objektiven Berichte, denn
alleine die Schreibweise eines Publizisten gibt einer jeden Schrift eine ganz
persönliche Note.
Lange habe ich überlegt, ob ich über das Thema „Jugend“ eine Schrift
verfassen soll. Viel zu lange habe ich mich mit diesem Thema befasst und viel
zu frisch sind zum Teil eigene Erfahrungen, welche ich als Jugendlicher sammeln
durfte. Vielleicht ist genau das der Grund dafür, dass ich nun doch meine
Zeilen hier veröffentlichen werde.
Wo soll man einen Anfang finden und wo ein Ende bei einem solch
brisanten Thema. Viele Bürger reden über die Gewaltzunahme bei Jugendlichen und
über das „asoziale“ Verhalten der neuen Generation. Andere wiederum sprechen
vom Tabubruch und von Perspektivlosigkeit. Beide „Gruppen“ machen es sich etwas
zu einfach; denn es steckt bei weitem viel mehr dahinter. Viele Jahre vor der
jungen Generation, wurde die Entwicklung von den Eltern ins Rollen gebracht.
Von jenen die heute nicht wissen, wie Sie mit ihren Kindern umgehen sollen.
Selber noch recht jung an Jahren, habe ich deshalb viele Gespräche mit Eltern
und Kindern geführt. Meiner eigenen Ansicht nach macht es sich die heutige
Generation zu leicht, aber das mag sich auch auf die Tatsache berufen, dass ich
zu meiner eigenen Generation noch nie eine emotionale Bindung hatte. Schon in
jüngsten Jahren habe ich meist mit deutlich älteren Kollegen verkehrt.
Geht man mit offenen Augen durch die Straßen, so müsste einem der Atem
stehen bleiben. Bereits mit 8 stehen junge Mädchen zum Teil öffentlich auf der
Straße und rauchen und auch Jungs fangen schon an. Die älteren Herrschaften
nehmen es hin und stempeln es als „Dummheit der Jugend“ ab. Mit 8 Jahren ist es
meiner Meinung nach nicht normal so etwas zu tun. Wenn solche Grenzen von der
Jugend schon mit sehr jungen Jahren ausgetestet werden, was wird dann im Alter
von 12 Jahren bis 18 Jahren so alles probiert? Man sieht es jeden Tag in den
Städten, was alles „verbrochen“ wird. Aus „Langeweile“ erstellen Jugendliche
Gewaltvideos, verprügeln Mitmenschen, werden zu „Kampftrinker“ oder mobben
sogar ihre eigenen Freunde. Es wird materiell und oberflächlich gelebt. Man
muss besser aussehen als andere, man muss stärker sein und mehr haben, nur nach
dem was man im Kopf haben soll wird nicht mehr gefragt. Einige hoffnungslose
Optimisten sehen dass dann auch noch als vorübergehende Epoche. Aber wie lange
leben wir nun schon in dieser Epoche? Aber was sollen die Vorgenerationen auch
anderes behaupten, denn Sie haben es ja vorgelebt. Vereinsleben, am Wochenende
einen Trinken gehen und Freunde haben. Alleine der Gedanke, dass man Freunde
haben muss um wer zu sein, hat vieles bei der heutigen Jugend kaputt gemacht.
Es wird mehr Wert darauf gelegt, wie die Freunde über einen denken, als wie auf
sein eigenes Bild. Wie viele junge Menschen können sich selber nicht mehr im
Spiegel betrachten, weil Sie sich der Gesellschaft angepasst haben? Eine Menge,
welche man nicht mehr zählen kann. Das daraus dann Unzufriedenheit wird, war
abzusehen. Wenn ein einzelner Mensch nicht mehr zufrieden mit sich selbst sein
kann, trägt er diese Unzufriedenheit auch in die Gesellschaft hinein und
verursacht damit unnötige Unruhe. Ich möchte an dieser Stelle gern einige
Passagen von Reinhard Mey zitieren: „Gib Ihnen Brot und Spiele das betäubt die
Republik, ein bisschen Loveparade Schmuddel-TV und Volksmusik. Gib Ihnen hole
Idole die durch ihren Alltag gleiten und bunte Werbung um Ihnen die Augen zu
verkleistern, gib Ihnen Ihre Seifenoper und du hast Sie in der Hand. Ein wenig
nackten Hintern zeigen und keiner hört mehr auf die Mahnungen und die
Lästermäuler schweigen“!
Das war nur ein kleiner Auszug aus dem Lied „Heimatlos“ von Reinhard Mey. Im
Zusammenhang mit diesem Thema zitiere ich immer wieder gerne diesen
Liedermacher. Wie kein Zweiter setzt er sich für die heranwachsende Generation
ein. Kinder müssen wieder lernen zu spielen und Träume zu haben. Sie sollen in
einer naturbewussten und gewaltfreien Umwelt heranwachsen, aber das geht nur
mit Verantwortungsbewusstsein der älteren Generationen und genau das fehlt zum
größten Teil völlig. Es werden Kinder in die Welt gesetzt und dann wird darauf
vertraut, dass diese sich selber erziehen. Das ist ein unmögliches Unterfangen,
denn ein wenig „Autorität“ braucht jedes Kind, denn sonst bekommen diese kein
Gefühl, welche Grenzen man im Leben nicht überschreiten darf. Den Unterschied
zwischen Gut und Böse kann ein kleines Kind nicht selbst ermitteln, sondern
muss es gezeigt bekommen. Es kann sich nur etwas entwickeln, wenn eine Substanz
vorhanden ist auf die aufgebaut werden kann. Keiner spricht davon, dass eine
Erziehung so streng sein muss wie früher, aber es muss überhaupt eine Wertevermittlung
erfolgen. Die Jugend muss lernen sich wieder eigene Ziele aufzubauen wenn keine
da sind und gemeinsam mit Geist und Verstand sich für etwas einzusetzen. Wenn
eine Fußballmannschaft den unbändigen Willen hat, ganz nach Oben zu kommen,
werden Sie es über kurz oder lang auch schaffen, wenn Sie alles dafür geben.
Aber selbst in Vereinen, wird dieser Gedanke heute nicht mehr gelebt. Nach dem
Fußball „einen Trinken“, das ist das was vermittelt wird. Wo sind der Wille,
die Kraft, der Einsatz und das Herz um wirkliche Ziele zu erreichen? Wo ist die
Moral und wo der Anstand gegenüber seinen Mitmenschen? Wo ist der Ehrgeiz
geduldig und intensiv zu lernen, bevor man sich in wichtige Gespräche
einmischt? Alles scheint verloren, bis auf wenige Ausnahmen. Wo endet das, wenn
es so weiter geht? Werden wir wichtige Posten im Wirtschaft- und Sozialbereich
überhaupt noch besetzen können in 10 bis 20 Jahren oder fehlt uns bis dahin das
Potenzial?
Auch diese Zeilen möchte ich beenden ohne einen wirklichen Schluss. Es
ist nicht die Aufgabe Lösungen zu verfassen, sondern diese gemeinsam zu
erarbeiten. Es ist ein kleiner Schritt und es sind Zeilen die gleichermaßen
positiv als auch negativ einschlagen. Ich werde kein Blatt vor dem Mund nehmen,
weder heute noch in 10 Jahren.
Ein Leben zu leben ohne ein Ziel erreichen zu wollen, ohne intensiv an
jede für sich wichtig erscheinende Entwicklung mitgewirkt zu haben, ist ein
verlorenes Leben.
Ein Leben mit klarem Verstand und mit menschlichen Gefühlen und
Emotionen zu führen ist wesentlich lebendiger und lebenswerter, als es in
Trance zu führen!
Bürgerstimme – Das wahre Wort zur richtigen Zeit!
Zusatzinfo: Nach langen Überlegungen habe ich mich dazu entschlossen,
die Bürgerstimme mit sehr viel mehr Tiefgang und detaillierten Einzelheiten als
Buch zu verfassen. Viele Gespräche mit verschiedenen Menschen die ich geführt
habe und die ich führe werden, sollen dort zum tragen kommen. Gern würde ich
auch von der Webnewsgemeinde wissen, was Sie von diesem Vorhaben halten!
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Ein Bericht zum aktuell sehr wichtigen Thema "Das Nein der Iren - Der Vertrag von Lissabon"
Heyho,
klasse ein buch wäre eine tolle sache....
"Geht man mit offenen Augen durch die Straßen, so müsste einem der Atem stehen bleiben. Bereits mit 8 stehen junge Mädchen zum Teil öffentlich auf der Straße und rauchen und auch Jungs fangen schon an. "
so super neu ist das nicht. in jeder generation haben kinder heimlich geraucht. nur momentan scheint diese schamgrenze (also angst vor den eltern) nicht sehr hoch zu sein.
Ein Buch zu dem Thema hört sich toll an, die Realisierung von so etwas ist natürlich nicht leicht. Aber ich bin eben über deinen Bericht gestolpert und fand ihn sehr gut und treffend formuliert, weiter so.