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Artikel Chinesische Kultur für Anfänger - 001. "Han yu" -Die chinesische Sprache

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Chinesische Kultur für Anfänger - 001. 'Han yu' -Die chinesische Sprache

Seit 1955 gilt es in der Volksrepublik das so genannte Mandarin "Putonghua" als offizielle Amtsprache. Mandarin war die Sprache des Nordens und wurde vor allem in Peking gesprochen. Da aber das Land sehr groß ist, findet man eine Vielzahl von Dialekten. Sie unterscheiden sich so stark voneinander, dass ein Chinese aus Tianjin im Norden sich mit einem Einwohner Guangzhous im Süden nur schwer verständigen kann. Nicht also die Sprache sondern die chinesische Schrift ist die Verbindung zwischen den ethnischen Völkern Chinas. Das führt dazu, dass im Fernsehen fast alle Sendungen mit Untertiteln gesendet werden! Mittlerweile sprechen aber die Leute neben ihrem Dialekt auch Hochchinesisch.

Nun habe ich ein zu widerlegendes Vorurteil: „Chinesisch ist eine schwere Sprache“. Ein Mythos, der vermutlich von den Chinesen selbst ausgebreitet wurde, um die Bewunderung von Ausländern zu versichern. Die gesprochene chinesische Sprache ist besonders im Vergleich zu den europäischen Sprachen äußerst einfach. Vergessen Sie Deklinationen, Konjunktionen, Fälle und all diese grammatischen Einheiten, mit denen man als Schüler gequält wurde. Chinesen haben es einfacher. Wenn sie zum Beispiel über etwas berichten, das am vergangenen Tag passiert ist, verwenden sie das Wort gestern. Demzufolge sagen sie: „Gestern ich essen einen Apfel“ oder „Morgen ich spielen Fußball“.

Verantwortlich für den Ruf der chinesischen Sprache ist anscheinend die Tonalität. Hochchinesisch verfügt über vier Tönen, einzelne Sprachen haben manchmal bis zu acht Tönen! Chinesisch ist also eine Tonsprache und darin sollte man sich als Anfänger einstellen. Jedes Wort kann in vier Tönen ausgesprochen werden und dann wechselt auch die Bedeutung. In den ersten Unterrichtsstunden lernen die Studenten den berühmten Satz: „ ma1 ma4 ma3 ma?“. Wenn man endlich die richtigen Tönen erwischt hat, dann bedeutet dieser: „Beschimpft die Mutter ein Pferd?“ Lassen Sie sich plus nicht einschüchtern! Immerhin sind 1,3 Milliarden Menschen in der Lage fließend Chinesisch zu sprechen. Wenn sie es geschafft haben, dann warum nicht auch Sie?

In der Tat ist es für Einheimische undenkbar, dass ein „Westlicher“ ihre Sprache beherrscht.
Es passiert oft, dass ein Tourist in fließend Chinesisch um eine Information bittet, jedoch bekommt er die lakonische Antwort „tut mir Leid, ich spreche kein Englisch.“ In anderen Fällen spricht man die Leute auf Chinesisch an und bekommt die Antwort auf Englisch. So entsteht eine bilinguale Diskussion, bei der keiner der Mitwirkende bereit ist aufzugeben und in die Sprache des anderes zu wechseln!


8 Kommentare

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Kommentare zu Chinesische Kultur für Anfänger - 001. "Han yu" -Die chinesische Sprache

 

BakkaWakkaBakkaWakkaam 17.06.08


Da geb ich dir vollkommen Recht ABER da gibt es viele psychologische Faktoren die da eine Rolle spielen: Was die chinesischen Herrscher ihren eigenen Landsleuten angetan haben und die riesige Propagandamaschinerie schaffen ein Klima der Angst und das macht Menschen gefügig. Versetz dich doch in die Lage der Menschen dort. Man hört regelmässig von von chinesischen Bürgern die offen protestieren und das teilweise mit dem Leben bezahlen müssen. Das Massaker an den Studenten ist ein weiteres Beispiel für MassenEinschüchterung. Würdest du dich trauen etwas gegen diesen Apparat zu unternehmen? Das ist eine schwierige Frage und solange man nicht unter so einem Regime zu leben hat, kann man meiner Meinung nach auch keine Antwort darauf geben.

GrauwolfGrauwolfam 17.06.08


Das ist leider genau die geschichtliche Lüge, mit der wir uns alle seit Jahrzehnten und länger selbet etwas vormachen.
Der deutsche Hitlerfaschismus wäre nicht durchführbar gewesen, hätte nicht die absolute Mehrheit dahinter gestanden und selbst dann noch den Krieg fortgesetzt, als längst alles verloren war.
Das war in der untergegangenen Sowjetunion nicht anders, und ist Bestandteil des neuen Sowjetfaschismus unter dem Völkermörder und Kriegsverbrecher V. Putin.
Und es ist auch in China nicht anders, auch wenn noch immer behauptet wird, die chinesische Armee unterjoche mit Gewalt das Volk. Sie ist Teil des Volkes, zwar ein korrumpierter Teil, aber nicht nur sie steht patriotisch hinter der faschistischen Führung, wie die absolute Mehrheit des Volkes, ohne deren stillschweigende oder offene Zustimmung die chinesischen Kriegsverbrechen in aller Welt gar nicht möglich wären...

BakkaWakkaBakkaWakkaam 17.06.08


Wenn man danach geht, dürfte man keine Sprache lernen - das find ich Unfug. Deutsch wäre dann ja auch Sprache der Völkermörder.Ich lerne die Sprache ja nicht weil ich dort alles toll finde. Es ist einfach eine fremde Kultur und deren Sprach funktioniert völlig anders als unsere und das finde ich interessant.

Und die vielen Chinesen die das auch alles ankotzt in Ihrem Land sollte man auch nich vergessen....die können ja nix für Ihre beschissene Regierung....

GrauwolfGrauwolfam 17.06.08


Es ist wesentlich schwerer, ohne Frage - aber ich würde schon deswegen kein Chinesischlernen wollen, weil ich nicht die Sprache eines Volkes und eines Staates beherrschen will, der Milliarden von Dollar investiert um weltweiten Völkermord wie z.B. im Kongo, Sudan/Darfur, Birma, Simbabwe u.s.w. logistisch zu betreuen und zu finanzieren. Ich bin in der Franco-Zeit niemals nach Spanien gefahren und würde auch keinen Fuß auf den Boden des faschistischen China siehe LINK und LINK setzen. Ich will um keinen Preis etwas mit faschistischen Regimen zu tun haben.
Wenn man mit Exil-Chinesen in Deutschland zu diskutieren versucht und diesen blinden Patriotismus erlebt, dann wird mir schlecht. Die glauben wirklich, dass z.B. Tibet schon seit Jahrhunderten zu China gehört und nicht erst vor 50 Jahren durch die Armee des Kinderschänders, Völkermörders und Kriegsverbrechers Mao Tse Tung völkerrechtswidrig besetzt wurde, was Hunderttausende Menschenleben kostete. Hinzu kommen ca. 70 Millionen Chinesen, die während der Kulturrevolution ermordet wurden.
Fast einhundert Millionen Chinesen leben unter sklavenähnlichen Zuständen als Wanderarbeiter, rechtlos und brutal ausgebeutet.
Chinesisch lernen, - nein, danke, ich will nicht die Sprache der Völkermörder sprechen....

BakkaWakkaBakkaWakkaam 17.06.08


Glaub mir - gerade für uns Europäer - (die komplett anders Denken beim Sprechen) ist es seeehr schwer und anstrengend diese Sprache zu erlernen. Natürlich gibt da auch Ausnahmen. Ich hab zuerst mit Japanisch begonnen. Im Vergleich zu Chinesisch ist Japanisch noch leicht zu erlernen. Die haben wenigstens eine Art Ersatz-Alphabet, eine relativ einfache Grammatik und eine dem deutschen ähnlichen Phonetik.

schmittchenschmittchenam 17.06.08


Na ja chinesisch ist bestimmt nicht schwerer oder leichter zu erlernen als die meisten Sprachen, man muss sich bloß wagen anzufangen sie zu lernen :)

BakkaWakkaBakkaWakkaam 17.06.08


Das Erlernen von Chinesisch ist noch 10mal schwerer als Russisch zB weil die Schrift bei denen anderes funktioniert. Während wir einzelne phonetische Laute zu Wörter zusammensetzen, haben die Chinesen ein Zeichen für ein Wort. D.h. für jedes Wort ein neues Zeichen. Viel Spaß beim lernen^^
Und als Nächstes kommt die Aussprache. Die Silbe "ma" kann man in China mit 5 Wörtern übersetzen, je nachdem wie man sie betont: Hanf, Mutter... (mehr fallen mir grad nich ein) Also betone ein Wort falsch und der komplette Sinn ist weg. Das is schon eine Crazy Language^^

luxluxluxluxam 17.06.08


ich glaube damit würde ich nie zurecht kommen. erscheint mir alles viel zu kompliziert. allein die aussprache und die neuen schriftzeichen. das hebt sich komplett von der deutschen englischen oder französischen sprache ab. genau wie bei der russisch-sprache ist hier von anfang oder von grundauf neulernen angesagt.


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