4.16

Demokratiefrust als Nährboden für Neonazi-Szene

x 53
 
 
Demokratiefrust als Nährboden für Neonazi-Szene

Beitrag melden


Wissenschaftler warnen in einer neuen Studie: Demokratie ist vielen Bürgern kaum etwas wert. Ausländerfeindlichkeit, Angst vor Ausgrenzung, Politikverdrossenheit - ein Blick in die Mitte der Gesellschaft zeigt, wie und wie weit sich rechtsextreme Tendenzen in Deutschland verbreiten.

Auf spiegel.de weiterlesen

14 Kommentare

Ähnliche Beiträge aus den Themenbereichen: Szene, Studie, Politische news, Deutschland, Demokratie, Angst

 

Kommentare zu Demokratiefrust als Nährboden für Neonazi-Szene

 

dino1949dino1949am 19.06.08


Die Studie gibt zu denken, aber nur deshalb, weil sie Altbekanntes wieder hervorkramt. Es gibt überall auf der Welt bei allen Völkern, also auch bei denen, die keinen Adolf genossen haben, Abgrenzungstendenzen und Vorurteile gegen alles mögliche, die Einzigen, bei denen das zu seltsam aufgeregten Reaktionen führt, sind aber anscheinend die Deutschen.
Ein wenig mehr Unaufgeregtheit wäre schön.
Ist zwar nicht toll, daß Leute ihre eigene Meinung haben, aber die öffentlich-rechtlichen Medien in Zusammenarbeit mit bestimmten Interessenverbänden und Zentralräten werden da schon Abhilfe schaffen.
Wenn jemand etwas gegen Ausländer hat, soll er das genauso äußern dürfen, wie jemand, der meint, daß wir nicht genug hier hätten, das gehört nun mal zur Meinungsfreiheit; und die ist nicht nur auf Meinungen beschränkt, die bestimmten Leuten in den Kram paßt.
Die Demokratie lebt vom Wettbewerb der Meinungen, nicht von der Friedhofsruhe

fishgordonfishgordonam 19.06.08


Gut, das hab nicht ich geschrieben, das war copy/paste aus dem Artikel.

Wer jetzt die "Erfinder" des Faschismus sind, ist in dem Zusammenhang ziemlich wumpe, weil es nicht unbedingt um Begriffsdefinitionen geht. Hat natürlich auch seine Berechtigung, aber in dem Kontext hilft das wohl weniger, dem Trend nach rechts (oder meinetegen zu den Rändern) etwas entgegenzusetzen. Gemeint ist, dass man die Nazi-Zeit einfühlbar machen muss. Wer einen Blick dafür hat, wie sich die Nazi-Diktatur für seine Opfer angefühlt hat, wird davon abrücken, diese Zeit als glorreich hochzujubeln.

GrauwolfGrauwolfam 19.06.08


Zitat fishgordon
>Öffentlich-rechtliche Medien müssten ihrer Verpflichtung für einen politischen Bildungsauftrag besser nachkommen. So könnten sie helfen, die vorhandenen Wissendefizite über das demokratische System und die Partizipationsmöglichkeiten auszumerzen.
* Zur Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit gehöre vor allem die Pflege einer sensiblen Erinnerungskultur: "Dies bedeutet, von Deutschen begangenen Verbrechen anzuerkennen, einen emotionalen Zugang zu Vergangenheit zu eröffnen und die aus der Geschichte erwachsende Verantwortung zu vermitteln", heißt es in den Empfehlungen.<

Ich stimme dir im Grundprinzip vollkommen zu, würde das aber ausweiten, dass alle Medien gesetzlich verpflichtet werden sollten einem politischen Bildungsauftrag nachzukommen, nicht nur die öffentlich Rechtlichen - allerdings losgelöst von dem Stigma, dass die Deutschen die Erfinder des Faschismus sind, denn das ist schlicht nicht richtig. Ich habe das schon vielfach auch hier argumentatorisch erläutert, verweise aber jetzt nur auf meine beiden Statements ein kleines Stück höher....

fishgordonfishgordonam 19.06.08


Muahaha. Hab ja nur darauf gewartet, dass einer kommt und die Studie gleich inhaltlich bestätigen muss....

janebjanebam 19.06.08


@Grauwolf
Sehr gute Ausarbeitung bestehender Gemeinsamkeiten.

GrauwolfGrauwolfam 19.06.08


Nachtrag
In Tibet wurden viele hunderttausend Menschen seitdem verfolgt, unterdrückt, gefoltert, systematisch vergewaltigt und ermordet. Das faschistische China organisiert und finanziert weltweit den Völkermord, in Birma, Kongo, Sudan / Darfur, jetzt auch in Simbabwe, wo man Mugabe erst zig-tonnenweise jene Waffen geliefert hat, mit denen er es erst wagen kann einen Bürgerkrieg gegen das eigene Volk zu führen. China ist das neue Großreich das Faschismus (siehe LINK und es handelt auch entsprechend.
Also erzähl mir bitte keinen Unsinn über Veränderung von Menschen nach links.
Denn gerade die Entwicklung in China ist beispielhaft und typisch für den Faschismus, und somit muss sich auch die USA den Vorwurf gefallen lassen, dass nicht erst seit dem cholerischen Alkoholiker und US-Präsidenten George W. Bush jun. die USA auf einem konsequenten Weg in den Faschismus sind.
Kommunismus und Faschismus sind paranoide, geisteskranke Zwillingsbrüder, beseelt vom trüben Geist vergänglicher Macht, und daher ist es u.a. eben nicht verwunderlich, dass viele demokratiefrustrierte Menschen den Weg zu den Neonazis wählen. Nur sind sie sich nicht bewusst, dass es keine Rolle spielt und keinen Unterschied macht, ob sie sich einer linksextremen Partei zuwenden. Faschismus ist nicht gebunden an eine bestimmte Zeit oder einen Führer, er definiert sich heutzutage auch im islamischen Faschismus der Fundamentalisten, sucht sich Leitbilder wie Osama Bin Laden oder Ahamadinedshad, den iranischen Hitler und Terroristen. Selbst die Auswüchse des Kapitalismus der Globalisierung sind nichts anderes als ein weiterer direkter Verwandter dieser beiden Zwillingsbrüder und deshalb so brandgefährlich ...

GrauwolfGrauwolfam 19.06.08


Zitat DRWK
>Lieber Grauwolf leider bist du auf dem linken Auge blind. Unzufriedene können auch nach links driften, und würden so zu Veränderungen führen, die nicht menschenfeindlich sind. <

Links und Rechts sind in erster Linie Richtungsangaben, kein politische Standpunkt oder Aussage.
Wenn du damit aber Kommunismus meinst, oder Autonome Linke. oder anarchistische Linke, größtenteils sogar Sozialismus, dann kann ich dir darauf nur antworten, dass diese Art Spezies die Zwillingsbrüder des Faschismus sind, die sich zwar öffentlich bekämpfen, aber beide den gleichen Ursprung haben, die gleichen Methoden nutzen. Geschichtliche Beispiele gibt es jede Menge, denn viele waren und sind wie Hitler und die Nazis, wobei ich den Standpunkt vertrete, dass sich Faschismus nicht erst aus den verbrechen der Nazis definiert, sonder hunterte Jahre alt ist.
Faschismus ist keine Frage einer Epoche, sondern des unmenschlichen Verhaltens einer Clique der Allmächtigen aus tiefster Menschenverachtung, Mordlust, Machtgier und totaler Ignoranz gegenüber Schwächeren, Menschen, die sich nicht zu wehren vermögen. Das war unter Hitler und Mussolini so, als sie die osteuropäischen Staaten und Völker überfielen und dort entsetzliche Blutbäder anrichteten. Aber es war auch so in den Zeiten des Sowjetfaschismus und ist es noch immer bis in die Gegenwart. Zig-Millionen Menschen verloren in der Sowjetunion ihr Leben, mehr als im 2.Weltkrieg unter dem Massenmörder und Kriegsverbrecher Josef Stalin, unter Leonid Breschnew bis heute zum neuen Zaren Vladimir Putin und seiner absolutistischen Herrschaft über ein ohnehin seit vielen Jahrzehnten geknechtetes Volk, gehuldigt von der russischen Mafia und dem ehemaligen Kanzler Gerhard Schröder. Es ist auch im faschistischen China so, dass die Legende verbreitet Tibet habe schon immer zu China gehört, verschweigend, dass unter dem Kriegsverbrecher, Völkermörder und Kinderschänder Mao tse Tung vor mehr als 50 Jahren das freie Tibet besetzt wurde...

DRWKDRWKam 19.06.08


Lieber Grauwolf leider bist du auf dem linken Auge blind. Unzufriedene können auch nach links driften, und würden so zu Veränderungen führen, die nicht menschenfeindlich sind.

scooterfanscooterfanam 18.06.08


Wenn man sieht was hier alles kriminelles in dieses Land kommt und sich breitmacht darf man sich doch auch nicht wundern.

GrauwolfGrauwolfam 18.06.08


Das ist leider nicht richtig, der Trend zu radikalen Meinungsfindungen geht stetig weiter nach rechts, - das merke ich auch an mir selbst. Aber wen soll das wundern angesichts solcher deutscher und europäischer Volksvertreter, ihrer Ignoranz und Verlogenheit gegenüber dem Durchschnittsbürger und Wähler?
Und diese verlogene Heuchelei geht gleich unbelehrbar so weiter, denn die Verantwortung für diese Demokratieüberdrüssigkeit und das Gefühl des ohnmächtigen Ausgeliefertseins gegenüber solchen selbstgerechten Volksvertretern liegt vor allen Dingen bei ihnen, eben den Abgeordeneten der Parlamente, die mit Mitbestimmung der Bürger/Wähler und demokratischem Miteinander nichts am Hut haben. Sie sagen, was sie wollen, die Ideen, Wünsche und Erwartungen der Bürger sind vollkommen irrelevant und werden gelangweilt weggewischt...

JanusJanusam 18.06.08


Als ob es unserer Regierung um Kampf gegen Rechtsextremismus gänge... Die sollen mal an ihre Wurzeln denken.

Lustig ist dieses Geschwafel, ach nein die wissenschaftliche Studie, allemal. Mal driften die Bürger nach links, mal nach rechts. Je nachdem, gegen wen man gerade ist. Die Bürger sollen sich endlich fügen und wieder die Verbrecher wählen... Das müssen wir endlich begreifen. Wie ernst ein Volk noch genommen wird, sieht man doch am "NEIN" zum EU-Vertrag durch die Iren.

Das ganze Geplärre ist nichts als CDU/SPD´s letzter Versuch, noch von irgendjemandem gewählt zu werden.

fishgordonfishgordonam 18.06.08


Hm, das ist halt auch kein Problem, zu dem man einfach mal so kaninchenmäßig die Lösung aus dem Zylinder zaubern könnte. Da sind so viele Faktoren daran beteiligt, dass es so ist.
Das Wichtigste stellen die Studienleiter selbst fest: Um den Kampf gegen Rechtsextremismus anzugehen, sei es wichtig, "den Skandal zu thematisieren, dass es rechtsextreme Einstellungen in diesem Ausmaß in unserer Gesellschaft gibt". Das sollte jetzt mal wieder an der Zeit sein.
Immerhin bietet die Studie auch erste Ansätze.

* Die Menschen müssten wieder Demokratie erfahren können: dass sie Hindernisse überwinden und ein Ziel erreichen können - ob in der Politik, im Unternehmen oder in Bildungseinrichtungen.
* Besonders im Blick muss die Gesellschaft nach Meinung der Wissenschaftler dabei Ausländer oder sozial benachteiligte Menschen haben. Dafür fordern sie "neue Partizipationsformen".
* Öffentlich-rechtliche Medien müssten ihrer Verpflichtung für einen politischen Bildungsauftrag besser nachkommen. So könnten sie helfen, die vorhandenen Wissendefizite über das demokratische System und die Partizipationsmöglichkeiten auszumerzen.
* Zur Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit gehöre vor allem die Pflege einer sensiblen Erinnerungskultur: "Dies bedeutet, von Deutschen begangenen Verbrechen anzuerkennen, einen emotionalen Zugang zu Vergangenheit zu eröffnen und die aus der Geschichte erwachsende Verantwortung zu vermitteln", heißt es in den Empfehlungen.

wichtigtuerwichtigtueram 18.06.08


Ich denke die überwiegende Menge der Deutschen ist demokratisch verankert und nur ein geringer Prozentsatz hat radikale rechts- bzw. linksextremistische Ansichten. Im alltäglichen Umgang kommt das vielleicht nicht so zum tragen, aber wenn man mit einer klaren Liste von Vor- und Nachteilen der Demokratie an die Bürger herantritt werden sich die meisten wohl doch für die Demokratie entscheiden.

Drummer32Drummer32am 18.06.08


Sollte dies Studie nicht zu denken geben? Aber sicher werden unsere Herren Politiker,besonders in Talshows,wieder gut formulierte Sätze von sich geben die von Leere und Inhaltslosigkeit nur so triefen. Echte Vorschläge werden wir wie immer kaum erwarten dürfen.Jedenfalls habe ich noch keinen Politiker gesehen der es sich wagt öffentlich die Neonazisso auseinander zu nehmen das diese Blödiane vor aller Welt kläglich eingehen.


Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden

Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren