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Artikel Beijings neue U-Bahn

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Beijings neue U-Bahn

Wieder in Beijing und diesmal ist es brechend heiß. Als ich
noch im Februar in Beijing war erfror ich fast, mit minus zwei Grad, und jetzt
traut man sich wegen der Hitze nicht mehr nach draußen.


Knapp eineinhalb Monate vor den Olympischen Spielen holt
Beijing kräftig auf. Zuerst habe ich es an der U-Bahn gemerkt. Darüber soll
heute auch mein kleiner Beitrag handeln:


Ganze sechs Linien besitzt die Beijinger Subway. Das klingt
sehr bescheiden, wenn man daran denkt dass Beijing 15,5 Millionen Einwohner
besitzt und der Größe von Belgien entspricht. Jedoch wird im Moment kräftig
ausgebaut.


Als ich heute Mittag die U-Bahn nehmen wollte war ich sehr
überrascht, da alles sehr modern wirkte. Will man ein Ticket kaufen kann man
sich zwischen Automat und Schalter entscheiden. Die Automaten sind sogar auf
Englisch. Für was auch immer man sich entscheidet, jede Fahrt, innerhalb der
U-Bahn (also auch Transfer), kostet 2 Yuan (ca. 20 Cent). Ein
Schnäppchen.


Die Kontrollen, um in die U-Bahn zu kommen, sind nach dem
englischen Prinzip aufgebaut. Man bekommt eine Karte mit der man durch eine
Schranke gehen kann und wenn man die U-Bahn wieder verlässt, muss man die Karte
wieder abgeben. Dieses geschlossene System hat einige Vorteile und die Beijing
scheinen es auch anzunehmen. Auch überraschend: Es ist sauber in den Stationen.
Kein Müll und keine spukenden Menschen (größtes Problem von
Chinesen).


In der U-Bahn dann selbst, kann man neue und moderne Technik
bestaunen. Eine leuchtende Karte zeigt an wo man sich gerade befindet und so ist
es spielend leicht sich zurechtzufinden. Das wird noch unterstützt durch die
englischen Ansagen. An den Seiten sind außerdem kleine Bildschirme angebracht,
die erklären wie man richtig Tickets kauft. Besonders angetan haben es mir dann
die Stangen an denen man sich festhalten kann. Sie teilen sich nämlich in drei
Halterungen auf, sodass mehr Platz für die halt suchenden Hände bleibt.
Genial!


Nur das lästige Drängel Problem konnte noch nicht gelöst
werden. Sobald sich die Tür öffnet, strömen Menschen hinein, aber auch
gleichzeitig heraus, sodass es ein großes Gedränge gibt. Kinder, das muss doch
nicht sein!


4 Kommentare

Kommentare zu Beijings neue U-Bahn

 

husky1985husky1985am 27.06.08


deine begeisterung über china scheint ja kein ende zu nehmen,wahrscheinlich scheinst du oft da zu sein.spare doch die flugkosten und bleib im reich der mitte.

lunalunaam 25.06.08


wow, da hat sich die Stadt aber rausgeputzt und all das für die Olympiade. Frage mich nur, wieviele von den Chinesen die englischen Ansagen verstehen. Vermutlich eher wenige.

Und wegen dem Gedrängel beim aus und einsteigen: Ist es nicht schön, dass die Menschen trotz der großen kulturellen Unterschiede doch irgendwie alle gleich sind. ;) Denn auch hier in Deutschland könnten einige ruhig nochmal das "erst aussteigen, dann einsteigen" - Prinzip erklärt bekommen.

hschmidthschmidtam 25.06.08


Das ist wieder so ein Prestigeobjekt das aus dem Boden gestampft wurde um die ausländischen Gäste bei Olympia von den Menschenrechtsverletzungen abzulenken. Das die U-Bahn auch sonst positiv für Beijing ist will ich ja nicht bestreiten, aber der eigentlich Grund für den Bau lässt sich doch erahnen wenn man allein die Englische Menuführung anschaut.

phili34phili34am 25.06.08


Sieht ja richtig nach High-tech aus da kann man nur hoffen das die auch dran gedacht haben das jemand die Ticketpreise zahlen muss (20 cent sind da etwas mehr als bei uns) sonst kriegen die das Geld ja für den Bau nicht rein und keiner nutzt die Bahn


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