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Pharmaindustrie - alles Abzocker?

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Pharmaindustrie - alles Abzocker?

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Im Jahr 2008 sind die Ausgaben für Medikamente wieder um über 1 Millarden Euro in Deutschland gestiegen. Wer diesen Artikel ließt wird schnell verstehen, warum von Abzocke gesprochen werden kann...

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29 Kommentare

Kommentare zu Pharmaindustrie - alles Abzocker?

 

NeleinloveNeleinloveam 28.06.08


Das selbe erlebe ich in Spanien und der CSSR. Meine Medikamente dürfen mir hier teilweise nicht mehr verschrieben werden, weil sie auf der Liste stehen und im Ausland bekomme ich sie wesentlich billiger, unter der Zuzahlung und auch die richtigen Medikamente vom Arzt empfohlen. Bei meinen Medis sind die Preisunterschiede noch wesentlich höher, einfach schockierend.

NeleinloveNeleinloveam 28.06.08


Vollkommen Deiner Meinung.

NeleinloveNeleinloveam 28.06.08


Die Medikamentenpreise sprechen in Deutschland eine eigene Sprache. Ich bekomme in anderen Ländern, die Medikamente, die wirklich gut und empfohlen vom Arzt sind und für einen Preis unter der Zuzahlung. Da braucht man sich nicht wundern, das hier erst eine schwarze Liste dem Arzt erstellt wird, was er nicht verschreiben sollte oder kostenpflichtig wird für den Patienten, dann erfolgt Umtausch Nr. 2 in den Apotheken. Ich beführworte schon aus diesen Gründen preiswerte Medies in Drogerien zu verkaufen.

Inhaltsstoffe allein sagen nichts über die Wirksamkeit und Qualität eines Medikamentes aus!!!

Alles in allem ist die Lobby der Pharma unberechtigt! Es ist für mich üble Abzocke.

Bitte beachten, es gibt wirklich noch Kranke oder chronisch Kranke, die auf Medikamente angewiesen sind und langsam in Not kommen. Wegen eines Schnupfens mache ich mir auch nicht ins Hemd, mal drastisch gesagt. Aber wenn man nur noch unter wahnsinnigen Schmerzen lebt, dann mal nachfragen.

zero1000zero1000am 26.06.08


Journalistin, 100% einverstanden - das wird aber ein Erdbeben. Ich mache gerne mit bei der Änderung!

TarantelTarantelam 26.06.08


Jeder sollte sich doch auch einmal fragen ob er nicht auch selbst etwas für seine Gesundheit tun kann. Ernährung, Sport, und auch mal ein Hausmittelchen benutzen. Ich würde es auch als segensreich empfinden wenn man bei kleineren Sachen die Rechnung selbst zahlt,(bei entsprechender Verirngerung der Beiträge).
Und nützlich würde es auch sein, wenn man nach einem Arzt besuch eine verständliche Rechnung erhält.

Aber dagegen würden die Ärzte wohl Sturm laufen und wie immer fadenscheinige Einwände degegen
aufbringen. (Gesundheitskarte)

TarantelTarantelam 26.06.08


An Zero 1000. Ich bin Laie auf diesem Gebiet. Aber ich nehme auch an das man für harmlose Krankheiten auch Drops und Salmiakpastillen verschreiben könnte. Aber im Ernst,warum lassen sich Krankenkassen von der Pharmaindusttie angebliche Innovationen andrehen,die kaum eine bessere Wirkung erzielen (aber deutlich teurer sind als Vorgängerpräperate?? )

Als Krankenkasse mit Millionen Mitgliedern sollte es doch möglich sein einen gewissen Druck auf diese Firmen ausführen zu können. Oder hat da die Ärzte lobby ihre Hand im Spiel??

JournalistinJournalistinam 26.06.08


@zero

Nein, ein Wohlfahrtsverein ist die Pharmaindustrie sicherlich nicht, so versteht sie sich auch nicht. Aber eine Sozialpflichtigkeit ergibt sich allemahl aus dem Grundgesetz, wird leider gerne nicht erwähnt. Es stellt sich mir überhaupt die Frage, ob das Gesundheitssystem insgesamt kapitalorientiert sein muss, oder nicht vielleicht solidarisches Handeln und Verhalten wichtig wäre? Halte es schon für fragwürdig, das z.B. auf Arzneimittel Steuern erhoben werden. Hierzu wäre noch manches zu schreiben und zu sagen. Na, mal sehen, was die Zukunft bringt?

zero1000zero1000am 26.06.08


Meine Einstellung zur Pharmaindustrie ist sicher nicht die positivste. Jedoch sollte man das ganze auch mal von Unternehmerseite sehen. Selbst eine Pharmafirma ist kein Wohlfahrtsverein, sondern gewinnorientiert.
Die meisten Umsätze werden nicht mit verordnungspflichtigen Arzneimitteln gemacht, sondern mit OTC-Präparaten. Die Apotheken hatten früher einen ca-Umsatz von 65% aus Verordnungen und 35% aus OTC und Randsortiment. Heute ist es fast genau umgekehrt.
Die Umsatzverteilung auch bei OTC liegt ungefähr so, wie Campos es geschrieben hat, wobei man das Alter auf 55 runtersetzen kann. Die Medikamentengläubigkeit ist noch harmlos formuliert. Für viele ist die Tabletteneinnahme eine Hauptmahlzeit. Bei den chronisch Kranken muss hier differenziert werden. Im Bereich Herz-Kreislauf und Rheuma, den wohl größten Gruppen, so sind hier immense Einsparmöglichkeiten gegeben, würde man auf Generika umsteigen. Dann wären Margen frei für die, die wirklich notwendige teure Medikamente benötigen.

Sven023Sven023am 26.06.08


ja, genau, alles abzocker !
der sagenhaft hohe gewinn von 66 milliarden euro ist zugleich auch der nachweis unrechtmäßiger bereicherung an patienten.

und auch hier spielen unsere politiker wieder die drei affen : nichts hören, nichts sehen, nichts sagen !!! das aber ist gleichbedeutend mit dem verrat der bürger ...

CamposCamposam 26.06.08


Die Kosten für Arzneimittel haben schließlich auch mit dem Konsum von Medikamenten zu tun,
richtig. Und der ist überdurchschnittlich hoch bei jenem Kreis über 60, der sich nur über die
Arzneimittelpreise erregt. Wie dessen Kosten für die Kassen generell überdurchschnittlich sind.
Was nicht verwundert, wenn man einen Blick in die Wartezimmer von Ärzten wirft... Da gäbe es wohl
auch Einsparungspotential.

mindmindam 25.06.08


Die Selbstbeteiligung hilft wenigstens ein wenig, dass nicht so viele (überflüssige) Medikamente verschrieben werden.

Nur vielleicht sollte man die Selbstbeteiligung auf einen jährlichen Höchstbetrag begrenzen, damit chronisch kranke entlastet werden.

mindmindam 25.06.08


adr postet überall seine linke Wahlpropaganda hinein.
Nur hier passt es nicht mal im entferntesten vom Thema her.

mindmindam 25.06.08


Medikamente sind in Deutschland relativ teuer, u.a. wohl auch, weil wir recht medikamentengläubig sind. Hierzulande ist der Konsum höher als in anderen Ländern.

Viele Medikament sind überflüssig, wahrscheinlich ginge es oftmals ohne besser als mit. Jeder (wir alle) kann sich an die eigene Nase fassen: Es gibt viele Haus- und Naturmittel, die oft gut helfen und das ohne die Nebenwirkungen der Chemie.

Wirklich schlimm ist es für chronisch Kranke, die regelmäßig teuere Medikamente (wirklich) benötigen.

zero1000zero1000am 25.06.08


Es sei noch etwas ergänzt: Die verstärkte Verordnung von Generics führt nicht zum Einbruch der Forschung - ich behaupte im Gegenteil - die Forschung würde intensiviert werden. Wieso müssen 8 Infusionsfirmen an modifizierten Erythrozyten forschen, warum schließen sie sich nicht zusammen. Dies gilt für andere Bereiche auch. Ich kenne die Argumente dagegen, nur halte ich sie für substantiell schwachmatisch.
Bei den Generikaanbietern herrschen irre Preisdifferenzen. Ihr Apotheker soll doch mal in der Lauer-Taxe nach dem preiswertesten suchen. Ist natürlich nicht vorrätig. Ratiopharm - gut und günstig/preiswert - das ist Veralberung hoch drei. Ratiopharm rangiert im oberen Drittel der Lauer-Taxe, bezogen auf den Preis.
Ich versuche, wenn ich überhaupt was brauche, nur von den Firmen zu kaufen, die keine Werbung machen - wie zum Beispiel betapharm. Alleine die Werbung ruft bei mir emetische Effekte hervor: "Schmerzmittel X wirkt schnell und zuverlässig!" oder anderer Bereich: "Mit der Kraft der 2 Herzen ins hohe Alter" (Mit der Kraft meiner zwei Nieren kann ich - das ganze analog berechnet - jedem C-Rohr Konkurrenz machen.) Man muss die Aussagen nur umdrehen: "Schmerzmittel wirkt langsam und unzuverlässig!" Was sollen also derartige tumben Aussagen?
Ich kann nur raten: Fragt den Arzt oder Apotheker - aber habt gute Nerven. Fragt den Pillendreher auch mal, warum er IBU-ratiopharm gibt und nicht ibubeta oder ibu-ct. Die Antworten bieten ein abendfüllendes Lachprogramm - bei dem am Ende die Tränen stehen.
Aber auch diese Herrschaften nagen am Hungertuch - kein Wunder bei 6 Apotheken auf 400m Strasse.
"Die Weber, sie weben hinein den ewigen Fluch" - ins pharmazeutische Lügentuch!

zero1000zero1000am 25.06.08


Die Pharmaindustrie ist seit Jahrzehnten ein Industriezweig sui generis. Dies gilt nicht nur für den Bereich der Fertigarzneimittel, sondern auch für Heil- und Hilfsmittel. Dass an der Gesundheit Geld verdient wird, ist so alt wie man denken kann. Schuld allein kann man der Industrie nicht geben. Man sollte auch an die eigene Nase fassen. Die Entwicklung haben wir zum Teil selbst verschuldet. Ich erinnere an die Wunschverschreibungen der Vergangenheit: Hausapotheke, Reiseapotheke etc. Es gab Zeiten, das kostete Leukoplast in der Drogerie
DM 0,60. Es kaufte keiner, sondern ließ es sich verschreiben. Würden heute die Ärzte nur noch Generica verschreiben, könnten ad hoc ca 4Mrd Euro gespart werden. Aber nein, der Patient ist "neurotisch fixiert" auf das Original, also zahlt die Kasse. Es wird selbst von Apothekern mit irgendwelchem galenischen Humbug argumentiert und in den Fachzeitschriften "Frau im Spiegel" wird pharmakologischer Schwachsinn publiziert.
Dass sich Ärzte auch heute noch von der P-Industrie bestechen lassen, ist traurig - nicht nur von seiten der Industrie, sondern auch von den Aeskulap-Jüngern.
Es gibt zwar eine Ethikvereinbarung - wobei ich mich immer noch Frage, welche Definition von Ethik hier zugrunde liegt.
Die Forschungskosten sind extrem hoch - bis ein Arzneimittel in den Verkehr gebracht werden darf. Allerdings - was ist in den letzten 10 Jahren aus deutscher oder auch internationaler Forschung wirklich an Innovationen erschienen? Dass in der 47. Seitenkette Chlior durch Brom ersetzt wurde, ist putzig, aber nicht innovativ, wenn sich die Indikation nicht geändert hat und die Wirksamkieit erst recht nicht.
Preise selbst im europ. Ausland sind meist niedriger, als bei uns. Dies liegt u.a. an der MWSt. zum anderen an reinen Marktgegebenheiten.
Ich bin kein Freund von Dirigismus - im Pharmabereich sollte der Gesetzgeber jedoch einschreiten und die Preise reglementieren. Es gibt ein gutes Modell von Blüm, er ist damit leider gescheitert.

fishgordonfishgordonam 25.06.08


Da hätte man das Fragezeichen sogar weg lassen können....

dkrausedkrauseam 25.06.08


Nur was tun? Die Linken wählen die populistischer kaum sein könnten?

Welche Partei würde derzeit den wirklich mal etwas anpacken können und aufräumen??

dkrausedkrauseam 25.06.08


Da fehlen einem doch die Worte, oder??

ardrardram 25.06.08


Deutsche werden von Ihren Landsleuten in Politik und Wirtschaft beschissen wie noch nie!
Gehen wir wählen nächstes Jahr?
ja ( wen? wieder dieselben Halunken und Volksverräter??? )
nein ( Dumpfbacken gehen nicht wählen und dürfen sich auch nicht aufregen)

Oder wollen wirs denen mal so richtig zeigen?
Wir sind das Volk!!!

JournalistinJournalistinam 25.06.08


Habe vor einiger Zeit, in einer Apotheke in Kroatien ein Medikament für eine Person gekauft, die dort nicht versichert ist und alt und krank. Dieses Medikament, in Deutschland hergestellt und nach Kroatien vertrieben, kostete dort 2.50 Euro, hier in Deutschland zwischen 7.50 und 9.50 Euro.


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