Artikel Duisburg-Rheinhausen: Nicht tot, aber auch nicht richtig lebendig
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Ja, 20 Jahre ist es her.
Am 26.11.1987 erreichte uns die Hiobsbotschaft.
Wie haben wir gekämpft. 6 lange Monate: Tag und Nacht.
Niemand
wollte glauben, dass Krupp wirklich geschlossen werden soll.
Und was ist 20 Jahre danach?
Nein, Tothausen nicht,
aber es fehlt
hier an allen Ecken und Kanten,
es fehlen gute Geschäfte.
Die
Billigdiscounter nehmen überhand.
Die Fußgängerzone ist
leer, wenn nicht gerade Markttage sind.
Kommt man allerdings am Samstag
nach 14.00 Uhr in die Stadt, möchte man am liebsten wieder
umkehren, denn so gut wie alle Geschäfte haben geschlossen.
Da
rettet auch das Markforum nichts.
Die Straßen verdrecken, weil manche Mitbewohner glauben, die Straße ist ein großer Müllbehälter.
Rheinhausen ist nach 20 Jahre und einen erbitterten Arbeitskampf später,nicht mehr das was es mal war!
Alle guten Fachgeschäfte machen zu!
Ein Billigladen nach dem anderen mache auf .
Die City verödet, obwohl es jetzt das Markt Forum gibt wo nach einem Jahr schon drei Ladenlokal lehr stehen .
Die Bürger von Rheinhausen kaufen leider nicht in ihrem Stadtteil ein.
Obwohl es sich lohnen würde
Rheinhausen
war lange Zeit eine Stadt ohne Stadtzentrum.
Einiges zu Rheinhausen eine Stadt mit Herz:
Die meisten und
größten Geschäfte gab es in Hochemmerich.
Dort gab es
lange Zeit auch die einzige Verkehrsampel: eine Drehzeigerampel, die an
einem quer über die Straßenkreuzung gezogenen Stahlseil
baumelte.
Um der Stadt, die aus den früher
eigenständigen Gemeinden zusammengesetzt war, ein Zentrum zu geben
(das Rathaus am Körnerplatz stand ziemlich einsam in der
geografischen Mitte der Stadt), wurden eine Stadthalle als
Mehrzweckhalle (Rheinhausenhalle) und ein Hallenbad gebaut und die
freien Wiesen und Felder mit einer Wohnsiedlung bebaut.
Mit dem
Alpha-Haus, einem kleinen Komplex mit einem der ersten
Ärztehäuser Westdeutschlands und verschiedenen Ladenlokalen,
Apotheke und einer Kneipe/Restaurant, sollte Mitte der 60er Jahre ein
Zeichen für ein neues Zentrum in unmittelbarer Nähe zum
Rathaus entstehen. Bei dem Versuch ist es allerdings geblieben und als
Zentrum von Rheinhausen wird nach wie vor der Ortsteil Hochemmerich
angesehen. Nachdem sich die Pläne, hier ein großes Zentrum
zu errichten, mit der Eingemeindung nach Duisburg zerschlagen hatten,
wurden in dem Bereich eine Stadtbücherei, das Gebäude des
Gesundheitsamtes, die Hauptpost, die Sparkasse, das Finanzamt
Duisburg-West, eine katholische Familienbildungsstätte, ein
Altenwohnungskomplex und ein Altenpflegeheim errichtet.
Rheinhausen fehlt eine richtige Einkaufsmeile wie in anderen Städten.
In der Nähe eines Ein-Euro-Shops in der
Friedrich-Alfred-Straße steht eine Gruppe Rentner. "Alles
Kruppianer", erklärt einer der Herren lachend, "wir treffen uns
regelmäßig hier, um zu quatschen."
Darüber zum
Beispiel, dass die Jungen keine Arbeit finden: "Früher biste zu
Krupp gegangen – und heute?" fragen die Männer. Sie
unterhalten sich darüber, dass im Jahr 2006 zum ersten Mal weniger
Menschen nach Rheinhausen kamen als weggezogen sind. Oder dass die
Fachgeschäfte sterben. "Es gibt ja bald keinen Laden mehr, in dem
man anständige Damenoberbekleidung kaufen könnte", sagen sie.
Vüllings passt das nicht: "Wir müssen dem Stadtteil wieder
eine eigene Identität geben."
"Wir haben seit 2000 30angestammte Fachgeschäft verloren."
Wie das gehen soll – das weiß der 48-Jährige nicht.
"Die Politik hat in den letzten 15 Jahren eine Menge versäumt. Die
Stadtteilentwicklungspläne, die jetzt vielerorts erstellt wurden,
kommen zu spät."
Eine professionelle Agentur haben Vüllings
( Werbering) und sein Team deswegen angeheuert.
Jetzt müssen die Profis ran.
Ein "Tothausen" soll es niemals geben.
Hoffen wir das sich bald was für Rheinhausen ändern wird. Es sollte eine Discounter mehr kommen.
Fachgeschäfte gehören in die Innenstadt.
Viele traditionsreiche Betriebe müssen aufgeben
- Filialisten gewinnen Oberhand
- Strukturwandel gilt als Ursache
Deshalb:
statt Stadt- und Regionalplanung für Kaufhauskonzerne,
Ladenketten und Individualverkehr mehr Grün in die Städte!
Statt unsinniger Großeinkaufszentren den Fach- und Einzelhandel
stärken!
Und auch hier: Stop der Privatisierung!
Kein weiterer Ausverkauf von öffentlichen Grundstücken und Gebäuden in NRW !
Keine PPP-Projekte für öffentliche Gebäude mehr -
öffentliche Aufgaben müssen in der Kontrolle der
öffentlichen Hand bleiben!
Nur so könne unsere Innenstädte schöner und mehr Geschäfte bekommen!!
Was wird aus unserer Stadt?
Können wir was ändern?
Über Ideen würde ich mich sehr freuen.
2 Kommentare
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Kommentare zu Duisburg-Rheinhausen: Nicht tot, aber auch nicht richtig lebendig
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Was, außer der Schließung von Krupp und der damit verbundene Kaufkraftverlust durch Massenarbeitslosigkeit, ist den das derzeitige Problem?
Meiner Meinung nach der immer höhere Anteil der türkischen Bevölkerung. Nicht nur in Rheinhausen, im ganzen Ruhrgebiet.
Und bevor jetzt die üblichen Unterstellungen kommen, will ich euch gleich mal den Wind aus den segeln nehmen.
Nein, ich bin nicht rechtsradikal!
Nein, ich habe nichts gegen Ausländer!
Mal ganz sachlich. Es bildet sich eine immer dominantere türkische Parallelkultur. Mit türkischen Geschäften, türkischen Lokalen und Traditionvereinen.
Die türkische Bevölkerung bleibt unter sich. Was sich z.B. dadurch zeigt das Türken der ersten Gastarbeitergeneration, die also schon seit fünfzig Jahren oder länger hier sind, kein oder nur sehr gebrochen deutsch sprechen.
Die nicht unerhebliche Kaufkraft der türkischen Bevölkerung kommt höchstens Aldi oder Lidl zu gute.
Der schlechte Bildungsstand der meisten jungen Türken verhilft denen nicht unbedingt zu einem Ausbildungsplatz. Unzufriedenheit führt zu aggressiven Verhalten.
Ich habe zwei Jahre auf der Günterstraße in Hochemmerich gewohnt. Der weg zum Markt, um z.b. eine Pizza essen, glich einem Spießrutenlauf."Was guckst du scheiße , Alter" Anpöbeln, anmachen, antatschen.
Und da wären wir beim nächsten Problem.
Auch wenn es die wenigsten Reinhausener zugeben würden.Hinter vorgehaltener Hand sagt es jeder.
Sie sind es satt!!!
Türkische Mitbewohner breiten sich immer mehr in die Peripherie Rheinhausen's aus. War Bergheim noch bis vor ca neun, zehn Jahren in deutscher Hand, weht dort mittlerweile auch die türkische Fahne. Die alten Leute ziehen weg, wenn sie es noch können, junge deutsche Familien ziehen garnicht erst dort hin.
So sind die Fakten und man könnte lange über das Problem diskutieren.
Gefragt ist unsere Politik. Nicht nur auf kommunaler Ebene. Sonst heißt es bald "islamische Republik Deutschland"
Danke für's lesen.
Bitte um sachliche Meinungen.
Dank unserer weit voraus sehenden Politiker ist das fast überall so.
Können wir was ändern? Ja ,als erstes die Politiker entsorgen die für diesen Bundesweiten Saustall Verantwortung tragen,aber friedlich.
Den Bundestag vom grössten aber faulsten Lobbyistenverein säubern,dem B.B. :-))
Nicht die Parteien haben das Land aufblühen lassen,es waren die Bürger,die in Frieden leben wollen.