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Artikel Kann Raucherclub Existenzen sichern

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Kann Raucherclub Existenzen sichern

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Kneipen und Gaststätten in NRW müssen ab 1. Juli die
Nichtraucher schützen.


Ein gefürchteter Stichtag für
viele Gastwirte


– nach einer Umfrage des Deutschen Hotel- und
Gaststättenverbandes NRW (Dehoga) rechnen mehr als die
Hälfte der befragten Wirte mit Gäste- und
Umsatzrückgängen.


Der aktuelle NRW-Konjunkturbericht zeigt,
dass 17,6 Prozent der Gaststätten-Besitzer um ihre Existenz
bangen.


Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Umsatzentwicklung in
Ländern mit und ohne Rauchverbot in Gaststätten miteinander
verglichen, um mögliche Auswirkungen der Nichtraucherschutzgesetze
auf den Umsatz des Gaststättengewerbes festzustellen.

Das Ergebnis:


In der getränkegeprägten Gastronomie - mit Schankwirtschaften, Diskotheken, Tanzlokale und Bars


- gingen danach die Umsätze im dritten Quartal 2007 im Vergleich
zum Vorjahresquartal in den Bundesländern mit Rauchverbot
(Baden-Württemberg und Niedersachsen) real um 9,8 Prozent
zurück,


in den übrigen Bundesländern (zu der Zeit noch
ohne Rauchverbot) dagegen um 6,8 Prozent.


Umsatzrückgang, der demnach auf das Rauchverbot zurückzuführen ist: rund drei Prozent.


In der speisengeprägten Gastronomie - also in Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben


- war der Unterschied bei der Umsatzentwicklung zwischen
Bundesländern mit und ohne Nichtraucherschutzgesetz nicht so
ausgeprägt.


Im dritten Quartal 2007 hatte die speisengeprägte
Gastronomie in Bundesländern mit Rauchverbot
Umsatzrückgänge von 5,6 Prozent zu verzeichnen und in den
übrigen Bundesländern in Höhe von 5,7 Prozent.


Umsatzrückgang, der auf das Rauchverbot zurückzuführen ist: mit 0,1 Prozent fast zu vernachlässigen.

Was 2008 betrifft, so weisen Ergebnisse noch hohe Schätzanteile
auf und ermöglichen daher keine sicheren Aussagen über die
Entwicklung der Umsätze im Gaststättengewerbe getrennt nach
Bundesländern mit und ohne Nichtraucherschutzgesetze.


Raucherclub


Eine Alternative ist der Raucherclub. Betriebe können einen Club
zum Genuss des Tabakkonsums gründen


– und die Mitglieder
dürfen dann im „Clubhaus“ rauchen. „Wir wollen
auf keinen Fall das Gesetz in Frage stellen“, betont
Dehoga-Sprecher Thorsten Hellwig. „Wir sehen den Raucherclub als
realistische Lösung, damit die kleinen Betriebe überleben
können.“ Nach Schätzungen des Verbandes könnten
etwa 3000 Betriebe an Rhein und Ruhr zu Raucherclubs werden. Darum will
der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband die Kneipen bei der
Gründung von Raucherclubs unterstützen.


"Auch wenn es in Nordrhein-Westfalen 3000 bis 4000 Raucherclubs
geben sollte,


werden die restlichen 34 000 Betriebe rauchfreie Angebote
machen müssen.


Der Nichtraucherschutz wird somit nicht
unterhöhlt“, ist sich Olaf Offers sicher.


„Somit
würde keine Gruppe – weder Raucher und Nichtraucher noch die
Gastronomen – gegeneinander ausgespielt.“


Gaststättenverband in Sorge um die "Eckkneipen"

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sieht diese
Entscheidung kritisch. „Eine repräsentative Umfrage in
Niedersachen und Baden-Württemberg hat ergeben, dass 85 Prozent
der Einraumbetriebe einen Gästerückgang von mindestens zehn
Prozent verzeichnen“, erklärt Thorsten Hellwig, Sprecher des
Dehoga in NRW.


„Ab Juli rechnen wir gerade bei Kleinbetrieben mit einem
beschleunigten Kneipensterben. Bis zu 6000 Betriebe mit rund 10.000
Arbeitsplätzen sehen wir als existenziell gefährdet
an.“ Gerade viele „Eckkneipen“ hätten schon
jetzt kaum finanzielle Rücklagen. Beim Dehoga haben sich bereits
rund 20 Wirte gemeldet, die mit Inkrafttreten des
Nichtraucherschutzgesetzes keine Zukunft für ihre Kneipe sehen.
„Diese Betriebe funktionieren nur mit Bier und Kippe“,
erklärt Thorsten Hellwig. „Hier rauchen nach unseren
Erfahrungen 75 bis 80 Prozent der Gäste.“


Das erwartete Kneipensterben hätte nach Ansicht des Dehoga
Auswirkungen auf die Kulturlandschaft in NRW. „Gerade in
Nordrhein-Westfalen gehört die Kneipe um die Ecke ins Stadtbild.
Hier trifft man sich abends mit Freunden auf ein Bier. Die zu
befürchtenden Leerstände werden sich auch auf das Stadtbild
auswirken“, betont Thorsten Hellwig.


Wo gilt das Rauchverbot?

Vom 1. Januar darf in allen öffentlichen Gebäuden nicht mehr
geraucht werden. Das Verbot gilt für Behörden, Gerichte,
Schulen, Universitäten, Flughäfen, Theater, Museen und
Sporthallen. Während in den Behörden und Gerichten
Raucherräume eingerichtet werden dürfen, ist das an den
Schulen nicht erlaubt. Orte mit Rauchverbot müssen deutlich
gekennzeichnet werden.


Welche Regelungen gelten für Gaststätten?

Das Rauchverbot in Gaststätten gilt vom 1. Juli an unabhängig
von Betriebsart und Größe. Glimmstängel sind also in
Kneipen, Restaurants, Diskotheken, Eisdielen und Imbisstuben tabu. Nur
in abgetrennten Raucherzimmern, die aber nur den kleineren Teil der
gesamten Betriebsfläche in Anspruch nehmen dürfen, kann
weiter gequalmt werden. Bei einer geschlossenen Gesellschaft kann das
Rauchverbot in der Gaststätte vorübergehend aufgehoben
werden. Für Biergärten und Festzelte gilt kein Rauchverbot.


Was gilt für den Gesundheits- und Pflegebereich?

In Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen gilt das
Rauchverbot ebenfalls. Ausnahmen dürfen in den Kliniken aber
für Todkranke auf Palliativstationen und Patienten in
psychiatrischer Behandlung gemacht werden. In Pflegeheimen und Heimen
für Behinderte und für Wohnungslose dürfen
Raucherräume eingerichtet werden.


Wie wird die Einhaltung des Rauchverbots kontrolliert?

Regelmäßige staatliche Kontrollen sind nicht vorgesehen. Die
Behörden sollen in der Regel nur nach Beschwerden tätig
werden. Für die Einhaltung des Rauchverbots sind die Wirte und
Behördenleiter verantwortlich. Verstöße werden als
Ordnungswidrigkeiten gewertet und können mit Geldbuße von
maximal 1000 Euro bestraft werden.



Quelle: Dehoga, DPA, IHK




23 Kommentare

Kommentare zu Kann Raucherclub Existenzen sichern

 

CarolusMagnusCarolusMagnusam 30.12.08


Soldaten der zukünftigen Diktatur?

LINK

maijuccamaijuccaam 08.09.08


rauchverbot in restaurants finde ich vollkommen okay und gerechtfertigt...
in kneipen und bars nervt es allerdings erheblich..
wo ist die gemütlichkeit, wenn jede halbe stunde 90% der leute aufstehen und vor die türe zum rauchen gehen...?
man hat entweder die möglischkeit sich mit nach draußen in den regen oder die kälte zustellen oder mit 2 anderen einsamen leuten am tisch sitzen zu bleiben...

in restaurants bistros oder cafes ist es aber durchaus einge gute idee.

und nein ich bin auch kein raucher.

murphy07murphy07am 21.07.08


zumindest Menschen ums Leben bringen

stoppi68stoppi68am 06.07.08


Jeder Erwachsene soll sich doch ruinieren so gut er kann. Beim Essen Rauchen ist tabu, aber wenn sich in einer gemütlichen Runde plötzlich 4 Leute erheben, sorry, ich muss da mal.... nein nicht aufs Klo, in den Raucherkäfig. Und die Luft dort ist, schon von außen zu sehen, sehr trübe. Ich finde das nicht wirklich gesünder. Wenn Freund oder Freundin mit den Rauchern mitgehen, dann bekommen sie dort kaum Luft. Früher hat sich das durch die Raumluft wenigstens verteilt. Besser wäre, bei Kindern aufzupassen, dass nicht schon 7-Jährige zum Glimmstängel greifen. Was haltet Ihr für einen trockenen Alkoholiker davon, wenn auch die Gaststätten in Alkohol- und Nichtalkohol-Bereiche aufgeteilt werden? Oder für die Abnehmwilligen: In Vegetarier- und Eisbeinbereiche? Und - Nein, ich bin kein Raucher!

neujneujam 29.06.08


@zero1000
Klar nehme ich dich dann mit.

NeleinloveNeleinloveam 28.06.08


Du rauchst sicher!

NeleinloveNeleinloveam 28.06.08


Du rauchst sicher!

zero1000zero1000am 28.06.08


neuj - nimmst Du mich mit?

neujneujam 28.06.08


Ja, dann müsste ich doch noch auswandern.

zero1000zero1000am 28.06.08


Die Primitivität einiger Kommentare lässt mich doch hoffen, dass wir bald die Volksabstimmung einführen. Endlich regiert dann die Gosse.

neujneujam 28.06.08


Spare Dir einen solchen geistigen D...sch....
Wir wollen keine Todesstrafe, es sei denn für Raucher?

Ich freue mich zwar über den nun endlich kommenden Nichtraucherschutz, aber distanziere mich auf das deutlichste von geistigen Flachpfeifen, die jedes beliebige Thema zum Anlass nehmen, Ihre Dummheit zur Schau zu stellen.

AntiraucherAntiraucheram 28.06.08


Um die Gaststätten, die durch das Rauchverbot verschwinden sollten, wäre es - wenn das überhaupt passiert - nicht schade.
Die Suchtschuppen gehören eh weg!

NeleinloveNeleinloveam 28.06.08


Wer krank geworden ist durch passiv Rauchen, für den ist dieses Gesetz pure Lebenserwartung.

Den Rauchern: Alle auf eine Weide getrieben, einen Elektrozaun drumherum und das noch auf eine sehr entfernte Insel gelegt. Und dort können sie dann im eigenen Mief ersticken.

mindmindam 27.06.08


Das stimmt wohl. Wahrscheinlich wird vielen nun so richtig klar, wie süchtig sie sind. Nun kann auch der letzte Raucher es nicht mehr leugnen: Rauchen ist nicht wirklich Genuss, sondern Sucht.

mindmindam 27.06.08


Es gibt vielleicht wichtigeres, dann sollten wir es doch einfach mal so stehen lassen und sehen, wie die Regelung angenommen wird.

Vielleicht sind viele Raucher nachher selbst froh für die Unterstützung, endlich von den Sargnägeln los zu kommen. Als ich mit dem Rauchen aufgehört habe, war das nämlich das schwerste, in Kneipen und bei Festlichkeiten mit dem Rauchen aufzuhören. Mir hat es damals sehr geholfen, dass ich viel mit Nichtrauchern zusammen war.

@chafard
Du bist Nichtraucher? Warum regst Du dich dann so auf? Deiner Ausdrucksweise nach scheinst Du auch nicht nüchtern zu sein. Was soll dann dein blödsinniger "Vorschlag". "in Nichtrauchergaststätten darf kein Alkohol ausgeschenkt werden"? Gut, wenn Du vom Alkohol loskommen möchtest, ist es vielleicht erklärbar.
Wo wohnst Du denn, wenn bei Euch angeblich gilt "auf Kinderspielplätzen darf munter gesoffen und gekifft werden" ?

DollarmenDollarmenam 27.06.08


Kann Raucherclub Existenzen sichern

OH OH was wird um das bisschen Rauch für ein Theater gemacht. Was hat doch so ein kleiner Glimmstengel für eine Macht über "Erwachsene" Menschen.

pollidorpollidoram 27.06.08


Kaum Umsatz Rückgang!
Kann man mal sehen wie doof die Raucher sind!
Wie kleine Schuljungen die sich hinter der Turnhalle zum rauchen versammelten stellen sie sich jetzt vor die Tür!
Ich finde es zumindest schön anzusehen wie die immer noch ihr Geld in der Kneipe lassen ohne eigentlich drinnen zu sein!

chafardchafardam 27.06.08


Oh Gott das Nichtraucherschutzgesetz ist völliger Schwachsinn, mein Vorschlag in Nichtrauchergaststätten darf kein Alkohol ausgeschenkt werden punkt um, ist doch viel gefährlicher als Rauchen. Dann ist endgültig damit Sabbat. Wir Deutschen sind einfach nur Dumm, in Kneipen darf wegen der Gesundheitsgefahr für Nichtraucher nicht gequarzt werden aber auf Kinderspielplätzen darf munter gesoffen und gekifft werden da können sich Kinder wenn nicht vom schlechten Vorblid ,wenigsten an den Scherben schneiden und Kippen futtern.
Wenn ich Gaststätten zu den Tischzeiten nicht geraucht wird oder die Wirte sich freiwillig zum Rauch oder dagegenbekennen, Alles andere ist bürokratischen Schwachsinn und ich hoffe, daß das höchste deutsche Gericht diesen Müll den Berliner Affen um die Ohren haut, es gibt wichtigere Sachen um Deutschland auf dem Weg, zubringen als so'n Müll.
P.S. Bin Nichtraucher

jogi3jogi3am 27.06.08


Glaube das da viele Gasstätte schließen werden,
rauchen sollte in Restaurants verboten werden
laut einer Statistik haben Diskotheken in anderen Bundesländer Einbußen von 5-10% !
Da stelle ich mir die Frage ist es besser Rauchen zu erlauben oder besser die Diskotheken schließen und Jobs gehen verloren?
Viele wandern schon ab ins benachbarte ausland;
Holland z.B. Venlo; Arcen u.s.w. haben zuwächse von 20- 30%!
Da stell ich mir die Frage was soll da noch der Nichtraucherschutz......
Ich meine es es soll jeder selber entscheiden wo er hindehnen möchte da braucht mann keine Gesetze !



zitronezitroneam 27.06.08


Oja Loala, stimmt. Das hab ich jetzt glatt überlesen. Aber bei 0,1 Prozentpunkten kann man wirklich keine Prognose ableiten, auch die drei Prozent bei der getränkegeprägten Gastronomie alleine auf das Rauchverbot zurückzuführen halte ich für schwierig. Das könnte noch im Rahmen eines normalen Umsatzrückgangs liegen.

Auch die Differenz zwischen speise - und getränkegeprägter Gastronomie ist für mich überraschender Weise sehr niedrig ausgefallen, hätte mit einem schlechteren Ergebnis für die getränkegespeisten gerechnet.


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