Artikel Und die Zeit bleibt stehen – Pingyao
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Nach einer langen Fahrt mit dem Nachtzug sind
wir heute in der kleinen Stadt Pingyao angekommen. Vom Bahnhof wurden wir mit
vom Hostel mit zwei Rikschas abgeholt. Gleich merkten wir auch warum. Denn nach
ein paar Metern kam die Stadtmauer. Von dort aus dürfen nur Fahrräder
weiter.
Die Erbauung des Stadtkerns von Pingyao ist auf
die Zhou Dynastie zurückzuführen. Seit dem hat es sich im Stadtkern wohl nicht
viel getan. Die Architektur der Gebäude scheint unberührt von den äußerlichen
Einflüssen. Alles sieht aus wie man sich China wirklich vorstellt.
1370 wurde die Stadt erweitert und bekam
außerdem noch eine wunderschöne Stadtmauer dazu. Diese umgibt den kleinen
historischen Teil Pingyaos jetzt und sorgt für das unvergessliche Flair der
Stadt. 1997 wurde dies auch von der UNESCO erkannt und als Weltkulturerbe
eingetragen.
Geht man heute durch die Straßen von Pingyao
sieht man immer wieder alte Menschen die Karten spielen, tratschen oder einfach
die nicht allzu heiße Sommersonne genießen. Von der Stadtmauer aus kann man dann
die typische chinesische Bauweise bestaunen und durch die kleinen Straßen der
Stadt schauen. An den Ecken der Stadtmauer sieht man große Wachtürme und in den
Mitten jeweils große Tore durch die man in den alten Teil Pingyaos
gelangt.
Die kleinen Gassen dann zu Fuß zu entdecken ist
noch spannenender. Abseits von den etwas größeren Straßen, kann man Menschen
treffen, die ihrem alltäglichen Leben nachgehen. Schaut man genau hin, kann man
bei den Häusern immer wieder erstaunliche Detailarbeit entdecken.
Etwas touristisch angehaucht ist es dann doch.
Händler versuchen zahllose Souvenirs loszuwerden und immer wieder Mal wird man
darauf angesprochen ob man mit einer Rikscha zum nächsten Ort gefahren werden
möchte. Abseits davon ist es jedoch durch die nicht vorhandenen Autos ruhig und
erholsam. Ganz anders und fern vom hektischen Leben von Beijing oder Shanghai.
Morgen werden wir uns noch einige weitere
Sehenswürdigkeiten von Pingyao zu Gemüte führen und unseren (hoffentlichen) Sieg
über die Spanier und die damit verbundene Europameisterschaft feiern. Dies wird
jedoch gänzlich an den Bewohnern der idyllischen Stadt Pingyao
vorbeigehen.
4 Kommentare
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Kommentare zu Und die Zeit bleibt stehen – Pingyao
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Wenn ich mal einer außerkontinentale Reise machen würde, dann auf jeden Fall nach China. Mich reizt dieses Land ungemein, und der Bericht spiegelt genau das wieder, wie ich mir das dort vorstelle..haaaach.
Tja, auch im letzten verschlafensten Nest gibt es Souvernirs zu kaufen. Findet man den wirklich nirgendwo auf der Welt noch Orte, wo der Tourismus nicht eingezogen ist? :-)
Das mit der Europameisterschaft hat ja leider nicht so geklappt :-)
Aber bei dem Bericht wird man wirklich neidisch und bekommt echt Lust selber mal runter zu fliegen.
Cooler Artikel da kommt ein wenig Fernweh auf wenn ich das lese. So ein wenig die Zeit anzuhalten wünscht man sich auch wenn man immerzu im hektischen Trubel lebt. Die alten Gemäuer und engen Gassen lassen einen bestimmt von vergangen Zeiten träumen und auf ein wenig auf Ruhe und Stille hoffen.