Artikel 140 000 Arbeitsplätze - gefährdet durch zu hohe Kraftstoffpreise

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140 000 Arbeitsplätze - gefährdet durch zu hohe Kraftstoffpreise

30 000 Arbeitsplätze in der Logistik bedroht


In der Transportbranche könnten laut Bundesverband Güterkraftverkehr
und Logistik (BGL) bereits nach der Sommerpause rund 30 000 der knapp
600 000 Arbeitsplätze wegfallen. Betroffen wären Lkw-Fahrer sowie
Angestellte im kaufmännischen Bereich. Wie die Zeitung weiter schreibt,
drohen auch in Bus-Unternehmen, Fahrschulen, der Fischerei-Branche und
in Kfz-Betrieben Entlassungen wegen des hohen Kostendrucks. Darüber
hinaus sei auch bei Kurier- und Postdiensten mit dem Abbau von
Arbeitsplätzen zu rechnen.


Viele Firmen können die hohen Benzinkosten nicht tragen


50 000 im Taxigewerbe


Nach einer am Freitag veröffentlichen Umfrage der "Bild"-Zeitung
müssen vor allem Beschäftigte im Taxi- und Transportgewerbe
bangen, weil viele Firmen die hohen Benzinkosten nicht mehr bezahlen
können und beim Personal einsparen müssen. Nach Angaben des
Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands (BZP) sind im Taxigewerbe bis zu
50 000 der rund 200 000 Arbeitsplätze bedroht.


10 000 Arbeitsplätze im Einzelhandel bedroht


«Die Zahlen sind wirklich nicht berauschend», sagte der
Geschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen
Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, in Berlin. «Wenn die
Verbraucher glauben, dass alles teurer wird, kaufen sie noch
preisbewusster ein.»


So hätten vor allem Lebensmittelläden Umsatzeinbußen
verbucht, während Discounter und Supermärkte noch gut
abgeschnitten hätten. Das Textilgeschäft habe im April zudem
unter dem wenig sommerlichen Wetter gelitten.


In den ersten vier Monaten 2008 setzte der Einzelhandel nominal 1,6
Prozent mehr um, real bedeutet dies aber einen Rückgang von 0,9
Prozent. Der Einzelhandelsverband geht für das Gesamtjahr
weiterhin von 2,0 Prozent nominalem Wachstum aus. «Wir wissen
aber noch nicht, welche Folgen die Spritpreise im Laufe des Jahres noch
haben werden», sagte Pellengahr.


Der HDE forderte die Politik auf, Steuern und Sozialabgaben zu senken,
um mehr Leute in die Geschäfte zu locken. Die Verbraucher litten
noch unter der Erhöhung der Abgaben der vergangenen Jahre.
«Unter dem Strich muss netto mehr übrig bleiben»,
sagte Pellengahr. Das sei das einzig wirksame Rezept, um den Konsum
anzukurbeln.


Die Commerzbank schrieb in einer Analyse, die Zahlen hätten die
Erwartungen um Meilen verfehlt. «Die weitere Verteuerung von
Energie spricht für schlechte Zahlen auch in den nächsten
Monaten», hieß es in einer Mitteilung. Der schwache Start
ins zweite Quartal stütze die Erwartung eines Rückganges des
Bruttoinlandsproduktes im Frühjahr.


Wegen der Kaufzurückhaltung der Verbraucher
rechnet der deutsche Einzelhandel in diesem Jahr erneut mit einem
Umsatzrückgang. Statt einem leichten realen Umsatzplus von 0,5
Prozent werde nun mit einem Minus von 1,0 Prozent gegenüber 2007
gerechnet, sagte der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen
Einzelhandels (HDE), Josef Sanktjohanser, am Mittwoch in Berlin.
Bereits in den vergangenen Jahren waren die Umsätze real
rückläufig gewesen. Angesichts der hohen Inflation rechnet
Sanktjohanser mit einem Nachlassen des Preisanstiegs bei den
Einzelhandelspreisen.


«Da
bei den Grundnahrungsmitteln weltweit gute Ernten angekündigt
sind, gehe ich davon aus, dass die starken Preissteigerungen bei
Lebensmitteln in der zweiten Jahreshälfte eher abklingen»,
sagte Sanktjohanser. Allerdings sei mittel- und langfristig wegen der
weltweit starken Nachfrage von stark schwankenden und steigenden
Preisen auszugehen. Von Januar bis Mai waren die Einzelhandelspreise um
2,9 Prozent gestiegen und lagen damit über der Inflationsrate von
2,8 Prozent.


Nominal erwartet der Einzelhandel in diesem Jahr
einen Umsatzanstieg von nun nur noch 1,5 Prozent gegenüber 2007,
nachdem bislang noch von einem Plus von 2,0 Prozent ausgegangen worden
war. Das Konsumverhalten, das schon im vergangenen Jahr unbefriedigend
gewesen sei, habe sich schwächer als erhofft belebt, sagte der
HDE-Präsident. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres habe
der Einzelhandel ein nominales Plus von 1,5 Prozent verzeichnet, womit
das Vorjahresniveau real um 0,8 Prozent unterschritten wird.


Die
Verbraucher seien von dem Bewusstsein geprägt, dass der Aufschwung
sie nicht erreicht habe, beklagte Sanktjohanser. Mehr als zwei Drittel
der Deutschen fürchteten, dass sich ihre finanzielle Situation in
den nächsten Monaten verschlechtern werde. Hohe
Heizkostenabrechnungen und die stark gestiegenen Kraftstoffpreise seien
die Hauptursachen. Die sogenannte gefühlte Inflation liege aktuell
bei zwölf Prozent. «Viele Bundesbürger schränken
daher ihren Konsum ein», sagte Sanktjohanser.


Die Energiekosten steigen immer weiter; so das der Verbraucher immer wenige Geld übrig hat für Konsumgüter.


Die Verbraucher seien von dem Bewusstsein geprägt, dass der
Aufschwung sie nicht erreicht habe, beklagte Sanktjohanser. Mehr als
zwei Drittel der Deutschen fürchteten, dass sich ihre finanzielle
Situation in den nächsten Monaten verschlechtern werde. Hohe
Heizkostenabrechnungen und die stark gestiegenen Kraftstoffpreise seien
die Hauptursachen.


Die sogenannte gefühlte Inflation liege aktuell
bei zwölf Prozent. «Viele Bundesbürger schränken
daher ihren Konsum ein», sagte Sanktjohanser.


Wegen der Kaufzurückhaltung der Verbraucher wird 2008 wieder mit einem Umsatzrückgang gerechnet


Wo soll das noch hinführen?


Was wird noch passieren bis eingelegt wird ?





11 Kommentare

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Kommentare zu 140 000 Arbeitsplätze - gefährdet durch zu hohe Kraftstoffpreise

 

ratseckeratseckeam 22.07.08


Wird Zeit für Elektroautos!

Dieter-1960Dieter-1960am 06.07.08


Stellt Euch nicht wie die Spanier mit Euren Brummis auf die Autobahnen, sondern macht die Zufahrten dicht. Wenn nix mehr geht und die Regale in den Supermärkten leer bleiben, wird auch der letzte Trottel wach und reagiert. Wenn die Industrie keine Ware mehr bekommt und keine Produkte mehr weg bekommt, wird auch dieser Zweig Druck auf die Regierung ausüben. Lasst Euch dann nur kein schlechtes Gewissen einreden, es ist Rechtens was Ihr dann macht !

Dieter-1960Dieter-1960am 06.07.08


@ Husky1985

Die sehen nen riesen Wachstum unterhalb ihrer Gürtellinie wenn sie das Geld zählen was sie uns abgegaunert haben und in ihre Taschen schaufeln !

Was in diesem Staat mittlerweile abläuft, ist gesetzlich legalisierter Diebstahl durch eine Vereinigung geldgeiler, rücksichtsloser sowie volksverachtender Politiker ! Angefangen von den Steuern über Sozialbeiträge und Renten etc...

husky1985husky1985am 05.07.08


unsere politiker sehen doch einen riesigen wachstum! leider findet der im ostblock statt.

ottikleinottikleinam 04.07.08


Und was ist mit dem Volk,die vielen Arbeitslosen/Hartz 4/Geringverdienend usw.

ottikleinottikleinam 04.07.08


Deswegen kenne ich einige die das Handtuch geworfen haben.

ottikleinottikleinam 04.07.08


Nee der Erlöß ist für die eigene Kasse/Geldbörse.Bundeskanzlerin hat den zweithöchsten Verdienst in der Welt.

pesajepesajeam 04.07.08


Und unsere Bürgervertreter kassieren, kassieren und kassieren ohne etwas zu tun. Der Erlös fließt ins irgentwohin ins Ausland und wir muessen zuschauen wie wir auf die Arbeit kommen um die ganze Scheisse hier zu bezahlen.

FernfahrerFernfahreram 04.07.08


In allen Berufen und Dienstleistungen werden regelmäßig die Preise erhöht. Warum nicht im Transportgewerbe ? Wir arbeiten heute noch zu Preisen wie vor 15 Jahren. Und die Löhne sind entsprechend niedrig. Welcher Transportunternehmer kann diese Dieselpreise noch bezahlen. Zusammen mit der LKW-Maut ist das Ende der Fahnenstange erreicht.

mandelkernmandelkernam 04.07.08


Wenn gar nichts mehr geht, möchte ich nicht dabei sein.

rollenrollenam 04.07.08


Solche Zahlen sind mal ein bessere Darstellung der wirtschaftlichen Einbußen die sich durch die hohen Spritpreise abzeichnen als die waagen Aussagen so mancher Politiker zu dem Thema wie sich das auf die Wirtschaft auswirkt.


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