Artikel Vermißte Kinder - traurige Berühmtheiten!
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Jedes Jahr verschwinden unzählige
Kinder.
Spurlos.
Nicht immer ist ein Außenstehender der Täter.
Der ist häufig im nahen Umfeld des Kindes zu finden.
Dafür spricht
auch, daß in vielen Fällen die Opfer noch in unmittelbarer Nähe
ihres normalen Umfeldes gesehen wurden, dann aber wie vom Erdboden verschluckt
waren.
So geschehen bei Anita Richter, Sandra Wißmann, Hilal Erkan,
Peggy Knobloch oder Georgine Krüger. Selbst im Fall der Katrin Konert
spielt der unmittelbare Lebensraum eine bedeutende Rolle,
denn sie verschwand
nur 500 Meter von der Wohnung ihres Freundes - spurlos.
Die Initiative vermisste Kinder hilft seit 1997 bei der Suche nach vermissten Kindern.
Seit 2001 Mitglied bei der European Federation for Missing Children in Brüssel.
In der vergangenen 10 Jahren konnten 51 vermisste Kinder wieder in ihre Familien zurückkehren.
Seit Mitte des letzten Jahres geht die bundesweit aktive Initiative vermisste Kinder mit Sitz im schleswig-holsteinischen Timmendorfer Strand neue Wege bei der Suche vermisster Kinder.
Die Initiative vermisste Kinder greift aktiv auf das hohe
Potential neuer Medien zurück. Neben der bisherigen
Veröffentlichung von Suchmeldungen auf der eigenen Internetseite (www.vermisste-kinder.de),
dem Druck klassischer Plakatsuchmeldungen und der Veröffentlichung
auf digitalen Medien in Großstädten, Bahnhöfen und
Zügen, geht die Initiave vermisste Kinder dem
großen Trend der Videoportale nach. Durch die Nutzung von
Videoportalen gelingt nun ein Zugriff auf ein äußerst
breitgefächertes und bisher in dieser Form nicht erreichtes
Publikum. Gleichzeitig entsteht hierdurch eine umfassende und medial
sinnvoll aufbereite Information über jeden einzelnen
Vermisstenfall. Besiegelt wurde diese neue Dimension bei der Suche nach
vermissten Kinder nun zu Beginn des neuen Jahres 2008 durch eine
offizielle Partnerschaft der Initiative vermisste Kinder mit dem Videoportal Dailymotion mit Deutschlandsitz in Berlin. Hierzu Lars Bruhns, der Leiter der Initiative vermisste Kinder:
“Die Nutzung von Videoportalen für die Suche nach
vermissten Kindern stellt für uns einen zukunftsfähigen
Durchbruch innerhalb unser mehr als 10jährigen Arbeit dar. Durch
die offizielle Zusammenarbeit mit Dailymotion erreichen wir
ab sofort weltweit täglich mehrere Millionen Nutzer mit
eigenständigen Videoportalen in insgesamt 19 Ländern. Wir
möchten die bahnbrechenden und positiven
Nutzungsmöglichkeiten von Videoportalen für unsere Arbeit
ausschöpfen und sehen Dailymotion hier als den richtigen und zuverlässigen Partner an unserer Seite.”
Kein europaweites Alarmsystem für vermisste Kinder
Die EU-Staaten haben sich nicht auf die Einrichtung eines
europaweiten Alarmsystems für vermisste Kinder einigen
können.
Widerstand kam vor allem aus Deutschland und
Österreich. Zusätzliche europäische Regeln bei der Suche
nach verschwundenen Kindern seien in den allermeisten Fällen
überflüssig, begründete Bundesjustizministerin Brigitte
Zypries ihre Ablehnung.
Beim Treffen mit ihrem EU-Amtskollegen in Lissabon warnte sie vielmehr
vor übertriebener Aufregung bei der Suche nach verschwundenen
Kindern. Nicht in jedem Fall müsse europaweit nach diesen Kindern
gesucht werden, so Zypries. "Wir wissen in Deutschland, dass 50 Prozent
der Kinder, die vermisst werden, nach drei Tagen wieder da sind", sagte
sie. Zudem mache es keinen Sinn, zum Beispiel "ein in Süditalien
entführtes Kind in Norddänemark zu suchen", betonte Zypries.
Die in Portugal verschwundene kleine Britin Maddie McCann sei "ein
absoluter Ausnahmefall".
SMS und Medien als Hilfsmittel bei der Suche
Letztlich einigten sich die Justizminister nur auf Minimalziele zur
Suche nach vermissten Kindern. Dazu gehört nach Angaben der
portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft eine EU-weite Liste
vermisster Kinder, die die nationalen Justizbehörden im Internet
speisen sollen. Ein EU-weites Alarmsystem zu
Entführungsfällen mit Einschaltung der Medien werde
angestrebt. Ein SMS-Warnsystem nach französischem Vorbild, das
Justizkommissar Franco Frattini im Januar angeregt hatte, wird in den
Schlussfolgerungen des Ministerrats nicht erwähnt. Es gehöre
aber zu dem angestrebten flexiblen Alarmsystem, meinte Frattini.
Die portugiesische Ratspräsidentschaft und EU-Justizkommissar
Frattini betonten, letztlich sei es bei dem Treffen vor allem um eine
verstärkte regionale Zusammenarbeit gegangen: "Dies ist etwas, was
vor allem für ein beschränkte geographische Region
interessant ist. Es geht nicht um ein Alarmsystem von Portugal bis nach
Finnland", sagte der portugiesische Justizminister Alberto Costa.
Frattini ergänzte, wenn zum Beispiel auf Anzeigetafeln an einer
französischen Autobahn Informationen über ein vermisstes Kind
eingeblendet würden, sollte dies an der Grenze zu Deutschland
nicht plötzlich aufhören. "Es sollte weitergehen, allerdings
nur wenn es Hinweise auf die vermissten Kinder" in Deutschland gibt.
Nach einer Vermisstenmeldung könnte der Radius der über
Medien und SMS verbreiteten Informationen "alle 30 Minuten erweitert
werden", schlug Frattini vor.
Verzweiflung und Angst bei Kindern – Weglaufen hilft nicht!
Wieviel erbliche Anlage und welchen Einfluss die Erziehung am Verhalten eines Menschen hat ist umstritten.Klar
scheint: Wer seinen Kindern ein positives Vorbild vermittelt, kann die
kindliche und jugendliche Anfälligkeit für Gewalt und
„Kurzschlussreaktionen“ vermindern.
Tipps für möglichst gewaltfreie Sozialisation Ihres Kindes
- Pflegen Sie einen gewaltfreien Erziehungsstil.
- Üben Sie mit Ihrem Kind gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien ein.
- Lenken
Sie die Energie Ihres Kindes in sportliche, musische oder sonstige
Tätigkeit um. Ihr Kind braucht die Möglichkeit, sich
körperlich auszutoben.
Vor allem aber braucht es Anerkennung und Erfolgserlebnisse. - Geben
Sie Ihrem Kind die Chance, bei gemeinsamen Unternehmungen die eigenen
Kräfte auszuloten und Grenzbereiche zu erfahren. - Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, seine Zukunft zu planen und eine positive Lebenseinstellung zu finden.
- Lernen Sie die Menschen kennen, mit denen Ihr Kind Umgang pflegt.
- Helfen Sie ihm dabei, Freunde zu finden, in Vereinen Fuß zu fassen und Beziehungen zu anderen Personen aufzubauen.
- Sprechen
Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Auswirkungen Gewalttaten
für das Opfer, aber auch für den Täter haben. - Sollte
Ihr Kind einmal mit einer Gewalttat in Verbindung gebracht werden, so
wenden Sie sich nicht von ihm ab. Unterstützen Sie es vielmehr
dabei, wieder Tritt zu fassen, und geben Sie ihm die Chance zu einem
Neuanfang. - Denken
Sie daran: Erfahrungsgemäß markieren die meisten
Verfehlungen von Kindern und Jugendlichen ein entwicklungstypisches
Stadium im Reifungsprozess, das sich im Laufe der Zeit wie von selbst
wieder verliert.
Hilfe bei Erziehungsfragen
- Jugendamt mit Erziehungsberatungsstellen
- Kinderarzt
- Kirchliche Mitarbeiter
- Als
kompetente Ansprechpartner empfehlen sich auch die Jugendsachbearbeiter
bzw. Jugendbeauftragten Ihrer Polizei. Dort nennt man Ihnen auch die
nächsten außerpolizeilichen Beratungsstellen.
Haben Sie Mut bei Sorgen in der Kindererziehung mit jemandem darüber zu sprechen.
Hier finden Sie Unterstützung:
Vermisst - Wenn Ihr Kind nicht Zuhause ankommt
- Vertrauen sie sich Freunden, vertrauten Nachbarn oder weiteren Familienmitgliedern an.
Sorgen, Ängste und Trauer zu teilen, darüber zu reden und Zuspruch zu finden helfen weitere Entscheidungen zu treffen. - Denken sie logisch und Systematisch.
- Telefonlisten aus der Schule oder aus dem Sportverein nutzen.
- Nicht das eigene Telefon nutzen, damit Ihre Leitung frei bleibt.
- Lassen Sie eine vertraute Person telefonieren, dann können Sie weitere Schritte unternehmen.
- Auch andere Kinder oder Personen, die nicht zu ihrem direkten Bekanntenkreis zählen können etwas beobachtet haben.
- Suchen Sie ihr Haus (Keller, Dachboden, etc.) und das Grundstück gründlich ab.
Eventuell ist ihr Kind verletzt und kann Ihnen nicht antworten! - Suchen Sie mit Freunden und Bekannten die Umgebung ab.
Denken Sie an Abkürzungswege des Schulwegs, Lieblingsorte und Personen die Ihr Kind gerne besucht. - Treffpunkte der Jugendgruppen oder Clique aufsuchen.
Ratlosigkeit, Angst, Trauer lassen betroffene Eltern oft falsch reagieren.
Suche bei Freunden
Fragen Sie in der Nachbarschaft
Wenn
Sie selbst das Haus verlassen muss in jedem Fall das Telefon
während dieser Zeit von einer Vertrauensperson bedient werden!
Gefahren im CHATROOM - Nutzt ihr Kind das Internet?
- Schauen Sie nach, welche Internetseiten ihr Kind genutzt hat.
- Gab es in der Vergangenheit Kontakte, die Ihr Kind hatte, von denen es nicht erzählt hat?
- Sofern
Sie nicht selbst mit den Möglichkeiten des Internets vertraut sind
Fragen sie Verwandte und Bekannte um Mithilfe – lassen Sie aber
nur Personen an den Computer des Kindes, die nicht versehentlich
„Spuren verwischen“ (löschen, überschrei-
ben, etc.)
Sollte sich hierbei ein Verdacht ergeben, wenden Sie sich sofort an die Polizei!
Vermisstenanzeige bei der Polizei
- Routinemäßig klären die Beamten zuerst mit einigen Fragen, wie ernst der Fall ist.
- Ist die vermisste Person schon öfter weg gewesen?
- Neigt die Person zu spontanen Entschlüssen?
- Gab es vorher Streit?
- Oftmals wird im Umfeld des Vermissten nach Hinweisen gesucht.
- Der
Polizei ist in jedem Fall der großen Gefahr bewusst, wenn es um
ein vermisstes Kind geht oder um eine Person mit Suizidabsichten!
Wenn
die Telefonsuche und andere Suchmaßnahmen keinen Erfolg hatten
sollten Sie umgehend eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgeben.
Auch wenn viele Vermisste oft schnell zurückkehren, muss die Polizei jede Vermisstenanzeige ernst nehmen.
Was tut die Polizei, wenn eine Vermisstenanzeige aufgegeben wird?
Info-Mappe für die erfolgreiche Suche
- ein aktuelles Foto
- Geburtsdatum, Haarfarbe, Augenfarbe, Grösse
- Bekleidung
- Besonderheiten wie Zahnspange, auffällige Narben, etc.
Für eine schnelle und erfolgreiche Suche stellen Sie eine
Info-Mappe über ihr Kind zusammen!
Sie beinhaltet:
AMBER-ALARM bei Gewissheit einer Entführung
- Die Ermittlungsbehörden haben konkrete Hinweise darauf, dass es sich um eine Entführung handelt.
- Das entführte Kind ist Minderjährig.
- Die
Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass sich das vermisste Kind
in größter Gefahr für Leib und Leben befindet. - Es
gibt ausreichend Information zur Beschreibung des vermissten Kindes und
die Umstände des Verschwindens, so dass Aussicht darauf besteht,
dass ein Amber-Alarm effektiv zur Suche beitragen kann. - Es liegt bei der örtlichen Polizeidienststelle eine Vermisstenanzeige vor.
Besteht
die Gewissheit einer Entführung mit akuter Gefahr für das
minderjährige Opfer kann mittels AMBER-ALARM durch Verbreitung der
Vermisstenmeldung über verschiedenste Kanäle und Medien die
Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen wurde.
Das
Ziel des AMBER-Alarms soll die möglichst schnelle und jeweils
zuerst regional begrenzte Alarmierung der Bevölkerung zu einem
Vermisstenfall sein, an dessen Ende die sichere und zeitnahe Auffindung
des vermissten Kindes stehen sollte.
Personen, die sich
zum AMBER-Alarm angemeldet haben, werden per SMS oder MMS informiert,
sobald ein Kind in Ihrem Postleitzahlengebiet vermisst und ein Alarm
ausgegeben wurde.
Die genauen Voraussetzungen zur Durchführung eines
AMBER-Alarms lauten wie folgt:
Weiter Informationen zum AMBER-ALARM:
Initiative vermisste Kinder
Schmilinskystrasse 4
23669 Timmendorfer Strand
Die
Initiative vermisste Kinder hilft seit 1997 bei der Suche vermisster
Kinder und ist seit 2001 Mitglied bei der European Federation for
Missing Children in Brüssel.
Wann gilt ein Kind als vermisst?
- Alle
Minderjährigen werden als vermisst betrachtet, wenn sie ihren
gewohnten Lebenskreis verlassen haben und ihr Aufenthalt (dem
Sorgeberechtigten) unbekannt ist. - Solange
die Ermittlungen nichts anderes ergeben, wird vorsichtshalber von einer
Gefahr für das Leben oder die körperlicher Unversehrtheit des
Betroffenen ausgegangen.
Berichterstattung der Medien über “Vermisste Kinder”
- Das
Thema "vermisste Kinder" hat in der deutschen Öffentlichkeit einen
hohen Stellenwert. Durch die intensive Berichterstattung der Medien bei
aktuellen Einzelfällen wird ein hohes Gefährdungspotential
für alle Kinder suggeriert. - So
entsteht mitunter der Eindruck, dass - die Anzahl nicht wieder
aufgefundener Kinder bzw. nicht aufgeklärter Fälle dramatisch
hoch sei. - Beispielhaft
galten im Jahr 2001 in Deutschland insgesamt 14.658 Kinder (bis 14
Jahre) als vermisst, davon konnten bis Mitte Juni 2003 14.519
Fälle aufgeklärt werden. Dies entspricht einer Quote von ca.
99 %. - Die
139 noch nicht geklärten Fällen beinhalten 58 Fälle von
Entziehung und 38 unbegleitete Flüchtlingskinder.
Polizeistatistik - 99 Prozent der Fälle aufgeklärt
Fahnungsmittel der Polizei
- Spürhunde
- Hubschrauber
- DNA-Analyse
- Internet
- Hundertschaften
der Bereitschaftspolizei und bei weiterem Bedarf auch die
Hundertschaften anderer Bundesländer oder des Bundesgrenzschutzes - lokale Rettungsdienste (Rotes Kreuz, Feuerwehr, THW) sind insbesondere wegen der Ortskenntnis unverzichtbar
- Wärmebildkameras und weitere technische Geräte
Bei der Suche nach Vermissten setzt die Polizei in der Regel alle ihr zur Verfügung stehenden Fahndungsmittel ein:
Dabei arbeitet sie auch mit Kollegen aus dem Ausland zusammen.
Wie lange die Polizei sucht, ist unterschiedlich.
Angehörige können allerdings davon ausgehen, dass die Ermittlungen so lange laufen, wie es noch Spuren gibt.
Bei Kindern beginnt die Suche ohne Wartezeit, das heißt sofort, wenn die Vermisstenmeldung bei der Polizei
eingeht.;
Quellen: GENU; THW; Initiative vermisste Kinder; DPA,
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Eine sehr gute Sache, wie ich finde! Ab welchem Alter sollte man aus diesem Grund seinem Kind ein Handy mit GPS mitgeben? Ist das sinnvoll, wenn das Gerät geortet werden kann oder wirft es der Täter ggf. eh weg/schaltet es aus?