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Artikel Umweltzone in Ruhrgebiet ein Flickenteppich?

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Umweltzone in Ruhrgebiet ein Flickenteppich?

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In Duisburg ist die Umweltzone nur noch 50
Quadratkilometer groß.



Viele Bereiche, in denen die
Belastungsgrenzen überschritten werden, liegen außerhalb,
etwa Rheinhausen und Homberg. Auch der überwiegende Teil der
großflächigen Industriebereiche ist von der Umweltzone
ausgenommen, andere sind es hingegen nicht (etwa in Meiderich). Auch
die die Umweltzone begrenzenden Straßen sind nicht Teil
derselben, Strecken mit den höchsten Verkehrsbelastungen wie die
Asterlager oder die Ehinger Straße sind nicht erfasst.


Ein weiterer Kritikpunkt:



  • Die City liegt in der
    Umweltzone,

  • Standorte wie das Centro in Oberhausen



  • das
    Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim aber nicht.


„Das ist ein
klarer Wettbewerbsnachteil. Weil es den Standort Innenstadt
schwächt, in den wir mit Projekten wie dem CityPalais und dem
Forum so viel investiert haben“, erklärte Greulich.


Und schließlich: Weil die Umweltzone so
lückenhaft ist, müssen viele Hinweistafeln her. 310 Stellen
sind vorgesehen, was die Stadt Duisburg geschätzte 57 000 Euro kostet.


Messungen haben ergeben, dass die Industrie für
93 Prozent der Feinstaubemission in Duisburg verantwortlich ist.
„Vieles kommt aus den Schornsteinen, wovon der Mensch auf
Bodenhöhe nicht unmittelbar etwas mitbekommt“, erklärte
Umweltdezernent Dr. Peter Greulich in der jüngsten Sondersitzung
von Umwelt- und Wirtschaftsausschuss. Doch Zahlen belegten, dass die
unmittelbare Feinstaubbelastung für die Bevölkerung immerhin
noch zur Hälfte auf die Industrie, und hier vor allem auf die
Stahlindustrie, zurückzuführen sei.


„Dieser Tatbestand findet keine auch nur
annähernd adäquate Umsetzung in Maßnahmen für
Industrie und Gewerbe“, schrieb Greulich deshalb in einem Brief
an die Bezirksregierung. Der Luftreinhalteplan konzentriere sich zu
sehr auf den Verkehr, der jedoch nur mit maximal zehn Prozent
mitverantwortlich für die Immissionsbelastung sei. Greulich
forderte eine deutliche Ausweitung des Maßnahmenanteils für
den industriellen Bereich.


Kann Grün helfen?


Eine Geranie für den Balkon, Efeu für die Fassade oder doch
gleich eine Birke einpflanzen - seitdem die Feinstaubbelastung als
ernsthaftes Problem erkannt worden ist, werden Möglichkeiten
gesucht, die innerstädtische Luftverschmutzung so gering wie
möglich zu halten. Während Köln und einige Städte
im Ruhrgebiet ihr Heil in der Schaffung von Fahrverbotszonen suchen,
gehen vier Städte am Niederrhein einen alternativen Weg: Sie
versuchen, die Belastung durch eine effektive Begrünung zu
reduzieren.


Der positive Effekt von Grün für die Minderung der
Immissionen besteht in der Bereitstellung von Blattoberflächen.
Feinstaub kann auf verschiedene Weise auf einem Blatt landen. Jedoch
wie viel ein Blatt aufnehmen kann, kommt auf die Fläche des
Blattes und die äußeren Gegebenheiten an. Ein gutes Beispiel
für die aktive Filterung von Feinstaub ist zum Beispiel Efeu. Ein
Quadratmeter Efeu hat eine Blattoberfläche von acht Quadratmetern
und bietet deshalb eine große Oberfläche für Staubfang.


as zweijährige Projekt „Grün reduziert
Feinstaub“ der Städte Duisburg, Krefeld, Venlo und Nimwegen
wird dabei von der „Euregio Rhein-Maas-Nord“
gefördert, einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft, die sich um die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Mitglieder bemüht.


Mit
der Kampagne „Duisburg schön grün“ wurde den
Bewohnern der Stadt die Problematik in ihrer Umgebung bewusst gemacht.
Die Erhöhung des Grünanteils in den Straßen soll sowohl
die Umweltqualität als auch das Stadtklima verbessern.


„Die
Bürger durften sich kostenlose Pflanzen bestellen, mit denen sie
ihre Balkone, Fassaden und Straßen begrünen konnten“,
sagt Volker Heimann vom Amt für Umwelt und Grün. Es sei zwar
nicht möglich, die Luft allein mit der Hilfe von Pflanzen zu
filtern, jedoch sei dies ein kleiner Schritt für ein besseres
Klima in den Städten. Die Kosten für diese Aktion beliefen
sich auf etwa 80 000 Euro, rund 60 000 Euro wurden von der Euregio
gesponsert, die restlichen Kosten hat die Stadt Duisburg
übernommen.


In Krefeld wurden bisher etwa 130 000 Euro
für die Begrünung investiert, auch hier wurden 60 000 Euro
von der Euregio beigetragen. Zwei Altbaugebiete wurden mit
Straßenbäumen bepflanzt, weitere Bepflanzungen sind geplant.


„Krefeld
besitzt zwar viele Grünflächen, aber in der Innenstadt gibt
es Bereiche, wo Bedarf besteht“, sagt der Abteilungsleiter des
Fachbereichs Grünflächen, Heino Thies. Allerdings erwies sich
die Umsetzung als problematisch, da bei vielen Standorten für die
Einpflanzung der Straßenbäume sämtliche unterirdische
Leitungen abgedichtet werden mussten.


Trotzdem fällt Thies
Fazit sehr positiv aus. „Die Zusammenarbeit mit den
niederländischen Nachbarn hat bei dem Euregio-Projekt sehr
geholfen, wir können für die Zukunft viel von den Erfahrungen
mitnehmen.“


Die mit 2000 Jahren älteste Stadt der
Niederlande, Nimwegen, will vier Standorte mit schlechter
Luftqualität mit Grünflächen versehen. Neben der
Reduktion der Feinstaubbelastung sollen die Maßnahmen auch das
Umfeld der Bürger attraktiver machen. Darüberhinaus hat die
Stadt eine Methode zur Kosten-Nutzen-Analyse entwickelt, mit der sich
ein effektiver Einsatz der Begrünungsmaßnahmen
prognostizieren lässt.


In Venlo hingegen wird geplant,
entlang einem Teilstück einer Autobahn einen Park zu errichten,
der den Bedürfnissen und Wünschen der Bewohner angepasst
werden soll. Dieser „Grünstreifen“ soll als Filter,
zugleich aber auch als „gesunde Nutzfläche“ dienen, so
die Niederländer in ihrer Broschüre über das Projekt.


Zusätzlich
hatte die Gemeinschaftsarbeit einen positiven Nebeneffekt: Die
Verantwortlichen der jeweiligen Städte wollen über das
Projekt hinaus ihre Umgebung grün gestalten und auch auf anderen
Ebenen ihre Zusammenarbeit vertiefen.





2 Kommentare

Kommentare zu Umweltzone in Ruhrgebiet ein Flickenteppich?

 

jogi3jogi3am 09.07.08


was zum beispiel?

ErstesahneErstesahneam 09.07.08


Ich denke, politisch kann man da viel tun.


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