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Artikel schon wider JOBS weg - Henkel baut 1000 Stellen ab -

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schon wider JOBS weg - Henkel baut 1000 Stellen ab -

Der Henkel-Konzern streicht in Deutschland etwa jede zehnte Stelle. Von
derzeit 10 000 Arbeitsplätzen im Inland sollen rund 1000
wegfallen, sagte ein Konzernsprecher. Betroffen sind mehrere Standorte.
Besonders hart trifft es Düsseldorf, den Stammsitz von Henkel.


Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not, lautet ein Motto von
Henkel-Chef Ulrich Lehner. So hatte Henkel bereits im vergangenen Jahr
ein weiteres Bündel an Restrukturierungs-Maßnahmen
("Advanced Restructuring") gestartet, um die Ertragskraft und
Wettbewerbsfähigkeit von Europas führendem
Waschmittel-Konzern zu stärken.


Mit diesem Schritt antworte man laut Lehner frühzeitig auf
Marktveränderungen. "Wir nehmen Entwicklungen vorweg und stellen
damit aus einer Position der Stärke den Erfolg des Unternehmens
sicher." Diese Stärke hatte Henkel 2004 ein Umsatzwachstum von
12,4 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro und mit 1,7 Milliarden Euro einen
fast verdreifachten Jahresüberschuss gebracht. Allerdings sind
darin die Ziffern vom zugekauften US-Waschmittelriesen Dial und der
Verkauf von Clorox enthalten. Aktionäre erhalten eine um 10 Cent
je Aktie erhöhte Dividende.


Im Sparpaket, das ein Volumen von 408 Millionen Euro hat, sind
auch Schließungen von Standorten und Straffung der Verwaltung
enthalten. Ab 2007 rechnet Henkel aber mit Einsparungen von 125
Millionen Euro pro Jahr. Geplant ist ein weltweiter Abbau von 3000 der
derzeit 51 000 Stellen. "Der Abbau wird aber entsprechend unserer
Tradition und Werte sozialverträglich erfolgen", versicherte
Lehner.


Der Konsumgüterhersteller leidet unter
steigenden Rohstoffpreisen. Ein Werk in Sachsen-Anhalt wird nun
geschlossen. Außerdem erwägt der Vorstand offenbar einen
weiteren Umbau des Konzerns und prüft eine Zusammenlegung mehrerer
Sparten.

Bis 2011 streicht der mit hohen Rohstoffpreisen und hartem
Wettbewerb kämpfende Konzern rund 1000 Stellen, teilte ein
Unternehmenssprecher am Montag mit. "Betriebsbedingte Kündigungen
können wir nicht ausschließen", fügte er hinzu. Die
Henkel-Aktie schnellte nach der Ankündigung um rund drei Prozent
nach oben.


Ein Schwerpunkt des Umbauprogramms in Deutschland ist die
Einstellung der Produktion von Flüssigwaschmitteln am Standort
Genthin in Sachsen-Anhalt. Die Fertigungs- und Transportkosten seien
dort nicht mehr wettbewerbsfähig, teilte Henkel mit. Die
Produktion solle künftig am Henkel-Stammsitz in Düsseldorf
gebündelt werden. Derzeit arbeiteten rund 240 Henkel-Mitarbeiter
am Standort Genthin. Teile der Fertigung sollen dort an externe
Unternehmen verkauft werden. 50 Mitarbeiter könnten so vor Ort
weiterbeschäftigt werden. Henkel prüfe auch die
Möglichkeit, Mitarbeiter aus Genthin an anderen Standorten in
Deutschland einzusetzen.


Sparprogramm soll Wettbewerbsfähigkeit verbessern

Der Stellenabbau ist Teil eines im Februar vorgelegten
Sparprogramms, mit dem der Hersteller von Pritt und Persil trotz eines
Rekordgewinns 2007 seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern will.
Weltweit sollen rund 3000 der 53.000 Stellen im Konzern bis 2011
wegfallen. Zur regionalen Verteilung des Abbaus hatte sich der Konzern
bislang nicht geäußert.


Außerdem erwäge der Vorstand unter dem neuen Chef Kasper Rorsted
einen weiteren Umbau und prüfe eine Zusammenlegung der
Waschmittel- und Kosmetiksparte, um die Schlagkraft zu erhöhen,
erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus mit dem Vorgang vertrauten
Personen. Ein Henkel-Sprecher wollte dies nicht kommentieren.


Henkel kämpft bei Waschmitteln mit steigenden Rohstoffkosten, die nur
schwer an den Handel weitergegeben werden können, da die
großen Handelsketten selbst im erbitterten Preiskampf stehen.
Umsatz und operatives Ergebnis der Waschmittel-Sparte waren im ersten
Quartal zurückgegangen, das Geschäft mit Kosmetik und
Körperpflege hatte dagegen stark zugelegt. Henkel hatte schon im
Juni die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten neu geordnet.


Im Februar 2007 hatte der damalige Henkel-Chef Ulrich Lehner
das Klebstoff- und Technologiegeschäft zu einer Sparte
verschmolzen, um Märkte einheitlich bearbeiten zu können. Die
Sparte hatte im ersten Quartal deutlich mehr verdient als noch vor
Jahresfrist. Im gesamten Konzern war der operative Gewinn vor Zinsen
und Steuern von Januar bis März wegen der steigenden
Rohstoffpreise und des schwachen Dollar leicht auf 320 Mio. Euro
zurückgegangen.


Erstmals nannte der Henkel-Chef, nachdem die Verhandlungen mit den
Betriebsräten und Gewerkschaften weiter gediehen sind, auch Zahlen
für Deutschland. Rund 500 von insgesamt 11 000 Stellen, davon die
Hälfte in Düsseldorf, sollen wegfallen. "Der Standort
Erkrather Straße von Thomson Siegel in Düsseldorf wird
aufgelöst", sagte Lehner. Ein Teil der Produktionsstätte und
der Mitarbeiter werde aber ins Mutterwerk Düsseldorf Holthausen
geholt.


Ebenfalls zum Teil geschlossen werde die Produktionsstätte
für Klebstoffe in Hannover. Etwa 50 Prozent der dort
Beschäftigten sollen mit der Produktion nach Düsseldorf
geholt werden. Auch in der Düsseldorfer Verwaltung werde
eingespart. Unter dem Strich sollen jeweils rund 250 Arbeitsplätze
in Düsseldorf und Hannover entfallen.


Henkel geht nach Analysen davon aus, dass sich die Marktmacht
vom Hauptkonkurrenten Procter & Gamble erhöhen wird. Mit
Innovationen und Marktoffensiven, die bereits im Vorjahr im
Waschmittelbereich viel Geld gekostet haben, soll der von
Konsumschwäche gekennzeichnete deutsche Markt, der nur noch ein
Fünftel des Henkel-Geschäfts ausmacht, gestärkt werden.
Zu einem Viertel ist Henkel über Dial künftig vom
US-Geschäft abhängig. Dort sind die Margen aber höher
als in Europa.


Für 2005 hat Lehner die Ziele erneut erhöht: Henkel
will stärker als die relevanten Märkte wachsen. Das
organische Wachstum aus eigener Kraft und ohne Sondereffekte soll 3 bis
4 Prozent betragen. Und das Betriebsergebnis (Ebit) soll im hohen
Zehnprozentbereich wachse



Quellen:


DPA; Reuter, FDT, Henkel



1 Kommentar

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Kommentare zu schon wider JOBS weg - Henkel baut 1000 Stellen ab -

 

KlopapierKlopapieram 08.07.08


Ja es ist irgendwie zum kotzen mit dem Stellenabbau. Das wird wohl nie aufhören, wenn wir dauernd vor der Lobby oder Elite den Bückling machen.


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