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Artikel Poker: Poker: Peter Watroba über das Aussterben der Poker-Dinosaurier

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Poker: Poker: Peter Watroba über das Aussterben der Poker-Dinosaurier



Wer ist zu alt fürs Pokern? Diese Frage mag
sich mancher reife Spieler stellen, angesichts der Armeen junger und
motivierter Poker-Spiele bei den aktuellen Poker-Events.



Wir sind gerade auf einem öffentlichen
Pokerturnier an der niederländischen Grenze. Mit dabei sind 18 Tische und rund
250 Leute, die sich zum Teil erst einmal mit der Warteliste begnügen müssen.
Auffallend ist die Altersstruktur der Spieler, viele vielleicht mal gerade
achtzehn geworden. Von der älteren Generation sind auffällig wenige zu sehen. Macht
die nachrückende Generation den Poker-Dinosauriern das Leben schwer oder
verdrängt sie gar ganz? Kommen die alten Hasen etwa nicht damit zurecht, dass
Spieler, die ihr Enkelkind sein könnten, oft besser spielen als sie selbst und
bleiben fern?



Wir fragen einen Fachmann, der es wissen
muss. Peter Watroba, selbst Betreiber staatlich konzessionierter Casinos und
hier heute ehrenamtlicher Spielleiter des Turniers: „Wir Dinosaurier müssen
keine Eiszeit fürchten, aber so wie die Jugend sich dem Alter überlegen fühlt, vergessen
wir gerne mal, dass die Kinder von heute die Konzernlenker und
Präsidentschaftskandidaten von morgen sein werden. Roulette und Black Jack sind
auf Profit für das Casino ausgelegt und weder mit System, noch mit Intelligenz
oder Wagemut zu bezwingen. Im Turnierpoker aber, wie sie es heute hier erleben
oder es aus dem Fernsehen kennen, entscheiden 80% Können und 20% Glück. Der
Zugang zu den Turnieren ist einfach, hier kommen sie im Gegensatz zum Casino mit
zerfransten Jeans und Baseballmütze rein.“



Die jungen  Leute sind angespornt von den Medienberichten
über frisch geborene Pokerprofis, wie gerade über Mike McDonald, der 18-jährige
hat soeben auf dem EPT-Turnier in Dortmund 
933.600.- Euro gewonnen. Oder die 22-jährige Poker-Schönheit Vanessa
Rousso, die mal eben so $260'000 auf dem einen und $850'000 auf ihrem höchsten
Turnier mit nach Hause nimmt.



„Wer weiß, wie viele Single-Spätpubertierende
sich alleine schon wegen des hohen Frauenanteils für Poker begeistern können
und für einen Platz am Tisch gerne ihre Zahnspange daheim lassen würden“
scherzt Peter Watroba und prognostiziert: „Realistisch gesehen wird der Pokermarkt
weiterhin expandieren und es wächst eine neue Generation von Spielern heran. Man
muss sich nur die letzte World Poker Tour anschauen, um einen Beweis zu haben,
dass viele junge Pokerspieler die Szene kolorieren und einige zu den besten der
Welt gehören. Dass aber die Poker-Dinosaurier am Aussterben sind, muss niemand
befürchten. Eine allgemeingültige Regel, Jung schlägt
Alt, ist physikalisch gesehen naturbedingt, wird es aber auf intellektueller
Ebene nicht geben. Ich zitiere hierzu gerne einen Arzt und
Schriftsteller: Der junge Mann kennt die Regeln. Aber
der erfahrene Mann kennt die Ausnahmen.“



Wir bedanken uns für das nette Gespräch und
schauen weiter interessiert zu, wie sich hier auf diesem Pokerturnier, doch
tatsächlich noch einige über ihre Zahnspange hinausblickend, professionell ihren
Platz erobern. Und am Ende des Abends sitzt doch tatsächlich noch ein
Dinosaurier im Finale. Eine Ausnahme?




1 Kommentar

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Kommentare zu Poker: Poker: Peter Watroba über das Aussterben der Poker-Dinosaurier

 

supersexysupersexyam 09.07.08


Ich konnte noch nie Poker spielen. Vielleicht kannst du es mir beibringen ;-)


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