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Hochschule für angewandte
Wissenschaften (FH)
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(FH)
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Datum: 10.
Juli 2008
Wernigeröder
Stadtwerkestiftung unterstützt zukunftsträchtiges Forschungsprojekt der
Hochschule Harz
Elektromotorische
Ventilsteuerung für Kraftfahrzeuge erreicht entscheidende Entwicklungsstufe
Am Mittwoch, den 9. Juli 2008, überreichte Oberbürgermeister
Ludwig Hoffmann im Namen der Wernigeröder Stadtwerkestiftung einen Förderscheck
über 5000,- Euro an Prof. Dr. Klaus-Dietrich Kramer, Leiter des
Forschungsprojektes „Elektromotorische Ventilsteuerung für Kraftfahrzeuge“ am
Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz und
Geschäftsführer des Instituts für Automatisierung und Informatik GmbH. Die seit
knapp drei Jahren bestehende Stiftung steht unter dem Vorsitz von
Oberbürgermeister Ludwig Hoffmann, seinem Stellvertreter Hochschul-Rektor Prof.
Dr. Armin Willingmann sowie namhaften Persönlichkeiten aus Wirtschaft und
Kommunalpolitik. „Die Stadtwerkestiftung setzt ihren Schwerpunkt bei der
wirtschaftlichen Förderung; ein wichtiger Punkt sind hier natürlich
Wissenschaft und Forschung. Wir hoffen, dass dieses spannende Projekt mit Hilfe
unserer Unterstützung die erste und beste Lösung am Markt bieten kann und
wünschen viel Erfolg“, so Oberbürgermeister Hoffmann bei der Übergabe. Dr.
Franz Mnich, NEMAK Europe GmbH, ergänzte: „Die Idee zu diesem innovativen
Forschungsprojekt wurde von der Wirtschaft an die Hochschule herangetragen, das
zeigt auf welch hohem Niveau sich eine solche regionale Zusammenarbeit bewegen
kann“.
Seit mehreren Jahren wird an der Hochschule Harz in Verbindung mit dem Institut
für Automatisierung und Informatik GmbH an der Entwicklung eines
Aktuatorsystems für die elektromagnetische/elektromotorische Betätigung der
Gaswechselventile in Verbrennungsmotoren gearbeitet. Anstöße dazu kamen
seinerzeit von der Firma Rautenbach. Bislang werden die Ventilsteuerzeiten in
Benzin- oder Dieselmotoren rein mechanisch erzeugt (Kurbelwelle, Steuerkette
oder -riemen, Nockenwelle, Ventil). Das neue Konzept geht von einer
elektromagnetischen/elektromotorischen Ansteuerung der Ventile aus, was eine
Entkopplung zur Kurbelwelle darstellt, womit eine vollständige Variabilität der
Ventilbetätigung gegeben ist. Dies lässt, neben der Reduzierung der
Schadstoffemissionen und des Kraftstoffverbrauches, eine Erhöhung des
Motordrehmomentes erwarten.
„Durch die Spende der Stadtwerkestiftung hoffen wir, dass die
komplexen elektronischen Steuer- und Reglerkonzepte auf einen Mikrocontroller –
im Volksmund Chip – übertragen werden können. Das wird den Geräteaufwand zum
Betrieb des Ventilaktuators reduzieren und das System deutlich
weiterentwickeln, so dass wir Ende des Jahres in eine erste Testphase eintreten
werden, deren Ziel der Einbau in ein Testfahrzeug sein wird. Die erfolgreiche
Entwicklung des komplett an der Hochschule Harz entstandenen Systems verdanken
wir auch den großartigen Studenten, die in die angewandte Forschung eingebunden
sind und in der Lehre von dem Projekt profitieren“, berichtete Prof. Dr.
Klaus-Dietrich Kramer den interessierten Zuhörern. Im Übrigen bleibt es
spannend: Weitere Fragen konnten nicht beantwortet werden, da eine
Geheimhaltungsvereinbarung mit einem deutschen Automobilhersteller besteht und
bereits konkrete Pläne existieren, das Aktuatorsystem bei Kraftfahrzeugen
einzusetzen.
Bild: Übergabe des Förderschecks der Stadtwerkestiftung durch
Ludwig Hoffmann (2.v.l.), Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode, an Prof. Dr.
Klaus-Dietrich Kramer (5.v.l.) vom Fachbereich Automatisierung und Informatik
der Hochschule Harz
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