Merkel verspricht frisches Geld

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Merkel verspricht frisches Geld

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Eingestellt vonam 20.07.08in Politik via berlinonline.de

Die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Länder liegt auch 18 Jahre nach der Einheit erst bei 70 Prozent des West-Niveaus

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112 Kommentare

Kommentare zu Merkel verspricht frisches Geld

 

RenePrueferRenePrueferam 22.07.08


Hallo Alter Sack!
Ich gebe Dir zu 100% Recht. Welche Demokratie haben wir denn? Wir dürfen eine Partei wählen, die dann mit einer anderen koaliert, die wir nie haben wollten und machen dann weiter ohne uns zu fragen. Warum werden denn die wichtigsten politischen Fuinktionen nicht direkt vom Volk gewählt? Weil sich die Lobbyisten, Entschuldigung , Politiker dann nicht die Posten kontrolliert zuschieben könnten. Und über Gerichte, Staatsanwaltschaften und der gleichen braucht mir keiner mehr was erzählen. Deren Schauspielerisches Können bewundere ich jeden Tag neu. Lest das Buch " Anklage unerwünscht" Eichborn AG und Ihr wisst bescheid.
Was mich ankotzt ist das Gehetze Ossi gegen Wessi und umgekehrt. Das ist die Grundlage, auf der uns die Politiker verarschen können. Würden wir zusammenhalten wäre vieles sicher besser und die Politiker hätten etwas Respekt. Das schlimmste sind jedoch Genies vom Schlage Mortadella. Nichts in der Birne und große Fresse der Wirtschafts Schmarotzer.

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Und Meinungsfreiheit ist eigentlich nur interessant, wenn die freien Meinungen etwas bewirken. Zwei Drittel der Bundesbürger sind z.B. der Meinung, dass Auslandseinsätze der Bundeswehr unterbleiben sollten. Das ist ziemlich deutlich die freie Meinung eines großen Teiles der Bürger, des Volkes. Nur, wenn interessiert diese Meinung und wo kommt da die Demokratie, die herrschaft des Volkes zum Tragen? Nirgens, weil es hier keine wahre Demokratie gibt und die Meinungsfreiheit ein Witz ist. Auch, wenn du jetzt schäumst ob dieser Blasphemie, du kannst es akzeptieren oder weiter träumen. Ist mir eigentlich egal, weil Naivlingen sowieso nicht zu helfen ist!

martellomartelloam 21.07.08


Hunter du sprichst uns allen aus der Seele ein Punkt.Das versuche ich schon lange den Leuten die Augen aufzumachen was wir für einen Fehlgriff wir mit den Ossis hier machten. Die wollen es nicht wahrhaben.Glauben sie sind hier gern gesehen. Sollen lieber in den Sachsen chat gehen da glubt man ihren Schwachsinn.Only the cat auch du ein Punkt.Da fehlt noch ein Schwachkopf
Renten prüfer oder so lol Typ voll Ossi.Wie alle Total hohl

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Du solltest's beim Lesen auch mal mit Verstehen versuchen. Vielleicht wqillst du es ja auch nur nicht begreifen, wie richtige Demokratie wirklich aussieht, weil dann dein Mörchenkartenhaus zusammenbricht, dein Glaube an die bundesdeutsche "Demokratie" erschüttert wird? Oder passt meine, nämlich die richtige Demokratiedefinition nur in dein Weltbild nicht? Beweis doch mal, dass diese Bananrepublik eine Demokratie. Vielleicht passt dir die Kritik ja auch nicht, weil sie von dummen Ossis kommt? Dann les' doch mal bei von Arnim nach. Das ist ein Wessi und noch dazu Prof., vielleicht glaubst du dem ja.
Woher willst du eigentlich wissen, dass sich für eine Castrozeitung oder einen Castro-TV-Sender keiner interessieren würde? Ist das nun Überheblichkeit oder Dummheit, die dich von dir auf andere schließen lässt?

mindmindam 21.07.08


Der wirtschatlich Umbruch kam in der DDR viel zu brutal und schnell, das ist klar. Zum Beispiel Textilindustrie: Glaubst Du, das war im Westen anders? Hier (NRW) waren Hunterttausende in der Textilindustrie beschäftigt. Heute sind es höchstens noch ein paar hundert.

Das lässt sich nicht zurück drehen und kann auch nicht durch Subventionen aus der Politik nachhaltig geändert werden - wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen.

Sachsen steht doch relativ gut da. Was ist denn da besser gelaufen als im Rest der ehemaligen DDR?

mindmindam 21.07.08


Siehts'te, meine Frage traust Du dich nicht zu beantworten.

Ganz gleich, wie dumm ich die eine oder andere geäußerte Meinung finde, ich würde immer dafür einstehen, dass Ihr Sie äußern könnt. Natürlich vertrete ich meine Meinung, das tust Du doch auch. Das Du toleranter wärst als ich wird wohl kaum jemand behaupten. Das ist Meinungsfreiheit.

Und wenn jeder veröffentlichen darf, was er will, ist das Pressefreiheit. Vielleicht kommst Du mit den Begriffen durcheinander. Sogar Chavez oder Castro können, wenn sie wollen, hier eine Zeitung mit Ihrer Propaganda herausgeben oder einen Fensehsender kaufen (Geld genug hat der erste ja). Es wäre nur ein finanzielles Verlustgeschäft, weil sich nicht so viele dafür interessieren würden.

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Ein richtige Demokratie würde übrigens bedeuten, Volksherrschaft und nicht Herrschaft von lobbyisten -bzw. wirtschaftsgesteuerten Marionetten. Soviel zur Traute, Demokratie zu definieren! Und jetzt kannst du versuchen zu beweisen, dass wir eine Volksherrschaft haben. Dann haben wir im Anschluß wahrscheinlich wieder was zu lachen. Naivität ist zuweilen nämlich sehr komisch! Im Osten haben's die meisten gewusst, dass das keine Herrschaft der "Arbeiter und Bauern" war. Im Westen scheinen sich aber wirklich nicht wenige einzubilden, sie leben in einer Demokratie, in einer Gesellschaft, die vom Volk beherrscht wird.

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Welch Zufall! War heute gerade mit meinem Junior zur Musterung in Stendal. In der ehemaligen Grenzerkaserne in der Gardelegener Strasse, da ist jetzt das Wehrersatzamt. Aber die sollen da wohl auch weg. Bloß gut, dass das wohl unsere letzte Musterung war. Wer weiss, wo der Verein hinzieht.

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Meinungsfreiheit? Deine Reaktion auf unsere Meinung zeugt aber nicht unbedingt davon, dass du die auch anderen zugestehst. Für dich scheint doch auch nur deine eigene zu gelten. Da wird diese "Demokratie" angegriffen, übrigens ganz besonder gut von Herrn von Arnim, und schon ist's bei dir Ende mit der Meinungsfreiheit. Ich habe in der Beziehung vielleicht eine große Klappe. Das ist mir aber lieber, als so dumm zu sein, und nicht zu begreifen, dass dies hier absolut keine Demokratie ist. Da kannst du Zetern wie du willst. Genau wie dein Loblied auf die Pressefreiheit! Ich muss schon sagen, Naivität ist absolut untertrieben.

KottonKottonam 21.07.08


Ja ich kenn die Gegend. Bin selber ursprünglich aus dem Landkreis Stendal.
Da siehts auch düster aus. Eine Bekannte von mir hat einen eigene kleinen Frisörladen. Dort kostet ein Herrenhaarschnitt 5 €. Unglaublich aber WAHR! Wenn sie mit dem Preis höher gehen würde, könnte sie dicht machen, weil keiner mehr Geld hat um das zu bezahlen. Und jetzt hier im Westen bezahle ich für einen Haarschnitt 11 - 13€ (normal). So sieht man die Unterschiede zwischen Ost und West. Es ist nicht einfach sich dort über Wasser zu halten und eigene kleine Betriebe zu führen. Bei den Billigpreisen kann man auch schlecht eine Angestellte einstellen und somit für arbeitsplätze sorgen. Das ist einfach nicht drin! DOCH ich weis eins! Sollte es in nicht all zu ferner Zukunft zu dieser großen wirtschaftlichen Kriese kommen, halten die Ossis zusammen wie Pech und Schwefel. Dat könnt da glooben! ;-) Und dann machen se aus Scheiße Bonbon!! *grins*

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Und nun kann mind es nicht leiden, wenn jemand die DDR lobt? Wer eine gesicherte Existenz nicht für lobenswert hält, braucht das auch nicht zu tun. Mind wird das auch nie verstehen und man kann ihm das nicht einmal verübeln. Er gehört ja nicht zu diesen Menschen. Die Menschen haben hier einen großen Teil ihres Lebens unter diesen, oft sicher wiedrigen Verhältnissen verbracht. Das war ihre Heimat, auch diese Gesellschaft. Und es ist nicht so, wie es in den Medien oft und gerne dargestellt wird, dass fast jeder ein Regimegegner war, dass am liebsten alle in den Westen abgehauen wären. Das ist einfach nur gelogen, scheint von den Altbundesländlern aber gerne für bare Münze genommen zu werden. In der gesamten Geschichte der DDR sind z.B. weniger DDR-Bürger "abgehauen", als in der Geschichte der BRD aus dieser ausgewandert sind. In der DDR waren es wohl 2 Millionen, im Fall der BRD waren es bis Ende der neunziger Jahre 75.000 pro Jahr, danach hat sich diese Zahl fast verdoppelt.

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Eben, was nützt dir die schönstens renovierte Altstadt, wenn kein Bewohner mehr da ist? Was nützt dir der größte Einkaufstempel, wenn du keine Kohle, oft sogar trotz Job, hast und du dir nix kaufen kannst? Was haben denn die Leute heute von der viel gepriesenen Reisefreiheit ohne Knete zu verreisen? Ich wohne in Brandenburg in der Prignitz. Durch die wendebedingte Abwanderung haben wir eine Bevölkerungsdichte erreicht, die uns im EU-Massstab als unbewohnt ausweist. Der Nahverkehr z.B. wird immer mehr gekürzt, Schulen und sogar eine Entbindungsstation in meiner Heimatstadr werden dichtgemacht. In einem ehemaligen Zahnradwerk, dass ein vernünftiger Mann aus den alten Bundesländern weiterführt, haben vor der Wende ca. 2000 Menschen gearbeitet. Jetzt sind's wohl noch 300. Im Nachbarort gab's einen großen Textilbetrieb mit 1500 Leuten. Der ist ganz und gar dicht.

KottonKottonam 21.07.08


Ja alter Sack, ich denk da so an die Ecke Bitterfeld/Wolfen. Da steht das große Bayerwerk. Dort gab es früher mal eine Menge Arbeitsplätze. Heute arbeiten da wenns hoch kommt noch 300 Menschen. Wolfen besteht zum Teil aus Slums. Früher alles Arbeiterwohnungen, heute wohnen da Harz4 empfänger. Dort gab es zu DDR Zeiten viel Industrie, hier hatten Menschen ein gesichertes Einkommen. Und heute? Heute ist es eine trostlose Gegend ohne Perspektiven. Doch das Bayerwerk ist geblieben. Das nur als Beispiel.
Ich denke es gibt vieler solcher Orte in den alten Bundesländern. Die Menschen dort haben keine Zukunft. Es gibt keine Investoren die in diese Gegend ihr Geld investieren wollen und Arbeitsplätze schaffen. Die Menschen verlieren den Mut. Und wenn sie es noch können, dann ziehen sie weg. Tolle Aussichten für einen "Aufschwung Ost". Da hilft auch nicht der Soli. Die Menschen sind nicht glücklich mit ihren neuen Städten, wenn sie keine Perspektiven haben dort zu bleiben!

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


"Was die ostdeutsche Wirtschaft weggeputzt hat, waren hauptsächlich zwei Dinge:
1. War sie zum großen Teil einfach marode.
2. Wurde sie durch den 1:1-Geldumtausch direkt einem brutalen Wettbewerb ausgesetzt."
Ich würd's mal so sagen. Was die ostdeutsche Wrtschaft weggeputzt hat, war eine gnadenlos, fast kriminell agierende Treuhandgesellschaft und das Streben danach, den Osten in erster Linie als Absatzmarkt zu gewinnen. Denn was hier in Rekordzeit passierte war nicht das Renovieren der Städte und Dörfer, das kam erst später. Das war das Ausdembodenstampfen von Konsumtempeln in jeder Größe und Farbe. Und das kannst du uns ruhig abkaufen, wir waren nämlich dabei und haben es jeden Tag gesehen. In diesen "schön renovierten Städten" fällt allerdings eins auf. Und das ist ein Leerstand an Wohnungen, Geschäften, teilweise nagelneuen Geschäftsgebäuden, den vor der Wende kein Ossi kannte.

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Und warum sollten Menschen, denen es in der DDR besser ging als heute, die DDR nicht loben? Und davon gibt's nicht wenige, und das sind auch nicht unbedingt alles systemnahe Menschen oder 500-prozentige Parteigenossen. Ein Arbeiter z.B. aus den vielen Betrieben, die plattgemacht wurden ohne Rücksicht darauf, ob man aus denen noch was hätte machen können, der nun vielleicht seit der Wende arbeitslos ist, und davon gibt's auch viele, der vorher eine gesicherte Existenz mit sicherem Einkommen, also eine, für euch vielleicht bescheidene, Zukunft hatte, würdest du es dem verübeln können, wenn der die DDR loben würde?

mindmindam 21.07.08


Mir geht die Schwarz-weiß-Malerei auf den Geist! Die Wahreheit lieg meistens zwischen den Extremen.

Kotton, ich habe dir eben zum großen Teil zugestimmt, aber das reicht Dir wieder nicht. Es gab mit Sicherheit viele negative Auswüchse und es ist Geld verplempert worden.

Wenn Du schreibst, "Der Osten wird davon nix sehen. " ist das eben falsch. Wenn wir bei dem Beispiel "schöne renovierte Städte" bleiben, dann sieht man das doch, oder nicht? Positiv ist es doch auch, oder?

Was die ostdeutsche Wirtschaft weggeputzt hat, waren hauptsächlich zwei Dinge:
1. War sie zum großen Teil einfach marode.
2. Wurde sie durch den 1:1-Geldumtausch direkt einem brutalen Wettbewerb ausgesetzt.

Dass daran nur die bösen Westfirmen schuld wären, ist ein Märchen (es gab es auch solche Fälle, aber nur zum Teil). Ich kenne selbst mehrere Fälle, wo Westfirmen versucht haben, Betriebe in Osteutschland aufzubauen, aber daran viel Geld verloren und es deshalb aufgeben mussten.

mindmindam 21.07.08


Lies richtig! ich habe geschrieben "... die DDR lobt", nicht etwas aus der DDR. Das ist ein Unterschied!

KottonKottonam 21.07.08


Ja gut der Soli und die schönen neuen Städtchen.
Diesen Wandel hab ich auch miterlebt. Aber mal ganz ehrlich, es kamen viele West-Firmen zu uns in den Osten und haben gebaut. Bezahlt wurde das vom Soli, den der Westbürger an uns Ostbürgern abgedrückt hatte. Somit ist ein großer Teil der Kohle zurück in die West-Firmen geflossen. Gut, wir hatten danach in einigen Teilen Ostdeutschlands schöne renovierte Städte, doch von der Kohle ist nix hier geblieben. Viele Westfirmen, die kurz vor der Pleite standen haben sich im Osten auf Grund des Aufschwungs gesund gestoßen. Das sollte man auch mit berücksichtigen. Nachdem der Osten wirtschaftlich ausgeschöpft war sind viele Firmen zurück in den Westen gegangen und dem Osten ist kaum noch was geblieben. Die wirtschaftliche Infrastruktur ist so gut wie zerschmettert. Viele Junge Leute die was werden wollen ziehen in den Westen, der Osten ist am "aussterben". Die die keine Perspektive im Leben haben und Rentner bleiben dort. Der Rest geht. Traurig.

mindmindam 21.07.08


Nee.

... weil unsere heutigen Verhältnisse mit denen in der DDR in keiner Weise vergleichbar sind.

Wir haben hier sehr wohl eine Demokratie, keine ideale sicherlich, aber es gibt auch keine ideale.
Dass wir hier sehr wohl eine Demokratie haben, sieht man schon daran, dass wir Pressefreiheit haben (jeder kann jeden Unfug verbreiten), sich jeder zu Wahlen aufstellen lassen kann oder die Linken im Bundestag sitzen.

Ihr habt eine große Klappe bezüglich Demokratie und Befreiung, aber wenn jemand den irren Diktator Mugabe stürzen will (ohne Krieg wohlgemerkt), dann seid Ihr dagegen. Aber die Traute, zu sagen, wie denn eine "richtige Demokratie" aussehen soll, oder Beispiele "real exisitierender" vorbildlicher Staaten zu nennen, habt Ihr nicht.

Alter_SackAlter_Sackam 21.07.08


Warum sollte Positives nicht gelobt werden? Das hat nix mit schönreden zu tun. Oder meinst du, in der ehemaligen DDR gab's nichts zum Loben?


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