Artikel 80 % aller Veränderungsprozesse scheitern - Yes, we can?
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Barack
Obama steht für Change und unerwartet viele Menschen wollten seine Rede gestern
in Berlin hören. Seit Monaten wird über Veränderungen bzw. Change in
Organisationen berichtet und diskutiert. In den meisten Fällen geht es dabei fast
ausschließlich um Kosteneinsparungen, z. B. über Personalabbau, zur
Verbesserung der Renditen. Für den Berater und Wirtschaftsexperten Ralf
Overbeck ist dies eine kritische Entwicklung, insbesondere weil der Gewinn
eines Unternehmens auch abhängig vom Umsatz ist bzw. viele Mitarbeiter
mittlerweile nicht mehr an das Positive im Rahmen von Veränderungen glauben. „Immer
mehr Menschen haben Existenzängste und werden in diesen Situationen häufig von den
Vorgesetzten mit Ihren Sorgen allein gelassen“, so Overbeck.
Es
gibt in der einschlägigen Literatur unzählige Ansätze und Methoden, um
Veränderungen erfolgreich zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. Dennoch
scheitern rund 80 % aller Change-Prozesse bzw. Reorganisationsmaßnahmen. Für
den Experten Overbeck ist dies nicht überraschend, da in den meisten Fällen die
Mitarbeiter emotional nicht abgeholt werden - und zwar dort wo jeder
Mitarbeiter steht. Seit vielen Jahren entsteht immer mehr der Eindruck, dass
der Einzelne im Veränderungsprozess nichts zählt. Aber jeder einzelne
Mitarbeiter leistet seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg und damit auch zum
erfolgreichen Meistern von Veränderungsprozessen. Die Mitarbeiter müssen so
informiert werden, dass Sie den Sinn und Zweck der Veränderung verstehen und
den Nutzen für sich und das Unternehmen erkennen. Nur wer ein klares Ziel hat,
wird sich effektiv in den Veränderungsprozess einbringen können. Die
Mitarbeiter müssen den „Lohn“ für Ihre zusätzlichen Anstrengungen „sehen“ können.
Jeder
Mitarbeiter ist emotional intelligent genug, um abschätzen zu können, inwieweit
die geplanten Aktivitäten zielführend sind. Im übrigen eine Tatsache, die die
meisten Vorgesetzten für unwahrscheinlich halten. Wenn das Management es
schafft, Sinn zu stiften, Teil-Erfolge transparent zu machen, die betroffenen
Mitarbeiter zu Problemlösern entwickelt, dann besteht eine realistische Chance,
einen Veränderungsprozess innerhalb von 6 bis 12 Monaten nachhaltig zu
implementieren. Yes, we can - Management, Prozessbegleiter und Mitarbeiter
können Prozesse optimieren, Kosten reduzieren, Qualität verbessern und
zusätzlichen Umsatz generieren, wenn Wertschätzung und Vertrauen zentrale
Bestandteile eines Veränderungsprozesses sind.
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