Artikel Dicke Kinder: Kampf den Speckrollen
Tweet
Ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist zu
dick. Junkfood, Süßigkeiten und Mangel an Bewegung treiben
die Pfunde hoch. Die Folgen: Bluthochdruck, Diabetes und
Gelenkschäden in jungen Jahren.
Seit den neunziger Jahren ist die Zahl der übergewichtigen
Kinder in Deutschland um rund 50 Prozent gestiegen. Die Folgen:
Immer mehr Kinder leiden unter zu hohem Blutdruck,
Stoffwechselstörungen, Gicht und sogar Diabetes Typ 2, eine
Krankheit, die früher fast ausschließlich alte Menschen
betraf.
Aber warum werden unsere Kinder immer dicker?
Und was
können wir dagegen tun?
Oft ist Übergewicht bereits im Vorschulalter ein Problem. Schon
bei Kindern sind immer häufiger Folgeerkrankungen durch
Übergewicht zu beobachten, wie zum Beispiel zu hohe
Cholesterinwerte oder zu hoher Blutdruck. Auch Gelenk- oder
Stoffwechselerkrankungen im Kindesalter sind keine Seltenheit. Nur bei
etwa 15 Prozent der übergewichtigen Kinder gelingt eine
langfristige Gewichtsabnahme. Wichtig sind längere Kuraufenthalte,
um unter Aufsicht Gewicht abzubauen. In einer solchen Kur müssen
die Kinder lernen, langfristig ihr Essverhalten zu verändern.
Eine andere Ursache, und vielleicht die wichtigste: Kinder
bewegen sich zu wenig. Das hat Folgen: Im Rahmen von KiGGs wurden
die motorischen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen
untersucht. 53 Prozent der Jungs und 33 Prozent der Mädchen
sind nicht in der Lage, bei einer Rumpfbeuge mit den Fingerspitzen
den Boden zu berühren. 86 Prozent können nicht eine
Minute auf einem Bein stehen. Und 35 Prozent der Kinder schaffen es
nicht, zwei Schritte rückwärts auf einem Balken zu
balancieren.
Erstaunlich dabei: Die Mitgliederzahlen in
Sportvereinen sind seit Jahren auf einem hohen Level. Der Grund
liegt wohl eher in einem Mangel an der täglichen Bewegung.
Darauf weist noch etwas hin: Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang
zwischen Fernsehkonsum und Fettsucht. Unter Jugendlichen zwischen
11 und 17 Jahren, die am Tag nicht mehr als eine halbe Stunde vor
dem Fernseher saßen, sind nur 6 Prozent fettleibig. Mit
steigendem Fernsehkonsum, steigt der Anteil der Fettleibigen: Unter
den Jugendlichen, die bis zu 2 Stunden fern sahen, waren es 7
Prozent, bei 3 und mehr Stunden sind 12 Prozent der Jugendlichen
adipös.
Mit Sport in der Gruppe und Kochkursen soll der physische und psychische Zustand
verbessert werden und somit die Lebensqualität steigern. Denn neben den
körperlichen Einschränkungen erfahren übergewichtige Kinder häufig
Spott und soziale Ausgrenzung. Sie entwickeln
Minderwertigkeitsgefühle und ziehen sich immer mehr zurück. Diese
Isolation lässt sich mit Hilfe von Sozialpädagogen und
Psychotherapeuten überwinden.
Eltern lernen mit
In
einzelnen Projekten werden die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern
geschult. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des
Erlernten im Alltag. Zusätzlich ist eine psychologische Betreuung der
Kinder wichtig, da Adipositas (Fettleibigkeit) nur durch eine
langfristige Verhaltensänderung therapierbar ist. Die schwierigste
Phase kommt erst dann, wenn das Normalgewicht wieder erreicht ist und
die Kinder ohne ärztliche Aufsicht den Verlockungen ausgesetzt sind.
Sicherlich sind die Faktoren für ein so frühes Übergewicht mannigfaltig, aber eine zu fett- und energiereiche Ernährung spielt in Kombination mit faulen Fernseh- oder Computernachmittagen natürlich mit die Hauptrolle. Verlieren Sie also bitte nicht den Blick
für das Gewicht Ihres Kindes und verpassen Sie nicht den Zeitpunkt,
erste Schritte gegen ein zu hohes Gewicht zu unternehmen.
Denn ist ein Kind nur etwas zu schwer und man achtet wieder verstärkt auf die Ernährung und Bewegung,
so kann ein Kind mit dem nächsten Wachstumsschub sein Gewicht auch
wieder in den Griff bekommen, ohne dass es tatsächlich abgenommen
hätte. Sie reduzieren damit für Ihr Kind erheblich das Risiko,
später an Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder an bestimmten
Krebsformen zu erkranken. Dagegen sind Hänseleien von Mitschülern noch
das geringere Übel.
Gerade wenn Sie selbst Probleme mit Ihrem
Gewicht haben, achten Sie auf die Ernährung Ihres Kindes, machen Sie
zusammen Sport und besonders wichtig: Leben Sie ihm einen gesunden Lebensstil vor!
Übergewicht vorbeugen
Damit es erst gar nicht zu einer zu starken Gewichtszunahme kommt:
- Kinder
sollten nicht dazu gezwungen werden, den Teller leer zu essen. Sie
müssen lernen, selbst einzuschätzen, wann sie satt sind. - Fett-
und zuckerreiche Nahrung sollten nur in Maßen angeboten werden. Nach
dem Essen sollte auf besonders süße beziehungsweise fettige
Lebensmittel verzichtet werden. - Oberste Regel bei der Ernährung: wenig Fett, viele Kohlenhydrate, viel frisches Obst und Gemüse.
- Zuckerreiche Getränke meiden: Hier lauern versteckte Dickmacher, stattdessen lieber zu ungesüßten Säften oder Wasser greifen.
- Heißhungerattacken treten bei frischer und gemischter Kost seltener auf als zum Beispiel nach Fertiggerichten.
- Essen
sollte den Kindern nicht als Belohnung dienen und ist auch nicht als
Ersatz für andere Bedürfnisse wie Zuwendung und Bestätigung geeignet. - Wollen
die Kinder von sich aus draußen spielen oder haben das Bedürfnis nach
Bewegung, sollten die Eltern sie unterstützen und fördern.
Helfen kann z.B. Die Webseite : http://www.jugendkocht.de/
"Jugend kocht" (Slow Kids) ist ein kostenloses Informationsportal, das sich mit allem beschäftigt, was mit Kochen und Kindern zu tun hat. Ziel
unserer Initiative ist es, jungen Menschen das ABC der guten Küche und
den Genuss nahe zu bringen und zeitgestresste Eltern zu unterstützen,
die nach geeigneten Kochkursen, Schulen oder Veranstaltern suchen.
oder auch : http://www.rezepte-und-tipps.de/Kinderrezept/
Gerade Kinder sollten eine ausgewogene und gesunde Ernährung bekommen. In Ausnahmefällen kann man ja auch mal zum Fertiggericht greifen, aber die Regel sollte das nicht werden. Es gibt doch auch so tolle Kinderrezepte!
Schauen Sie einfach mal in die Rezepte für Kinder rein. Unsere
Kinderrezepte sind wirklich simpel und schmecken sicher auch Ihrem Kind.
3 Kommentare
Bildergalerie

Ähnliche Beiträge aus den Themenbereichen: Leben, Krankheit, Kinder, Hilfe, Gesundheit, Abnehmen
Kommentare zu Dicke Kinder: Kampf den Speckrollen
Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden
Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren
finde es so schade, dass die meisten kinder gar nichts für ihr übergewicht kennen. die eltern sind ein schlechtes beispiel, wenn sie bei süßigkeiten & co. immer nachgeben. leidtragenden sind wie immer die kinder, die dann in der schule gehänselt werden und ihr übergewicht in jahren wieder los werden müssen! finde, man sollte viel mehr präventiv-maßnahmen betreiben!
wenn man sich die eltern von den übergewichtigen kindern anschaut, dann wundert es niemanden. es ist verantwortungslos so mit der gesundheit des kindes umzugehen. wird man es richtig bezüglich ernährung erziehen, dann käme es erst agr nicht dazu!
Man sind die Dickmann ... Eingentlich sieht man ja noch relativ viele schlanke Kinder und Jugendliche aber die Übergewichtigen werden mehr.