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Artikel Der Bericht eines DDR Grenzsoldaten

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Der Bericht eines DDR Grenzsoldaten

Ich bin ein ehemaliger DDR-Grenzsoldat und Zöllner.
Zu Anfang ein Lob für den großen Einsatz diese Homepage zu diesem Thema zu erstellen.
Leider wird der erste gute Eindruck, wie meine Vorrednerin schon sagte, durch eine Vielzahl von Rechtschreibfehlern getrübt. Es gibt doch schon in jedem Schreibprogramm eine Rechtschreibprüfung.
Zum Inhalt:
Es fällt auf, das die Homepage aus Sicht eines "Wessis" (nicht böse gemeint!) gemacht wurde. Ein Beispiel aus "Grenze Fakten / DDR-Fakten 2":
"...es war dumm zu glauben das die DDR ein 3.Welt land sei. Denn die DDR hatte vielleicht nicht so viel Technologie wie der Westen aber das was sie hatten das konnten sie auch gut einsetzen"
Als Ossi kann ich da nur schmunzeln.

Eine Anekdote als DDR-Zöllner nach der Wende. Um die DDR-Zöllner mit dem Westdeutschen Zollrecht vertraut zumachen, wurde Zöllner aus dem Westen in den Osten "kommandiert". Wir bekamen eine Zöllnerin aus dem Saarland. Eine reizende Person freundlich und nett, nicht überheblich. Es gibt also auch freundliche Wessis! ;-))
Sie kam voll bepackt bei uns an. Die Hälfte von ihrem Gepäck war Proviant. Sie dachte wirklich im Osten gibt es nichts zu essen. Wir hatten nicht die Vielfalt an Nahrungsmitteln, aber hungern musste nun wirklich keiner. Im Gegenteil war es so, das nach der Maueröffnung, als es noch DM und DDR-Mark gab, die Westdeutschen die grenznahen Fleischer im Osten leer gekauft haben. Bei einem Umtauschkurs von 1zu5 bis 1zu10 kein Wunder. So kam es wirklich zeitweise zur Knappheit von Lebensmitteln in Grenzgebieten. Ich will das nicht verurteilen, ich hätte vielleicht genauso gehandelt.
Übrigens, Lebensmittel standen in der DDR unter Ausfuhrverbot. Wir wussten teilweise nicht wohin mit den ganzen bei den Ausfuhrkontrollen eingezogenen Lebensmitteln.

Es hätte auch nicht geschadet, sich mit ehemaligen Grenzern, Zöllnern usw. auszutauschen. Einige Aussagen in den Artikeln sind doch fragwürdig. Was ich meine?
Beispiel 1 - "Grenze Fakten / DDR-Fakten 3":
"Hauptaufgabe dieser Freiwillgen Helfern war es, die Ortskundig waren, Grenzverletzer zu erkennen und festzunehemen. ... Diese Freiwilligen Helfer waren aus einem Grund sehr gefragt, denn als Ortskundige Bevölkerung wußten die genau wer was machen wollte und natürlich auch wo die besten möglichkeiten einer Flucht bestanden."
Aufgabe der freiwilligen Helfer war es nicht Grenzverletzer festzunehmen. Sie sollten Infos an die Grenztruppen liefern über ortsfremde Personen und Personen aus dem Grenzgebiet, die sich verdächtig machten. Ortskundig waren die Grenzer selber und über die besten Möglichkeiten der Flucht waren sie bestens informiert. Eigentlich logisch.

Beispiel 2 - "Grenze Fakten / DDR-Fakten 5": Thema Grenzhunde. Es wurden nicht nur Schäferhunde eingesetzt. Es war eine bunte Mischung von Rassen.
"...hauptsächlich zur Sicherung der Grenze zu West Berlin eingesetzt..." - Hauptsächlich? An der innerdeutschen Grenze wurden ebenfalls viele Hunde eingesetzt.
"Die Grenzhunde wurden in einem Gehege paralle zum Grenzsignalzaun gehalten" - Ein großer Teil der Hunde lief an Laufseilen, die ca. 50m lang waren. Sie waren also ganz arm dran. Eigentlich sollten sie wöchentlich getauscht werden. Dies geschah aber nur selten. Spätestens nach ein halben Jahr am Laufseil hatten die Hunde eine "Macke". Kein Wunder bei so einem armseligen Leben. Extra scharf abgerichtet um Fremde anzufallen? Habe ich nicht erlebt. Sie sollten vor allem abschrecken und "Krawall" machen.
Auch die knappe Ernährung, um die Hunde scharf zu machen, ist nur ein Märchen. Das waren doch keine Wölfe. Und selbst das hungernde Wölfe willkürlich Menschen anfallen, wurde in Tierstudien schon widerlegt. Außerdem hätte der Flüchtling dann nur ein wenig Fleisch mitnehmen müssen, dann wäre er der beste Freund des Hundes gewesen.

Beispiel 3 - "Grenze Fakten / DDR-Fakten 7": "...Die Grenzkontrollen an den Grenzübergangstellen der DDR waren sehr streng und oft mit vielen Schickanen der DDR Grenzsoldaten versetzt..." - Grenzsoldaten führten keine Kontrollen durch. Kontrollen führten die PKE (Passkontrolleinheit) und der Zoll durch. Auch das Ausgangskontrollen schneller durchgeführt wurden, kann man so nicht stehen lassen. Diese waren in der Regel zeitintensiver, da ja eine mögliche Flucht verhindert werden sollte.
Ganz dicke kommt es hier: "Alle Grenztruppen Soldaten die an den Grenzübergangsstellen eingesetzt waren trugen eine Uniform, doch nicht jeder dieser vermeindlichen Grenztruppen Soldaten war auch einer. Das Ministerium für Staatssicherheit (STASI) hatte ebenfalls mehrer Mitarbeiter an der Grenze eingesetzt."
Eingesetzt zur Personenkontrolle waren Mitarbeiter der PKE, keine Grenzsolldaten. Dies war eine Abteilung der Staatssicherheit. Also alle PKEler waren von der Stasi. Nach der Passkontrolle (bei der Einreise) führte der Zoll die Gepäckkontrolle durch. Bei der Ausreise aus der DDR war es umgekehrt.
Bei verschiedensten TV-Übertragungen zur Maueröffnungen wurden Szenen gezeigt, wo freudige Menschen die vermeintlichen Grenzsoldaten umhalst haben. Hier wurden STASI-Mitarbeiter umarmt, nur zur Info.

Betrachte meinen Beitrag als konstruktive Kritik.
Macht weiter so!
Gruß Parris


5 Kommentare

Kommentare zu Der Bericht eines DDR Grenzsoldaten

 

Alexej666Alexej666am 10.11.08


Ich weiß nur eines und das sage ich aus purer Überzeugung als Wessi(Kotz).
Die Menschen aus der ehemaligen DDR oder vielmehr aus den neuen Bundesländern halten viel mehr zusammen,als wie im Westen.
Und wenn ich den Westen heute sehe,denke ich sehr oft,das es den Leuten früher,auch wenn die Menschen wenig hatten in der DDR allgemein damals schon,wie auch heute besser geht.
Es lebe die DDR!

websauger.euwebsauger.euam 06.08.08


Na diese Homepage

www.websauger.eu

und das Forum ist hier

www.forum-ddr-grenze.de

overLineoverLineam 06.08.08


Schön, dass Du im Westen angekommen bist, aberwenn Du fehlende Rechtschreibprogramme anprangerst, überprüfe mal das Deine ! "dass " mit -ss" kennt es wohl nicht ?? Im übrigen sind Rechtschreibfehler gewollt und werden als Stilelemente eingesetzt ,um die Aufmerksamkeit des Lesers nicht erlahmen zu lassen.
Äußerungen über den Rest Deiner Ausführungen überlasse ich Mitlesern, - ich bin dann mal weg !

TarantelTarantelam 06.08.08


Freue dich das du es geschafft hast , hier Zollbeamter zu werden. Von deinen Privilegien die du hast ,träumen mindestes 90% aller normalen Arbeitnehmmer. Herzlichen Glückwunsch das dir von diesem SYstem der Puderzucker sonstwohin geblasen wird!

hschmidthschmidtam 06.08.08


Sehr ausführlich muss ich ja sagen, aber was meinst du mit Homepage?


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