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Artikel Amerikanische Verhältnisse in Berlin

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Amerikanische Verhältnisse in Berlin

Amerikanische Verhältnisse in Berlin

Heut morgen les ich in der BVG, dass im kommenden Schuljahr drei weitere Schulen in Neukölln von einem privaten Sicherheitsdienst überwacht werden sollen. Dann sind es schon 16, Kosten 500 000 Euro. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Eine wirkliche Lösung der Problematik ist das nicht. Und wie sieht dann wohl die zukünftige Entwicklung aus? Immer mehr Sicherheitsleute an immer mehr Schulen? Metalldetektoren an den Eingängen? Ich finde es viel sinnvoller das Geld in Projekte zu stecken, die das Gewaltpotential von vornherein zu vermeiden versuchen, anstelle örtliche Abschreckung zu betreiben. Dann mag zwar an den überwachten Schulen mehr Ruhe einkehren, aber was ist mit den gewaltbereiten Jugendlichen nach Schulschluß? Was ist mit ihnen, wenn sie die Schule hinter sich haben, sich perspektivlos fühlen und nicht mit ihrem Frust umgehen können? Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Schüler die Wachleute als weiteren Beweis der gesellschaftlichen Erniedrigung und sozialer Abstufung betrachten. Wer ein gesundes Selbstwertgefühl hat wird nicht gewalttätig. Daran sollte gearbeitet werden. Den Jugendlichen Halt zu geben und Erfolgserlebnisse zu schaffen. Toleranz zu vermitteln.


2 Kommentare

Kommentare zu Amerikanische Verhältnisse in Berlin

 

thomaswthomaswam 15.08.08


Ich halte das auch für den falschen Weg. Gearbeitet wird mit Gewalt und mit Angst gespielt. Respekt muss vermittelt werden, das geht eben nicht durch Sicherheitsmänner, sondern muss schon in der Erziehung erfolgen.

Drummer32Drummer32am 15.08.08


Deine Schlusfolgerungen sind der richtige Ansatz. Leider wird es aber dabei bleiben, dass Du,ich und viele Andere so denken.Wer wie unsere Politiker systematisch immer weiter den Rotstift in sozialen,kulturellen und familienpolitischen Projekten ansetzt darf sich nicht wundern das sich gerade in unserer Jugend,eigentlich der Zukunft unseres Landes,sich Resignation und Frust breit macht.Wenn dann noch das natürliche Hinterland der Jugend,die Familie versagt ist das Unglück vorhersehbar.Die Jugend wächst ja nicht im luftleeren Raum auf und sieht,manchmal besser und schärfer,als die Erwachsenen wie das Umfeld ist.Arbeitslosigkeit,Arme,Niedergeschlagene auf der einen Seite und maßloser Luxus,Arroganz undmaterielle Überheblichkeit auf der anderen Seite.Dieses Spannungsfeld immer richtig zu werten und einzuordnen ist selbst uns Erwachsenen oftmals zu viel.Auf manches können wir selbst keine Antwort geben und bleiben dann diesen Fragen der Jugendlichen mit Antworten schuldig.


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