“Fahnenflucht” vor dem Beruf Soldat - Bundeswehr: Nein, Danke?
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Die Berichte über den Tod der Zivilisten sorgten in Afghanistan für Entrüstung. Rund 250 wütende Bewohner protestieren am Samstag (23. Aug.) nahe Asisabad gegen die ausländischen Truppen. Afghanische Soldaten seien mit Steinen beworfen worden und hätten in die Luft schießen müssen, um die Demonstranten auseinanderzutreiben, sagte der Kommandeur der Polizeikräfte in der Region, Akramuddin Jawer. Demonstranten zündeten ein Polizeiauto sowie einen Kontrollposten an und blockierten für mehrere Stunden die Hauptstraße nach Herat.
Karsai warf den internationalen Truppen mangelnde Absprache mit den örtlichen Behörden vor. Karsai hatte die von den USA geführten Truppen in der Vergangenheit mehrfach aufgefordert, bei Einsätzen den Tod von Zivilisten zu vermeiden.
Nach Angaben der afghanischen Menschenrechtskommission kamen seit Jahresbeginn 900 Zivilisten durch Kämpfe ums Leben. Im Juli wurden bei Luftangriffen der internationalen Truppen insgesamt 64 Zivilisten getötet. Beim Absturz eines NATO-Hubschraubers in der Provinz Kunar kam am Sonntag ein Mensch ums Leben.
Wut und Trauer nach US-Luftangriff
Der Tod von mehr als 90 Zivilisten bei einem Luftangriff der US-geführten Koalitionstruppen hat in Afghanistan Empörung und wütende Proteste ausgelöst. Eine von Staatspräsident Hamid Karsai eingesetzte Untersuchungskommission bestätigte am Sonntag (24. August) entsprechende Berichte örtlicher Behörden.
Nach dem Tod von vermutlich mehr als 90 Zivilisten bei Gefechten in Afghanistan sind zwei hochrangige Armeekommandeure entlassen worden. Präsident Hamid Karsai habe General Dschalandar Schah Behnam und den Kommandeur Abdul Dschabar wegen »Nachlässigkeit« und »Zurückhaltung von Informationen« entlassen, teilte das Präsidialamt am Sonntag (24. August) in Kabul mit. Nach Angaben einer Untersuchungskommission der Regierung wurden die Zivilisten am Freitag (22. August) bei einem US-geführten Luftangriff nahe dem Dorf Asisabad in der Provinz Herat getötet. Unter den Todesopfern seien zahlreiche Frauen und Kinder. Die genaue Zahl der Todesopfer war am Wochenende noch unklar. Die Koalitionstruppen bestätigten zwar den Einsatz im Bezirk Schindand, sprachen aber von 30 getöteten Taliban.
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