Artikel Reisebericht Mauritius Hotel Sofitel Imperial/ Die Anreise
Tweet
Donnerstag der 2.April 2008
11 Stunden reine Flugzeit und fast 10000 km liegen hinter uns als wir pünktlich auf die Minute um 4.05 Uhr Ortszeit auf Mauritius landen. Froh dem Schmuddelwetter in Deutschland wenigstens für 14 Tage adieu sagen zu können klettern wir übermüdet mit schmerzenden Giedern aus dem Airbus A 330 und reihen uns in die Menschenschlange ein , die nur einen Wunsch hat auf biegen und brechen endlich die Sardinien büchse die für 12 STUNDEN UNSER Aufenthaltsort war endlich zu verlassen.
24 Grad hat uns der Kapitän mitgeteilt- Außentemperatur 98 % Luftfeuchtigkeit hat er vorsichtshalber nicht erwähnt.
Tropische Schwüle beim verlassen des Flugzeugs treibt uns den Schweiß nicht nur auf die Stirn. Die Jacke , die wir gerade erst angezogen haben klemmen wir wieder unter dem Arm ein obwohl wir durch das reichliche Bordgepäck den zollfreien Einkauf und die Gratis Zeitschriften eigentlich schon gut bepackt sind.
Der menschliche Lindwurm bestehend aus fast 300 Urlaubern tritt im Gänsemarsch den Weg zu den Abfertigungsschaltern an. Komisch irgendwie habe ich immer das Gefühl , die langsamsten führen die Schlange an.
Endlich weitet sich der schmale Gang und wir stehen in der Abfertigungshalle. Von den mehr als 20 Schaltern sind gerade einmal 5 besetzt aber es gelingt uns unter Einsatz der Ellbogen und bösem Blick einen der Schalter zu erwischen der gerade neu besetzt wird.
Während des Fluges wurden uns Einreisevordrucke ausgehändigt die wir und alle Mitreisenden auszufüllen hatten um uns die Einreise zu erleichtern.
Da für das ausfüllen dieser Papiere 11 Stunden zeit und freundliche Flightassistant
Zur Verfügung standen die beim Bearbeiten der Fragebögen zur Verfügung standen kam es wie es kommen muss . Vor uns ein älteres Ehepaar genervt vom Flug und der englischen Sprache kaum mächtig und natürlich die Einreisepapiere an Bord vergessen - nach fast 10 Minuten war man sich mit dem mehr als geduldigen Foreighnofficer immer noch nicht über den Grund der Reise und dem Aufenthaltsort einig bis .es geht doch , ein weiterer Beamter mit ausreichen Deutschkenntnissen dazu kam und der Qual der Mitreisenden hinter uns ein Ende setzte.
Übrigens scheiterten unsere Versuche hilfreich einzugreifen an der Tatsache das wir die gelbe Linie nicht überschreiten durften und deshalb zweimal in die Schranken gewiesen wurden.
Etwa 30 Minuten später hatten wir dann auch unser Gepäck und eilten dem Ausgang zu um unsere Kompetente Reiseleitung zu finden mit einem einzigen Wunsch endlich ins Bett
Und dann wurde es spannend.
Die junge Dame die außer unserem Reiseveranstalter auch noch für 6 weitere Anbieter verantwortlich zeichnete teilte uns auf Nachfrage mit , das für unser Hotel kein Transfer verfügbar sei - ende der Diskussion..
Zunächst einmal blieb uns nichts anderes übrig als ein Taxi zu chartern und erst einmal zu Hotel zu kommen.
Zusatzkosten : 50 Euro Aber da haken wir noch nach.
Etwa 60 Km weiter und eine Stunde später erreichten wir dann die Eingangsschranke zu unserem Zu Hause für die nächsten 14 Tage dem SOFITEL IMPERIAL 5 STERNE LUXUSHOTEL .
Mittlerweile waren wir unserem Taxifahrer sei Dank bestens über die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Insel informiert, und obwohl wir demonstrativ laut gähnten konnten wir den Redeschwall unseres Chauffeurs nicht abstellen der auch nach jedem dritten Satz nicht vergaß zu erwähnen das er immer und jeder Zeit für eine Inselrundfahrt zur Verfügung stehe.
Nach gut einer Stunde Fahrt durch die wirklich rabenschwarze Nacht erreichten wir dann schließlich die Einfahrt zu unserem Hotel.
Dort gab es dann einen kurzen Dialog zwischen dem Taxifahrer und einem recht verschlafenen Pförtner der uns dann schließlich die Schranke öffnete, nicht jedoch bevor er sich telefonisch rückversicherte, das wir tatsächlich ankommende Gäste wären.
Damit waren wir also gemeldet und nun stand einem erholsamen Urlaub und einem Bett nichts mehr im Wege-dachten wir!
Nach einer weiteren Fahrt von ca. 300m erreichten wir dann den Vorplatz unseres Hotels.
Unser Fahrer lud das Gepäck aus dem Kofferraum kassierte seine 50 Euro und fuhr davon.
Wir warteten.
Die Minuten vergingen und eigentlich tat sich nichts.
Nach 5 Minuten entschloss ich mich dann doch einmal Eigeninitiative zu ergreifen
Und begab mich auf die Suche nach verfügbaren Personal oder wenigstens einem Kofferwagen.
Nachdem ich über einige Holzbrüchen dem Hotel vorgelagerten See überquert hatte stand ich dann in der Empfangshalle- ziemlich alleine.
Eine Rezeption im herkömmlichen Sinne gab es nicht, dafür 2 überdimensionierte Schreibtische mit dem Aufsteller GUEST RELATIONS- von irgendwelchem Personal keine Spur.
Schließlich entdeckte ich doch eine müde den Besen schwingende Reinigungskraft ,
Die ich dann auf unsere Ankunft aufmerksam machte.
Einige Minuten später tauchte dann tatsächlich ein Empfangsmitarbeiter auf, den ich zunächst bat meine Begleitung vom Parkplatz zu holen, die dort immer noch unser Gepäck bewachte.
Ein weiterer Mitarbeiter gesellte sich dann zu mir und überreichte mir ein Eincheckformular das er mich bat auszufüllen.
Keine Begrüßung kein Welcomedrink - nur 42 Fragen auf einem Fragebogen.
Innerlich merkte ich wie sich meine gute Kinderstube langsam verabschiedete.
Zum Glück für das Hotel und mich tauchte dann tatsächlich noch Gästebetreuerin auf die zunächst mit meiner Kreditkarte uns meiner Unterschrift auf dem Meldeformular zufrieden war und Gott sei Dank auch noch Deutsche Staatsbürgerin war.
Endlich war dann auch meine Begleitung mitsamt unserem Gepäck aufgetaucht und endlich stand einem Bett wohl nichts mehr im Wege- oder?
Denn jetzt kam der berühmte Satz “ Ich muss mal fragen ob Ihr Zimmer schon bezugsfertig ist.”
Nicht zu vergessen, es war jetzt 6.00 Uhr a.m.
Sollte dieser Satz bedeuten, mein Zimmer ist noch belegt? Oder Housekeeping kommt um 9.00 Uhr? Oder Eincheckzeit ist 15.00 Uhr?
Aber Erleichterung, “ Ihr Zimmer ist fertig” TOLL.
Natürlich folgte dann direkt danach der berühmte Satz den alle Gäste so lieben
“ Sie haben aber ein wunderschönes Zimmer”
Mit diesem Satz verkauft jedes Hotel auch die letzte Zimmermädchen Kemenate,
Da die meisten Pauschalreisenden die wirklich “Schönen” Zimmer sowieso nicht zu sehen bekommen.
Außerdem ist mir in meiner langjährigen Tätigkeit als Hotelgast noch nie passiert
das die Empfangsleitung zu mir gesagt hat, “tut mir leid ,aber Sie haben leider ein einfaches Zimmer”- obwohl das in 50 % den Tatsachen entspricht.
6.30 Uhr endlich im Zimmer. Dies macht um diese Zeit und in unserem Zustand wirklich einen ordentlichen Eindruck.
Großes Bad mit Wanne und Dusche , Separate Toilette . Begehbarer Kleiderschrank
Und ein Großes Bett - alles weitere Später.
3 Kommentare
Bildergalerie

Ähnliche Beiträge aus den Themenbereichen: Urlaub, reisen, Reise, Madagaskar, hotel, Deutschland
Kommentare zu Reisebericht Mauritius Hotel Sofitel Imperial/ Die Anreise
Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden
Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren
Griaß di Chiara,
Wenn ich so was lese, kann ich es gar nicht mehr bis zum 16.11.2008 erwarten - dann fliegen wir nach Ägypten.
Aber meistens ist Urlaub, so schön er auch ist, mit Strapazen verbunden.
oha, Neid. Ich will auch in Urlaub fliegen =D
Diese Inselrundfahrten der beredten Taxifahrer kosten viel Geld und führen auch noch zu weit abgelegenen Shopping Malls für Goldschmuck, Kleidung und Segelschiffmodelle. Dort warten die Taxifahrer geduldig auf ihre Provision, während sie an anderen Sehenswürdigkeiten recht schnell auf Weiterfahrt drängen. Meine Erfahrung: Einmal und nie wieder!