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Steinbrück: Marx hatte (ein klein bisschen )Recht ein kleines bisschen

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Steinbrück: Marx hatte (ein klein bisschen )Recht ein kleines bisschen

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Eingestellt vonam 29.09.08in Politik via berlinonline.de

Banken krachen zusammen, Börsen stürzen ab - hat Karl Marx also doch Recht? Selbst Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) kam jetzt ins Grübeln. Im "Spiegel" meinte er: "Gewisse Teile von Marx’ Theorien sind wohl doch nicht so verkehrt".

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14 Kommentare

Kommentare zu Steinbrück: Marx hatte (ein klein bisschen )Recht ein kleines bisschen

 

BeanyBeanyam 29.09.08


Stimmt schon chafrad. Marx ging aber davon aus, dass die Ökonomie so etwas wie das Grundgerüst der menschlichen Gesellschaft darstellt und hat so seine materialistische These aufgestellt, in der die Form der Gesellschaft durch die ökonomischen Verhhältnisse, welche die Menschen eingehen gestalltet und bestimmt wird.
Wirtschaftlich-Soziale und technische Strukturen bilden nach Marx das Fundament der gesellschaftlichen Verhältnisse, weshalb eben vornehmlich die Produktionsverhältnisse analysiert werden müssen um die Gesellschaft zu untersuchen.

chafardchafardam 29.09.08


Studio54

Die Feuerbach These von alten Rauschebart nicht vergessen, nein im Kapital hat er die Grundzüge des Systems beschrieben, es sind Wahrheiten. Wird heute noch an BWL Studenten vermitelt.
Marx und Engels haben mit den Werk eingentlich die Ökonomie wissenschaftlich erläutert.

RenePrueferRenePrueferam 29.09.08


"In der sozialen Marktwirtschaft, wie sie in Deutscland praktiziert wird, läßt es sich gut leben." Super Herr Steinbrück! Allerdings ist die Frage, wer hier gut lebt. Die großen Anleger leben gut, wissen sie doch, dass das kleine Volk ihre drohenden Verluste mit den Steuergeldern auffängt. Herr Steinbrück? Wie dumm sind sie eigentlich?

diewaldfeediewaldfeeam 29.09.08


Jetzt gebt mal einem deutschen Haupt- oder Realschüler das "Kapital", zwingt ihn das zu lesen und fragt ihn dann, was er verstanden hat. Das Ergebnis wird überraschen, oder auch nicht.

kalmarkalmaram 29.09.08


Genau richtig, Beany. Und nicht vergessen:
Karl Marx war kein Marxist!

geilikyliegeilikylieam 29.09.08


ja echt. das ist doch mal eine frühe erkenntnis. solange nichts passiert wäre, hätte man das auch abgestritten.

obiwanobiwanam 29.09.08


Naja, wenn es einem gerade in den Kram passt, dann sind wahrscheinlich immer "Teile einer Theorie von irgendjemandem" ganz sinnvoll...

motzbotzmotzbotzam 29.09.08


Viele interessieren sich nicht für Politik. Ich kann auch verstehen warum. Ins Bewusstsein rücken die Parteien auch erst, wenn der Wahlkampf beginnt und an den dort geleisteten Versprechen machen die Bürger dann ihre Meinung fest. (Oder an den Sandwiches, Kugelschreiber und Luftballons, die an den einzelnen Ständen der Parteien verteilt werden...)

studio54studio54am 29.09.08


"Marx wollte die Welt in erster Linie nicht verändern, sondern sie ersteinmal vollständig offenlegen."

Das finde ich gut. Dann verstehen auch die "normalen" Bürger vielleicht die Zusammenhänge und können sich einbringen; sehen, wo man sich einbringen kann, um etwas zu ändern. Ansonsten wird die Politik ja nur von einigen wenigen geleitet, auf die man sich verlassen muss dass sie im Sinne der Bürger handelt.

BeanyBeanyam 29.09.08


Marx hat seine Werke aber auch nicht zur Änderung der Umstände verfasst, sondern zu deren Kritik. Er selbst hat gesagt, dass Kritik immer konsequent und rücksichtslos gegenüber dem zu Kritisierenden sein muss. Kritik wird geäusert um erstmal Kritik an sich zu üben. Lösungsvorschläge gliedern sich dann daran an. Aber Marx wußte, dass jeder gesellschaftliche Neuansatz sofort zerschmettert werden würde, wenn man nicht zu allererst die ökonomischen bzw. gesellschaftlichen Verhältnisse erschöpfend aufdeckt und diesen den Spiegel vorhält. Änderungs- und Lösungsvorschläge wären dann Reaktionen darauf, also auf die Kritik. Marx wollte die Welt in erster Linie nicht verändern, sondern sie ersteinmal vollständig offenlegen.

rollenrollenam 29.09.08


Bleibt zu hoffen, dass Aktivisten, die für ein neues Gesellschafts-System sind, sich einbringen (können) und sich unser aller leben ändert - zum Guten hin.

kalmarkalmaram 29.09.08


Karl Marx' Analysen zur Lage der Arbeiterklasse im ausgehenden 19. Jahrhundert und über das kapitalistische System sind hervorragend und stimmen in allen Punkten, das beweist sich immer wieder aus sich selbst heraus. Leider sind seine Vorschläge für eine neue Weltordnung erstaunlich dünn und in der Praxis nicht durchsetzbar. Da war die inzwischen ausgehöhlte Idee der sozialen Marktwirtschaft einfach besser. Der ungehemmte Kapitalismus nach amerikanischem Muster hat wirklich ausgedient, der ungehemmte Bürokratismus der kommunistischen Staatsversuche ist erst recht nicht zu gebrauchen.

Alter_SackAlter_Sackam 29.09.08


Als SPD-Mitglied ist es eigentlich verwunderlich, schließlich handelt es sich bei ihr dem Ursprung nach ja um eine Arbeiterpartei, dass er die theorien von Marx überhaupt in Frage stellt. Selbst der derzeitige Papst hat sich äußerst lobend über dessen Erkenntnisse geäußert. Marx hat nämlich nicht nur ein bißchen recht was den Kapitalismus betrifft.

hasileinchenhasileinchenam 29.09.08


Um zu wissen, dass Raffgier in der Wirtschaft und auch sonst nicht sehr förderlich ist, braucht es eigentlich keinen Marx, aber gut dass er es erkannt hat.


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