3.13

Chaos an der Uni: Seminare völlig überlaufen

x 1
 
 
Chaos an der Uni: Seminare völlig überlaufen

Beitrag melden

Eingestellt von
Wie immer
am 27.10.08in Politik via volksfreund.de

Die Universität Trier platzt aus allen Nähten: In Vorlesungssälen mit 200 Plätzen drängen sich bis zu 400 Studenten, auch arbeitsintensive Seminare und Übungen sind völlig überlaufen. Ursachen sind der Hochschulpakt und die rigiden Stundenpläne der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Universitäts-Leitung verspricht für die nächsten Wochen Abhilfe.

Auf volksfreund.de weiterlesen

27 Kommentare

Kommentare zu Chaos an der Uni: Seminare völlig überlaufen

 

AlexAlexam 05.11.08via Trierischer Volksfreund


Für Donnerstag nächster Woche ist ein Aktionstag geplant. Wer diesen mitgestalten will, komme am 6.11. um 20 Uhr ins Studihaus und/oder melde sich beim AStA-Referat für Hochschulpolitik (www.uni-trier.de/index.php?id=13486&L=0).
Die heute verabschiedete Resolution ist unter www.uni-trier.de/fileadmin/studium/AStA/Referate/KOO/ResolutionUniTrier.pdf nachzulesen.

WolfgangWolfgangam 31.10.08via Trierischer Volksfreund


Meine Tochter hat gerade in Koblenz mit dem Studium begonnen und weiß schon jetzt, dass sie mindestens ein Semester länger wird studieren müssen. Sie ist wegen parallel laufender Pflichtveranstaltungen in einige Veranstaltungen nicht reingekommen und das Studiensystem lässt nichts anderes zu ...
Da frage ich mich, worin der Sinn von G8 liegen soll.
Allerdings: warum wird nur über vermutlich entgehende Bafög-Leistungen gejammert? 'Normal' zahlende Eltern (wie mich) trifft es mindestens genauso hart.
Und: wenn es sich wirklich nur um ein Raumproblem handelt: Warum mietet sich die eine oder andere Veranstaltung nicht in entsprechende Räumlichkeiten öffentlicher oder privater Schulen der Stadt ein? Nicht alle haben/sind Ganztagsschule und könnten doch nachmittags zur Verfügung stehen.

RuthRutham 31.10.08via Trierischer Volksfreund


.....endlich mal jemand der die Wahrheit schreibt vor allem werden die auch noch DIENSTVERPFLICHTET ohne einen Euro mehr in der Tasche, selbstverständlich auch ohne Zeitausgleich. Der Staat mancht vor wie man Leiharbeit ausnutzt!

Res PublicaRes Publicaam 31.10.08via Trierischer Volksfreund


Es ist wahr: die Dozenten geben sich größte Mühe, die Missstände so gut es ihnen nur möglich ist zu managen. Die Schuld liegt auch NICHT bei den Dozenten, sondern viel höher: das Ministerium und die Hochschulleitung sind verantwortlich!
Die Probleme scheint es ja schon länger zu geben: jetzt erreichen sie aber ihren vorläufigen Höhepunkt und die Dozenten stehen größtenteils auf unserer Seite! Auch sie sind unzufrieden mit den momentanen Verhältnissen; bei uns hat sogar ein Dozent für die Vollversammlung geworben. Ich bin froh, dass soviele Studenten sich bereit erklärt haben trotz knapper Zeitpläne gegen diese Missstände anzugehen und sich der Ministerin und dem Uni-Präsidenten entgegenzustellen. Nur mit der Kraft der Studenten kann sich im Bildungswesen überhaupt noch irgendetwas zum Besseren ändern; die Politiker selbst sind dazu nämlich unfähig, da sie nicht mehr sind als reine Marionetten eines unmenschlichen Systems!

AlexAlexam 30.10.08via Trierischer Volksfreund


Nachricht an "Du":
Dass es an jeder Uni so ist, macht die Sache nicht besser, und ebensowenig ist es Sinn der Sache, dass die Leute frustriert sind und nicht mehr kommen.
Der AStA hat sich nicht feiern lassen, sondern die ganze Sache erst ans laufen gebracht! Wir organisieren verdammt noch mal mehr als nur Parties. Ohne unseren Einsatz sähe es hier nämlich sehr viel schlechter aus, also spar dir deine dummen (und homophoben) Bemerkungen.

TiniTiniam 30.10.08via Trierischer Volksfreund


Ja und würden tatsächlich in RLP auch die Studiengebühren fällig sein, wäre der Zustand nicht 1% besser und die Leitung würde sich immer noch feige raus reden, warum das Geld nicht für Dozentenpersonal ausgegeben werden kann.

SonjaSonjaam 30.10.08via Trierischer Volksfreund


Ich verstehe nicht, dass immer nur das Problem der Raumverteilung angesprochen wird. Hier geht es um viel gravierendere Probleme: Man kommt nicht mehr in die Veranstaltungen rein, was zur Folge hat, dass man sein Studium nicht in der Regelstudienzeit abschließen kann. Dies bedeutet wiederum, dass das Bafög nach der Regelstudienzeit wegfällt, und dass viele Studierende, die keine Unterstützung von ihren Eltern bekommen oder bekommen können, ihr Studium abbrechen müssen. Aufnahme: JA, Besuch einer Lehrveranstaltung: Nein. Das kann doch wohl nicht wahr sein!!!Es ist absolut unverständlich, dass man schon seit 3 Semestern versucht, in Seminare der Bildungswissenschaften hereinzukommen (von denen man übrigens neun innerhalb seines Studiums absolvieren muss) und immer ABGELEHNT wird.
Ich kann Vieles einstecken: Warteschlange vor den Toiletten, Warteschlangen vor der Mensa, überfüllte Hörsäle, überfüllte Busse u.s.w., aber ich möchte die Möglichkeit geboten bekommen, mein Studium innerhalb der Regelstudienzeit abschließen zu können.

H. SchuH. Schuam 30.10.08via Trierischer Volksfreund


Ich verstehe das alles nicht
MEHR Studenten mehr Räumlichkeiten mehr Personal
MEHR Personal mehr Personalkosten
Wie soll es ohne Ausbeutung anders gehen, und die Universität beutet doch wohl nicht aus, oder etwa doch!
Ich kann mir vorstellen MEHR Studenten mehr Gelder, WENIGER Studenten weniger Gelder - dies muß erfüllt werden, MEHR Geld, MEHR - WENIGER Personal um jeden Preis - traurige Gesellschaft!

DuDuam 30.10.08via Trierischer Volksfreund


Jetzt überteibt doch mal nicht alle so! Nach zwei bis drei Wochen kommt sowieso nur noch die Hälfte. Das ist doch an jeder Uni so. Natürlich ist es schon dreist so etwas dann "Plannung" zu nennen, denn inzwischen wird auch am WC angestanden, aber wie gesagt: Das wird nächste Woche schon anders ausschauen. Der Asta hat sich jetzt feiern lassen. Super... Ansonsten werden eh nur "Homopartys" organisiert und gesoffen.
Wundert euch nicht wenn bald die Studiengebühren kommen...

D.B.D.B.am 30.10.08via Trierischer Volksfreund


Für diese unmöglichen Zustände müssten eigentlich die Verantwortlichen Ihren Hut nehmen.
Für eine solche Mißplanung würde man in jedem anderen Unternehmen entlassen werden.
Es ist mir völlig unverständlich, dass man jetzt ganz erschrocken über die vielen Studenten ist. Man will scheinbar die Menschen für dumm verkaufen.
Ich empfinde es eine Unverschämtheit wie man hier mit den jungen (noch motivierten) Menschen umspringt.

KarolaKarolaam 30.10.08via Trierischer Volksfreund


Frau Ahnen, Herr Schwenkmezger versprochen haben Sie schon vieles, mehr Raum, ist nicht DAS Problem, denn dies läßt sich lösen WENN genügend, kompetente Personalkapazitäten verwirklicht würden - ABER die kosten KOSTEN! 43 Stellen (und sind es wirklich kompetente Personalkapazitäten ganztag, halbtags, stundenweise usw.?) sind versprochen, das bleibt der Tropfen auf den heißen Stein, wenn ein Fach ausgerichtet ist für 25 Studierende ABER 250 Studierende es geworden sind, weil.......Mainz, die Unileitung.....antworten Sie Frau Ministerin, Herr Präsident selbst (aber bitte ehrlich).

Vera aus MainzVera aus Mainzam 29.10.08via Trierischer Volksfreund


Das Problem ist alt bekannt. Die ganzen letzten Jahr war die Situation an vielen Hochschulen ähnlich. Auch hier in Mainz sieht es in einigen Fächern nicht besser aus.
Nur wird das Problem auf einmal durch die Bachelor/Master-Abschlüsse verstärkt, da die Studienordnungen stark verschult sind und die Stundenpläne entsprechend aufgebaut werden. Kann nun eine Veranstaltung nicht besucht werden, hat man zwar mehr Zeit, aber diese fehlt in allen darauf folgenden Semestern, da immer ein Störfaktor in den Stundenplan hinein funkt.
Spätestens dann ist es aus mit der Regelstudienzeit!

Außerdem wird das Problem nur von Semester zu Semester geschoben, da die jüngere Studierenden notgedrungen ihre Plätze für Studierenden, die die Veranstaltung in höheren Semestern erst höhren können, frei machen müssen. Sowas nennt man normalerweise Teufelskreis. Und dieser hat als eine Eigenart, dass man nicht mehr heraus kommt.

Eine Frage stellt sich allerdings für mich: Sollte die Zeit bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss nicht duch den BA/MA verkürzt werden und nicht durch warten auf die Veranstaltung verlängert?

noranoraam 29.10.08via Trierischer Volksfreund


bei aller (berechtigter!) kritik an den verantwortlichen muss ich doch einfach mal loswerden, dass es auch dozenten gibt, die wirklich ihr bestes geben die verhältnisse einigermaßen erträglich zu machen! danke dafür!
die negativ-beispiele, die ihren unmut an uns, den studenten, auslassen, sollen sich doch selber mal in ihre vorlesungen setzen. die gesichter möchte ich sehen.

DavidDavidam 29.10.08via Trierischer Volksfreund


Ziel des Landes und der Trierer Universitätsleitung ist es, dass möglichst viele Menschen die Möglichkeit haben zu studieren, jedoch wird die Qualität dabei völlig missachtet. Selbst wenn Seminare mit mehr als 100 Personen in einen groß genugen Hörsaal verlegt werden, ist der der Lerneffekt fast gleich 0! Es sind keine Gruppenarbeiten oder Diskussionen in kleineren Gruppen möglich. Die Universität sieht nur das Geld, das Ministerium schafft genug Studiumsplätze und kann damit bei der nächsten Wahl werben. Auf die Studienbedingungen achtet dabei keiner mehr! Das eigentliche Problem sehen viele in der Umstellung auf Bachelor/Master, jedoch würde es diese Probleme auch beim Diplom geben.
Manchmal ist es halt besser ein paar Plätze weniger anzubieten, dafür aber eine gute Lehre zu garantieren, als alle NC's fallen zu lassen und dafür alle Studenten katastrophalen "Studienbedingungen", wenn man es noch so nennen mag, auszusetzen!

S.S.am 29.10.08via Trierischer Volksfreund


ich kann nicht erst die Leute in die Uni lassen und DANN Lösungen suchen, sondern muss vorher Kapazitäten schaffen...und die Univertretung bei der Versammlung hatte den Argumenten der Studierenden auch nichts entgegenzusetzen sondern nur leere Argumente.

Und ich schliesse mich meinem Vorredner an: wir sind seit Jahren überfüllt und es war abzusehen dass es dieses Semester noch mehr wird. Um das zu sehen muss ich nur durch's AB Geb. laufen und die Augen aufmachen. Aber da war H. Schwenkmezger wohl lange nicht mehr.

RichardRichardam 28.10.08via Trierischer Volksfreund


Unverschämt vom UNI-Chef zu behaupten er habe das nicht absehen können. Natürlich haben seine untersten Untertanen Ihn darauf hingewiesen! Pfui Herr UNI-Präsident!!!!!

KoblenzerKoblenzeram 28.10.08via Trierischer Volksfreund


Die Überfüllung ist ja kein Trier spezifisches Problem. Koblenz ist auch überlaufen in einigen Fächern, in Landau ist es wohl auch nicht besser. In Köln und BOnn sind Videoübertragungen der Veranstaltungen seit langem der Normalzustand!

Was nicht heisst, dass diese Situation verharmlost werden soll. Im Gegenteil, es ist ein Armutszeugnis einer auf Wissen angewiesenen Gesellschaft, ihre Hochschulen und besonders ihre Universitäten so verkommen zu lassen. Der Schrei nach Studiengebühren passt in diese Degeneration des Systems. Er verstärkt noch die soziale Selektion, damit ist niemandem geholfen. In NRW hat ja Studiengebühren, die Veranstaltungen sind dort aber immernoch voll.

TobiTobiam 28.10.08via Trierischer Volksfreund


ich hoffe nur, dass in der empirischen sozialforschung bei dr. jacob jetzt gleich nicht soviel los ist, sonst fahr ich sofort wieder nach hause!

GenervtGenervtam 28.10.08via Trierischer Volksfreund


@Ganz ruhig:
Da sollte man sich aber fragen, warum plötzlich so viele nicht mehr kommen. Wenn der Professor durchzählen lässt und 250 Leute aus der VL rausschmeißt, weil er nur 150 Leute darin haben will und es keine Ausweichtermine oder -Veranstaltungen gibt, ist das schon hart. Pädagogikanfänger haben es besonders schwer: Die meisten müssen 5 Seminare im 1 Semester belegen, kamen aber überwiegend nur in 1 (!) Seminar hinein.
Ich selbst bekam in Germanistik die Aufforderung per Email,mir nächstes mal einen Klappstuhl oder wenigstens ein Kissen mitzubringen, weil wir in einem Raum für 25 Leute waren.Leider waren wir 90 drin....

ManuelaManuelaam 28.10.08via Trierischer Volksfreund


Gestern war selbst der Audimax, der größte Hörsaal, mit rund 950 Studierende so überfüllt, dass jede Bodenstelle besetzt war. In manchen Vorlesungen wird per Video die Veranstaltung auf einen Fernseher auf den Flur übertragen. Wenn die Räume so voll sind, wundert es mich nicht, dass viele auf einmal Probleme mit Platzangst bekommen, die voher noch nie was damit zu tun hatten.


Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden

Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren