Artikel In der Wirtschaftskrise sind die Alten wertvoller denn je
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Insbesondere
in Krisenzeiten stellen sich viele Unternehmenslenker die Frage, ob Ihre
Belegschaft den künftigen Anforderungen noch gerecht wird. „Viele setzen dabei primär
auf die junge Generation. Sie gilt als flexibel, leistungsbereit, engagiert und
besitzt Perspektive“, so der Wirtschaftsexperte und Coach Ralf Overbeck. Doch in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten; wenn große Verunsicherung herrscht, einschneidende
Veränderungen anstehen oder gar der Verlust des Arbeitsplatzes droht, erweisen
sich Mitarbeiter mit mehrjähriger Berufs- und Lebenserfahrung oft als die wahren
Garanten des Erfolges. Hierzu zählen besonders Mitarbeiter im Alter von 45 Jahren
und älter. Sie haben vergleichbare Situationen schon mehrfach erlebt und
erfolgreich gemeistert. Unternehmen sollten gerade in diesen Zeiten ihr Know-how
und Potenzial besser nutzen und gemeinsam mit den jungen Kollegen sich den
neuen Herausforderungen stellen.
In
den meisten Unternehmen lässt sich dieses Konzept nicht so leicht umsetzen. Die
älteren Mitarbeiter sind nicht nur 15, 20 und mehr Jahre im Unternehmen tätig,
Sie haben in der Belegschaft auch eine gewisse Rolle bzw. Funktion übernommen.
Dagegen sind die jüngeren Mitarbeiter häufig zahlenmäßig geringer vertreten und
besitzen weniger Lebens- und Berufserfahrung. „Ihre Stellung im Unternehmen ist
noch nicht gefestigt und Sie müssen sich oftmals noch beweisen“, so Overbeck.
Dieser Unterschied ist aber eine große Chance, die von vielen Unternehmen nicht
konsequent genutzt wird. Bei der Bewältigung der aktuellen und künftigen
Aufgaben werden nur die Unternehmen überleben, die ganz bewusst auf ein Generationenmanagement
setzen, erläutert Overbeck. „Betroffene zu Beteiligten machen“ sowie
„Wertschöpfung durch Wertschätzung“ sind zwei zentrale Grundlagen für
erfolgreiches Zusammenarbeiten zwischen Alt und Jung. In turbulenten Zeiten
sind die älteren Mitarbeiter nicht Bremsklotz sondern Fels in der Brandung. Bei
entsprechender Mitarbeiterführung und Wertschätzung werden Lebens- und
Berufserfahrung zu einem großen Teil nutzen- und ergebnisorientiert eingesetzt
und darüber hinaus von den Alten auf die Jungen übertragen. Analysen zeigen,
dass bis zum Jahre 2015 in fast allen deutschen Unternehmen der Anteil der Mitarbeiter
„50 Plus“ rund 50 % der jeweiligen Belegschaften ausmacht. Demzufolge sollten
wir unsere älteren Mitarbeiter ernst nehmen. Sie sind ein wesentlicher
Erfolgsfaktor und sichern heute und morgen den Erfolg und Fortbestand vieler
Unternehmen.
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