Artikel Freenet fordert Geld für Nichts. Wie DSL-Provider Kunden bedrängen.
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Extra Blatt (www.forumfilm.de) berichtet über die Abzockermethoden von DSL-Anbietern.
Die Geschäftsbeziehung zu freenet DSL begann sehr
vertrauenserweckend. Der DSL-Anschluss wurde mit 16,90€ berechnet. Die Bereitstellung
kostete 49,90 € (einmalig). Monatlich waren 16,90€ zu entrichten.1
Überdies wurde ein Vor-Ort-Installationsservice der Firma Cervis angeboten, dessen
Mitarbeiter sich „in den nächsten Tagen“ melden sollte.2
Der Kunde bat daraufhin, ihn an seiner Arbeitsstelle zu
kontaktieren, „wann der Installationsservice bereit“ sei. Für Kontakte
ausserhalb der Bürozeiten bot er seine e-mail-Anschrift an.3 Drei Tage darauf
erfolgte abends, gegen 19.00 Uhr, ein Anruf des Servicemitarbeiters, der ergab, dass dieser
den Anschluss „mündlich“, d.h. per Telefongespräch, installieren wollte. Das
lehnte der Kunde ab, wohlweislich der Erfahrungen mit dem Anbieter Strato, dessen
Servicemitarbeiter ausserstande gewesen waren, in demselben Fall Termine einzuhalten und überdies, im Fall von Funktionsstörungen, zu helfen.
Der Kunde schrieb am 2. Februar an freenet-service:
„Ich bitte den Vorort-Service nicht durchzuführen. Ein
Telefonat – am 1.2. abends 19.00 Uhr – ergab, dass der betreffende Herr
mündlich installieren wollte. Ich werde meinerseits unseren Techniker beauftragen“.4
Als Antwort erreichte den Kunden eine automatische Mail , die eine
direkte Reaktion auf seine Mail ausschloss. Die automatische Auslösung dieser Mail um
8:19 schloss aus, dass das Schreiben des Kunden überhaupt gelesen werden konnte.5
Ohne weiteres Nachfragen wurde am folgenden Tag die Hardware an den Kunden versandt.6
Am selben Tag, 0:05 Uhr, erfolgte die Freischaltung des DSL-Anschlusses.7
Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass das Norton Sicherheitspaket in den nächsten Tagen
beim Kunden eintreffen werde. Das Ganze lief unter dem Motto: „freenet.de – fair
und sicher!“8
Am 14. April 2006 folgte die erste Rechnung, die weiteren
unstreitigen Formulare bis in den Oktober 2007 folgten. Das System funktionierte und der
DSL-Anschluss des Kunden wurde zur Zufriedenheit beliefert.9 Im Oktober 2006 brach dann diese
vertragsgemäße Belieferung ab. Zunächst „stotterte“ der Anschluss einen Tag,
dann war keine Leistung mehr zu verzeichnen. Der Techniker riet, freenet anzusprechen,
da vor Ort kein Ergebnis zu bekommen war. Der freenet Kundenservice antwortete anonym am
29.10.2007:
„Vielen Dank für Ihre Anfrage über das Kontaktformular. Ihr
Anliegen wird schnellstmöglich an einen Sachbearbeiter weitergeleitet und bearbeitet. Ein
Feedback erhalten Sie an die im Kontaktformular genannt E-Mail Adresse. Als Anlage
übersenden wir Ihnen die von Ihnen genannten Angaben“.
Der Kunde hatte geschrieben:
„Zum zweiten Male schreibe ich nun, infolge ausstehenden Kontaktes
zum weiteren Verfahren. Ich warte auf das neue DSL-Modem“.10
Diese Meldung ging auch brieflich an den Customer Service bei
freenet/Kiel und führte aus, dass „am 25.10.“ freenet die von dort geforderte „Durchführung
und das positive Ergebnis der Telekom-Aktion (Leitungsprüfung) mitgeteilt“ worden
sei. Doch der Kunde stehe immer noch „ohne weitere Mitteilungen zum Fortgang der
Reparatur“. Er übermittelte den „Prüfbericht der Telekom“, sein
„Schreiben über Kontaktformular und die letzte Rechnung“.10a
Vorausgegangen waren die üblichen Telefonate mit dem
freenet-service, die zu dem Ergebnis gekommen waren, dass ein Telekomteam vor Ort den
Anschluss überprüfen solle. Eigene Techniker hatte freenet nicht. Auch war offenbar
geworden, dass das Modem defekt sein könne. Dies zu ersetzen, dazu konnte sich freenet,
trotz Zusagen, jedoch nicht durchringen. Eine Minute später wurde durch das
dsl-team@autoresponder.freenet.de nachgeschoben,
„damit sie immer über den aktuellen Status ihrer DSL-Bestellung
informiert sind, hat freenet.de Ihnen die Möglichkeit eingerichtet, den Bearbeitungsstand
jederzeit telefonisch und online im Web abzurufen!“
Die angegebene Rufnummer (0800-70 80 910) führte jedoch nicht
weiter, wie die Aufzeichnungen des Kunden ergeben.11 Am 30. Oktober wurde der
Techniksalat offenbar. Die Bestätigung auf die Anfrage per Kontaktformular kam erneut
herein.12
Da mit freenet keine Veränderung der Lage eintrat, wechselte der
Kunde zu T-Com und wurde prompt bedient. Auch das ansonsten lästige Problem, der
Freischaltung des DSL-Anschlusses bei Anbieterwechsel, trat nicht auf. Dann aber – im
Januar 2008 – forderte freenet seine Rechnungen, die weiterliefen – ein.
Daraufhin stellte der Kunde gegenüber dem Vorstand Axel Krieger brieflich fest:
„Hier ist keine Zahlungsverpflichtung in der o.g. Angelegenheit
ersichtlich. Es wurden von Ihnen die Leistungen im November 2007 eingestellt. Alle
Bemühungen, Sie zu veranlassen, die Verbindung wiederherzustellen, scheiterten. Ohne auf
die Details hier einzugehen [das ist selbst hier noch nicht in vollem Umfang geschehen]
ist zu betonen, dass objektiv nichts übrig blieb, als unsererseits fristlos zu kündigen
und sämtliche Zahlungen einzustellen.“
Im Folgenden wurde auf die entstandenen Schäden, infolge des
Ausfalls des Computers, eingegangen und die so entstandenen „Kosten durch den Ausfall
eines Bausteines im Management der Geschäftsleitung“ angesprochen. Angeraten wurde
die Überprüfung weiterer Forderungen, da es „beiderseits [es] zum Anfall von Verlusten
gekommen“ sei.13
Bis Ende 2008 schickte freenet Inkasso-Büros, Rechtsanwälte etc.
vor, um seine Rechnungen bis zum Ende der ursprünglich vereinbarten Vertragslaufzeit
hereinzuholen. Nun folgt der Mahnbescheid des Amtsgerichts Schleswig. Wir berichten
weiter....
Dr. Bernd F. Schulte
______
1 service@freenet.de, Empfangsbestätigung freenet DSL Bestellung, 12.1.2006,
15:48.
2 Ders., Vor-Ort-Installationsservice, 28.1.2006, 0:04.
3 forumfilm an service@freenet.de, 28.12.2006, 12:00.
4 forumfilm an service@freenet.de, 2.2.2006, 8:19.
5 Vgl. service@freenet.de an forumfilm, 2.2.2006, 8:19.
6 Vgl. service@freenet.de an forumfilm, 3.2.2006, 10:47.
7 service@freenet.de an forumfilm, 7.2.2006, 0:05. Neben dieser an sich
erfreulichen Nachricht wurde zusätzlich erwähnt: „Zur Installation lesen Sie bitte
die Hinweise in der Information ‚Erste Schritte’ , die Sie mit den
Verbindungsdaten erhalten haben.
8 Ders. An forumfilm, 7.2.2006, 0:05. Am 10.2. folgte der Aktivierungscode für
die Norton-Software, Vgl.ders. an Forumfilm, 10.2.2006, 1:26.
9 Vgl. Rechnungen Nr. 111220418 bis Nr. 125060251.10 freenet.de Kundenservice
(kontaktformular@service.freenet.de) an forumfilm, 29.10.2007, 9:15. Offenbar konnte das
Kontaktformular doch antworten.
10a forumfilm an freenet AG Customer Service, 29.10.2007.
11 Ders. an forumfilm, 29.10.2007, 9:16. Wie an den sprunghaften Schreibfehlern erkennbar (Ihr, Sie/groß-klein), wurde hier offensichtlich, und in Anbetracht der
Lageentwicklung, handschriftlich geantwortet.
12 Ders. an forumfilm, 30.10.2007, 9:55.
13 forumfilm an A.Krieger (Freenet AG), 11.1.2008. Es wurde Bezug genommen auf
eine Mitteilung vom 17.12.2007, welche die Forderungen von freenet aufrecht erhielt.
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Vielen Dank für die Ermutigung.
Hallo habe mit meinem freund ähnliche Erfahrung gemacht und sind vor Gericht gegangen und Gewonnen
liebe grüße
schmusi47