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Der Fall Dominik Moormann und das Medikament «Strattera»

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Der Fall Dominik Moormann und das Medikament «Strattera»

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Eingestellt von
Badhumbug
am 08.12.08in Unterhaltung via az-web.de

Aachen. Die äußerlichen Nebenwirkungen waren gar nicht mal das Schlimmste. Die Hautprobleme, die Müdigkeit, die Antriebslosigkeit. Die Weinerlichkeit, die Gereiztheit, die Appetitlosigkeit. Das Schlimmste war, sagt Ferdinand Moormann, dass Dominik von jetzt auf gleich ein anderer Mensch war.

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13 Kommentare

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Kommentare zu Der Fall Dominik Moormann und das Medikament «Strattera»

 

corbetcorbetam 11.12.08via Aachener Zeitungsverlag


ich würde mir z.B. mehr berichterstattung über die verhinderung von preislich angemessener AIDS-medikation wünschen. deswegen sterben tausende von menschen und die pharmafirmen tun nix, weil sie zu wenig geld verdienen würden und das ist 100% nachgewiesene himmelschreiende ungerechtigkeit!!!

corbetcorbetam 10.12.08via Aachener Zeitungsverlag


die finanzinteressen der pharmafirmen haben tatsächlich in mancher hinsicht bedenkliche auswüchse, dafür gibt es aber den staat und die gesundheitspolitik. wenn ein medikament mit entsprechenden hinweisen ausgegeben wird, ist meiner meinung nach der sicherheit der patienten genüge getan. trotzdem guter punkt. werde ich mir merken.

FrankFrankam 10.12.08via Aachener Zeitungsverlag


... wie man sieht ist die Pharmalobby auch hier im Forum. Beteiligt Euch weiter an den Verbrechen und dem Volkswirtschaftlichen Schaden. Es werden im Gesundheitswesen immer mehr Einsparungen gemacht und die Mitglieder müßen immer mehr dazu zahlen ..., aber an die Pharmkonzerne geht keiner ran!?! Warum - weil die Lobbyarbeit der Konzerne "gut" ist! Ich war in den letzten 27 Jahren nicht einmal beim Arzt - und auch nicht krank. Für mich heißt das: kein Arzt, keine Krankheit, keine Tabletten, keine (Neben-)Wirkungen = gesund!

norbertnorbertam 10.12.08via Aachener Zeitungsverlag


naja, ganz so einfach ist es nicht. ich bin jedenfalls ohne mein langzeit-medi (12 std. wirkung) lebenstechnisch ziemlich weg vom fenster (kann nicht länger als 1 1/2 std. konzentriert arbeiten, höre auf, meine wohnung zu putzen, finde meine socken nicht mehr, fühle mich wie im chaos gefangen, bin schnell auf 190 usw. usw. usw... )
was verschwörungstheorien angeht, die von scientology ham ja schon ewig ne kampagne gegen medikation bei adhs laufen.. das ist allerdings kein witz, sondern lässt sind dank ingo heinemann ganz gut entlarven. also immer sachlich bleiben, ist einfach viel zu komplex für einfache denkweisen.

corbetcorbetam 10.12.08via Aachener Zeitungsverlag


die 4 todesfälle stehen mit dem strattera nicht zu hundert prozent in verbindung, die nebenwirkungen sind eh schon lange bekannt und frontal21 wird gerade ordentlich gerügt! bei den damit behandelten patienten ist ohnehin klar, dass deren verhalten abgesehen von der reduzierung der ADHS-symptome auch stets überwacht wird. bei ADHS ist Strattera auch nur eine von mehreren Möglichkeiten.
also so viel danebenrecherchiertes zeug hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen! (das jüngste kind war 4 jahre alt, hier ist es plötzlich 3 jahre, mit solchen daten darf man nicht spielen!!!)
so was ist kein journalismus, sondern ja, was eigentlich? wirklich armselig dahinproletet..

so was verunsichert doch die leute, die eltern etc. denken da die herren "redakteure" eigentlich auch mal dran?

FrankFrankam 09.12.08via Aachener Zeitungsverlag


... vielleicht wachen endlich mal welche auf! Die Pharmaindustrie ist ein Industriezweig der Gewinne/Umsatz machen will und nichts anders. Es ist ein Verbrechen an den Kindern ihnen solche Drogen (Medikamente) zu geben. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Heilung zu tun. Die Kinder sind nicht krank. Die Gesellschaft ist krank.

edgar jordansedgar jordansam 09.12.08via Aachener Zeitungsverlag


ein buchtip titel "kranke geschäfte"
sehr lesenswert und man sieht den arzt mit klaren
augen und greift nicht immer direkt zum pulver

MüllerMülleram 09.12.08via Aachener Zeitungsverlag


Leider wird in den Schulen immer weniger nach "traditionellen" Methoden unterrichtet. Für ADHS-Schüler, die sowieso schon unter Konzentrationsproblemen leiden, ist es extrem schwer in einem Umfeld zu arbeiten, in dem jeder Schüler nach eigenem Tempo seine eigene Checkliste abarbeitet. So einem Kind fehlt bei einer solchen Lehrform die nötige Orientierung. Unser Sohn beispielsweise braucht eine klare Ansage in welcher Zeit er welche Aufgaben erledigt haben sollte. Dann schafft er auch sein Pensum. Läßt man ihn aber allein entscheiden, braucht er endlos lange, wodurch der Lehrer natürlich schlussfolgert, dass er das nicht schneller kann. Wir haben festgestellt, dass unserem Sohn die Einnahme von Medikamenten (Rithalin)extrem geholfen hat. Bei ihm hätte seine Unkonzentriertheit und Zappeligkeit fast dazu geführt, dass er eine Klasse hätte wiederholen müssen, obwohl auch der Lehrer bestätigte, dass er eigentlich den Schulstoff beherrscht, er aber einfach zu wenig zu Blatt Papier bringt. Die Schulen sind personell leider nicht in der Lage auf ADHS-Schüler einzugehen und aus diesem Grund verwechselt man meist mangelnde Konzentrationsfähigkeit mit mangelnder Intelligenz. Weil unser Sohn ein unruhiger Geist ist, bekommt er von einem Lehrer sogar eine drei in Englisch, obwohl er nur Einsen geschrieben hat. Begründung: Er wäre zu unruhig und würde sich deshalb nicht genug am Unterricht beteiligen. Außerdem käme es in der dritten Klasse noch gar nicht so darauf an, wie gut man tatsäc

schmitzschmitzam 09.12.08via Aachener Zeitungsverlag


Ich weiß nicht, ob den Eltern nicht auch etwas Schuld zugesprochen werden muß! Mein Sohn hat auch ADHS, bevor wir uns dazu Entschieden haben uhm ein solches Medikament zugeben, haben wir als ERSTENS die Nebenwirkungen gelesen. In der heutigen Zeit, kann man sich im Internet genug Informieren. Wenn ich lese, das ein 3jähriges Kind daran gestorben ist, frage ich mich wie man einem Kind in so einem Alter so ein starkes Medikament geben kann.Bei Dominik, könnte es ja auch daran liegen das es total falsch Eingestellt war. Ich kann den Eltern nur Raten, mit Ihrem Sohn in Aachener Klinikum zur Behandlung zugehen.

SponheimerSponheimeram 09.12.08via Aachener Zeitungsverlag


Ich kann Familie Moormann da nur zustimmen. Es ist nicht selten der Fall, dass Eltern vom gesamten Umfeld zu einer Medikation fast gezwungen werden. Der Druck durch Medien, Lehrer, Ärzte ist so stark, dass sie sich diesem irgendwann beugen. Von einer Mutter, dessen ADS betroffene Tochter wir behandelt haben, hörte ich, dass ihr von ihrem Arzt Vernachlässigung vorgeworfen wurde, sollte sie ihr Kind nicht auf Ritalin setzen. Es soll kein Vorwurf an die Ärzte im Allgemeinen sein, eher an die Verordnung, dass auch Allgemein- und Kinderärzte, die so gut wie nichts über das Thema AD(H)S wissen, in der rechtlichen Position sind, heftige Medikamente zu verschreiben. Ärzte sind nach dem Gesetz her nicht verpflichtet, sich fortzubilden. Aber der Arzt ist oder sollte im Falle der Behandlung eines Kindes der Fachmann sein, der Eltern kompetent und umfassend berät.

Ela KleinEla Kleinam 09.12.08via Aachener Zeitungsverlag


Die Einstellung und vor allem die Diagnostik sollte immer in einer entsprechenden Fachabteilung (Sozialpädiatrisches Zentrum) erfolgen. Alles andere ist Murks.
Allerdings würde ich auch keine sechs Monate ein Medikament verabreichen, daß einen Zustand schlimmer macht als vorher. Das ist schon etwas bizarr.

Familie MoormanFamilie Moormanam 09.12.08via Aachener Zeitungsverlag


Wir wollten eigentlich keine Medikamente.Es ist verdammt einfach zu sagen mit der Pille das Kind ruhig stellen.Es stimmt nicht.
Vor der Einschulung werden solche Kinder auf Medis eingestellt.
Vielleicht setzen Sie sich mal besser mit demThema auseinander wie in einem Forum für hyperaktive Kinder.

lg
Familie Moormann

BadhumbugBadhumbugam 08.12.08via Aachener Zeitungsverlag


Warum können die Moormanns plötzlich mit dem sehr aktiven, sicher aber auch sehr interessierten und intelligenten Jungen leben und konnten es vorher nicht. Ist es nicht eher das Problem der Eltern, die auf nichts verzichten können und glauben daß man ein etwas unbequemes Kind mit einer Pille ruhigstellen kann, damit es einem nicht mehr auf den Nerv geht. Selbst der morgendliche Zuckerwürfel zum Kaffee hat erhebliche Wirkungen bei Hypoglykämie, mein selben Diabetiker aber auch erhebliche Nebenwirkungen wird er in der hyperglykämischen Phase verabreicht. Jedes wirksame Medikament hat Nebenwirkungen und eine verantwortungsbewußte Therapie erfordert subtiles Wissen um die pharmakologischen und medizinischen Zusammenhänge. Nicht der Autohersteller wird angeprangert wenn der Händler oder der Käufer unsachgemäß damit umgehen. Warum prangert man die Pharmaindustrie mit unsachlichen Argumenten an und behauptet, daß Medikamente außerhalb der zugelassenen Indikationen verabreicht werden. Eine neue oder erweiterte Indikation erfordert immer eine Zulassungsänderung mit Vorlage von hieb- und stichfesten klinischen Studien. Ohne Zulassung ist eine Applikation nur in Einzelfällen und auf Risiko des behandelnden Arztes möglich.


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