FDP-Fraktionschef Mertin für Studiengebühren
Tweet
Auf volksfreund.de weiterlesen
15 KommentareÄhnliche Beiträge aus den Themenbereichen: Rheinland, Politische news, Hochschulen, Fraktionschef, fdp
Kommentare zu FDP-Fraktionschef Mertin für Studiengebühren
Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden
Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren
@campos: fdp war gestern, leider nicht vorgestern. So dürfte dank fdp in Zukunft ein hochverschuldeter Hochschulabsolvent von Berufspraktikum zu Berufspraktikum hangeln, alles nach dem fdp-Motto "Leistung muß sich wieder lohnen. Äddi and merci fdp
Ich war froh, mein Studium ohne Gebühren absolvieren zu können.
Die sinnigen und unsinnigen Diskussionspunkte hier lese ich sehr interessiert und muss doch den ein oder anderen kommentieren.
Langzeitstudenten feiern vielleicht zu viel, aber während sie ihren Rausch ausschlafen, nehmen sie keine Ressourcen der Uni in Anspruch (keine Vorlesung, keine Bibliothek...). Dies ist also nicht wirlich ein Grund, gerade diese Gruppe zu Gebühren heranzuziehen.
Studienabgänger erzielen in der Regel ein höheres Einkommen als nicht-Studierte. Bei dessen Versteuerung wird eh ein höherer Steuersatz angerechnet. Damit finanzieren die Akademiker ihr Studium im Nachhinein. Dies ist also auch kein Argument für Studiengebühren.
Im Nachhinein würde ich mich jedoch FÜR Studiengebühren einsetzen, wenn ich dadurch ein angemessenes Lehrangebot erhalten hätte. Dauerhaft unbesetzte Professorstellen, überfüllte Hörsäle und veraltete Bücher in der Bibliothek haben mein Studium nicht wirklich erleichtert. Würden Studiengebühren wirklich dort eingesetzt werden, wo sie hingehören, nämlich an die Hochschule, und wenn sie nicht in irgendwelchen Haushaltslöchern versickern, dann würde sich für viele Studierende das Umfeld sicherlich verbessern.
Übrigens, als wir in den 90ern auf die Straße gingen, haben wir die Vorlesung (zumindest teilweise) am Samstag nachgeholt (Danke an die Professoren). So konnte niemand sagen, dass wir nur frei machen wollten...
Ich habe nur einmal demonstriert als damals Kultusminister Maier Studiengebühren in Bayern einführen wollte. Alle waren dagegen und es gab sie nicht. Ich musste als Student auch damals nebenbei arbeiten. Ich saß vor 30 Jahren schon auf Treppen, weil die Plätze im Hörsaal nicht reichten. Nur mußte ich damals für den Notsitz nicht auch noch zahlen.
Studiengebühr - absoluter Unfug, wenn man gleichzeitig immer behauptet, mehr für die Bildung tun zu wollen( Wessen Bildung denn?) und außerdem die geistigen Ressourcen als einige der wenigen sieht, über die unser Land verfügt. Studiengebühren sind höchstens dann sinnvoll, wenn zeitlich über den normalen Rahmen hinaus studiert wird. Ein gewisser Sockelzeitrahmen abhängig von der Studienrichtung sollte gebührenfrei bleiben, aber dem "Berufsstudentum" sollte man über eine Studiengebühr schon entgegenwirken.
Studieren ist für jeden möglich, sofern er nur will!
Studiengebühren dämmen die Haltung ein, daß nichts wert sei, was nichts kostet.
Ein Studium kostet aber den Steuerbürgern sehr viel Geld. Wer sich tatsächlich als
"qualifizierte Nachwuchskraft" eignet, dem ist es zuzumuten, Stipendien und günstige Studienkredite
in Anspruch zu nehmen. Er will ja in Zukunft gut verdienen. Also muss er in seine Zukunft selbst
auch etwas investieren. Es ist nur ein kleiner Teiil dessen, was andere für ihn aufwenden.
Noch ein Hinweis auf die Realität: Die "Partei der Besserverdienenden" wird
laut vergleichenden Studien der Einkommen seit einigen Jahren von den Grünen gebildet.
Aber auch da reicht es nicht aus, die einen nicht zu wählen oder die anderen wählen.
Das darf und muss schon etwas mehr sein. Bemühen muss man sich.
das zeigt nicht die "ehrlichkeit" der proteste, sondern sagt nur etwas über die bereitschaft zu demonstrieren aus.
zum anderen zeigt es von einer gewissen unkenntnis, zu behaupten, dass studierende nur feiern. natürlich ist die junge masse der studierenden feierfreudiger als andere gesellschaftsgruppen. es ist aber niveaulos, daraus eine konsequenz für studiengebühren abzuleiten.
die fdp macht hier in rlp beim thema studiengebühren einen meinungstausch, als wenn sie auf einem türkischen basar wären. heute für studiengebühren, gestern dagegen, übermorgen haben sie wieder alles vergessen und behaupten das gegenteil. aus psychologischer perspektive faszinierend.
die fdp hat die langzeitstudiengebühren damals mit eingeführt und konsequent gegen direkte studiengebühren argumentiert, weil sie die sozialverträglichkeit als nicht gegeben sahen. jetzt mit den arbeitsmarktchancen derer zu argumentieren, die dann studiengebühren zahlen, ist schon aberwitzig. das ist eine hilfsargumentation, die nur verdeutlicht, wie konzeptlos die fdp in rlp eigentlich ist. wenn sie studiengebühren wollen, so wie die cdu, dann sollen sie das offen sagen und auch zu den konsequenzen stehen und nicht mit angeblicher notwendigkeit auf grund von sozialen (arbeitsmarkttechnischen) aspekten argumentieren. studiengebühren sind unsozial. sie verhindern, dass menschen aus ärmeren schichten an die hochschulen kommen. und die konstruktionen mit sozialklauseln, also dass bsw. bafög-empfänger nicht zahlen müssen, haben einen entscheidenden haken: sie benachteiligen die gesellschaftsgruppen, die kein bafög erhalten doppelt. und da sind einige darunter, die man zum mittelstand zählen kann. mich würde interessieren, wie die fdp dazu steht. .... also vielmehr welche meinung sie heute hat.
Bin ich froh, dass die FTP nicht in der Regierung sitzt!
Ein Studium kostet die Bürger viel Geld. Ein eigener Beitrag des Studierenden dazu kann erwartet
werden. Dieser - geringe - Eigenanteil ist hoch rentabel, weil diese Studium die berufliche Zukunft
sichert. Wer das nicht kapieren kann, an dessen Studierfähigkeit muss wohl gezweifelt werden.
Es gibt eine ganze Reihe von Institutionen, die Studierende fördert, die aus wirtschaftlich beengten
Familien kommen. Solche Stipendien kann jeder beantragen, dem ein Studium wirtschaftlich schwer
fällt, obwohl er dafür begabt ist. Von dieser Voraussetzung kann allerdings nicht abgewichen werden.
Kein für ein Studium Begabter muss aus wirtschaftlichen Gründen auf ein Studium verzichten.
Er muss sich nur über die Möglichkeiten erkundigen. Tut er dies nicht oder weiß nicht, wie das geht:
Auch das spricht dann nicht für Studieneignung. "Unterschicht" fernhalten: Ideologie.
Übrigens haben die Universitäten mit Studiengebühren großen Zulauf aus allen Schichten.
Denn das sind meist die guten.
Bildung sollte für jeden ermöglicht werden, der sich fortbilden will. Die FDP sieht das wohl anders..
"Die Unterschicht soll da bleiben, wo sie ist: unten, damit die reichen Kinder in Ruhe ihrer abgesicherten Zukunft entgegensehen können"
Normale Studiengebühren sind für jeden erschwinglich. Auch wenn ich sie nicht befürworte, wir sprechn hier nicht von Unsummen. Außerdem gibt es Kredidte. In NRW sogar ziemlch faire, ich weiß nicht wie es in den anderen Bundesländern ist.
Privatschulen mit 60.000 euro Jahresbeitrag, das ist was für reiche Kinder.
Studiengebühr bedeutet sozialen Numerus clausus, es verwundert nicht, daß dieser Vorschlag aus "der Partei der Besserverdienenden" kommt. So etwas sollte Deutschland sich nicht leisten, insbesondere angesichts des allerseits erwarteten Mangels an qualifizierten Nachwuchskräften.
Es wird genauso viel gefeiert.^^
Die Unterschicht soll da bleiben, wo sie ist: unten, damit die reichen Kinder in Ruhe ihrer abgesicherten Zukunft entgegensehen können. Das ist der Sinn von Studiengebüren. Danke, FDP, für diesen ehrlichen Kommentar, ich weiß nun, wem ich meine Stimme NICHT gebe . . .
Studiengebühren hätten die große Wirkung, daß mehr studiert als " gefeiert " wird und die Studienzeit bei vielen bestimmt verkürzt würde., zum Wohle all derer die noch am echten Studium interessiert sind. Die mangelnde Beteiligung an der zuletzt angesetzten Diskussion, wo nur 200 erschienen, obwohl wochenlang sich beschwert wurde, zeigt doch die Ehrlichkeit solcher Studentenproteste