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Streit um Hanf-Tütchen

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Streit um Hanf-Tütchen

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Markus Keil
am 09.01.09in Unterhaltung via oberpfalznetz.de

Linksjugend: Alles harmlos, aber es wird ermittelt Gebt das Hanf frei, fordert die Linksjugend. Erst im Wahlkampf von der Politik. Nun nach der Wohnungsdurchsuchung von der Weidener Justiz. Die Polizei beschlagnahmte dabei kurz vor Weihnachten 20 Hanftütchen bei einem Linksjugend-Mitglied. Zu Unrecht, meinen Parteivertreter. Handle es sich doch um Nutzhanf - und nicht um Drogen.

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4 Kommentare

Kommentare zu Streit um Hanf-Tütchen

 

Edmund WolfEdmund Wolfam 09.01.09via Der Neue Tag


Mit heute 54 Jahren kann ich sagen, dass ich auch in den 70igern durchaus auch mal die "Droge" Hanf probierte. Resultat- mir war sowas von schlecht, ich mußte mich so übergeben, dass ich dachte, alles in mir möchte raus und damit war die Sache erledigt. Ich bin nie mehr an das Zeug rangegangen.
Was ich damit sagen möchte: Die Kriminalisierung von Haschisch ist etwas, was es für Jugendliche erst interessant macht, es doch mal zu probieren. Es ist das selbe mit Alkohol und Nikotin. Alles was verboten wird, erreicht den Status des Verruchten, was man als Jugendlicher erst recht probieren muß. Wenn so eine Gesetzgebung das als Prävention betrachtet, muß ich sagen, die hilft nicht! Mit der Entkriminalisierung von Hanf würde folgendes passieren. Vielen Jungen würde es gehen, wie mir, wenn sie es überhaupt interessiert. Die, die "auf Droge" sind, könnten das Produkt "LEGAL" erwerben und müssten nicht neben einer verbauten Zukunft (Vorstrafe) auf diesem eingeschlagenen Weg bleiben (hat ja eh alles keinen Sinn). Dealern würde der Geldhahn zugedreht, was wieder weniger Straftaten in diesem Milieu bedeuten würde, was wiederum dem Steuerzahler Geld sparen würde, weil die Gefängnisse entlastet werden.
Was man auch bedenken sollte: Was ist auffälliger? Ein aggresiver Alkoholiker, oder ein Typ, der in seinem "Nirwana" seinen Haschrausch auf Wolke 7 erlebt. Solange Gesellschaftsdroge Alkohol legal ist, sollte diese sog. "Weiche Droge" Jugendliche nicht zu Kriminellen machen.
Ich möchte dazu sagen, ich toleriere die Meinung von unserer Linkssolid-Gruppe, werde sie aber nicht aktiv unterstützen, weil ich keinen Bezug zu diesem Kraut habe. Wie ja "Spice" zeigt, sind diese Synthetischen Drogen aber weitaus gefährlicher.
Es sollte dem Gesetzgeber endlich klar werden, welchen Moloch er da geschaffen hat, von der Drogenkriminalität bis zur Beschaffungskriminalität ist ein komplexer Kreislauf entstanden, der einen Polizeiapparat in Bewegung hält, der mit Sicherheit was besseres zu tun hätte: z.B. Nazi jagen und einsperren, das wäre sinnvoller. Also Herr Staatsanwalt, nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Es sollte nur eines geben: VERFAHREN EINSTELLEN!!!
Edmund Wolf

P. LobenhoferP. Lobenhoferam 09.01.09via Der Neue Tag


"Gesetz ist Gesetz", sagt Staatsanwalt Schäfer.Ist klar. Klar ist auch: weder Staatsanwalt noch Polizei können etwas für das völlig antiquierte Betäubungsmittelgesetz. Aber: wegen so einer Bagatelle so viele Steuergelder zu verschwenden, ist eine Schande. Drei Polizeibeamte waren im Einsatz, dazu noch Staatsanwalt und Richter...da kommt ein schönr Batzen Geld zusammen.
Niemand zwang Herrn Schäfer, das Verfahren zu eröffnen. Mangels öffentlichen Interesses hätte er ein Auge zudrücken können. Aus demselben Grund sollte das Verfahren jetzt schleunigst eingestellt werden.

Sandro HammerSandro Hammeram 09.01.09via Der Neue Tag


"...eine merkwürdige Geschichte", meint Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer. Ja- mit Naturstoffen ist das so eine "Plage". Auch Nutzhanf läßt sich nunmal nicht von der deutschen (hier bayerischen !) Bürokratie beeinflussen, so das es in der Sache der Natur liegt, wenn der Gehalt von Inhaltsstoffen schwankt. Im Bereich der Möbelindustrie werden stetig formaldehydfreie Wohngegenstände beworben, auch wenn es von Natur aus kein Holz ohne Formaldehyd gibt.
Die eigentliche Merkwürdigkeit ist aber in der Frage zu suchen weshalb sich die deutsche Politik so schwer mit der Legalisierung von Cannabis tut. Kann es sein das bestimmte Wirkstoffe der Pflanze erheblich besser und schonender Krankheiten heilen, und so pharmazeutische Produkte überflüssig machen würden ?!
Das Prädikat "MERKWÜRDIG" verdient aber auch die Tatsache das Mitglieder der Linksjugend bereits vor der LegalizeIT-Kampagne eigenartige Störungen im Telefon-und Internetanschluß bemerken mußten, und z.B. die Vohenstraußer Polizei keine Antwort darauf wußte woher sie denn die nicht veröffentlichte Telefonnummer eines Mitgliedes hat. Bei einer Personen-"Routine"-Kontrolle in Altenstadt stellte die Streife auch die Frage, ob es nicht merkwürdig sei, um 22.00 Uhr noch zu Fuß unterwegs zu sein. Sei´s drum - wir leben in einem merkwürdigen Land...merkwürdig das ausgerechnet bei der Linksjugend so ein Wind gemacht wird...was wäre wohl geschehen, hätte die JU eine ähnliche Aktion.. - war nur ein Gedankenstrich...die sind ja fleißig an gebrauchten Christbäumen schnüffeln. Liebe Grüße !!!

Markus KeilMarkus Keilam 09.01.09via Der Neue Tag


Da wird wieder mal mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Statt sich um die dringlichen Probleme in unserem Land zu kümmern, verfolgen unsere Beamten Kiffer und Mofafrisierer. Dass bei einem THC-Gehalt von 0,2% keine Ermittlungen aufgenommen werden, bei 0,36 Prozent jedoch aufwändige Ermittlungen anlaufen, ist wohl ein typisch deutsches Phänomen.

Die längst überfällige Legalisierung von Cannabis könnte unsere Ermittlungsbehörden deutlich entlasten und das Zeug für Jugendliche weniger interessant machen. Findige (Finanz)Beamte sollten sich lieber überlegen, wie man mit einer sinnvollen Besteuerung und kontrollierter Abgabe Geld in die Staatskassen spülen könnte, statt es durch unsinnige Ermittlungen zu vergeuden.

Und für alle, die voraussichtlich mit dem Argument "Einstiegsdroge" kontern: Erstaunlich ist weiterhin, dass sich niemand gegen die Einstiegsdroge Nr. 1, nämlich Alkohol echauffiert. Doppelmoral in seiner reinsten Form.


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