Experten diskutieren über Zukunft der Antikenfestspiele
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Man möge mir meine Einschätzung verzeihen, aber für Trier - als älteste Stadt Deutschlands - finde ich es blamabel und äusserst provinzhaft, maßgebende Akzepte setzen zu wollen, aber irgendwie keine "Rezepte" bereithalten zu können, mit denen man sich mit anderen Kulturstätten in Deutschland vergleichen könnte. Iregendwie kann ich mich nicht des Gedankens erwehren, dass hier manche meinen, sie seien der Käse, aber leider stinken sie nur so.
Diese einfältige Konzeptlosigkeit fängt doch schon bei den Bauplänen an, mit deren - sehr kostspieligen - Umsetzungen die Kulturlandschaft bildhaft verschandelt wird. Die Diskrepanz zwischen den alten und neuen Bauwerken, die (angeblich) "glanzvoll" miteinander verbunden wurden, spottet wohl jeder Beschreibung eines Erhaltens der Vergangenheit.
Im Vergleichsverhältnis zu Dresden (was allerdings in dessen "Altertums"nachweis bestens erhalten und ausgebaut wurde) hinterläßt die älteste Stadt Deutschlands wohl eher einen verkümmerten Eindruck .... auch im Hinblick auf das Ergebnis einer Konzeptlosigkeit bei den Stadtplanern in Trier. Dies macht sich folgerichtig und selbstverständlich auch auf das Kulturangebot der Stadt Trier bemerkbar.
Anzuraten muss jedenfalls sein, dass die "Stadtplaner" einen Nachhilfekurs in Dresden, Weimar oder Erfurt erhalten, wie "Kulturerbe" erhalten werden soll und wie man dies - durch bisschen mehr Verantwortungsbewusstsein zur Sachverwaltung von "Erbgütern" - schützen kann.
Wer kulturelle Veranstaltungen nur machen kann ,wenn er hinterher ein großes Schuldenloch hinterläßt, soll sich in Zeiten wo das Geld nicht mehr locker sitzt, nach kostendeckenden Möglichkeiten umsehen. Auch die vielen Kommissionen , kulturellen Manager und wer weiß wer da alles noch mitreden und bezahlt werden möchte, sollten auf ein Minimum dezemiert werden. Ein Jahr Pause -- zugunsten der Stadtkasse -- würde Trier nicht in Verruf bringen, sondern ein Zeichen setzen von Verantwortung. Es sollte auch mal geprüft werden, ob diejenigen die sich so voller Elan für die Festspiele einsetzen, nicht selbst Leute sind, die von der Erstellung des Programms prima mitverdienen, -- ohne Rücksicht wer das bezahlen muß.
Kultur ist Wirtschaftskraft
Die Stadt Trier als älteste Stadt Deutschlands, und als eines der wichtigsten Kulturzentren Europas muss endlich erkennen, dass ein professionelles Management aller Kulturaktivitäten in Trier wesentlichsten Anteil an dem kommerziellen Erfolg des stärksten Wirtschaftsfaktors der Stadt hat: Kultur. Dies gilt gleichwertig für alle kulturellen Aktivitäten, wie die Antikenfestspiele, Brot und Spiele, Museumsveranstaltungen oder auch Rock- und Pop-Konzerte. Die Schaffung eines kreativen, visionären und verantwortungsbewussten Kompetenzteams aus Wirtschaft, Kunst und Verwaltung, aber auch eine enge Einbindung professioneller Konzertveranstalter in den Entscheidungsprozess wird entscheidenden Anteil am wirtschaftlichen Erfolg tragen, und somit Wohlstand und Arbeitsplätze in Trier sichern. Professionelles Stadtmarketing muss diese kulturellen Werte unserer Stadt effizient abschöpfen und international ins Gedächtnis prägen um stetigen und langfristigen Erfolg zu gewährleisten. Die derzeitige Flickschusterei, Ideen- und Konzeptionslosigkeit in dem von der CDU besetzten Kultur-Dezernat unter Ulrich Holkenbrink muss jetzt endlich ein Ende finden.
Hanspitt Weiler
Im Hopfengarten 10
54295 Trier
Hermann Lewen wäre sischer jemand, der 1)multikulturell und heimatverbunden ist, 2) professionnelle Organisation, Marketing und Pressearbeit perfekt beherrscht 3) und zudem ein Vertrauensverhältnis zu vielen Politikern, zu Sponsoren und vor allem zum Publikum wiederherstellen könnte. Die Stadt müsste nur langfristig gesichertes Geld für das künstlerische Programm zur Verfügung stellen. Das Thema könnte schon längst erledigt sein... oder??
(Hinweis der Redaktion: Dieser Text wurde aus einem anderen Artikel hierher verschoben)
Leider haben die Antikenfestspiele in der derzeitigen Form keine Zukunft. Es fehlt ein professionelles und nachhaltig angelegtes Management mit einem klaren Festivalkonzept. Wen will ich warum ansprechen und kann ich mit welchem finanziellen Aufwand nach Trier locken?
Das wird sich nie in einem am Theater Trier angeschlossenen Gebilde realisieren lassen. Leider.
Zu dem Leuchtturm Römer müssen Kulturveranstaltungen konzipiert und auf Dauer betrieben werden. Zielorientiert und visionär, professionell und wegweisend treten hier Herr Lewen mit seiner Mosel Musikfestival GmbH ("Mosel Musikfestival") und Herr Frank von der Medienfabrik Trier GmbH ("Brot & Spiele") auf. Regelmäßig lassen die beiden in Befragungen Herkunft und Hintergrund der Besucher analysieren. Immer wieder überzeugen beide, wenn sie leidenschaftlich über die Kulturregion und ihre Visionen sprechen und nur ihnen ist zuzutrauen, ein auf die Zukunft ausgerichtetes Festival zu managen.
Das Wen & Warum bin ich noch schuldig geblieben: Wir müssen die High Potentials ansprechen, die für unsere Region und unsere Unternehmen langfristig vielversprechend sind. Und nur danach sind die Antikenfestspiele künftig auszurichten. Wenn wir das alle verstehen, dann kann auch ein Werbeetat in Millionenhöhe aufgebracht werden, denn drunter ist ein Festival nicht zu promoten.
(Hinweis der Redaktion: Dieser Text wurde aus einem anderen Artikel hierher verschoben)