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Rot-Grün übersteht die Attacke

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Rot-Grün übersteht die Attacke

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Eingestellt von
Petra Panther
am 22.01.09in Unterhaltung via an-online.de

Aachen. Für Rot-Grün war es ein schöner Abend unter den Lüstern des Ballsaals im Alten Kurhaus: Die Ratsmehrheit, die rechnerisch keine mehr ist, setzte sich am Mittwoch in einer mehr als kitzligen Angelegenheit durch und gewann die Abstimmung zum Tagesordnungspunkt «Überhangklassen an fünf Aachener Grundschulen».

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10 Kommentare

Kommentare zu Rot-Grün übersteht die Attacke

 

K. H´tenK. H´tenam 23.01.09via Aachener Zeitungsverlag


Möglicherweise braucht man ja gar keine Rechenformel um auf die 65 zu kommen. Ist das vielleicht die Zahl an noch freien Plätzen in den nicht ausgelasteten Grundschulen? Wenn dadurch alle Grundschulen weniger als die maximal erlaubte Anzahl an Schülern haben, könnte das doch die Erklärung sein.

BeobachterBeobachteram 23.01.09via Aachener Zeitungsverlag


politschärmützel auf dem rücken der kleinsten und wehrlosesten- pfiu. man sehnt sich nach hessischen verhältnissen

hallohalloam 22.01.09via Aachener Zeitungsverlag


die linke hat doch nur kurz vorher die notbremse gezogen und sich gegen den, von der landeregierung initierten, wetberwerb der schulen (im nachteil für ale kinder) entschieden. alles ander hätte mich auch wirklich in meinen grundwerten erschütert. also wenn man als bekennende linke für die aufhebung der schulbezirke ist, dann tut es mir leid das ihre ehemalige wunschprtei sie entäuscht hat, sie hat aber nur entschieden wie es ihrer politischen überzeugung von chanceglaicheit entspricht, sonst nichts.

hallohalloam 22.01.09via Aachener Zeitungsverlag


das war sicher kein machtspiel, besonder kurz vor der wahl macht man sich solche entscheidungen nicht einfach und die rot-grünen haben sich gegen populismus und für das wohl aller kinder (auch der kinder aus sozial schwächer schichten deren eltern nicht so eine große kl.. haben entschieden) und das war gut so.

Ulrich Str´mannUlrich Str´mannam 22.01.09via Aachener Zeitungsverlag


..und noch etwas, was sich nicht nur der Logik entzieht. Nach den Ablehnungsschreiben haben die Angeschriebenen vier Wochen Zeit, Widerspruch gegen die Schule, bzw. die Schulverwaltung gegen deren Entscheidung einzulegen. Wie soll es dann gehen, sich bis zum 28. Januar entscheiden zu "müssen", wo die Eltern "ihre Sprösslinge" einschulen wollen sollen? u.str.

Ulrich Str´mannUlrich Str´mannam 22.01.09via Aachener Zeitungsverlag


Fortsetzung

In alphabetischer Reihenfolge sind das die GGS Am Höfling, die GGS Gut Kullen, die KGS Passstraße und die KGS Vaalserquartier. Zu den Details.
Die GGS Am Höfling hatte ursprünglich 106 Anmeldungen, kann bei derzeitig drei genehmigten Eingangsklassen maximal 90 (3x30) Kinder aufnehmen. Als ideal empfohlen werden von der Schulverwaltung maximal 72 (3x23,86(aufgerundet)) Kinder.
Die GGS Gut Kullen hatte ursprünglich 70 Anmeldungen, kann bei derzeitig zwei Eingangsklassen maximal 60 Kinder einschulen, ideal wären nach Adam Riese und Eva Zwerg 48 I-Dötze.
Die KGS Passstraße meldete 63 Anmeldungen (max. 60 / min. 48 ) bei ebenfalls zwei erlaubten Klassen und auch die KGS Vaalserquartier durfte bei bisher gestatteten zwei Klassen für das kommende Schuljahr 75 Anmeldeschreiben der Eltern und Erziehungsberechtigten (max. 60 / min. 48 ) entgegen nehmen.
Abgesehen von einer fahrlässig verursachten oder vorsätzlich gemachten falschen Angabe der Schulverwaltung bedeutet das just, dass minimal 44 Kinder und maximal 98 Kinder von ihrer Schule abgelehnt und an einer anderen GGS, bzw. KGS untergebracht werden müssten, wenn die Eltern den Rechtsanspruch ihrer Kinder wahren. Das die bisher immer wieder aufs Neue verbreitete Wahrheit von maximal 65 abgelehnten Einschulungswünschen noch nicht einmal genau in der Mitte liegt, muß auf einer mir bisher unbekannten Rechenformel fußen.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Stratmann

Ulrich Str´mannUlrich Str´mannam 22.01.09via Aachener Zeitungsverlag


Liebe Lesenden,

da ich weiß, dass eine gründliche Recherche unverzichtbare Voraussetzung für einen ernst zu nehmenden Beitrag zur Wahrheitsfindung ist, möchte ich eine kleine Korrektur anbieten, die hoffentlich ohne gravierende Fehler ist.
So ist in der von städtischer Seite gemeldeten Anmeldeanzahl von 2071 Kindern für das Schuleingangsjahr 2009/2010 die Domsingschule des Bistum Aachen ebenso enthalten wie die Freie Waldorfschule e.V. und die private St. George School. Für die Domsingschule lagen am 17.11.2008 nach städtischer Auswertung 64 Interessentinnen und Interessenten vor. Die Domsingschule meldete dazu zwei beabsichtigte Eingangsklassen. Eine von der Schulverwaltung Aachen festgelegte Zügigkeit gibt es dort nicht.
So auch hier: Die Freie Waldorfschule e.V. meldete ebenfalls mit Stand vom 17.11.2008 ohne weitere Angaben 44 Schülerinnen und Schüler. Von der St. George School gab es keine Angaben. Die drei Schulen haben mit dem städtischen Schulentwicklungsplan in der verhandelten Sache nicht das geringste zu tun, fließen aber trotzdem in die Statistik der Verwaltung ein.

Wenn man exakt sein möchte, bleiben ohne die gerade genannten Schulen von den behaupteten 2071 tatsächlich 1963 Anmeldungen. Nun gibt es ohne die KGS Birkstraße, die ausnahmsweise (Presseamt Stadt Aachen am 22.01.2009) eine zusätzliche Eingangsklasse zugestanden bekam, weiterhin vier Schulen, die eine weitere Klasse beantragt haben.

LinksnixLinksnixam 22.01.09via Aachener Zeitungsverlag


Wer bisher den wirklichen Sieg davon getragen hat, sind wohl die Aachener Nachrichten. Ohne die Unterstützung dieser Zeitung, wäre es nicht so einfach gewesen, die Eltern, die sich in diesem Thema engagiert haben, zu Gunsten und im Sinne von Rot/Grün durch den Schmutz zu ziehen. Leider hat Herr Schultheis mit schwachen Parolen gegen fundierte Argumente seitens Herrn Philipp und Herrn Baal schwach ausgesehen. Und wenn Ratsmitgliedern in Einzelgesprächen den Bürgern Dinge versprechen, die sie dann in der Abstimmung nicht einhalten und den Appell an ihr Gewissen noch mit dem Vorwurf der Moralpredigt abtun, dann haben sie in der Abstimmung gewonnen, aber im Ansehen verloren. Mein Leben als überzeugte Linke hat am 11.12. im Schulausschuss einen starken Knacks bekommen. Gestern hat es geendet. Da hat Schwarz-Gelb eine harte Nuss geknackt. Yes, we can. Der nächste Bürgermeister ist ein Schwarzer.

Silvia LenzSilvia Lenzam 22.01.09via Aachener Zeitungsverlag


Der Bericht über die Ratsitzung spiegelt mein Gefühl wieder, dass man Zuschauer bei einem politischen Muskelspiel war. Den Sachargumente konnte wegen dieses Machtkampfes gar nicht genügend Raum gegeben werden. Dabei wurde über Kinder entschieden ! Und oft genug über die Berufstätigkeit eines Elternteils! Sollen sich Grüne und SPD noch freuen... nach der nächsten Wahl werden sie und nicht mehr Mütter und Kinder weinen!

Petra PantherPetra Pantheram 22.01.09via Aachener Zeitungsverlag


Schon die Entscheidung, dass die katholische Grundschule Barbarastraße erhalten werden muss, um "das Viertel zu retten", war ein Missbrauch. Jahrzehntelang wurde den Eltern im Barbaraviertel nicht die konfessionelle Alternative GGS Brühlstraße angeboten, sondern die weit entfernt liegende GGS Schwalbenweg. Es ist pure Heuschelei, wenn nun so getan wird, als sei die Konfession der Grund für den Einbruch der Anmeldezahlen in der Brühlstraße. Wenn das so wäre, warum werden dann die Eltern im östlichen Teil Eilendorfs, die unbedingt eine katholische Grundschule für ihr Kind wollen, nicht an die näher liegende katholischen Grundschule Barbarastraße verwiesen. Ganz einfach, weil es klar ist, dass diese sich dann doch wieder für die Gemeinschaftsgrundschule entscheiden würden.
Hier hat Politik aus Angst, eine Schule schließen zu müssen, die angesehene GGS Brühlstraße schwer beschädigt. Von wegen Qualität: wer darüber etwas erfahren will, sollte sich mal mit den weiterführenden Schulen unterhalten und nachfragen, welche der beiden Eilendorfer Grundschulen dort höher angesehen ist.


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