Besserer Anlegerschutz
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Kommentare zu Besserer Anlegerschutz
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Eine Bank wie die DZ-Bank zu führen, ist einfach. Man kann alles tun und muss nichts verantworten. Schon mehrfach durch die Gelder der Anlger und der genossenschaftlichen Bankmitglieder vor der Pleite gerettet und jetzt durch den Steuerzahler. Da muss man nicht viel können, um so eine Bilanz vorzuweisen.
Kann es wirklich im Sinne des Gesetzgebers sein, dass diese Machenschaften zu unterstützen? Wenn nicht, dann sollte sich schnell was ändern. Dass die Gestzgebung schnell sein kann, hat die "Bankenrettung" bewiesen. Da ging es um viel größere Summen als hier. Also meine Damen und Herren Abgeordneten - was hindert Sie daran, ein wirksames Anlegerschutzgesetz noch im Februar zu verabschieden?
Es ist allerhöchste Zeit, dass die Politik auf die schon seit vielen Jahren bestehenden Missstände reagiert. Die bisherigen Verbraucherschutzminister haben dieses Thema trotz wiederholter Skandale in diesem Bereich beharrlich ignoriert.
Die bisherige Bankenaufsicht war wohl ein zahnloser Tiger und fühlte sich bislang auch bei bekannten Skandalen nicht zuständig.
Viele Anleger, die wenigsten gut betucht, haben in den letzten Jahren durch mangelhafte Bankprodukte und fragwürdige Vertriebs- und Beratungspraktiken viel Geld verloren, und das ohne realistische Aussichten, je wieder an ihre Ersparnisse heranzukommen. Rücklagen für Altersvorsorge wurden dadurch vielfach vernichtet. Viele Anleger stehen vor dem finanziellen Ruin, manche müssen ihr mühsam angespartes Häuschen verkaufen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Nicht nur die großen Banken haben ihr makaberes Spiel mit ihren Kunden getrieben, auch die vorgeblich seriösen und kundennahen Volks- und Raiffeisenbanken im Schlepptau der DZ-Bank haben offenbar bei der Vermittlung von vorgeblich sicheren Geldanlagen zahlreiche Kunden verprellt. Allein bei der Vermittlung von DG-Fonds wurden nach heutiger Kenntnis über 20.000 Kunden geschädigt. Von "Ausnahmen" und "bedauerlichen und nicht vorhersehbaren Entwicklungen" kann da keine Rede sein. Diese Vertriebsstrategie war wohl systematisch geplant.
Mein Vertrauen in diese Bankengruppe ist nun nachhaltig gestört.
Eine Kehrtwende kann nur erreicht werden, wenn Fehlverhalten von Banken und Bankberatern konsequent geahndet werden und zwar rückwirkend! Dazu müssten die Verjährungsfristen deutlich verlängert, die Prospekthaftung verschärft und die Umkehr der Beweislast zugunsten der Anleger eingeführt werden. Vor Gerichten müssten die betroffenen geschädigten Anleger eine reelle Chance erhalten, entschädigt zu werden. Bis heute müssen viele geprellte Anleger vor der juristischen Übermacht der Bankenlobby kapitulieren. Damit rechnen diese Banken wohl.