Neue Forderungen an den Investor
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Kommentare zu Neue Forderungen an den Investor
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Einfach beukotieren, bei den Aachen Arkaden funktioniert dies ja schon sehr gut.
Es ist ja durchaus im Sinne der Stadtbevölkerung, wenn sich die Verwaltung um Investoren bemüht, die Projekte verwirklichen wollen. Daß dabei jedoch ausschließlich die Interessen des Investors (die Verwaltung nennt das nach BauGB "Belange der Wirtschaft")beachtet werden, obwohl völlig unklar ist, ob die Stadt einen Nutzen aus der Galerie zieht, halte ich für wirklich sehr fragwürdig.
Es widerspricht jeder Vernunft, ein derart asymmetrisches Wachstum der Verkaufsfläche zuzulassen, ohne daß es Aussicht auf eine entsprechende Umsatzverlagerung von außen in die Stadt geben wird. Die wird zwar sicher kommen, aber vor allem auch die Zahl kleiner Geschäfte außerhalb der Galerie verringern.
Interessant ist aber auch, daß es bis auf die Bürgerinitiative kaum öffentliche Kritik an diesem fragwürdigen Projekt gegeben hat.
Wer sich mal die im Netz verfügbaren Eingaben der Öffentlichkeit zum Bebauungsplan vom letzten Sommer ansieht,merkt auch, daß die Stadt in der Beantwortung der Fragen da lediglich nach der einfachsten Möglichkeit sucht, die Argumente abprallen zu lassen, bzw. garnicht genau darauf einzugehen. Das Thema Bürgerbeteiligung bekommt da ein ganz neues Antlitz.
Wohnraum in der Innenstadt wird immer teurer, wenn man eine Verkaufsfläche von 22400 Quadratmeter schaffen kann, wo ist das Problem in diesem Objekt noch 3000Quadratmeter Wohnraum zu schaffen? Dies wäre überhaupt kein Problem, in Summe das Objekt was niedrieger bauen, und obendrauf Apartmenthäuser oder so.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, aber hier fehlt ganz klar der Wille!!
Die Leute fahren nicht nur nach Köln/Düsseldorf zum Einkaufen, Masstricht ist noch eine ganze Ecke näher und bietet auch einen guten Mix in übersichtlicher Umgebung.
Warum schafft man das in Aachen nicht und versteigt sich stattdessen in so ein Gigaprojekt? Haben da unter Umständen irgendwelche schwarzen Koffer den Besitzer gewechselt?
Die Einheimischen Bauunternehmen werden auch nicht in dem Mass profitieren bzw. Kaufkraft in der Region erhalten.
Und die Schaffung von Ersatzwohnraum sollte zur Belebung der Innenstadt doch auch dort erfolgen und nicht irgendwo im Aussenbezirk.
Wenn sich das Ding als ähnlicher "Kracher" wie die Aachen-Arkaden erwiesen haben, sollte man Herrn Baal nochmal auf das Kaliber des verloren gegangenen Wohnraums ansprechen....
Didier hat völlig recht. Es ist absolut O.K. dass in Aachen auch eine Attraktivierung der Einkaufslandschaft angestrebt wird - aber um Gottes Willen DOCH NÌCHT SO!!!!!
Die Kunden kommen aus der Städteregion Aachen. Viele fahren jetzt nach Köln/Düsseldorf zum einkaufen. (Hat da vielleicht jemande eine Statistik?) Die Studenten haben eh ein Ticket für die Bahn. Da fährt man doch mal eben nach Köln. Ist ja auch viel "cooler".
Und wenn Aachen nicht ein bischen dagegen hält, wird es die Leute nur noch mehr nach Köln ziehen.
Wenn man an den Umweltschutz denkt, muß man auch bedenken, dass so weniger Kilometer zum Einkaufen gefahren werden.
Woher kommt die Kaufkraft für 12.000 Quadratmeter für Textilien, Schuhe, Lederwaren, 6400 Quadratmeter für Nahrungs- und Genussmittel, Gesundheit und Körperpflege, 4000 Quadratmeter für Unterhaltungselektronik, Foto, Optik? Es wird zu einem weiteren Sog aus den kleineren Geschäften in dieses Monster kommen. Der Holzgraben z.B. wird noch mehr veröden. Und wenn man in dem postmodernen Ungetüm stehen wird, kann man es nicht unterscheiden von Dutzenden anderer solcher Projekte (Oerhausen Neue Mitte lässt grüßen). Die Erfinder dieses Projektes werden sich wie bei den Aachen-Arkaden aus dem Staub machen, nachdem sie es an irgendwelche anonymen Investoren verkauft haben. Denen wird man/frau hinterher vorwerfen, schwere Management-Fehler gemacht zu haben.