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Öcher gewinnen in der Bütt kein Land

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Öcher gewinnen in der Bütt kein Land

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Eingestellt von
Simone
am 04.02.09in Unterhaltung via az-web.de

Aachen. Als Heinrich «Heini» Mercks 1960 das erste Mal auf die Karnevalsbühne marschierte, gab es in Aachen 15 Büttenredner. Mindestens. Und sie hatten alle ihr Publikum. Wenn Heini Mercks heute durch die Sitzungsprogramme der Karnevalsgesellschaften blättert, dann erkennt er eine Entwicklung, die ihn mächtig ärgert.

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14 Kommentare

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Kommentare zu Öcher gewinnen in der Bütt kein Land

 

Gerd CasparGerd Casparam 06.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Lieber Amicus A.,

meinen Sie nicht das Sie hier Ihre Vorurteile über die sogenannten Lackschuhkarnevalisten pflegen. Es sei Ihnen verziehen, da man davon ausgehen kann, dass Sie vom AKV ausschließlich die Fernsehsitzung kennen. Wenn Sie die ganze Bandbreite der AKV Veranstaltungen (z.B. Prinzenproklamation, Carnevale, Florreseipalast, Kindersitzung, Theaterball) kennen und besuchen würden, wüßten Sie das die Fernsehsitzung nur ein Teilaspekt der breitgefächerten Aktivitäten des AKV darstellt. Die TV-Übertragung bleibt natürlich bei nicht Insidern in der Wahrnehmung kleben. Im Gegenteil hat der AKV in den letzten Jahren, leider oft erfolglos, erhebliche Mittel in die Förderung von Nachwuchs und Strukturen des traditionellen Karnevals gesteckt. Auch wenn einige über die Kommerzialisierung des Karnevals schimpfen, diese Mittel kann der AKV nur mit einer "Cash Cow" wie der Ordensverleihung erwirtschaften. Machen Sie sich es nicht zu einfach! Das Problem des Aachener Karnevals ist nicht der AKV, sondern die mangelnde Nachwuchsförderung in fast allen Vereinen, sowie ein Wandel in den Unterhaltungsgewohnheiten des Publikums. Das es auch sinnvolle Nachwuchs-förderung gibt, beweisen Vereine wie die KG Öcher Prente oder die KG Eulenspiegel. Diese Gedanken schreibt Ihnen jemand, der 19 Jahre lang ehrenamtlich im Aachener Karneval ein guten Teil seiner Freizeit geopfert hat um anderen und sich selbst Freude zu bereiten.

h.Beckerh.Beckeram 05.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Hst Du schon irgendwann mal Musik gemacht und Texte geschrieben?
Wenn ja, dann musst Du ja ein Multitalent sein und im Fernsehen auftreten.Du biusst ja ein Star und weisst nicht wie es in der Provinz zugeht!!!!!
aLLES G u t e auf den Buehnen Du A.....!!!!!

Amicus A.Amicus A.am 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Bin sehr erfreut darüber, wie klarsichtig die Situation des Aachener Karnevals hier erörtert wird. Ändern wird sich in diesem schrecklichen Schaulaufen (Extrembeispiel: Ball der Mariechen) natürlich nichts, aber die (sehr alte) Erkenntnis, daß Aachen nicht Köln ist, könnte endlich mal als Basis dienen. Daß der AKV eine erhebliche Mitschuld an der Entfremdung des Aachener Karnevals von der "Basis" trägt, steht für mich fest. Der AKV ist doch gar nicht (mehr) an dem interessiert, was Karneval einstmals war, bevor es diese Einschaltquoten gab. Dieser "Karnevals"verein heißt doch nur so; faktisch geht es ausschließlich um gesellschaftliches Pseudo-Renommée der "gegelten" Mitglieder des Elferrats.

PillepallePillepalleam 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Nö, Halloween ist doch genauso schlimm, da geht es auch fast nur ums Saufen. Ich würde sogar sagen es ist noch schlimmer, weil der Brauch lediglich aus kommerziellen Gründen importiert wurde. Ich suche mir am 31.10. (Oktober hat 31 Tage) eher Orte aus, an denen Halloween kein großes Thema ist.

Diesen Artikel habe ich gar nicht gelesen, nur die Überschrift und die Kommentare. Meine Meinung abzugeben kann mir zum Glück selbst seine Tollität Thomas I. nicht verbieten, du also erst recht nicht!

Nicht alle Karnevalisten sind dumm, aber normal sind sie nicht (sagen sie ja selber oft) und m.E. verhalten sie sich dumm (was nicht mit dumm sein gleichzusetzen ist). Zu Goethes Zeiten dürfte Karneval noch ganz anders gewesen sein als heute. Grundsätzlich halte ich aber nichts von Lustig sein auf Knopfdruck. Die meisten Leute lachen bestimmt kein bisschen über die Karnevalswitze und -lieder, wenn sie sie nüchtern hören.

Öcher BürgerÖcher Bürgeram 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Ja und Du ziehst Dir dann lieber am 30.10. den Dracula an und haust Dir in der Pontstraße 20 Cokctials rein und nennst das Helloween. Aber auch sonst darfst Du Dich gerne verbarrikadieren und zu Hause bleiben. Dann musst Du aber auch nicht diesen Artikel lesen und erst recht keinen Kommentar dazu abgeben. Goethe war übrigens Fan des Kölner Karneval und Heine hat Gedichte dazu geschrieben. Auch Böll war bekennender Karnevalist. Alles nur dumme Menschen?
Doch über die Auswüchse von solchen Volksfesten (wie auch dem Oktoberfest, der Loveparade oder den grpßen Rockfestivals) kann man natürlich auch immer diskutieren...

SchängSchängam 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Ich stimme in Teilen zu. Doch der Unterschied zwischen Bläck Fööss und Amigos, zwischen Höhnern und Originale ist die Tatsache, dass die Aachener "Kräfte" Amateure sind. Das Hauptproblem scheint mir allerdings der fehlende Kneipen- und Straßenkarneval zu sein. In Aachen muss immer alles gleich in Bällen und Sitzungen enden. Die Kölner Bands sind in Kneipen groß geworden. Ihnen wurde eine Chance gegeben; nicht von einem renommierten Verein, sondern von einem Wirt und dessen Gästen. Aber in Aachen findet man immer nur das toll, was groß in der Zeitung steht und nicht was auch mal aufmüpfig und "underground" ist.

Der Öcher Fastellovend ist so weit von Anarchie und "leckes am Asch"-Einstellung entfernt, wie die Bayreuhter Festspiele. Aber genau in diese Liga wollen ja Herr Wollgarten und seine geistig greisen Mitstreiter. Von zu viel Öcher Platt kann da gar nicht die Rede sein, eher von besser gar kein Öcher Platt, damit auch der Werbekunde in Bayern das versteckte Productpacement eines schlechten Großprintenbäckers versteht. Und keiner tritt diesen Leuten mal in den Hintern und sagt ihnen, dass sie den Aachener Karneval mit ihrer Platzhirschmentalität und ihrem Marketingbestreben zerstören. Chartbreaker? So ein blödsinn! Schule für Büttenredner? Quatsch! Man muss nur einfach zulassen, dass Leute von unten hochkommen können, und das mit bösen Witzen über Politiker und mit Gossensprache. Das war und ist Karneval! Alaaf!

PillepallePillepalleam 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Trimmel, trammel, trommel, trumm,
Lasst uns eine drinke,
Trimmel, trammel, trommel, trumm,
Tschingderassa-BUMM!

Karneval lässt sich allgemein nur betrunken ertragen, egal ob in Aachen oder in Köln. Deswegen gibt es an Karneval auch so viele Leute, die lallend, pinkelnd und kotzend oder alternativ auch mal schlagend durch die Straßen ziehen. Normale intelligente Menschen widert das ganze einfach nur an, die Witze sind dazu auch noch meistens schlecht und die Liedtexte stumpfsinnig. Ich werde mich auch dieses Jahr wieder zuhause verbarrikadieren und warten, bis der Mob die Stadt endlich verlassen hat.

Trimmel, trammel, trommel, trumm,
Näääää, wat simmer lustisch!
Trimmel, trammel, trommel, trumm,
Tschingderassa-BUMM!

ne Öcher Jongne Öcher Jongam 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Was leider nie erwähnt wird: Die Musiker geben sich keine Mühe oder sind schlecht. Ob Originale, Jonge vajjen Beverau oder Domspatzen, musikalisch und produktionstechnisch liegt das Lichtjahre hinter Köln zurück. Das liegt nicht nur am Geld, sondern auch an der Tatsache, dass in Aachen seit Jahrzenhten die gleichen alten Herren sowohl die Kompositionen als auch die Aufnahmen zu verantworten haben. Da wird mal schnell was mit dem Computer zusammengemurkst und ab auf die Bühne. Das klingt nicht nur schlecht es ist auch noch musikalisch schlecht. Wenn dann die Musiker und Sänger aud der Bühne ihr Handwerk nicht verstehen, wird es dann doppelt schlimm. Eine kleine Ausnahme sind mit Sicherheit die 4 Amigos. Sie sind jung(-geblieben) haben immer neue Ideen und sind musikalisch auf der Höhe. Sie haben eine CD präsentiert, die sich hören lassen kann und die trotz eines kleinen Budgets mit viel Liebe zum Detail und großem Engagement produziert wurde. Das lässt sich dann auch leichter auf die Bühne transportieren.
Trotzdem: Es hat seit den 3 Atömchen, die ich nur noch als Kind live erleben durfte, keine Aachener Karnevals-Band mehr gegeben, die wirklich großes Format hatte. Sie verstanden Ihr Handwerk, textlich, musikalisch und produktionstechnisch. Die Atömchen-Platten sind immer noch der Maßstab! Aber es hat ja auch keiner mehr versucht, so detailversessen an die Sache heranzugehen. Und über den amateurhaften, selbstverliebten AKV braucht man in dem Zusammenhang gar nicht zu reden.

AlexAlexam 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Meiner Meinung nach gibt es einige Gründe die es dem Nachwuchs in Aachen schwer machen. Das liebe Geld ist eines davon. In köln entstehet unter anderem deshalb soviel KArnevalistisches weil es ein Gehaltsgefüge gibt das professionelles Arbeiten ermöglicht. Gegen Höhner Brings Bläck Fööss etc... sind die Amigos und die Originale Stümper. Bezeichnend dafür ist dass die "schönsten Öcher Lieder" der beiden genannten ausschließlich Uraltliedgut ist oder die Melodien von bestehenden (auch bekannten Lieder) übernommen ist. Welch imposante Leistung. Wenn das das Beste ist was in Aachen entstehen kann, dann braucht man eigentlich nicht mehr weitersprechen. Selbst der AKV, der von sich behauptet der professionelste KArnevalsverein in der KAiserstadt zu sein entpuppt sich ein ums andere MAl als wenig fähig diesem Anspruch gerecht zu werden. Da ist nicht alles schlecht aber fast alles stark verbesserungswürdig.
Ein weiterer Grund liegt in der "Mundart". Während man in Köln alles tut um das Kölsch auch für nicht Köllner verständlich zu machen, passiert in Aachen das Gegenteil. Wer versteht denn das Öcher Liedgut von den Menschen die hier wohnen noch? Wieviel % davon sind unter 40?
Und letztlich kommt noch die Angst hinzu anderen, bzw neuen Kräften eine Chance zu geben. Falls es doch mal passiert bin ich als Besucher vieler verschiedener KArnevalsveranstaltungen vieler Vereine schon oft völlig schickiert gewesen. Proben und sein Projekt vorher hinterfragen gehört dazu!! Alaaf

LeserLeseram 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Viel hat der AKV sich auch selbst zu zuschreiben, es wurde ja auch lange keine " neuen " Ideen zugelassen, es sei den es ist ein Eigengewächs. Es gibt eine Mundartgruppe die " Böse op d´r Bend" heißt die wurden jahrelang geschasst "zu modern" etc. ein Jahr später gab es die Orginale, die jedoch nur mit bekannten Liedern der Atömchen "gepusht" worden.Oder muss es sein das ein ehemaliger AKV Präsident wie ein schwerstbehinderter über die Bühne torkelt und Lennet Kan singt..............

babblerbabbleram 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


"Denn statt der Öcher Kräfte kommen immer mehr rheinische Karnevalisten zum Zuge" - alleine dieser Satz spricht doch schon Bände.

In meinen Augen kann man in Aachen einfach nicht vernünftig Karneval feiern. Alles ist so eingefroren, so steril und erzwungen. Da fahre ich lieber nach Eschweiler, Düren oder eben nach Köln, wo die Stimmung besser ist. Woran liegts?

Der Öcher Karneval lässt sich nur noch mit viel Promille im Blut ertragen, schade!

steuerzahlersteuerzahleram 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Keiner , Richtig !

RoterpiratRoterpiratam 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


In meinen Augen ist das Problem, dass der Aachener Karneval keinen Bezug zu den Bürgern der Stadt aufbaut. Die Extreme sind einfach zu groß, Karneval für die "Schönen und die Reichen" (bzw. welche die sich dafür halten) im Eurogress (Wider dem tierischen Ernst)oder im Rathaus und Erbsensuppe und Bierwagen für das gemeine Volk. Wenn Aachen die Bevölkerungsdichte von Alaska hätte würden in Aachen 11 Menschen leben und die wären im AKV und würden sich im Eurogress selber feiern.

SimoneSimoneam 04.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Man kann es nicht bezweifeln: Der Öcher Karneval ist nun mal so was von verstaubt und hölzern geworden (oder war er schon immer so?).

Allein diese Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst - das reinste Schlafmittel. Kein Wunder, dass es keine Nachwuchskräfte gibt. Da können sich die Aachener wie so oft eine Scheibe von den Kölnern abschneiden.
Und: Welcher Kölner fährt schon nach Aachen, um Karneval zu feiern??


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